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Zingone, Luis G.
? - ? (USA) 

Ende der Zwanzigerjahre arbeitete Luis Zingone in einer Autowäscherei und erlernte in seiner Freizeit die in Erdnases "The Expert at the Card Table" beschriebenen Techniken. 
Eines seiner Vorbilder war Nate Leipzig. Er kannte viele der zeitgenössischen Grössen wie Al Baker, Max Holden, Paul Rosini, Cardini, Jarrow, Hardeen, Annemann, Dunninger, Mullhollland. 
Als einer der besten Kartenkünstler seiner Zeit trat er in den Dreissiger- und Vierzigerjahren in Varietés und Clubs auf, wurde jedoch vorwiegend für private Parties engagiert. 
Er entwickelte verschiedene Kartentechniken, u. a. den Zingone Spread und den Thumb Nail Gauge, die in "Expert Card Technique" von Braue und Hugard 1940 veröffentlicht wurden. 
1943 brachte er drei Schallplatten mit Kartentricks heraus, von der über eine Million gepresst wurden. Zusätzliche 500'000 Platten wurden von der C. W. Post Cereal Company beim Kauf einer Packung Cerealien als Prämie abgegeben.





Blumen (Enzo Ficco)

1920-1965 (I)

In Campobasso geboren riss Blumen als Jugendlicher von Zu Hause aus, um in einem Zirkus zu arbeiten. Sein Vager versuchte vergeblich, ihn wieder nach Hause zurück zu holen. 
Ein unglücklicher Sturz verhinderte, dass Blumen den Beruf eines Akrobaten ergreifen konnte. Er beschloss daher, Zauberkünstler zu werden. 
Vincenzo Giglio führte ihn in die Zauberkunst ein. Bald hatte Blumen ein Programm auf hohem künstlerischem Niveau erarbeitet. Zu Ehren seiner Grossmutter Fiore wählte er den Künstlernamen Blumen (die deutsche Übersetzung von Fiore), unter dem er im Zirkus und Theatern in Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, im Libanon und in Griechenland mit grossem Erfolg auftrat. 
Der "Magic Gentleman" wie er sich auf seinen Visitenkarten selber bezeichnete, verfügte über grosse manipulatorische Fähigkeiten und eine angeborenen Sinn fürs Theater. Die Bühne war sein zu Hause. 
Er war begeistertes Mitglied des Club Magico Italiano und amtete bei dessen ersten Vorstellungen als künstlerischer Direktor. 
Blumen Verstarb im Alter von 45 Jahren unerwartet an einem Herzinfarkt

Lowe Fred

1920-1972 (GB) 

Fred Lowe entdeckte sein Interesse für die Zauberkunst, als er 1938 in der Rekonvaleszenzzeit nach einem Motorradunfall Hoffmanns "Modern Magic" las. Der zweite Weltkrieg, in dem er als Pilot der R.A.F. diente, unterbrach seine magische Karriere, ermöglichte ihm jedoch auch, während seines Einsatzes im Mittleren Osten die Zauberkunst der dortigen Künstler zu studieren.
Fred Lowe war ein Vertreter der Schule der natürlichen Magie, die mit wenig präparierten Gegenständen Effekte durch Subtilität, geschickte Ablenkung und psychologische Prinzipien erzielt. Er war auf Close-up-Zauberei spezialisiert, Spezialist für Falschspielertricks und Dice Stacking, trat aber mit seiner Frau auch unter der Bezeichnung "Fred and Hilary -Television of the Mind" mit einer Mentaldarbietung auf. Unter Zauberkünstlern bekannt wurde er durch die von ihm hergestellten Präszisions-Trickmünzen.
Ale er vier Jahre vor seinem Tod aus gesundheitlichen Gründen den Beruf des Zauberkünstlers aufgeben musste, eröffnete er ein Zaubergeschäft.

Brooke, Ken

1920-1983 (GB)

Ken Brooke Begann mit 7 Jahren zu zaubern. Mit 14 verliess er die Schule, wandte sich jedoch erst im zweiten Weltkrieg ernsthaft der Zauberei zu. Nach dem Krieg leitete er das Veroni House of Magic in Bradford.
In den Fünfzigerjahren holte ihn Harry Stanley nach London und stellte ihn als Leiter des Unique Magic Studio ein. Zu diesem Zeitpunkt wurde Ken Brooke zu einem der besten Nachtclubzauberer mit Routinen, die von vielen kopiert wurden: Der tanzende Spazierstock, das Ringspiel, Paper Balls over the head, die sich vermehrenden Flaschen. 
Mitte der Sechzigerjahre eröffnete er in London den legendären Ken Brooke’s Magic Place. Das Geschäft wurde zum Treffpunkt aller Zauberkünstler von Rang und Namen: Don Alan, Albert Goshman, Doug Henning, Ricky Jay, Fred Kaps, Jay Marshall, Johnny Paul, Slydini, Johnny Thompson, Dai Vernon, Robert Harbin, Tommy Cooper, Paul Daniels, Maurice Fogel gingen bei Ken Brooke ein und aus. 
Während zwei Jahrzehnten - von den Sechziger- bis in die Achzigerjahre – war er weltbester Demonstrator und Lehrer mit grosser Geschicklichkeit, intuitivem Sinn für richtiges Timing und einem sicheren Gespür dafür, was beim Publikum ankam.

Furmanow, Anatolij Alexandrowitsch

1920-1985 (RUS)

Furmanow zeigte eine Variante des indischen Seiltricks. Ein rotes Tuch verschwand aus seiner Hand und erschien auf dem Seil. Danach folgt eine ganze Trickserie mit dem Tuch. Alle Tricks – viele von ihm selbst entwickelt - basierten auf reiner Manipulation, nicht auf Apparatetechnik. 
Furmanows Darbietung füllte einen eigenen Programmteil des Zirkusprogramms aus. Die einzelnen Trickfolgen waren logisch durch eine Handlung verbunden. Ausser dem Zauberkünstler mit seinen zwei Assistentinnen begleiteten ihn noch zwei Clowns durch das Programm.


Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg

Goshman, Albert

1920-1991(USA)

Albert Goshman war einer der besten Close-up-Zauberkünstler aller Zeiten. Ein Schulbeispiel für perfektes Timing und Misdirection war seine weltberühmte Routine mit den unter zwei Salzstreuer wandernden Münzen. 
Seine Kunststücke wurden von ihm und Patrick Page beschrieben in "Magic by Gosh. The Life and Times of Albert Goshman" (1985).

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 Andrus, Jerry

1920-2007 (USA) 

Jerry Andrus war einer der originellsten Denker in der Zauberkunst. Als eines von vier Geschwistern in Springfield geboren und in Albany, Oregon, aufgewachsen, trat er mit 16 Jahren der International Society of Junior Magicians bei.
Jerry Andrus war ein Zauberkünstler, Denker, Poet, Illusionist, Agnostiker und Skeptiker, der nichts als gegeben hinnahm und ausserhalb der ausgetretenen Pfade dachte. Schon früh entwickelte er alle Kunststücke, die er vorführte, selber, und besass eine einzigartige Handfertigkeit. 
Er arbeitete für eine Elektrizitätsgesellschaft, bis er sich mit 53 Jahren frühzeitig pensionieren liess, um sich ganz seinen Erfindungen und dem Schreiben zu widmen.
Jerry Andrus kannte und beriet als hervorragender Close-up-Künstler viele grosse Zauberkünstler, trat im Magic Castle, in zahlreichen Fernsehsendungen und in unzähligen Shows in England , Spanien, Chile, Deutschland, Japan, Finnland, Belgien, Frankreich, Holland und Dänemark auf, in denen er die von ihm erfundenen optischen 3D-Illusionen zeigte, unter anderen "Nuts Impossible Illusion", "Paradox Box Illusion", "Tri-Zonal Space Warper", "Spook Blocks", "Paper Dragon" (1998), "Hyper House", "Auto Dimension". 
Seine Ideen entwickelte er in seinem kleinen viktorianischen Haus, dem "Castle of Chaos", das vollgepackt war mit Büchern, Werkzeugen, elektronischen Geräten, Materialien und Dingen aller Art. 
An verschiedenen Universitäten wie Harvard und Stanford gab er Gastvorlesungen darüber, wie die Wahrnehmung den menschlichen Verstand täuscht und wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet und interpretiert.
Seine Kunststücke und Techniken wurden in einer Vielzahl von Schriften veröffentlicht, so u. a. in "Safety Pin-Trix. An Array of Truly Bewildering Effects with the Lowly Safety Pin" (1955), "Andrus deals you in" (1956), "Up Close with Andrus " (1957), "Andrus deals again", "The Miser's Miracle" (1961), "Five Dollar Trix", "Steals and Palms" (1961), "Sleeving From the Deck" (1961), Andrus Notes, "Special Magic", "Kurious Kards" (1973), "More Sleightly Slanted" (1977), "Andrus Card Control Volume 1 and Volume 2", (2000).
Auf den drei Videobändern "A Lifetime of Magic" wurden viele seiner Kunststücke und optischen Illusionen erklärt.
Jerry Andrus starb 2007 im Alter von 87 Jahren an Krebs.

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Moroso, Denis (Licio Moroso)

1920-2007 (I)

Licio Moroso wurde in San Daniele im italienischen Friaul geboren. Mit 13 Jahren sah er auf einem Markt einen Zauberkünstler, der ein Kartenkunststücke vorführte und verkaufte. Er hatte kein Geld, um das Kunststück zu kaufen, es gelang ihm jedoch, hinter das Geheimnis zu kommen, indem er einen Bauern beobachtete, der den Trick gekauft hatte und damit herumspielte. Zu Hause stellte er sich das Kunststück selber her, ohne da schon zu ahnen, dass er einmal selber einer der weltbesten Zauberkünstler werden würde.
Schon früh studierte er nächtelang Zauberbücher um Kunststücke und Techniken zu erlernen. In der Schule unterhielt er Mitschüler und Lehrer mit seinen Erfindungen.
1942 wurde er eingezogen und diente während des Krieges in der italienischen Armee als Luftwaffenoffizier. Nach dem Krieg machte er 1945 seine ersten Schritte als professioneller Zauberkünstler und ging nach Frankreich. Dort gab es viele Zauberkünstler und er stellte bald fest, dass er ohne ein gründliches Studium der Zauberkunst keine Chance hatte. Er studierte auch die Reaktionen des Publikums und stellte bald fest, dass grosse Illusionen und komplexe Apparate bei den Zuschauern nicht so gut ankamen wie auf Handfertigkeit beruhende Kunststücke mit kleinen Objekten. Einen Ball aus der Hand verschwinden zu lassen wirkte oft stärker, als einen Elefanten aus einem clever konstruierten Apparat verschwinden zu lassen.
Er wurde bald ein Freund und Mitarbeiter von Jules Dhotel, Präsident der Association Française des Artistes Prestidigitateurs und nahm 1952 am FISM-Wettbewerb in Genf teil. In Konkurrenz mit 105 Zauberkünstlern aus 17 verschiedenen Ländern gewann er als erster italienischer Zauberkünstler den Grand Prix.
Mit seinem eleganten Stil und seinem Auftritten ohne grosse Apparate bereitete er in Italien den Weg für eine neue Richtung der Zauberkunst als Gegenpol zu den grossen Illusionsshows.
Denis Moroso war im Ausland einer der bekanntesten italienischen Zauberkünstler. Mit seinen eleganten Manipulationen trat er in den berühmtesten Cabarets und Clubs sowie bei den wichtigsten internationalen Veranstaltungen auf der ganzen Welt auf.
1971 zog er sich nach der letzten Präsentation seines "Entertainment of Magical Arts" in San Daniele von der Bühne zurück und widmete sich dem Studium der Physik, Mathematik und Philosophie.
Er starb 2007 in San Daniele.

Biografie: Denis Moroso. In Raimondi. Spettacolo magico. Illusionisti italiani dal XVI al XX Secolo. Edizioni La Porta Magica, Roma, 2000, p. 235f

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Cooper, Tommy (Thomas Frederick Cooper

1921 -1984 (GB)

Tommy Cooper wurde in Llwyn Onn Street, Caerphilly, Wales geboren. Seine Eltern betrieben unter anderem einen Eiswagen, mit dem sie Rummelplätze besuchten.
Mit 11 Jahren erhielt Tommy Cooper von einer Tante einen Zauberkasten. Nachdem er mit 14 Jahren die Schule verlassen hatte, begann er eine Lehre als Schiffsbauer, wurde aber zwischendurch nach Hause geschickt, als er seine Kollegen mit der Vorführung von Zaubertricks von der Arbeit abhielt. Mit 16 gab er in der Mittagspause seine erste öffentliche Vorstellung vor Arbeitern. Da die meisten Tricks schief gingen, wurde er vom Publikum ausgelacht. Nachdem er sich von der Blamage erholt hatte, begann er wieder zu üben.
Während sieben Jahren diente Tommy Cooper in der Armee. Dort wurde er Schwergewichtsboxer und war darin so gut, dass man ihm einen Vertrag als Profiboxer anbot. Im zweiten Weltkrieg war er im mittleren Osten stationiert, wo er in Ägypten am rechten Arm verwundet wurde. Nach einer Probevorstellung wurde er den Unterhaltungstruppen zugeteilt. In Zypern heiratete er eine Pianistin, die er in Alexandria kennen gelernt hatte. In Ägypten zog er während einer Vorstellung einmal aus Spass einen Fez an. Da die Zuschauer dies alle sehr komisch fanden, trug er von da an bei seinen Vorstellungen einen Fez, der zu seinem Markenzeichen wurde.
Nach der Entlassung aus der Armee begann er 1947 als professioneller Zauberkünstler aufzutreten. Obwohl er als unattraktiver junger Mann mit unvorteilhaftem Aussehen betrachtet wurde, erhielt er die Möglichkeit, im BBC-Fernsehen aufzutreten, da der Unterhaltungschef ein Potenzial zu einem Star in ihm zu erkennen glaubte. Er hatte sich darauf spezialisiert, Zauberkunststücke vorzuführen, die alle schief gingen, vermischt mit vielen verbalen Gags und Situationskomik. Als zaubernder Comedian wurde er von vielen als originellster und lustigster britischer Comedian seit Charlie Chaplin betrachtet.
Nach dem kurzen Gastspiel im Fernsehen trat Tommy Cooper in London in Varietétheatern auf, wo er einmal als "Tommy Cooper almost a magician" 52 Vorstellungen in einer Woche gab.
1957 wurde die 12-wöchige Fernsehserie "Life with Cooper" aufgezeichnet. Infolge des grossen Erfolges der Serie wurde ihm die Aufzeichnung einer nächsten Serie - "Coopers Capers" - bereit angeboten, während die erste Serie noch lief. Ende der Sechzigerjahre wurde bereits die sechste höchst erfolgreiche Fernsehserie aufgenommen und Tommy Cooper war als bei allen Altersgruppen beliebter Unterhalter im englischen Fernsehen etabliert. Er war einer der höchstbezahlten Fernsehstars seiner Zeit. Dennoch fühlte er sich nach wie vor bei Lifeauftritten am wohlsten. Deshalb lehnte er auch viele lukrative Fernsehengagements ab und trat stattdessen in Varietés und Theatern auf.
1964 gab er eine Royal Command Performance im London Palladium, 1969 wurde er zur Fernsehpersönlichkeit des Jahres gewählt. Zwischen 1973 und 1980 trat er in 28 Fernsehshows auf.
1977 erlitt er infolge seines hohen Alkohol- und Zigarrenkonsums in Rom einen Herzanfall. Kurz danach trat er erneut im Fernsehen auf, 1980 verweigerte ihm Thames Television wegen Alkoholproblemen eine weitere Fernsehshow. Er gab danach noch verschiedene Gastauftritte bei anderen Fernsehsendern. Während einer Lifevorstellung im Fernsehen starb Tommy Cooper 1984 in London.

Biografien: 
Novick Jeremy (1998). Tommy Cooper Just Like That. Andre Deutsch Ltd.
Copper, Tommy (1984). Just like That! - Jokes and Tricks. Star Bks 
Fisher, John (2006). Tommy Cooper: Always Leave Them Laughing. 
Harper Collins, London
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Foster, Neil

1921-1988 (USA)

Neil Foster sah mit neun Jahren eine Vorstellung von Harry Blackstone und wollte von da an Zauberkünstler werden. 
Er absolvierte die Chavez School of Magic in Kalifornien und wurde nach Abschluss seiner Ausbildung sogleich als Lehrer in der Schule verpflichtet. So bildete er während mehreren Jahren angehende Zauberkünstler in der Kunst der Manipulation aus. 
Danach trat er als erstklassiger Manipulator mit Karten, Zigaretten Golfbällen und seiner einzigartigen Vorführung der Zombie-Kugel in allen grossen Theatern und Clubs der USA auf. 
Nachdem sich in Amerika die Auftrittsmöglichkeiten für Zauberkünstler fast nur noch auf Nachtclubs beschränkten, wandte sich Neil Foster dem Tätigkeitsfeld von Schulvorstellungen zu.
1961-1979 War Neil Foster Herausgeber von Abbott's The New Tops.

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Ray, Dany (Raymond Dagnaud)

1921-1989 (F)

Dany Ray wurde als Sohn eines Zahnarztes in Paris geboren. Da auf seinem Schulweg ein Zauberladen lag, gab er bereits als Kind all sein Taschengeld für Zaubertricks aus.
1934 trat er dem Syndicat International des Artistes Prestidigitateurs bei und gewann erste Preise für seine Präsentation und für Originalität. Noch während der Schulzeit nahm er Wohltätigkeitsauftritte an und arbeitete zeitweise als Assistent für einen professionellen Zauberkünstler.
1941, nach Abschluss der Schule, wurde er professioneller Zauberkünstler, doch sein Anfängerglück fand ein Ende, als er von den deutschen Besatzern in ein Kriegsgefangenenlager nach Deutschland gebracht wurde. 1945 kehrte er nach Paris zurück und heiratete 1946 eine Engländerin, die im Widerstand aktiv gewesen war und dafür mehrfach ausgezeichnet wurde. 
Dany Ray nahm seine Arbeit als Zauberkünstler erneut auf, 1950 konnte er im Lido de Paris in drei verschiedenen Revuen auftreten. Danach machte er eine Tournee durch Europa, Afrika, den Mittleren und Fernen Osten. 
1956 erhielt er beim World Congress of Circus die Goldmedaille für hervorragende künstlerische Leistungen, 1986 die Goldmedaille der AFAP.
Als ausgezeichneter Close-up-Künstler liebte er es, mit Dai Vernon, Fred Kaps, Ascanio und vielen anderen berühmten zeitgenössischen Zauberkünstlern über die Zauberkunst zu diskutieren.

Hellström, Axel (Anton Vogt)

1921-1994 (D)

Anton Vogt war der Neffe des Mentalisten Axel Hellström (Axel Vogt). Er begann bereits als Jugendlicher, seinem Onkel nachzueifern. Als dieser 1933 verstarb, nahm er sich vor, den berühmten Namen seines Onkels weiterzuführen. 
Nach der Berufslehre als Elektriker betrieb er die Zauberkunst zunächst als Hobby. Als er im zweiten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft geriet, zauberte er für seine gefangenen Kameraden. 
Nach dem Krieg begann er mit seiner Frau Svea mit einer Manipulationsnummer mit Spazierstöcken, Bällen, Zigaretten, Fingerhüten, Tüchern und Kerzen in Varietés und Nachtclubs aufzutreten. 
Axel Hellström trat in ganz Europa in Varietés und an Galas mit Weltstars der Unterhaltungsbranche zusammen auf. 

Trixer, Hans (Hans Eric Elsbach-Trixer) 


1921-1994 (D)

Als Teenager arbeitete Hans Trixer in einer Buchhandlung und entdeckte dort Fischers "Das Wunderbuch der Zauberkunst". 
Bevor er 1939 vor den Nazis nach Holland floh, änderte er seinen Namen in Trixer um. Nach der Invasion Hollands durch die Deutschen verbrachte er die Kriegsjahre in Konzentrationslagern. Nach seiner Befreiung nahm er eine Stelle in Henk Vermeydens Magic Studio in Amsterdam an und wurde Herausgeber der Zeitschrift Triks.
In Amsterdam lernte er auch Fred Kaps kennen. 
Hans Trixer blieb immer Amateurzauberkünstler, aber dank seinem Können gewann er 1949 in Holland den Close-up Grand-prix. Im Gleichen Jahr trat er dem Magic Circle bei und wurde sogleich zum Member of the Inner Magic Circle ernannt.
1952 wanderte er nach dem damaligen Süd-Rhodesien aus, wo er als gelernter Juwelier ein neues Leben als Direktor des bedeutendsten Juweliergrossisten der Region. begann. In dieser Zeit begann er, Kunststücke in englischsprachigen Zeitschriften wie The Gen, Pentagram, MUM, Genii, Arcane und Epoptica zu publizieren. Kunststücke von ihm wurden auch in klassischen Werken wie Gansons "Routined Manipulation", Corindas "Thirteen Steps to Mentalism" und Paul Currys "Special Effects" veröffentlicht. 1955 publizierte er das Buch "Conjuring Trix and Jardine Ellis Ring".
Hans Trixer verstarb während einer USA-Reise infolge eines Herzanfalls in New Orleans.

Canasta, Chan (Chananel Mifelew)

1921-1999 (PL)

Mit 17 studierte er ein Jahr Philosophie und Naturwissenschaften und ging dann nach Jerusalem, um dort Psychologie zu studieren. Zu Beginn des Krieges 1940 meldete er sich als Freiwilliger bei der Royal Air Force. Ende des Krieges wurde er in England eingebürgert und begann sich mit okkulten und aussersinnlichen Phänomen sowie mit Kartenkunststücken zu befassen. 
In den 50er- und 60er-Jahren trat er in England in einem eigenen Fernsehprogramm mit Kartenkunststücken und Mentalmagie auf und war auch in Amerika oft im Fernsehen zu sehen, u. a. bei Ed Sullivan, Jack Paar, Steve Allen. Seine Stärke war die psychologische Manipulation der Zuschauer. Er scheute sich nicht, das Risiko des Misslingens einzugehen; entsprechend unglaublich war die Wirkung seiner Effekte, wenn sie gelangen. 
1971 gab er seine letzte Vorstellung im Fernsehen. Danach wandte er sich der Malerei zu, in der er unter seinem Namen Mifelew beträchtlichen Erfolg hatte.

Biografien: 
BRITLAND, D. Chan Canasta. A Remarkable Man. Breese Books, London, 2000; 
BRITLAND, D. Chan Canasta. A Remarkable Man. Volume Two. Breese Books, London, 2001
BREESE. M. (Ed.) Chan Canasta. Afterthoughts. Martin Breese International, London, 2001
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Avis, Jack Arthur


1921-2004 (GB)

Jack Avis begann sich mit 10 Jahren für die Zauberkunst zu interessieren. 
Während des Militärdienstes im zweiten Weltkrieg entwickelte er eine grosse Geschicklichkeit im Umgang mit Spielkarten. Nach dem Krieg traf er mit Kartenkünstlern wie Roy Walton, Alex Elmsley, Al Koran und Hugh Scott zusammen. 
Ausser bei seltenen Auftritten an Kongressen war er kaum in der Öffentlichkeit zu sehen. Dagegen korrespondierte er Jahrzehnte lang mit Stewart James, Ed Marlo, Milt Kort, Harvey Rosenthal und Karl Fulves. 
Er publizierte während sechzig Jahren Hunderte von Kunststücken in Zeitschriften und Büchern. Bekannt wurde Avis unter anderem auch durch den Siva (Avis rückwärts gelesen) Count. 1998 erschien sein Buch "Vis à Vis" und 2002 publizierte er zusammen mit Lewis Jones "Ahead of the Pack".

Sharpe, Alton
1921-2004 (USA)

Alton Sharpe lernte bereis mit 5 Jahren seine ersten Zaubertricks von einem Onkel. Mit 16 trat er in die Militärakademie in Denver ein. In dieser Zeit erarbeitete er sein erstes Nachtclub-Programm, mit dem er mit 18 Jahren in Hotels und Theatern auftrat. 
William Larsen, Herausgeber der Zeitschrift Genii, machte ihn mit vielen Zauberkünstlern und Hollywoodstars bekannt. Während des zweiten Weltkrieges trat Sharpe für die amerikanischen Truppen in Amerika und Europa auf. 
Ab 1945 trat er in London, Paris und San Remo auf, 1951 kehrte er nach Amerika zurück und machte seinen Abschluss als Anwalt. 
Sharpe reiste mit kleinem Gepäck, seine Nummer umfasste den Münzenfang, einen Kartensteiger, das Ringspiel, Karten-, Münzen- und Billardballmanipulationen und zum Abschluss den verschwindenden Vogelkäfig. 
1952 kaufte er das Zaubergeschäft von Joe Berg, das er 1957 an Clarke Crandall verkaufte. 
Zu Beginn der Sechzigerjahren wurde Sharpe als Anwalt engagiert, um die Korruption in den Künstlervereinigungen zu bekämpfen. Da er während dieser Zeit nicht auftreten durfte, suchte er eine andere Beschäftigung zum Ausgleich und verfasste das Buch "Expert Hocus Pocus". Nach der Beendigung seines Auftrages wurde er Partner in einer Chicagoer Anwaltsfirma, dies sich mit Arbeitsrechtsfragen bei führenden Fluglinien wie TWA und American Airlines befasste. 
1968 publizierte er "Expert Card Conjuring", 1969 Expert Card Mysteries" und 1971 "Expert Card Chicanery", drei Bücher, in denen Kunststücke und Techniken der zeitgenössischen Meister der Kartenkunst beschrieben wurden.
1980 zog sich Sharpe aus dem Berufsleben als Anwalt zurück und zog mit seiner Frau nach Kalifornien, wo er sich ein Haus kaufte, in das er ein kleines Theater mit einer Bühne einbaute. Ab 1983 gab er die Sammlerzeitschrift Ollapodrida heraus. 1991, nach einem Einbruch in sein Haus, zog Sharpe in eine ruhigere Gegend um.
2004 verstarb er an einer Gehirnblutung.

Bornstein, Mike (Isaak Meyer Bornstein)


1921-2005 (USA) 

In den 1940er-Jahren war Mike Bornstein ein sehr bekannter Nachtclubkünstler. Unter dem Namen "Kolma" führte er eine Manipulationsnummer vor. 
Später wurde er vor allem bekannt durch die Erfindung vieler Routinen mit Geldscheinen, die er in insgesamt 7 Publikationen veröffentlichte, darunter: "Money Magic" (1980), "More Money Magic" 1984), "Latest Money Magic" (1988), "New Commercial Money Magic" (1990) und "Eye Popper Money Magic" (1994). 
Seine bekannteste Erfindung war der (ohne Faden) schwebende Geldschein. 
Ausser Erfinder, Hersteller von Kunststücken, Seminarleiter und Vorführender war Mike Bornstein auch ein aktives Mitglied der IBM und der SAM in New York City.

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Zicarte (Gustavo P. Juarez)

1921-2005 (Mexiko) 

Zicarte (eine Zusammensetzung aus den Worten Zigaretten und Karten) zeigte bis in die Achzigerjahre eine erstklassige Manipulationsnummer mit Zigaretten, Tüchern und Tauben sowie als Abschluss die schwebende Dame. 
Er trat vor allem in Mexiko und in den USA auf, dort unter anderem auch im Magic Castle, der SAM Hall of Fame und im Magic Museum. In Mexiko trat er für den Präsidenten und im Fernsehen auf.
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Arland, Paul (Poul Erik Birkholm Arland) 


1921-2007 (DK)

Paul Arland wurde als Sohn von Knud Arland in Skibbinge geboren. Er machte eine Lehre als Bürokaufmann und Lagerist in Århus. 
Direkt nach der Ausbildung reiste er mit seiner Frau rund um die Welt und lebte von der Zauberei. Seine grössten Erfolge hatte er mit seiner Fischnummer „The Merry Angler“. Diese zeigte er in 46 Ländern und in fast allen dänischen Varietés. 
1953 und 1954 tourte er mit Gøg og Gokke (dänischer Name für Laurel und Hardy) durch ganz Grossbritannien. 
Seine Kunst fand auch den Weg in die Zirkusmanege und er trat im Zirkus Moreno und im Zirkus Louis auf. 
Nach seiner definitiven Rückkehr nach Dänemark im Jahre 1962 arbeitete Paul Arland während einigen Jahren als Unternehmer für die „Glaesner Show” und als Conferencier im Zirkus Schumann. Gleichzeitig arbeitete er auch als Berater, Produzent und Übersetzer für das dänische Fernsehen (Danmarks Radio). 
Von 1980 bis 1991 war er beim dänischen Fernsehen fest angestellt und machte auch im TV-Programm ”Tryllebaren” mit. Gleichzeitig lieferte er Ideen und Texte für verschiedene Theater in ganz Dänemark. Seine berühmteste Nummer war ”Kulmulen” (Seehecht), welche er zusammen mit Preben Kaas für Dirch Passer schrieb.
Paul Arland wurde zum Ehrenmitglied des Dänischen Magischen Zirkels, der ”Dänischen Zirkusfreunde” und der Vereinigung ”Berühmte Dänische Autoren” ernannt.

Rogello (Roger Rouet)

1921-2013 (F) 

Sohn des Zauberkünstlers Robelly (Robert Rouet), 
Rogello trat unter verschiedenen Namen auf. Als Bauchredner etwa auch als Geo Breal & Casimir oder Jean Pierre Derval. Mit einer orientalischen Nummer mit seiner Partnerin Chantal als Les Mah Jong. Er war Rechenkünstler, Bauchredner, Zauberkünstler, führte Schattenspiele mit farbigen Schatten vor und war Sammler. 
Seine Paradenummer war "Der Mann mit dem Riesengedächtnis". Für seine Gedächtnisnummer, die der Geschichte Frankreichs gewidmet war, erhielt er den Grand Prix in der Sparte "Verwandte Künste". Er war in der Lage, augenblicklich jedes beliebige Datum eines historischen Ereignisses in Frankreich zu nennen und den dazugehörigen Text aus dem Lexikon Petit Larousse zu rezitieren.
1941 wurde Rogello Mitglied der A.S.A.P (Association Syndicale des Artistes Prestidigitateurs, ab 1945 Association Française des Artistes Prestidigitateurs A.F.A.P., ab 2008 Association Française des Artistes Prestidigitateurs F.F.A.P).1944 wurde er Vizepräsident der A.S.A.P.
Rogello erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1946 er den ersten Preis im Wettbewerb "gala du palais de l’illusion” in den Folies-Bergères, 1947 den ersten Preis in der Kategorie "Verwandte Künste" am internationalen Zauberkongress in Paris, 1947 die Robert-Houdin-Medaille, 1948, den ersten Preis in der Kategorie "Verwandte Künste", 1959 einen Preis für seine Nummer als Les Mah Jong am internationalen Zauberkongress in Lausanne.

Chaudet, Bill, (Louis William Chaudet II)


1921-2013 (USA)

Bill Chaudet wuchs in Hollywood als Sohn eines Autors und Filmregisseurs und einer Vaudeville-Musikerin auf. Als junger Mann wurde er durch Blackstones Magic Show inspiriert und reiste bald als Blackstones Assistent und Protégé mit der Show umher. Chaudets Frau Mary arbeitete ebenfalls als Blackstones Assistentin. 
1947 wurde er von Blackstone zu dessen Nachfolger ernannt. Später, als Blackstone Jr. In die Fussstapfen seines Vaters trat, gab Chaudet den Titel an ihn zurück. Nachdem er die Blackstone Show verlassen hatte, trat er zusammen mit seiner Frau in führenden Hotels, Clubs und Theatern in den USA und Kanada auf.
Chaudet trat in zahlreichen Fernsehshows in den USA auf ("The Steve Allen Show," "The Merv Griffin Show," "The Donald O'Connor Show", "The Mike Douglas Show”, I've Got a Secret", "Ironsides"). Zudem war er in den Fünfziger- und Sechzigerjahren als Berater für verschiedene TV-Serien und mehrere Kinofilme tätig, brachte Filmstars Kunststücke bei und arbeite als Hand-Double, um Trickhandlungen wie etwa Falschspieltechniken auszuführen. So waren im Film "Cheyenne Autumn” seine Hände anstelle der Hände von James Stewart, Arthur Kennedy und John Carradine zu sehen.
Chaudet war ein Pionier der Messezauberei und trat während mehreren Jahren für die Pacific Telephone Company auf.
Bill Chaudet erfand mehrere Kunststücke, u. a. „Air Mail Silk Production“ und „Microphone Suspension” und verfasste 1947-1949 Artikel für The New Conjurer's Magazine und ab 1950 für Genii.
2003 wurde er in die S.A.M. Magic Hall of Fame aufgenommen.
Anfang 2013 starb er mit 91 Jahren nach einem langen Kampf gegen Alzheimer.

Mondor, Card

1922-2001 (AUS) 

Carl Mondor trat bereits als Teenager regelmässig an Wohltätigkeitsveranstaltungen und bei Geburtstagsfeiern auf. Um seine Kenntnisse der Zauberkunst zu erweitern liess er sich von The Great Virgil als Assistent einstellen und begleitete ihn auf einer Tournee durch den westlichen Teil der Vereinigten Staaten. 
Als er sich mit einer eigenen Nummer im Theater und in Clubs zu etablieren begann, brach der zweite Weltkrieg aus. Mondor gab während vier Jahren unzählige Vorstellungen für die amerikanischen Truppen. 
Nach dem Krieg entwickelte er eine Kabarett-Nummer für Clubs und Varietés und heiratete die Tänzerin Donna Haynes, die künftig als seine Assistentin fungierte. 
Ende der Vierzigerjahre trat er während eines Jahres mit einer Geistershow, "Dr. Ogre Banshee's Chasm of Spasm" auf, darauf während zwei Jahren mit der Horror-Show "Dracula's Living Nightmares". Danach organisierte er Virgils erste Welttournee, die in Neuseeland begann. 
Nach Fernsehauftritten in Australien in der von Amerika übernommenen Serie "Bozo the Clown" übernahm er Ende der Siebzigerjahre Aladdin's, ein Zaubergeschäft in Melbourne, das er später an John Williams verkaufte. 
In seinen letzen vier Lebensjahren verfasste er seine Autobiographie "Dreams, Schemes, Nightmares & Illusions" (2001).

Aenigma (Robert [Bob] Alfred Marie Driebeck) 


1922-2002 (NL)

Aenigma war ein leicht exzentrischer Amateur-Zauberkünstler aus der Aera von Henk Vermeyden, Marconick, Phoa Yan Tiong, Edddy Taytelbaum, Tonny van Dommelen, Niberco, Anverdi und Fred Kaps. 
Er lernte in jungen Jahren Okito kennen und war mit Kaps befreundet, für den er - wie auch für mehrere holländische Komiker - Texte schrieb. 
Er verbrachte einige Jahre in Wuppertal, wo er zum Ehrenmitglied des Magischen Zirkels von Deutschland ernannt wurde.
Aenigma verfasste zahlreiche Artikel für Zeitschriften sowie das Buch "Aenigmas Rätsel" (1996).

McComb, William

1922-2006 (Irland) 

Billy McComb wurde als Sohn des Arztes Sir Charles Henry McComb, der von König George V für seine Forschung auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen geadelt wurde, in Nordirland geboren. Er war Doktor der Medizin, Zauberkünstler, Komödiant, Schauspieler, Erfinder, Autor, und renommierter Kenner der Geschichte der Zauberkunst. 
Nach seiner Promotion zum Doktor der Medizin ging er nach London, um seiner Leidenschaft als Zauberkünstler nachzugehen. Er wurde bald eine feste Grösse in Londons West End, wo er jeder Tätigkeit nachging, die ihm für die Verwirklichung seines Traums helfen konnte. In wenigen Jahren schaffte er es, sich mit einer originellen Kombination aus Comedy und Magie in den besten Theatern zu etablieren und trat unter anderem im London Palladium für Queen Elisabeth auf. 
Vom grossen Erfolg beflügelt, ging Billy McComb nach Amerika. Dort wurde er für praktisch alle zu jener Zeit aktuellen Fernsehshows verpflichtet, insgesamt trat er in über 300 Fernsehshows und Filmen auf, arbeitete in Theatern, auf Kreuzfahrtschiffen und Clubs rund um die Welt. Noch in hohem Alter trat er in Las Vegas im Hauptsaal des "Sahara" auf, sowie in den Shows von The Amazing Jonathan und Lance Burton, und blieb bis zu seinem Tod aktiv.
Billy McComb beeinflusste viele erfolgreiche Vertreter der komischen Magie und erhielt zahlreiche Auszeichnungen; 1999 wurde er von der Zeitschrift Magic zu einem der einflussreichsten Zauberkünstler des zwanzigsten Jahrhunderts gewählt.
Billy McCombs Kreationen und Ideen erschiene in zahlreichen Zeitschriftenartikeln und Büchern, so unter anderem in "First Book of William" (1946), "McComb's Magic. 25 Years Wiser" (1972), und "The Professional Touch" (1987).

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Dietrich, Carl "Bud"

1922-2014 (USA)

Bud Dietrich wurde in East St. Louis in Illinois geboren. Er war einer der ersten Trade Show Magier. 
Bereits mit zehn Jahren sah er Vorstellungen von Dante und Blackstone und berfasste sich während der Schulzeit mit der Zauberkunst. Nach dem zweiten Weltkrieg, während dem er in Europa stationiert war, wollte er ans College zurückkehren, half jedoch stattdessen nach dem plötzlichen Tod seines Bruders im Geschäft des Vaters aus. 1947 heiratete er Audrey Effinger, mit der er zwei Kinder hatte. 
1948 leitete er den Grand Marias Golfplatz. Da er im Winterhalbjahr viel Zeit hatte, begann er als Zauberkünstler aufzutreten.
1955 wurde er während der Weihnachtszeit von einem grossen Einkaufszentrum engagiert und hatte dort während fünf Jahren im Dezember jeweils acht Auftritte pro Tag vor jeweils etwa fünfhundert Zuschauern.
Mitte der Sechzigerjahre begann er vermehrt bei Trade Shows aufzutreten und in den Siebzigerjahren war er vollzeitlich für Firmen und an Messen tätig.
1972 veröffentlichte er zusammen mit Dick Jarrow das "Trade Show Handbook", das zum Standardwerk für Messezauberei wurde.

Mäkelä, Solmu

1922-2018 (SF)

Der in Wyborg geborene Solmu Mäkelä interessierte sich bereits als Schüler für die Zauberkunst. Bereits mit 18 Jahren hatte er eine beachtliche Fingerfertigkeit und trat mit Manipulationen auf. 
Mit 19 wurde er in die Armee eingezogen und trat während des zweiten Weltkreiges an der Front für seine Kameraden und zusammen mit einem Jongleur, einem Musiker und ein paar Akrobaten für die Truppen auf. Nach Kriegsende wurde Mäkelä schnell ein grosser Star. Sein Vorname wurde zum Synonym für Magie. Er trat er in zahlreichen Unterhaltungsstätten in ganz Finnland auf, 1950 auch im Vergnügungspark Linnanmäki. Daneben trat er im Fernsehen auif und spielte in zwei Kinofilmen mit. 
Solmu Mäkelä gab auch Zauberkurse für Jugendliche. Aus der Schule entwickelte sich später die Linnanmäki-Zirkusschule. Er war ausserdem Vorsitzender des Finnischen Magischen Zirkels Suomen Taikapiiri Ry.
Solmu Mäkelä verfasste die Bücher "Suuri taikakirja" (1964), "Taikoja taskusta" (1967) "Taikurin Taskukirja" (1970) und veröffentlichte zahlreiche Artikel in Zauberzeitschriften. Zudem war er Chefredakteur der Zeitschrift Simsalabim, der Klubzeitschrift des Finnischen Magischen Zirkels.
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Richiardi Jr. (Aldo Izquierdo)

1923-1985 (Peru)

Der Sohn von Richiardi the Great lernte als Kind bei seinem Vater. Ab 1943 ging er mit einer eigenen Illusions-Show "Rapsodia Magica" mit 40 mitwirkenden Personen auf Tournee durch Südamerika, Mexiko, die USA und Europa.
Später wurde die zweieinhalb Stunden dauernde Show gekürzt und mit geringerem Personalaufwand als "Cavalcade of Magic" in europäischen und amerikanischen Theatern aufgeführt. 

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Maron, Gerd (Gerhard Walter Wiegand)

1923-1996 (D)

Mit 10 Jahren sah Gerd Maron zum ersten Mal einen Zauberkünstler, mit 12 stand er erstmals selber als Zauberkünstler auf einer Bühne. Bei einer Schulaufführung erhielt er als Belohnung von einem im Publikum sitzenden Zauberkünstler ein Zauberbuch. Er besucht so viele Zaubervorstellungen wie möglich und sah Cortini, Chefalo, Recha, Kassner und Cantarelli. 
Obwohl Gerd schon früh wusste, dass er Zauberkünstler werden wollte, begann er auf Verlangen seiner Eltern ein Studium an einer technischen Hochschule, das er jedoch mit der Einberufung in den Militärdienst während des Krieges abbrach. Nach dem Krieg legte er im Steintor-Varieté in Halle seine Bühnenprüfung ab und wurde danach für mehrere Tourneen engagiert. 
Um sich von der Masse der übrigen Zauberkünstler abzuheben, begann er, eigene Kunststücke zu entwickeln. So präsentierte er 1948 seine Illusion mit dem zum Leben erweckten Hund, worauf er erneut in vielen ostdeutschen Städten engagiert wurde.
1952 kam Gerd Maron in den Westen, wo er sich an die Verhältnisse der Kabarettbühnen und Umringtarbeit anpassen musste, was ihm nach mehreren Monaten auch gelang. Fortan wurde er im Düsseldorfer Palladium, im Hansa-Theater und im Vaterland in Hamburg, im Georgs-Palast in Hannover, im Kaiserhof Köln und im Casanova in Essen verpflichtet, Engagements in grossen Häusern in Belgien, Holland und London folgten. Er trat in der Schweiz, Österreich Italien, Frankreich (11 Monate im Lido de Paris), Jugoslawien, Libanon und in Las Vegas (20 Monate im Stardust Hotel) auf, verschiedentlich war er auch im Fernsehen zu sehen.

Keeners, The (Edwin L. Keener)

1923-2006 (USA)

1952 heiratete Ed Keener, der sich seit seiner Kindheit für die Zauberkunst interessiert hatte, Nanci Hensley und arbeitete die Nummer "Magic of the Atmoshpere" aus, in der Ballons mit einer Nadel durchstochen und Tücher in einen Ballon geschossen wurden und sich ein weisser Ballon in einen Pudel verwandelte. 
Mit dieser Nummer reisten die Keeners um die Welt und traten in 34 Ländern in Nachtclubs, Theatern und im Fernsehen auf. 
Als sie sich 1986 von der Bühne zurückzogen, waren Sie in über 7'500 Shows ausserhalb der USA aufgetreten. Sie wurden in die Magicians Hall of Fame in Hollywood aufgenommen, erhielten den Dragon Award, den Performing Fellowship des Magic Castle und den bis dahin erst dreimal verliehenen Professional Award for Excellence der Pacific Coast Association of Magicians. 
Ed Keener wurde der Lifetime Achievement Award des Society of American Magicians und der International Brotherhood of Magicicnas verliehen und er wurde ebenfalls zum Mitglied mit Gold Star-Status des Inner Magic Circle in London ernannt.

Giorgio, Tony (Joseph Antony Giorgio)

1923-2012 (USA)

Tony Giorgio wurde in Chicago geboren und verbrachte sein ganzes Leben dort. 1970 heiratete er seine Frau Eileen Merrill, mit der er bis zu seinem Lebensende zusammen blieb und die drei Söhne von Eileen aus einer früheren Ehe aufzog.
Den grössten Teil seines Lebens arbeitete Tony als Angestellter bei der United Insurance Company. 1998 trat er aus der Firma aus und unternahm mit seiner Frau verschiedene Reisen, unter anderem auch nach Vieste in Italien, den Geburtsort seines Vaters.
Tony war Schauspieler, Zauberkünstler und Falschspielexperte. Er trat ab 1966 in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen auf, unter anderem als Bruno Tattaglia in "The Godfather" und war als Berater für Kartenspielszenen in Filmen tätig, so z. B. in der Fernsehserie "Mission Impossible", in der er auch in mehreren Episoden als Schauspieler auftrat.
In Genii schrieb er während vielen Jahren die vielbeachtete Kolumne "The Giorgio Letters" und gab ab 1991 Seminare über Falschspielmethoden. Er veröffentlichte verschiedene DVDs, unter anderem "The Ultimate Work" über Methoden von Falschspielern zum heimlichen Austauschen von Karten. Ausserdem veröffentlichte er "Tossing Broads" (2009) über das "Kümmelblättchen".
Im Oktober 2011 verstarb Tony Giorgio infolge von Komplikationen nach einer Operation am offenen Herzen.

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Adrion, Alexander (Gerhard Engelsleben) 


1923 - 2013 (D)

Alexander Adrion wurde in Berlin geboren. Bereits mit zwölf Jahren wurde sein Interesse für die Zauberkunst geweckt, als ihm ein Klassenkamerad einen Verschwindegriff zeigte, den er von einem Onkel gelernt hatte. Mit 14 Jahren entdeckte er Conradi Horsters Zaubergeschäft in der Friedrichstrasse. Mit der Unterstützung Horsters studierte er in der Folge verschiedene Kunststücke ein. Als 16-Jähriger sah er Fredo Marvellis abendfüllendes Programm, worauf er sich intensiv mit Billardballmanipulationen auseinandersetzte. 
1942 wurde er zum Wehrdienst einberufen. Nach Kriegsende und kurzer amerikanischer Gefangenschaft nahm er das Studium der Philosophie und Psychologie an der Universität Tübingen auf. Um seine prekäre finanzielle Lage etwas aufzubessern, zauberte er für Trinkgelder in Restaurants und Bars. 
Nachdem er vom Kabarettisten Werner Finck ermutigt worden war, einen eigenen Präsentationsstil und ein Programm für ein gehobenes Publikum zu entwickeln, machte er Ende 1949 sein Hobby zum Beruf. Beim Debüt seines abendfüllenden Programms gehörte das Spiel mit den Billardbällen zu den Höhepunkten. Seine „Abende magischer Kammerkunst“ zeigte er - zunächst von einem Pianisten begleitet - in überschaubarem Rahmen in Kleintheatern, bei Kulturanlässen, Empfängen, Tagungen und Kongressen. Als Psychologe und Philosoph bevorzugte er als Publikum gebildete Zuschauer, die bereit waren, mitzuspielen und sich auf die Täuschung einzulassen. Sein Ziel war es stets, ohne Apparate im persönlichen Kontakt und Dialog mit dem Publikum eine magische Atmosphäre zu erzeugen und die Zuschauer zum Mitdenken und zum Staunen zu bringen. Als "philosophierender Zauberer“ verliess er sich auf die Kunst seiner Hände und die geistreiche Improvisation des Wortes und betrachtet Zauberei als ernst zu nehmende Kunstform. 
1950 zog Alexander Adrion nach Köln und begann zahlreiche Reisen zu unternehmen. So besuchte er England, Algerien, Marokko, Frankreich, die Schweiz und Irland. 
Anfang der Sechzigerjahre trat er als Deutscher Kulturbotschafter in Botschaften, Konsulaten und Kulturzentren in Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Belgien, Luxembourg, Holland und Frankreich auf. 
Durch Bücher, Presseartikel, Interviews im Radio und Fernsehen, Vorträge zur Geschichte der Zauberkunst und öffentliche Ausstellungen brachte Alexander Adrion die Geschichte der Zauberkunst ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. 
1985 zog er sich von der Bühne zurück und widmet sich seinen Interessen zur Geschichte der Magie und seinen Publikationen. Alexander Adrion veröffentlichte eine Reihe von Büchern, die teilweise auch in andere Sprachen übersetzt wurden: "Zauberei Zauberei" (1968), "Die Memoiren des Robert Houdin. König der Zauberer" (Herausgeber; 1969), "Mein altes Zauberbuch" (1979), "Adrions Zauberkabinett zum Verwundern und Vorführen für jedermann" (1980), "Die Kunst zu Zaubern: mit einer Sammlung der interessantesten Kunststücke zum Nutzen und Vergnügen für jedermann" (1981), "Taschendiebe: der heimlichen Zunft auf die Finger geschaut" (1992), "Zaubereien oder das Spiel mit dem Schein" (1994). 

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Gauthron, Maurice

1923– 2016 (F)

Maurice Gauthron wurde 1948 Mitglied der AFAP. Ab 1952 war er während 12 Jahren als Mitglied des Vorstandes in der Commission des fêtes. 1964 wurde er stellvertretender Sekretär, 1996 Vizepräsident. 
1971 führte er Einführungskurse für Anfänger ein. Von da an machten viele Zauberkünstler ihre ersten Schritte unter seiner Anleitung. 
Als Freund der Literatur war er unter dem Pseudonym Maurice Germain Duval auch Autor mehrerer Essays, u. a. von "D'un pied sur l'autre" (1964).
Als viermaliger Preisträger des Concours Magicus der AFAP war er einer der Gründer der Ortsgruppe in Paris. 
Maurice Gauthron war auch Wissenschaftler. Er arbeitete als Ingenieur in der Forschung im Commissariat à l'Energie Atomique und als Dozent an der Ecole Centrale.
Von der AFAP wurde ihm die Robert-Houdin-Medaille in Bronze (1970), Silber (1971), und Gold (1975) verliehen.

Potassy, Paul

1923-2018 (A)

Paul Potassy wurde in Wien als Sohn eines ungarischen Vaters und einer österreichischen Mutter geboren. Mit 13 Jahren sah er in Graz zum ersten Mal einen Zauberkünstler, begann seine eigenen Requisiten zu basteln und trat zunächst in der Familie, dann vor Bekannten auf und finanzierte sich im Gymnasium die Schulferien mit Auftritten. 
1940 sah ihn der Direktor des "Kabaretts der Komiker" in Berlin und engagierte ihn für das "5-Uhr-Tee-Programm". So ging Potassy am Morgen zur Schule und am Nachmittag trat er als Zauberkünstler auf.
Mit 18 wurde er zum Militärdienst eingezogen und geriet 1943 in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 nach Ungarn entlassen wurde.
Nach dem Krieg schaffte er es, sich in Budapest, wo sein Vater arbeitete, innerhalb von zwei Jahren einen Namen zu machen. Während neun Jahren arbeitete er jeweils zehn Monate des Jahres in einem Dauerengagement. Dabei studierte er immer wieder neue Nummern ein, um dem Stammpublikum Abwechslung zu bieten, so dass er schliesslich ein Dutzend 15-minütige Darbietungen beherrschte. Er führte vorwiegend manipulative Sprechzauberei vor und hatte unter anderem auch mehrere Programme, die ausschliesslich aus Kartenkunststücken bestanden.
Ende 1956 begann seine Karriere im Westen, beginnend mit einem Auftritt in einem Cabaret in Wien, ein erster Fernsehauftritt folgte. 1957 trat er während eines Monats in einem Cabaret in Genf auf. Dabei lernte er fliessend französisch zu sprechen.
1961 trat er in Stockholm auf, 1958 begann in Paris eine fünf Jahre dauernde Reihe von Auftritten in den grössten Nachclubs wie u. a. dem Moulin Rouge und dem Olympia. Diese Auftritte dienten ihm als Sprungbrett für seine internationale Karriere, die ihn schliesslich in die führenden Hotels der ganzen Welt führte.
Ab 1960 verwendete er in seinen Vorstellungen abwechselnd mehrere Sprachen. Seine Kombination von perfekter Tricktechnik und ausgefeilten Routinen im Zusammenspiel mit seiner beeindruckenden Persönlichkeit liessen ihn zu einer internationalen Ausnahmeerscheinung werden.
1960 zog er an die Costa Brava, wo er sich ein Haus baute. 
1962 trat er an 363 Tagen auf, 1963 während fünf aufeinanderfolgenden Monaten täglich in vier verschiedenen Nachclubs. Während seiner Karriere trat er in der ganzen Welt in über 150 Fernsehshows auf.
1968 traf er seine dritte Frau Lita (Estelita Hernando Bueno), die ihm von da an assistierte. 1977 zogen sie nach Mallorca, wo Potassy während 25 Jahren einmonatige Engagements in einem Nachtclub hatte. Die Winterzeit verbrachten sie jeweils in Manila, wo sie sich 2004 niederliessen.
1991 zog sich Paul Potassy von der Bühne zurück.
Kunststücke aus Paul Potassys Repertoire wurden in den Büchern "Die Paul Potassy Show"/"The Magic of Paul Potassy" (s. unten) und auf 3 DVDs "The World Renowned Magic of Paul Potassy", L&L Publishing, Tahoma, CA, 2006, veröffentlicht.
Biogafie: Schenk U, Sondermeier M. Die Paul Potassy Show, Sic-Verlag, Coesfeld,1995 /The Magic of Paul Potassy H&R Magic Books, Humble, Texas, 2005

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Mann, Al (Gilbert Aleman)

1924-1999 (USA)

Al Mann lernte bereits als Kind zaubern. Er war Kapitän in der Handelsmarine und ab 1949 halbprofessioneller Mentalist. Zunächst trat er unter dem Namen Allemann auf, ab 1958 nannte er sich Al Mann. 
Er erfand zahlreiche Mentaleffekte und veröffentlichte über 100 Manuskripte mit meist esoterischen, auf Wortspielen beruhenden Titeln wie "Mental-Ettes", "The Apodosis", "The Tesseract".

Setterington, Thomas Arthur

1924-2006 (GB)

Arthur Setteringtons Interesse an der Zauberkunst wurde bereits mit vier Jahren geweckt. Als er sieben war, erhielt er einen Zauberkasten. Nach der Schule nahm er verschiedene Aushilfsjobs an und arbeitete bis 1944 in einer Zinnmine. 1945 trat er dem Hull's Magic Circle bei und gab seine erste professionelle Vorstellung. 1949 gewann er an der British Ring Convention den Preis für Originalität, 1953 als erster den Hull Circle Connolly Shield für Bühnenmagie. Im gleichen Jahr heiratete er Elsie Kirby, die ihm fortan als Assistentin zur Seite stand. 
Mit Zaubervorstellungen sowie auch als Bauchredner und mit einem Kasperltheater hatten sie unzählige Auftritte, an speziellen Feiertagen bis zu 6 Shows am Tag. 
Beginnend in 1947 publizierte Arthur Setterington über tausend Kunststücke in Zauberzeitschriften. Er war der Erfinder der sich durchdringenden Gummiringe (crazy man's handcuffs) und vieler anderer Kunststücke, für die er mehrere Preise für Originalität erhielt. Einige seiner zahlreichen Publikationen waren "Off Beat Mentalism" (1975), "Joe Smith Mysteries", "Straight Line Mysteries", "Magic, Fun and Games", "The Book of Magic" (1986, mit Eddie Dawes), "Encyclopedia of Magic (1989, mit Eddie Dawes), "The Life and Times of the Great Lafayette" (1991),"Making Magic (1992, mit Eddie Dawes). Seine zwei Bücher über Mentalmagie, "The Power of Persuasion" und "The Power of Perception", die ihrer Zeit weit voraus waren, wurden nach mehr als dreissig Jahren in einer erweiterten Auflage von Paul Hallas unter dem Titel "Arthur Setterington's Strange Powers" neu herausgegeben. 
1958 wurde Arthur Setterington Laienprediger der Methodisten und widmete den grössten Teil seines Lebens der Arbeit für die Kirche, insbesondere als Sonntagsschullehrer und Jugendgruppenlehrer.
1960 und 1968 gewann er an der British Ring Convention die Zina Bennet Trophäe für Close-up Magie.
Arthur Setterington gab in ganz England und Irland viele Seminare und hielt Vorträge über die Zauberkunst vor Laien.
Arthurs Interesse an der Förderung junger Zauberkünstler und seine Grosszügigkeit waren massgeblich dafür verantwortlich, dass aus der Humberside Young Magician's Group viele erfolgreiche professionelle Zauberkünstler hervorgingen.
Arthur Setterington war Mitglied des Inner Magic Circle. 2003 wurde ihm vom Magic Circle der J. N. Maskelyne Award verliehen. Bis an sein Lebensende erdachte er neue Kunststücke, gab Seminare und arbeitete in der Young Magician's Group mit. 

Watson, Stanley

1924-2009 (GB)

Stanley Watson trat ab 1943 als Zauberkünstler für die englischen Truppen im fernen Osten auf. Mit Diane trat er als "Magic's Roayal Couple" auf und präsentierte eine Nummer mit königlichen Insignien, unter anderem eine Zombie-Schwebe mit einem Reichsapfel, der am Schluss auf einem Samtkissen verschwand und dem Verschlucken kleiner Glühbirnen aus einer Replikation der Königskrone und der Produktion der brennenden Birnen an einer Schnur aus dem Mund.

Lal, K. (Kantilal Vora)

1924-2012 (Indien)

K. Lal wurde in Bagasra, in Gujarat, Indien geboren. Sein Grossvater war der Dorfälteste und seine Familie daher sehr einflussreich, weshalb die umherziehenden Unterhaltungsartisten jeweils bei ihnen wohnten, wenn sie in Bagasra auftraten. machten.
K. Lal begann mit 7 Jahren zu zaubern und nachdem seine Familie Anfang der Dreissigerjahre nach Kalkutta zog, fand er dort Gelegenheit, sich ausgiebig mit der Zauberkunst zu befassen. Mit 15 Jahren wandte er sich ganz der Zauberkunst zu. 
Als die Familie Anfang der Vierzigerjahre wegen der Aufstände in Kalkutta gezwungen war, nach Bagasra zurückzukehren, gab K. Lal dort zum Ärger seiner Familie seine erste öffentliche Zaubervorstellung. Einige Zuschauer sahen seine Kunststücke als schwarze Magie an und erst nachdem er ihnen glaubhaft erklärt hatte, dass es sich nur um Fingerfertigkeit handle, traten sie wieder in Kontakt mit ihm. Von da an ging es mit seiner Karriere stetig aufwärts. 
1951 trat er im Roxy Theater in Kalkutta sowie während 100 Tagen in Bombay auf. Er stellte eine Truppe zusammen und begann, seine Show unter der Bezeichnung 'Mayajal' in ganz Indien zu zeigen. Er bereiste mit seiner Truppe viele Länder und gab über 20'000 Vorstellungen. 1968 verlieh das International Bureau of Magicians in den USA den Titel "World's fastest and Greatest Magician". 
K. Lal und sein Sohn Jr. K. Lal gaben ihre erste Vorstellung in Japan 1969. Danach besuchten Sie Japan noch 18 Mal und traten dort in 61 Städten auf. Ihre Shows, die auch im Fernsehen übertragen wurden, erreichten in Japan grosse Bekanntheit. 
K. Lal trat auch noch mit über 70 Jahren in der ganzen Welt auf. Mit 75 Jahren gab er mit seinem Sohn erstmals in den USA 25 Vorstellungen in 9 Städten.
Mit 88 Jahren starb er nach längerer Krankheit in Ahmedabad. Er hinterliess eine Frau und drei Kinder.

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André Sanlaville (Stéphane Sanlaville)

1924-2015 (F)

André Sanlaville erlernte erste Kartentricks von seinem Vater. Später studierte er klassische Kunststücke ein, wie etwa das Ringspiel und den Münzenfang, sowie Ballmanipulationen, Unterstützt wurde er dabei von Freddy Fah und Hardy. Zigarettenmanipulationen lernte er von Dany Ray. 1951 präsentierte er eine Telepathienummer mit seiner Frau. In den Fünfzigerjahren trat er in Hotels und Casinos auf. Er interessierte sich auch ausserordentlich für Parapsychologie und Okkultismus.
André Sanlaville war 1945 Mitbegründer des Clubs Amicale Robert-Houdin in Lyon. 1947 organisierte er eine erste Zaubergala, die in den Jahren 1948, 1949 und 1950 in immer grösseren Sälen erneut durchgeführt wurde, ab 1950 jährlich auch im Olympia in Paris. 1951-53 fand die Zaubergala "Festival Mondial de la Magie" im Stadttheater von Lyon statt. Danach wurde die Show bis 1962 in weiteren Städten in Frankreich gezeigt. Für das französische Publikum war das alle drei Jahre in allen grossen Städten Frankreichs gezeigte Festival Mondial de la Magie während Jahrzehnten das wichtigste magische Spektakel. ä
André Sanlaville hatte immer davon geträumt, mit den besten Zauberkünstlern seiner Zeit eine Tournee durch Frankreich und die ganze Welt zu organisieren. 1963 führte er mit seinem Festival Mondial de la Magie eine Tournee durch Deutschland durch, daraus ergab sich die Möglichkeit, mit der Show 1964 im mittleren Osten, auf den Philippinen, in Japan und Malaysia aufzutreten.
Anfang der Siebzigerjahre wurde das Festival aufgezeichnet und in der ganzen Welt im Fernsehen gezeigt. Sanlaville präsentierte die Show Festival Mondial de la Magie während rund 30 Jahren bis 1987 in rund 50 Ländern.
Zahlreiche Zauberkünstler wie Mac Ronay, Omar Pacha, Jean Régil, Gil et Blaise, O'Shan et Naga, Jean Merlin und viele weitere wurden dank Sanlaville in den Sechziger- und Siebzigerjahren bekannt. Er entdeckte und verpflichtete auch Siegfried et Roy, die danach im Lido engagiert wurden und durch die Vermittlung von Dominique nach las Vegas engagiert wurden.
Als Produzent magischer Shows leistete André Sanlaville einen ausserordentlichen Beitrag zur Entwicklung und der Verbreitung der Zauberkunst.
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Andruzzi, Tony  (Antonio C. Andruzzi)

1925-1991 (USA)

Antonio Andruzzi wurde in Cheyenne, Wyoming geboren. Er lernte mit acht Jahren anhand eines Zauberkastens zaubern. Von Beginn der 50er-Jahre an bis in die 1970er-Jahre trat er als professioneller Illusionist & komischer Magier auf, nahm den Namen "Tom Palmer" an und legalisierte seine Namensänderung zu "Thomas S. Palmer".
Von 1947 bis 1964 war er mit Gloria Jacobson verheiratet (spätere Ehefrau von Marcom). Er erfand die "Satan's Seat" Illusion (1959) und gewann zwischen 1959 und 1963 7 Auszeichnungen der TAOM.
Als Tom Palmer verfasste er "Modern Illusions" (1959), "The Tie Pitch" (1960),"The Vampira Act" (1960), "The Famous Flea Act" (1962), "Cagy Doves" (1962), "The Comedy Act of and by Tom Palmer" (1969). 
1970 nahm er den Namen Antonio C. Andruzzi als alternativen legalen Namen an. Als "Tony Andruzzi", "Masklyn ye Mage" und "Daemon Ecks" wandte er sich der Bizarren Magie zu und trug viel zur weltweiten Popularisierung der bizarren Magie bei. Er gab von 1981 bis 1991 The New Invocation heraus, eine Zeitschrift über bizarre Magie. Er gründet das "Invocational," ein jährliches Treffen der Bizarristen, das von 1984 bis 1990 abgehalten wurde.
Als Masklyn ye Mage, verfasste er "The Negromicon of Masklyn ye Mage" (1977),"Grimoire of the Mages" (1980), "The Legendary Scroll of Masklyn ye Mage" (1983), "Daemon's Diary" (1984).
Unter beiden Name publizierte er auch Artikel in SphinxGeniiTopsMagickDope SheetInvocation and New Invocation. 1988 erschien ein Videoband über Tony Andruzzis bizarre Magie "Bizarre"

Niberco, Nic (Nic van Berkel)

1925-1993 (NL)

Nic Niberco wuchs als Kind einer Artistenfamilie auf, sein Vater war der Zauberkünstler Bercelini, seine Mutter trat als Madam Leoni mit einer Hellsehnummer auf.
Mit 14 Jahren stand er bereits auf der Bühne, 1947 gewann er am internationalen Kongress in Paris den Grand Prix. Ab 1951 war er mit einer eigenen Show unterwegs. 
Zusammen mit Bob Haleber trat er unter dem Namen "Niberco Brothers" auf.
Während annähernd 4 Jahrzehnten trat Niberco als erfolgreicher Manipulator mit Karten, Fingerhüten, Bällen und Zigaretten auf.
Er verfasste "The Magic of Niberco" und "Original Close-up and Stand-up Gems of New Practical Magic". 

Anverdi, Tony (Antonius Albertus "Tony" de Vries)

1925-1995 (NL)

Tony Anverdi interessierte sich bereits mit 10 Jahren für die Zauberkunst. Bis 1950 arbeitete er als Bäcker und Amateurclown, dann wurde er professioneller Zauberkünstler. 
Zunächst spezialisierte er sich auf Kunststücke mit Flüssigkeiten, danach auf elektronische Kunststücke. Die von ihm erfundenen Apparate brachte er selber in den Handel. 
Anverdi verfasste "Anverdi's Miracles with Liquids" (1965) und "50 Years of Magical Creations" (1992).

Kramien, Stan
1925-2015 (USA)

Stan Kramien sah bereits ab sechs Jahren Zaubervorstellungen, darunter Virgil, Birch, Gwynne und viele andere. Mit 14 begann er, selber aufzutreten. 
Während des Krieges hatte er unzählige Auftritte für die Armee, nach dem Krieg arbeitete er in Clubs und Vaudeville-Theatern.
Am meisten beeindruckte ihn Blackstone Sr. Einen grossen Einfluss auf seine Arbeit hatte John Calvert, den er um 1945 erstmals sah. Von ihm lernte er, dass ein Illusionist in erster Linie ein Schauspieler und Showman sein muss. 
Anfang der Fünfzigerjahre stellte er einen eigenen Circus auf die Beine, mit dem er herumreiste. Danach begann er, für grössere Zirkusunternehmen zu arbeiten. 
Ende der Sechzigerjahre ging er mit einer eigenen Zaubershow auf Tournee. 
Während seiner 30-jährigen Karriere als Illusionist produzierte "The Great Kramien“ drei grosse abendfüllende Shows - "Magic Capades", "Magicazam" und "Shazam" - mit denen er in Amerika, Kanada, Mexiko und Neuseeland auftrat. Eine geplante vierte Show musste er aufgeben, nachdem er 2000 nach einem schweren Autounfall seine Karriere beenden musste. 
2000 wurde Stan Kramien mit dem Special Fellowship and Lifetime Achievement Fellowship der Academy of Magical Arts ausgezeichnet. 2003 wurde er vom Magic Circle London zum Member of the Inner Magic Circle with Gold Star ernannt.
Stan Kramien publizierte “Big Money in Horoscopes and Lucky Numbers” (1987), “The Illusion Show Business” (2000), “Show Me The Money” (2001) und “Go Book Yourself” (2003).

Werry (Werner Geissler)

1925-2000 (D) 

Werry begann sich mit 12 Jahren für die Zauberkunst zu interessieren und gab schon bald im elterlichen Haus und in der Schule seine ersten Vorstellungen. 
Nach dem Krieg konnte er infolge eines Kriegsleidens den erlernten Beruf des Ofensetzers nicht mehr ausüben und schlug sich als Zauberkünstler durch. Mit Theodor Wolf gründete er eine Zaubergerätehandlung und gab ab 1952 während 49 Jahren die Zeitschrift Magische Welt heraus.
Ab Mitte der 50er-Jahre begann Werry mit der Produktion eigener Tricks, ab Ende der 50er-Jahre mit der Produktion unzähliger neuer Kunststücke aus Kunststoff. ab 1972 stellt er erscheinende und verschwindende Kerzen und Spazierstöcke aus Plastik maschinell her. Viele von Werrys Kreationen wurden weltweit kopiert, einige fanden auch den Eingang in Zauberkästen. 
Neben Joe Wildon gehörte Werry zu den grössten Zaubergerätehändlern Deutschlands. 1974 Eröffnete er sein Magic-Center-Studio, wo bis Anfang der 80er Jahre in "Sit-ins" Zaubervorstellungen und Seminare gezeigt und in "Talk-ins" diskutiert und gezaubert wurde; auch das erste Sammlertreffen und der erste Card Workshop Deutschlands fanden dort statt. 
Ab 1974, nach Uri Gellers Auftritt im deutschen Fernsehen, begann Werry sich intensiv mit der Analyse paranormaler Phänomene und der Ausarbeitung von Tricktechniken zum Erzeugen von scheinbar übernatürlichen Effekten zu befassen. Im Fernsehen demonstriert er von Uri Geller gezeigte und andere für die Zuschauer unerklärliche Effekte, wobei er darauf hinwies, dass es sich um Tricks handelte. Das Thema der PSI-Phänomene wurde auch in der Magischen Welt in aller Breite diskutiert.

Biografie: WITT, W. Werry. Ein Leben rund um die “Magische” Welt. Wittus Witt, Krefeld, 2001 

Del Ray (Delbert Raymond Petrosky)

1925-2003 (USA)

Del Ray wuchs in einem Waisenhaus auf, wo er Auftritte von Zauberkünstlern miterlebte. Er lernte einige Kunststücke aus einem Zauberkasten, den er zu Weihnachten erhielt, und aus Howard Thurstons "50 Card Tricks". Mit 15 nahm ihn seine Grossmutter bei sich auf. Er machte eine Lehre als Schweisser, beschäftigte sich jedoch weiterhin mit der Zauberkunst und stellt bald eine Manipulationsnummer zusammen, mit der er in Nachtclubs aufzutreten begann. Mit 17 wurde er ins Militär eingezogen, wo er für Offiziere Close-up-Vorstellungen gab und Harry Blackstone Sr. kennen lernte. Nach seiner Entlassung ging er mit Blackstone als dessen Assistent auf Tournee. Nach zweieinhalb Saisons nahm er die Arbeit in Nachtclubs wieder auf. Bis Anfang der Fünfzigerjahre hatte er eine einzigartige, originelle Nummer zusammengestellt, mit der er in den besten Häusern in Amerika, Kanada und Kuba auftrat.
In den Sechzigerjahren, als die Nachtclubs nicht mehr florierten, wandte er sich dem Tätigkeitsfeld der Trade Shows zu, wo er während vielen Jahren zu den bestbezahlten Künstlern gehörte. In den Achtzigerjahren bekam er gesundheitliche Probleme und musste sich einer dreifachen Bypassoperation unterziehen. Danach trat er in begrenztem Rahmen wieder auf, bis er sich 1993 zurückzog. 

De Yip Loo

1925-2013 (China)

De Yip Loo kam als Teenager nach Amerika, wo er in einem chinesischen Restaurant in Chicago als Hilfskellner arbeitete. Dort lernte er Blackstone kennen, sah sich dessen Vorstellung an und erhielt mit 19 Jahren während eines Jahres eine Stelle als Aushilfe bei Blackstone. Danach kehrte er an seine alte Stelle im Restaurant zurück, fand aber sogleich eine Stelle bei Dante, und wirkte während vier Jahren in mehreren Illusionen auf der Bühne mit.
Danach wurde De Yip Loo in die Armee eingezogen. Nach Kriegsende schlug er sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durch, bis ihn Frances Irland Marshall überzeugte, Berufszauberkünstler zu werden. 
Unter dem Namen "Chan Loo" trat er in chinesischem Kostüm während 12 Jahren für Schulen auf. Seine Nummer umfasste auch die Produktion von Tauben, deren Federn er wahrscheinlich als erster in verschiedenen Farben färbte. Anschliessend unternahm er eine halbjährige Tournee durch Europa, Afrika und den fernen Osten inklusive Indien.
Nach seiner Rückkehr nach Chicago trat er vorwiegend in Clubs, bei Banketten, Privatanlässen und für Firmen auf. Er wurde auch für zahlreichen Folgen der TV-Serie "Bozo Circus" engagiert.
In den Sechziger- und Siebzigerjahren trat de Yip Loo unter seinem richtigen Namen auf und begann für Magic Inc. Kunststücke und Illusionen zu fertigen. 1972 heiratete er und trat danach während 25 Jahren mit seiner Frau in ganz Amerika und Kanada auf. Die "Shang-Po Magic Show", in die auch ihre Tochter Frances einbezogen wurde, umfasste nun auch verschiedene Illusionen, die de Yip Loo sich selber baute. 1998 erlitt er einen Schlaganfall, der ihn zum Rücktritt zwang.

Taytelbaum, Eddy Jules Sam
1925-2019 (NL)

Eddy Taytelbaum wurde in Surinam als Sohn eines polnischen Vaters und einer holländischen Mutter geboren. Mit neun Jahren musste er sich wegen einer Beinverletzung ins Krankenhaus begeben. Dort las er in einem Kinderbuch einen Kartentrick, der sein Interesse für die Zauberkunst weckte.
Ein paar Jahre später entdecke er in einer Wochenzeitschrift den Katalog eines Zaubergeschäftes. Dort bestellte er seine ersten Tricks. Ein paar Jahre daraufsah er zum ersten Mal einen professionellen Zauberkünstler. In dieser Zeit ging Eddy den unterschiedlichsten Jobs nach, er arbeitete als Schildermaler, Buchbinder, Tischler und Kallighraph.
Nach dem zweiten Weltkrieg zog er nach Aruba. Dort kaufte er sich "Blackstone's Modern Card Tricks and Secrets of Magic" und begann ein paar Jahre später als halbprofessioneller Zauberkünstler unter dem Namen "Magini the Great" aufzutreten. Daneben arbeitete er als Verkäufer von medizinischen Bedarfsartikeln und erledigte administrative Büroarbeiten.
Um 1948 machte er sich in Aruba als Zauberkünstler einen Namen und bewarb sich um die Mitgliedschaft in der I.B.M. In den folgenden Jahren verfasste er einige Artikel für den Linking Ring.
1950 zog er nach Haarlem in den Niederlanden, wo er sein Bein erneut medizinisch versorgen liess. Er absolvierte einen Kurs als Bauzeichner und begann 1952 für das Verteidigungsministerium zu arbeiten.
In Holland begann er mikromagische Kunststücke zu bauen, die zu begehrten Sammlerstücken wurden.
1955 gewann Eddy Taytelbaum an der FISM in Amsterdam den 1. Preis in Mikromagie und den 3. Preis in Kartenmagie, 1958 an der FISM in Wien den 1. Preis in Kartenmagie und 1961 an der FISM in Lüttich den 3. Preis in Kartenmagie.
Einige seiner Kartenkunststücke wurden in Apocalypse, "Best of Friends" Vol. 1 (Harry Lorayne, 1982) und The Gen 
veröffentlicht.
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Jean Marc (Jean Marc Bujard)

1925-2019 (F)

Jean Marc lernte als Teenager anhand von Rémi Ceilliers "Manuel Pratique" zaubern. Er arbeitete zunächst in einem Büro und wurde danach Fotograf. Da ihn der Beruf nicht erfüllte, trug er sich mit dem Gedanken, professioneller Zauerkünstler zu werden. Eines Tages ergab sich in Casablance dazu die Gelegenheit, als ihm ein dreimonatiges Engagement angeboten wurde. Daraufhin erhielt er ein Engagement im Kabarett "Chez Carrere" in Paris, wo ihn ein Agent entdeckte und ihn 1954 für ein sechsmonatiges Engagement nach Indien verpflichtete. Nach sechs Monaten kehrte Jean Marc nach Europa zurück, wo er von da an in allen grossen Häusern auftrat. 
Eines Tages erhielt er von seinem Freund und Vorbild Dr. Jaks zum Geburtstag eine Kartenente, die von da an als "Wilhelmina" der Höhepunkt seiner Sprechdarbietung war. 
Als mehrsprachiger Künstler trat Jean Marcer während vielen Jahren in Europa und der ganzen Welt auf und war in Frankreich oft im Fernsehen zu sehen. 
Jean Marc war auch Sammler von Spielkarten. Ausserdem war ervon 1984 bis 2007 Sekretär des Syndicat des Illusionistes et des Visuels du Spectacle.

Kaps, Fred (Abraham Bongers)

1926-1980 (NL)

Fred Kaps war ein Allround-Magier, ein Meister der Handfertigkeit und der Schauspielkunst mit aussergewöhnlich starker persönlicher Ausstrahlung. Berühmt wurde unter anderem sein Schlusstrick, das sich vermehrende Salz. Bisher ist er der einzige Zauberkünstler, der dreimal den Grand-Prix der FISM gewonnen hat (1950,1955,1961).

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Wizardo (Heinz Krause)

1926-1994 (D)

Der in Berlin geborene Heinz Kause begann sich bereits als Kind für die Zauberei zu interessieren. Der Auslöser für die ernsthafte Beschäftigung mit der Zauberkunst war eine Vorstellung von Fredo Marvelli 1938 im Berliner Varieté Wintergarten. 
Zwei Jahre später bekam er einen Zauberkasten geschenkt und begann, Zauberkunststücke und Handgriffe einzustudieren.
Nach dem Abitur begann er Medizin zu studieren und wechselte dann zur Filmhochschule über, wo er sich zum Kameramann ausbilden liess. 
Mit 27 Jahren legte er sich den Künstlernamen "Wizardo" zu und begann seine Karriere als professioneller Zauberkünstler. Mit Manipulationen, Kleinillusionen und Kinderprogrammen trat er über 40 Jahre erfolgreich auf. Als "Clown Charly" zeigte er mit seinem Partner Horst Gille verschiedene Kinderprogramme. Als DDR-Künstler wurden "Wizardo und Gille" in alle sozialistischen Länder sowie auch in die Schweiz, die BRD, nach Österreich und Holland. vermittelt.

Alan, Don (Donald Alan McWeathy)


1926-1999 (USA)

Don Alan lernte in der Chavez School of Magic. Er arbeitete als Stand-up- und Close-up-Zauberkünstler. Zunächst tart er mit einem Partner in Clubs auf, wandte sich dann der Restaurant- und Barzauberei zu. 1952-1962 tart er in zahlreichen Fernsehshows auf, so 1952 während 26 Wochen mit der halbstündigen Show "Magic". Zudem war er Gast in zahlreichen Talkshows. Seine wichtigsten Kunststücke, Präsentationen und Gedanken zur Zauberkunst wurden 2001 im von Jon Racherbaumer verfassten Buch "In a Class by Himself: The Legacy of Don Alan" beschrieben. 

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Kirkham, Kirk "Chuck" (Charles Wesley Kirkham)

1926-2001 (USA)

1955 kaufte Chuck von Will Rock Grossillusionen, die dieser in den Dreissiger- und Vierzigerjahren von Thurston erworben hatte. In den folgenden Jahren trat er in der CBS-Fernsehshow "It's Magic" auf, wurde von Orson Welles für eine Show in Las Vegas engagiert, trat während mehreren Monaten mit der Show "Dr. Satan's Shrieks in the Night" auf, in der Skelette im Publikum erschienen, Elvis Presley sich aus einem Porträt materialisierte und eine Geisterscheinung von Marilyn Monroe zu sehen war.
1958 trat er mit einer Illusionsshow mit seiner Frau und drei Assistenten in Milt Larsens "It's Magic" auf.
1960 wurde er von verschiedenen Filmstudios für Beratungen beigezogen. 
Chuck, der nun unter dem Namen Kirk Kirkham auftrat, trat in Fernsehshows wie "The Steve Allen Show", "Ernie Ford Show", "You asked for it" auf, 1966 in "Hollywood Palace".
1961 wurde Kirk, als dritter Sohn der Kirkhams geboren.
1974 erhielt Kirk Kirkham von Sea World den Auftrag, eine thematisch auf Meerstiere abgestimmte Nummer für die Saison 1975-77 zu entwickeln, die in allen drei Sea-World-Parks gezeigt wurde. In der Show wurden unter anderem eine schwebende Robe, die Durchdringung einer Robbe durch einen Spiegel und die Produktion von Pinguinen. nach dem Tod des Produzenten bei einem Helikopterabsturz wurden die Shows nach einem Jahr eingestellt.
1975 starb sein ältester Sohn. Im gleichen Jahr wurde er von den Produzenten der Ice Capades als Berater und Illusionsbauer verpflichtet. Er baute die Illusionen und instruierte Eisläufer für die Vorführungen der Show "It's Magic Time", die während zwei Jahren gezeigt wurde.
1980 erhielt Kirkham eine Anfrage von Doug Henning, der auf der Suche nach einer Methode zum Verschwindenlassen eines Elefanten war. Kirkham verkaufte ihm die verbesserte Version der Illusion, die er von Will Rock gekauft hatte.
1984 führte er im Freizeitpark Knott's Berry Farm eine abendfüllende makabere Show unter dem Titel "Dr. Doom's Museum of Terror" vor. 
1985 verkaufte er den grössten Teil seiner Illusionen und Geräte von Kellar, Thurston, Blackstone und Dante an Sammler in den USA und Europa. 
Seine letzte grosse Show zeigte er 1986. Danach zog er sich von der Bühne zurück, da er an beginnender Alzheimerkrankheit litt. 
Nach dem Tod seiner Frau 1994 kümmerte sich bis zu seinem Tod 2011 seine Familie um ihn. 

Samson, Jorgen

1926-2002 (DK)

Jorgen Samson Produzierte eine grosse Anzahl von Tischchen und Blumen, die er unter seiner Kleidung verborgen hatte und füllte damit die ganze Bühne. Mit dieser Nummer gastierte er während vielen Jahren in den besten Varietés der ganzen Welt

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Wakeling, Alan

1926-2004 (USA)

Alan Wakeling kam mit 10 Jahren zum ersten Mal in Berührung mit der Zauberkunst, als er in der Schule eine Vorstellung von J. B. Bobo sah. In der Bibliothek fand er dann Hoffmanns "Modern Magic". Als er von De Koltas Billardballmanipulationen las, stellte er sich sein erstes Billardballset aus Ping-Pongbällen her. 
In den Dreissigerjahren nahm er Schauspielunterricht an der Uni und führte den Kunden in einem Zaubergeschäft Kunststücke vor. Dort kernte er Roy Benson kennen, der ihm einige seiner Ballgriffe zeigte und seine Denkweise über Manipulation mit ihm teilte. 
1944 bis 1946 diente Alan Wakeling in der Navy, danach tat er sich mit seinem Freund Marvyn Roy zusammen und die beiden traten unter dem Namen "Wakeling & Roy" auf. In ihrer Nummer führten sie unter anderem tanzende Stöcke, Kunststücke mit Seidentüchern und das Ringspiel zu zweit vor. Nachdem sie ein par Jahre Erfahrung gesammelt hatten, entwickelte sie beide ihre eigene Nummer, Marvyn Roy trat als "Mr. Electric" auf, Alan Wakeling als "Manhattan Cowboy".
1949 lernte er Dante kennen, der ihn anstellte, um für seine Show in einem Zelt die Leute anzulocken. Bei Dante lernte er, dass richtig präsentierte Grossillusionen eine Kunstform sind und Zauberkunst mit Geräten richtig vorgeführt eine elegante Möglichkeit bieten, beim Zuschauer Erstaunen auszulösen.
1951 heiratete Alan Wakeling Helen Whalen, eine attraktive klassische Sängerin. Zusammen entwickelten sie eine elegante stumme Nummer, die sie zu Musik präsentierten. Mit der "Fantasy in Fans", in eleganten Kleidern und mit in blau, gold und schwarz gehaltenen Geräten zu Musik vorgeführt, kamen sie zu finanziellem und artistischem Erfolg. 
Mitte der 1950er Jahre wurde Alan Wakeling von seinen Freunden John Daniel und Dick Zimmermann ermutigt, einen neue Illusionsnummer "Circus Act" zu bauen, die durch Wakelings Arbeit bei Dante inspiriert wurde. Die farbenprächtige Illusionsschau, bei der neben vielen Mitarbeitern auch seine Frau und seine drei Söhne mitwirkten, wurde zu einem grossen Erfolg. Die Show war jedoch für professionelle Tourneen nicht geeignet.
1966 begann Alan Wakeling für Mark Wilson als Berater bei TV-, Themenpark- und Trade-Show-Auftritten zu arbeiten. Dabei konnte er seine Erfahrung und sein Wissen für die Produktion luxuriöser Shows im Fernsehen und an Schauplätzen in der ganzen Welt einbringen. 
Alan Wakelings war erfolgreicher Vorführender, Erfinder von Kunststücken und Showproduzent. Er gab zahlreichen Künstlern in der ganzen Welt unbezahlbare Ratschläge und beriet sie in künstlerischen Belangen, so unter anderen Mark Wilson, John Daniel, Carol & Marvyn Roy, Norm Nielsen, Channing Pollock und Peter Reveen.

Biografie:  Steinmeyer, J. The Magic of Alan Wakeling. Carroll & Graf Publishers, New York, 1993.

Pollock, Channing West

1926-2006 (USA)

Channing Pollock war einer der einflussreichsten Zauberkünstler des 20. Jahrhunderts. Seine Technik mit Spielkarten war nahezu perfekt und durch seine Arbeit mit Tauben hat er die moderne Taubenzauberei begründet. Tausende haben ihm nachgeeifert, doch nur wenigen ist es gelungen, ein vergleichbares Niveau zu erreichen. Mit seiner makellosen Technik und seiner einnehmenden Bühnenpersönlichkeit hat er das Bild der modernen Zauberkunst inspiriert und prägt sie auch heute.noch 
Channing Pollock wurde als jüngster von drei Söhnen eines leitenden Angestellten einer Zementfabrik in Kalifornien geboren. Den Namen Channing erhielt er nach dem damals sehr bekannten amerikanischen Theaterkritiker, Novellist und Dramatiker Channing Pollock. 
In der Depressionszeit nach 1929 verschwand die Zementindustrie. Channings Vater fand eine neue Stelle bei der Shell Oil Company und die Familie war dauernd auf Reisen. 1935 liess sie sich in Sacramento nieder. 1944 meldete sich Channing mit 17 zur Armee und diente in der Navy. 
Nach seiner Entlassung 1946 sah er eines Tages einen Mann, der Svengali-Spiele verkaufte. Zu einem Svengalispiel kaufte er auch Howard Thurstons "Card Tricks" und meisterte bald den Kartenfang sowie andere Karten-, Münzen- und Ballmanipulationen, die er aus Hugards "Modern Magic Manual" lernte. Er besuchte alle Vorstellungen von in der Nähe auftretenden Zauberkünstlern wie z. B. Virgil und Lee Gabel. Seine erste Frau stammte aus Wisconsin und kannte von da her die Larsens; sie bat daher ihre Mutter, den Larsens einen Brief ins Magic Castle zu schreiben und ein Treffen mit Channing zu organisieren. In einem Genii Magazin, das er anlässlich dieses Treffens erhielt, sah er eine Anzeige des Chavez Studio of Magic, worauf er mit seiner Familie nach Hollywood zog und bei Benito Chavez Unterricht nahm. Er plante, seine Zigaretten- und Kartenmanipulationen auszubauen und mit anderen Kunststücken, unter anderem der Produktion eines Kaninchens, zu ergänzen. Als er ein Kaninchen kaufen wollte, stach ihm satt dessen eine grosse Taube ins Auge. Die zu grosse Taube tausche er bereits am nächsten Tag gegen kleinere um und begann, an der Produktion von Tauben zu arbeiten. Er hatte von Cantu gehört, der Tauben aus einem farbigen mexikanischen Schal produzierte und versuchte nun, Möglichkeiten zu finden, um Tauben im Frack zu verstecken. 
Nach und nach baute er Taubenproduktionen in seine Auftritte ein. 1952 machte er sich mit seiner Familie mit einem kleinen Wohnwagenanhänger auf die Reise Richtung Westküste. 1953 sah ihn der Agent des damals schon berühmten Jay Marshall und brachte ihn ins Fernsehen in die Ed Sullivan Show. Es folgten Auftritte in New York und den grössten Theatern in Boston, Atlanta, Chicago, Washington D. C. 1954 wurde ihm von der Academy of Magical Arts die Auszeichnung "Magician of the Year" verliehen. 1955 sandte ihn sein Agent nach England, wo er mit grösstem Erfolg im London Palladium und unter anderem auch vor Königin Elisabeth II und Prinz Philip auftrat. Nach Auftritten im englischen Fernsehen wurde er zu einem der gefragtesten Künstler. 1957 verlieh im der Magic Circle den Silbernen Zauberstab und als erstem ausländischen Künstler die Mitgliedschaft im Inner Circle, in Form der lebenslangen Ehrenmitgliedschaft. Neben allen grossen Theatern in England trat er auch in Rom, Paris, Monaco sowie an der französischen und italienischen Riviera auf. 
1958 kam der Film "European Nights" in die Kinos, in der Channing Pollock seine Nummer zeigte. Auf einen Schlag wurde er auf der ganzen Welt mit seinen makellosen Taubenproduktionen und Kartenmanipulationen bekannt. 
Verschiedene Künstler liessen sich von seinem Stil inspirieren, so z. B. Silvan, Shimada sowie Siegfried und Roy. Channing Pollock spielte als Schauspieler in einer Reihe weiterer Filme mit und eröffnete in Rom eine Modeboutique. Nachdem sich der Kinoboom in Rom gelegt hatte, kehrte er mit seiner zweiten Frau nach Amerika zurück und liess sich in Los Angeles nieder. Dort spielte er verschiedene Rollen in Fernsehserien. Gleichzeitig baute er seine Nummer zu einer Revue mit Illusionen aus, die er in Las Vegas zeigen wollte. Zu jener Zeit glaubte aber dort niemand an den Erfolg einer grösseren Show, und Pollock musste weiterhin mit seiner 7-Minütigen Manipulationsnummer auftreten. 
Nachdem er seine dritte Frau kennen gelernt hatte, zog er sich 1969 mit 45 Jahren als Schauspieler und professioneller Zauberkünstler von der Bühne zurück. In Nordkalifornien baute er eine der ersten Farmen mit biologischem Landbau auf.

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Andrews, Val

1926-2006 (GB)

Val Andrews, Sohn eines Architekten, lernte bereits als Kind seine ersten Tricks von seinem Vater. Nachdem seine Familie 1934 nach Kamptown in Brighton gezogen war, sah er dort Vorstellungen von Dante und The Great Carmo. Ab 1943 arbeitete er als professioneller Bauchredner und Zauberkünstler. 
Von 1938 to 1948 trat er unter dem Namen "Val Vox" auf, Anfang der 40er-Jahre auch als "Valcarte", von 1948 bis 1951 als "Vanson". 
1957 heiratete er, 1968 wurde seine 8-jährige Tochter von einem Auto überfahren und starb. Zwei Jahre später verliess ihn seine Frau. 
Ab 1952 begann er zu schreiben. Er war als Autor für viele Britische Komiker wie Tommy Cooper tätig, ausserdem verfasste er 18 Sherlock Holmes-Romane. 
Neben zahlreichen Artikeln für AbracadabraEpopticaGeniiHugard's Magic Monthly und The Jinx verfasste er mehr als 30 Bücher über verschiedene Gebiete der Zauberkunst, u. a. "The Big Show", sowie hervorragende Biografien von Zauberkünstlern, "Murray" (1974), "Goodnight, Mr. Dante" (1978), "How to Give a Magic Lecture" (1979), "The Card and Coin Magic of Bobby Bernard (1982)", "Life ... Dull it ain't!: Horace Goldin, The Triumphs and Tragedies" (1983), "A Gift from the Gods - the Storsy of Chung Ling Soo (1981), "Illusions (mit Fergus Roy, 1985)", "Once Hung a Guilded Lamp: The Life and Times of Will Goldston" (1986), "Gentleman George Sanger" (1989), "The Dante Scrapbook" (1990), "Fred Culpitt. A Brief Biography", (2001) 
1999 erhielt er den Literary Fellowship der Academy of Magical Arts.
2006 starb Val Andrews nach zwei Herzanfällen.

Biografien: 
Andrews, V. Dedicated Magic (1971) 
Andrews, V. Four Seasons in the Life of Val Andrews (1984) 

Salisse, John

1926-2006 (GB) 

John Joseph Salisse wurde in Bournemouth geboren, wo er auch die Schule besuchte. Bereits als Schüler wurde er durch eine Vorstellung von Jasper Maskelyne im Hippodrome in Boscombe inspiriert. Nach der Schule trat er 1944 in die Firma Marks & Spencer ein, 1968 übernahm er als Direktor deren Leitung und verzeichnete grosse Erfolge mit Damenmode und in den Siebzigerjahren mit der Errichtung von Lebensmittel- und Weinhandlungen und der Eröffnung von Filialen in Kanada, Paris und Brüssel. 
Salisse trat bereit als Teenager mit öffentlichen Zaubervorstellungen auf, wurde in den Magic Circle aufgenommen. Von 1966 bis 1985 diente er als dessen Ehrensekretär, 1975 wurde er zum Ehren-Vizepräsidenten ernannt. 
Auf der Bühne trat er als weltmännischer Zauberkünstler mit trockenem Humor auf. Sein weltgewandter und britischer Stil war auch in Amerika sehr beliebt. Fernseh- und Filmemacher suchten oft seinen Rat, wenn es um Zauberkünstler und die Geschichte der Zauberkunst ging. 

Zusammen mit Anne Davenport veröffentlichte er zwei Bücher, "A Candid View of Maskelyne’s 1916-17" (1995) und "St George’s Hall" (2001) über das Theater und die Zauberwerkstatt von Maskelyne in London. 
John Salisse gewann zahlreiche Preise, in der Zauberkunst unter anderen den Fellowship der American Academy of Magical Arts. Fürs seine Verdienste in der englischen Industrie wurde er zum Commander of the British Empire ernannt, 1992 wurde ihm die Auszeichnung der "Freedom of the City of London" für sein Wohltätigkeitswerk verliehen.

Phoa Yan Tiong

1926-2006 (Indonesien)

Phoa Yan Tiong, chinesischer Abstammung, in Batavia, Indonesien, geboren, lebte seit Beginn der Fünzigerjahre in Holland. 
Er begann erst mit etwa 25 Jahren zu zaubern und trat sowohl mit farbenfrohen und eleganten Bühnenprogrammen als auch als Close-up-Künstler auf. 
Die Close-up Magie entwickelte er zu seiner Spezialität und übte sie in Europa als einer der ersten professionell aus. 1958 gewann er am Weltkongress der FISM den ersten Preis in Mikromagie. 
Die chinesische Kampfkunst, die er bereits mit 7 zu studieren begann, hatte einen grossen Einfluss auf seine Bewegungen und sein Timing. Als Zauberkünstler reiste er um die ganze Welt. Bekannt wurde er durch seine diabolisch clevere Version des zerschnittenen und wiederhergestellten Seidentuchs.
1977 publizierte er das Buch "Die Jahreszeiten".
Die letzten zehn Jahre seines Lebens musste er auf die Ausübung der geliebten Zauberkunst verzichten, da er nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt war.

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Brents, Frank


1926-2010 (USA) 

Frank Brents wuchs in Louisville, Kentucky auf. Nachdem er in der Schule eine Vorstellung von Fetanque Sanders gesehen hatte, beschaffte er sich in der Bibliothek alle erhältlichen Bücher über Zauberei. Mit 11 Jahren begann er bereits, Vorstellungen vor Freunden und Bekannten zu geben.
1947 wurde er gebeten, eine Vorstellung in einem Fernsehstudio zu geben. Daraufhin wurde er für eine tägliche fünfzehnminütige Fernsehserie verpflichtet.
Seine Dienstjahre in der Armee verbrachte er mit Vorstellungen in den Special Services. Nach seiner Entlassung begann er 1953 bei der Post in New York City zu arbeiten, gab den Job aber auf, als er immer mehr Auftrittsmöglichkeiten in Nachtclubs bekam. Im Frack mit kurzen Ärmeln führte er - oft als America's Black Magician" angekündigt - zu Musikbegleitung eine beschwingte Taubennummer mit gefärbten Tauben vor ("Frank Brents and his Technicolor Doves"). Richtig berühmt wurde er, als er neben den Tauben auch Enten in seine Nummer einbaute. Von den Sechziger- bis in die Achtzigerjahre reiste er mit seiner Nummer rund um die Welt . Er trat in vielen Hauptstädten Europas, in Asien, Afrika und Südamerika auf, insgesamt in über 40 Ländern. Ausserdem trat er in zahlreichen Fernsehsendungen in den USA, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, England und Venezuela auf.
Neben der Zauberkunst war Frank Brents auch als Songschreiber tätig und war einer der Produzenten der 1997 in Leben gerufenen Off-Broadway-Show "Monday Night Magic", in der Hunderte von berühmten Zauberkünstlern auftraten.

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Wilson, Ron

1926-2010 (Schottland)

Ron Wilson wurde in Dundee in Schottland geboren. Im Alter von sieben Jahren sah er eine Vorstellung von Dante, mit 9 Jahren trat er erstmals öffentlich in einer Talentschau auf. Während des zweiten Weltkrieges wollt er mit 17 Pilot in der Royal Air Force werden, wurde aber wegen seiner Farbenblindheit abgelehnt, genauso wie in der Royal Navy. Mit 18 wurde er dann doch eingezogen. 
1952 wanderte er nach Kanada aus, wo er in Ontario Verwandte hatte. Er wurde Anwalt einer Maklerfirma und trat in Nachtclubs als Zauberkünstler auf. Nach einem Jahr in London wanderte er 1966 nach Hollywood aus, wo er in den nächsten Jahrzehnten über 5'000 Vorstellungen im Magic Castle gab.
Daneben spielte er in diversen Filmen und Fernsehserien mit, trat auf Kreuzfahrtschiffen auf und reiste während 16 Jahren rund um die Welt.
1969 wurde er ins Direktorium des Magic Castle aufgenommen, später übernahm er die Funktion des Kassiers, des Sekretärs und während 22 Jahren diejenige des Vizepräsidenten, bis er nach dem Tode von Bill Larsen 1992 zum Präsidenten der Academy of Magical Arts ernannt wurde. 1972 wurden ihm die Auszeichnungen "Magician of the Year" und "Close-up Magician of the Year" verliehen, 1992 der "Life Time Achievement Award".
1988 zog er sich von der Bühne zurück und arbeitete als Künstleragent, der Zauberkünstler an Kreuzfahrtschifflinien vermittelte. 1989 übernahm er das Amt des Unterhaltungschefs, der alle Zauberkünstler und Seminarleiter für das Magic Castle buchte. Dieses Amt hielt er während 14 Jahren inne. 2006 wurde er Mitglied des neu gegründeten Aufsichtsrates, aus dem er 2010 zurücktrat.
Nach längeren Problemen mit dem Herzen starb er mit 84 in Los Angeles nach einem Herzinfarkt.

Biografie: WILSON, R. Tales from the Uncanny Scott. Ron Wilson, n.pl. 2010.
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Blaha, Lev

1926-2012 (Tschechoslowakei)

Lev Blaha war humoristischer Sprechzauberer, Taschendieb und Moderator. In Deutschland wurde er vor allem durch seine Vorführung der Daumenfessel und des Eierbeutels bekannt.
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Alan Alan (Alan Rabinowitz)

1926-2014 (GB) 

Alan Alan wurde im selben Jahr geboren, in dem Houdini starb. Ab den Vierzigerjahren trat er als Entfesslungskünstler in Theatern, Cabarets und Zirkusshows auf. 1949 liess er sich lebendig begraben, konnte sich jedoch nicht selber aus dem Grab befreien und musste von seinen Helfern ausgegraben werden. 
Einen von Houdinis bekanntesten Stunts - sich an einem Seil hängend aus einer Zwangsjacke zu befreien - führte er häufig vor, dies z. B. auch über einem Löwenkäfig oder über einer Reihe von senkrecht mit denSpizten nach oben stehenden Schwertern. Als Erster führte er die Befreiung aus der Zwangsjacke an einem brennenden Seil vor. Die Stunts gingen nicht ohne Pannen und Stürze vor sich, Alan Alan wurde jedoch nie schwer verletzt. 
Er trat in diversen Fernsehshows auf. In den Achtzigerjarhen trat er vom Showgeschäft zurück und eröffente in London sein Zaubergeschäft "Alan Alan's Magic Spot", das er bis Mitte der Neunzigerjahre führte. 
2006 wurde ihm vom Magic Circle für seine Verdienste um die Zauberkunst in England der Maskelyne Award verliehen.

Jean Rigal

1926-2014 (F)

Jean Rigal war Gründungsmitglied und Ehrenpräsident des Club des Magiciens de Haute-Savoie. Sein Leben teilte er zwischen seinem Beruf als Florist mit Geschäften in Plateau d’Assy und in Grenoble, und seiner Leidenschaft für die Magie, die er längere Zeit auch professionell betrieb.
Er errang zahlreiche Preise an internationalen Kongressen, unter anderem 1964 an der FISM in Barcelona mit seiner Frau zusammen den dritten Preis für Erfindungen, 1965 am Kongress in Paris den zweiten Preis für Verbesserungen, 1966 in Paris den Prix Opéra Garnier, 1967 den ersten Preis für Erfindungen am FISM-Kongress in Baden-Baden, sowie 1983 die Bronzemedaille in Annecy. Ausserdem wurde er mit der Medaille eines Chevalier du Mérite Artistique et Social ausgezeichnet.
Jean Rigal hat zahlreiche Zauberkünstler in die Zauberkunst eingeführt, so unter anderen Dani Lary und Laurent Beretta.

Simon, Bill, 1927-1988 (USA)
 

Bill Simon, von Beruf Geschäftsmann, war Hockey-Fan, Golfspieler und Amateurkartenkünstler. 
1955 wurde er auf den zweiten Platz unter den 10 Living Card Stars gewählt.
Bill Simon verfasste "Controlled Miracles" (1949), "Effective Card Magic" (1952), "Sleightly Sensational" (1954), "Mathematical Magic" (1964) und veröffentlichte Kunststücke in PhoenixNew Phoenix, Hugard's Magic MonthlyIbidemThe Gen und Magic.

Hamman, Brother John

1927-2000 (USA)

John Hamman war katholischer Geistlicher. Ab 26 war er infolge Kinderlähmung an den Rollstuhl gefesselt. In den 60er- und 70er-Jahren gab er zahlreiche Seminare. Mit Griffen und Effekten, die zu Klassikern wurden, trug er massgebend zur Kartenkunst bei. Viele seiner Techniken und Kunststücke wurden im 1989 erschienen Buch "The Secrets of Brother John Hamman" von Richard Kaufmann beschrieben. 

 Gloye, Dr. Eugene E.
1927-2011

Eugene Gloye wurde in Michigan City in Indiana geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde mit 12 Jahren geweckt, als er eine Vorstellung von Ed Reno sah. Danach machte er seine ersten Gehversuche anhand eines Zauberkastens, lieh sich Zauberbücher aus der lokalen Bibliothek aus und baute Requisiten in der Werkstatt seines Vaters. Mit 16 Jahren gab er seine erste bezahlte Vorstellung für die lokale YMCA. Als er eine Vorstellung von Blackstone in Chicago besuchte, fand er heraus, dass es dort mehrere Zauberfachgeschäfte gab (L.L. Ireland, Joe Berg, National Magic, Sam Berland und A. P. Felsman), die er von da an regelmässig besuchte. Um sich Geld für den Kauf von Tricks zu verdienen arbeitete er den Sommer über jeweils beim Handeslunternehmen Sears.
Mit 17 gab Eugene Gloye Vorstellungen in Schulen. In dieser Zeit lernte er Harlan Tarbell kennen, der einen grossen Einfluss auf ihn ausübte. Eugene Gloye begann, Tricks in Genii, Tops, Conjuror's Magazine und Ireland's Yerabooks zu veröffentlichen.
1949 schloss er sein Psychologiestudium in Nebraska mit dem B.A. ab, 1954 machte er seinen Doktortitel. 1949 heiratete er seine Komilitonin Rebanis Maude Frankforter, mit der er zwei Söhne hatte. Er lebte er während 7 Jahren, In Nebrasa, trat der I.B.M. bei und veröffentlichte Artikel im Linking Ring.
Mit dem Illusionisten Bill Morton trat er in den Sommermonaten mit einer Illusionsshow in einem Zelt auf, zusammen mit Johnny Carson, der eine Bauchrednernummer zeigte, bei diversen anderen Veranstaltungen. 
Eugene Gloye unterrichtete Psychologie am College in Wooster in Ohio, an der Trinity University in San Antonio in Texas und am Whittier College in Kalifornien. Dort wurde er 1958 in den Mystic 27 Clubs aufgenommen, in dem unter anderen Al Baker, Gerald Kosky, John Booth und Bill Larsen Jr. Mitglieder waren. Als das Magic Castle ins Leben gerufen wurde, war Eugene Gloye Gründungsmitglied.
Eugene Gloye hat über 150 Kunststückbeschreibungen in Zeitschriften veröffentlicht. Ausserdem publizierte er "Fantastic Tricks with Plastic Cups" (1976), "More Fantastic Tricks With Plastic Cups" (1980), "Theatrical Magic" (1978), "The Table Book" (mit Jay Marshall, 1961), "Harlan Tarbell: Creator of Magic and Magicians" (1993), "For Magicians Only: The Table Book" (mit Francis und Jay Marshall, 2008).

Krenzel, Ken

1927-2012 (USA) 

Ken Krenzel wurde in Manhatten in New York geboren, wo er auch aufwuchs. Während seiner Schulzeit sah er einen Marionettenspieler und Zauberkünstler und begann sich für beide Themen zu interessieren, das Interesse für die Zauberkunst überwog jedoch. Er beschaffte sich die in der lokalen Bibliothek erhältlichen Zauberbücher und begann als Jugendlicher aufzutreten. Eine Zeit lang führte er zusammen mit Joel Howard eine Mentalnummer vor. 
Ken Krenzel, der sich seinen Lebensunterhalt als Doktor der Psychologie verdiente, wurde durch seine Publikationen in zahlreichen Zeitschriften als führender Kartenkünstler bekannt: The GenGeniiM-U-MHugard's Magic MonthlyPhoenix, HierophantKabbalaEpilogueNew JinxApocalypse, und The Minotaur
Viele der von ihm entwickelten Techniken und Kunststücke wurden in einer Reihe von Büchern beschrieben: "On the Up and Up" (mit Richard Kaufman, 1978), "The Card Classics of Ken Krenzel" (Harry Lorayne, 1978), "Ken Krenzel's Close-Up Impact" (Stephen Minch, 1990). "Ken Krenzel's Ingenuities" (Stephen Minch, 1997), Ken Krenzel's Relaxed Impossibilities (Stephen Minch, 2009).

Kodell Jack (John Edward Koudelka)

1927-2012

Jack Kodell wurde als Sohn eines Vertreters bei Firestone in Mankato in Mionnesota geboren. Der Beruf des Vaters bedingte, dass die Familie jedes Jahr umzog, so dass Jack kaum Zeit hatte, irgendwo Freunde zu gewinnen. Von seinem Vater immer angespornt, etwas anders zu tun als andere, lernte er mit acht Jahren Autofahren, mit neun Jahren Fliegen. Mit 11 begann er an Seifenkistenrennen teilzunehmen, mit 13 gewann er die Meisterschaften von Minneapolis und wurde zu den Weltmeisterschaften nach Akron in Ohio eingeladen. Dort kaufte er in einem Zaubergeschäft , das er zufällig entdeckt hatte, sein erstes Kunststück. 
1942 zog die Familie nach Chicago. Jack zog sich rheumatisches Fieber zu. Sein Vater kaufte ihm "Expert Card Technique" und "The Expert at the Card Table" und ein paar Kartenspiele. Jack begann während der wochenlangen Rekonvaleszenz mit grossem Eifer zu üben. 
Nach seiner Genesung besuchte er in Chicago die damals zahlreichen Zaubergeschäfte und lernte am Chicago Round Table unter anderen Ed Marlo, Don Alan, Jack Pyle, und Carl Ballantine kennen. Schon bald hegte er den Wunsch, Berufszauberkünstler zu werden. 
So suchte er mit 14 Jahren nach einer Idee, etwas anderes zu machen als die anderen Zauberkünstler. Er nahm den Namen Jack Kodell an und entwickelte sein erstes Kunststück mit einem Wellensittich. 
Vom Erfolg ermutigt entwickelte er die Produktion von Wellensittichen aus freier Hand. Zwei Jahre später begann er damit aufzutreten, zuerst mit einer Assistentin, dann allein. Zum Abschluss der Nummer kletterte ein Wellensittich ein senkrecht stehendes Seil hinauf, wurde von einem Tuch bedeckt und verschwand in einer Rauchwolke. 
1947 wurde Jack Kodell am Kongress der S.A.M. von Harry Blackstone Sr. der Preis für die originellste Nummer und die beste Präsentation überreicht. Im gleihcen Jahr wurde er als erster Zauberkünstler für ein sechswöchiges Engagement in einem Hotel in Las Vegas verpflichtet. 
1948 tat sich Jack mit Don Alan zusammen und trat während eines Jahres mit einer komischen Nummer auf. 1
950 wurde er für ein Engagement von sechs Wochen nach England gebucht, wo er auch im London Palladium und im Fernsehen auftrat. In England lernte er seine zukünftige Frau Mary Naylor kennen, eine bekannte Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin, die er 1953 heiratete.
In den Fünfzigerjahren trat Kodell in Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, Indien und Pakistan auf. 1951 unternahm er eine Skandinavien-Tournee, 1952 trat er während drei Monaten im Cirque Medrano in Paris auf, danach während eines Jahres in verschiedenen Variététheatern in Paris. Ebenfalls 1952 trat er in England als erster Zauberkünstler auf dem Eis in der Show "Ranch in the Rockies" auf. Danach wurde er für ein Jahr für eine Eisrevue in Chicago verpflichtet. Anschliessend trat er in der gleichen Eisshow wie seine Frau in London auf. 
Weitere Engagements in Europa und Amerika folgten. 1954 kehrte Kodell in Begleitung seiner Frau zu Auftritten nach Las Vegas zurück. 
1957 trat er erneut in England, Paris und Marrakesch auf, 1958 gleichzeitig im Lido und im Moulin Rouge in Paris. Als er angefragt wurde, ob er im Dezember 1958 mit einer neuen Nummer in einer Eisrevue in Amerika auftreten würde, sagte er zu und entwickelte eine Taubennummer, die er tagsüber im Moulin Rouge einstudierte. An Stelle einer Assistentin setzte er eine grosse Katzenfigur im Smoking ein. Die produzierten Tauben flogen auf den Arm der Katze, diese führte den Arm zu ihrem Mund, in dem die Tauben verschwanden. 
Am Schluss der Nummer verwandelte Kodell einen Handschuh in eine Taube, die ins Publikum und zurück zu ihm flog, gefolgt von 40 weiteren Tauben aus dem Hintergrund des Saals, die alle Jack bei seinem Abgang von der Bühne folgten.
Nachdem es immer weniger längerfristige Auftrittsmöglichkeiten in den grossen Hotels gab und viele Theater und Nachtclubs geschlossen wurden, beschloss Kodell mit 33 Jahren, sich beruflich zu verändern. Er und seine Frau widmeten sich der Veranstaltung von Firmenevents mit Künstlern aus dem Show Business. 
Er spielte ebenfalls eine massgebliche Rolle bei der Umgestaltung der grossen Passagierschiffe in Kreuzfahrtschiffe mit Auftritten von etablierten Künstlern. 
Nachdem sich der Plan, in Orlando in Florida ein Lokal im Stil des Moulin Rouge und Lido zu eröffnen aus finanziellen Gründen zerschlagen hatte, kaufte und leitete er zusammen mit einem Freund ein Hotel, hatte jedoch damit auch keinen Erfolg.
Jack Kodell trat während seiner Karriere in den vierziger-, Fünfziger- und Sechzigerjahre in 18 Ländern auf. 1996 wurde ihm von der Academy of Magical Arts die Auszeichnung "Performing Fellowship Award" verliehen.

Biografie: Kodell, J. Kodell. Do Something Different. JPM Publihsing Orlando, Florida, 2011
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Van Dommelen, Tonn
1927-2013 (NL) 

In Amsterdam als Sohn eins Wirtesgeboren, unterhielt Tonny bereits als Kind die Gäste. Seine grössten Vorbilder waren Fred Kaps und Channign Pollock. 
Seine erste Auszeichnung gewann er 1950 an einem Holländischen Kongress, 1951 und 1952 gewann er jeweils erste Preise und 1954 wurde er holländischer Meister. 
1958 gewann er am FISM-Kongress in Wien den Grandprix. Mit seiner Routine "Traum eines Cruoupiers", bei der er mit Würfeln, Karten und Casinochips manipulierte und sechs Biergläser produzierte, wurde er weltberühmt. Nach dem Gewinn des Grandprix machte er international Karriere und trat in weit über zwanzig Ländern und auf zahlreichen Kreuzfahrtsschiffen auf. 
Während einer Tour durch Skanidnavien traf er seine zukünftige Frau Elinor, die eine Zeitlang zusammen mit ihm auftrat, sich nach der Geburt ihrer Tochter jedoch von der Bühne zurückzog.
1968 gewann er den Grandprix in Prag, 1978 den Grand des "World Magic"-Kongresses in Japan. 
Die letzen zehn Jahre seines Lebens verbrachten das Ehepaar zurückgezogen in einem kleinen Dorf in Holländisch Friesland.
 

Garcia, Frank

1928-1993 (USA)

Frank Garcia war derSohn spanischer Einwanderer. Er lernte bereits als Kind zaubern, nachdem er eine Vorstellung von Fu Manchu gesehen hatte. Als Teenager traf er viele bekannte Zauberkünstler im Zaubergeschäft von Max Holden in Manhatten. 
Mit 21 wurde er dort Geschäftsführer. Bereits 1948 erschien er zum ersten Mal im Fernsehen. Sein Durchbruch als professioneller Zauberkünstler erfolgte, als er begann, mit einer Falschspieldemonstration aufzutreten. Er reiste damit durch die ganzen USA und trat in vielen Fernsehshows auf. Er entwickeltes sich zum Experten für Falschspiel, arbeitete mit den Polizeibehörden zusammen und hielt Vorträge für die amerikanischen Truppen in Deutschland, Frankreich und Schottland. 
Zwischen 1961 und 1967 war er vorwiegend auf Schiffen engagiert, um Falschspieler zu entlarven. 
In den 70er-Jahren wandte er sich der Close-up-Zauberei für Trade Shows zu. 
Garcia Verfasste 22 Bücher über Kartenspiele und Zauberkunststücke, unter anderem "Million Dollar Card Secrets", "Super Subtle Card Miracles", "The very Best of Cups and Balls", "Don't Bet on it: The Real Secrets of Three Card Monte", "Encyclopedia of Sponge Ball Magic".
Er wurde international bekannt als "Mann mit den Millionen-Dollar-Händen".

Campbell, Dave

1928-1994 (Schottland)

Dave Campbell wurde als eines von vier Geschwistern, einem Bruder und zwei Schwestern, in Coatbridge in Schottland geboren. 1952 heiratete er Margarte Ure, mit der er fünf Söhne und eine Tochter hatte. Er übte verschiedene Berufe aus. Mit dem Zaubern, das er immer nur als Amateur betrieb, begann er erst mit 28 Jahren. Bereits nach drei Jahren gewann er 1958 in Glasgow mit einer Tüchernummer den Bühnenwettbewerb der Scottish Conjuror's Association. Bald wandte sich sein Interesse der Kartenkunst zu und er veröffentlichte noch 1958 ein Kartenkunststück in der Vereinszeitschrift der Scottish Conjuror's Asscoication. Beeinflusst von John Ramsey und von Roy Walton, in dessen Zaubergeschäft er sich regelmässig mit anderen Zauberkünstlern austauschte, beschäftigte er sich intensiv mit der Close-up Zauberei. In den 1960er-Jahren veröffentlichte er mehrere Kunststücke mit Tüchern, Zigaretten, Münzen und Karten in The Gen.
Während gut zehn Jahren war er Präsident des Magician's Club of Coatbridge, einem inoffiziellen Zusammenschluss einer Gruppe von Zauberkünstlern, die sich bis 1980 regelmässig trafen
1972 gewann Dave Campbell den ersten Preis im Close-up-Wettbewerb der Scottish Association of Magical Societies.
In den 1990er-Jahren veröffentlichte er erneut einige Kunststücke in Profile und The Crimp.
Zahlreiche von Dave Campbells Kartenkunststücken sowie ein paar Kunststücke mit Münzen, Zigaretten und Tüchern wurden in "The Dave Campbell Legacy. The Incredible Close-up Magic of Dave Campbell" (2004) veröffentlicht.
Bibliografie: DUFFIE, P. The Dave Campbell Legacy. International Magic, London, 2004

Fox, Karrell

1928-1998 (USA) 

Karrell Fox hatte mit 11 seinen ersten öffentlichen Auftritt. Als Teenager machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf und arbeitete in verschiedenen Zaubergeschäften. Dabei entwickelte er seinen Stil der komischen Zauberei und wurde bald einmal weit herum bekannt. Mit 17 war sein Porträt bereits auf den Titelseiten von zwei magischen Zeitschriften erschienen und er hatte das erste von mehr als einem Dutzend Bücher für Zauberkünstler verfasst. 
In den Fünfzigerjahren engagierte er sich vor allem für Trade Shows für grosse Firmen. So produzierte er z. B. Anfang der 60er Jahre die mit einem Dreimillionen-Budget dotierte Show "The Magic World of Ford", die während vier Jahren im ganzen Land gezeigt wurde. 
Als Multitalent trat Fox als Komödiant, Conférencier, Bühnen- und Close-up-Zauberkünstler, Kinderzauberer (in den 70er Jahren mit einer wöchentlichen Fernsehshow während 5 Jahren als "Milky der Clown", in anderen Fernsehshows als "Wow the Wizard"), Mentalist und Hypnotiseur auf. 

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Maze, Gene Alfred

1928- 2006 (USA) 

Gene Maze war zunächst erfolgreicher Berufsboxer. Diesen Beruf gab er auf, als er während des Koreakriegs in die Armee eintrat. 
Nach dem Krieg wurde Genes Interesse für Kartenkunststücke durch die Vorführung eines Freundes geweckt und er begann sich insbesondere mit dem unbemerkten Austausch von Spielkarten zu befassen. Viele seiner Techniken wurden in den Magazinen von Karl Fulves beschrieben. Er beeinflusste viele New Yorker Zauberkünstler, welche zwischen 1960 und 1990 die wöchentlichen Treffen in der "cafeteria" besuchten. Seine Kunststücke waren meist sehr direkt und visuell und oft technisch anspruchsvoll. Über seine Kunststücke und Techniken erschienen die Bücher "The Gene Maze Card Book (1980) und "Gene Maze and The Art of Bottom Dealing" (1992) sowie zwei Videobänder. 
Gene Maze arbeitete als Zimmermann und trat selten vor Publikum auf, seine Befriedigung fand er im Üben und Erfinden neuer Techniken.

Delord, Jacques (Jacques Lajunias)

1928-2006 (F)

Jacques Delord trat während 10 Jahren als Theaterschauspieler auf, bevor er Zauberkünstler wurde. Er trat in Cabarets und Varietés auf, wo er täglich bis zu fünfmal eine zwanzigminütige Nummer zeigte. Er war lange Zeit der Cabaretzauberer schlechthin.
In den 1960er-Jahren trat er im Fernsehen im Zirkusspektakel "La Piste aux étoiles" auf, wo er seine berühmte Seilroutine "Le Voyageur des mers lointaines" präsentierte.
Jacques Delord suchte stets verschiedene Phasen eines Kunststücks in eine komplette Routine zu formen und seine Kunststücke auf poetische Weise zu präsentieren, oft begleitet von Klaviermusik. Jedes Wort im Vortrag musste begründet sein und immer genau mit den Bewegungen und Abläufen übereinstimmen. Er führte diverse Routinen auch mit gereimten Vorträgen vor und betonte stets die Wichtigkeit der verwendeten Utensilien und deren symbolische Bedeutung. 
1968 spielte er im Film "Baisers volés" von François Truffaut die Rolle eines Zauberkünstlers. 
Von 1971 bis 1973 publizierte er eine zauberbuch-Trilogie für Kinder "Sois le magicien", "Sois l'Enchanteur", "L'Éternel Magicien.
Ausserdem verfasste er "Les ateliers du magicien" (1976), "Mes premiers tours de magie" (1978) und "Enseignement de la magie et de l’illusion comme poétique du geste et du mot" (1991).
Von 1971 bis 1978 präsentierte der diverse der Zauberkunst gewidmete Fernsehsendungen, unter anderem "Les Ateliers du magicien"
In den 1980er-Jahren trat er in verschiedenen magischen Revuen auf. Mit seiner Show "Le Magiciên Malgré Lui" unternahm Jaques Delord zahlreiche nationale und internationale Tourneen, unter anderem auch durch Asien und Afrika.
Mit seiner Frau Françoise, mit der er zwei Kinder hatte, eröffnete er 1980 in Saint-Aignan den zoologischen Garten Beauval. Zunächst wurden dort lediglich exotische Vögel gezeigt, ab 1989 kamen Säugetiere dazu.
2013 wurde ein Raum im Maison de la magie in Blois nach Jacques Delords Namen benannt. Im gleichen Jahr wurde ihm dort ein Zauberprogramm und eine Ausstellung gewidmet.
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Simonoff, Looy Joseph

1928-2011 (USA) 

Looy Simonoff war Mathematikprofessor an der Universität Nevada in Las Vegas. Er erfand zahlreiche Bühnen- und Close-up-Kunststücke, die von Doug Henning, Lance Burton, MacKing, Dan und Dave Buck und Lee Asher im Fernsehen vorgeführt wurden. 
Kunststücke von ihm wurden in Apocalypse und in Büchern von Harry Lorayne, Stephen Minch, Allan Ackerman und Paul Harris veröffentlicht.

Moretti, Hans (Hans Cewe)

1928-2013 (PL)

Hans Moretti wurde als Sohn eines Bauern in einem kleinen Dorf in Polen geboren. Mit acht Jahren besuchte er mit seiner Schulklasse die Vorstellung eines Zauberkünstlers und war von da an von der Zauberkunst fasziniert. 
1940 wanderte die Familie ohne die Eltern, die inzwischen verstorben waren, ins Sudetenland aus. Hans wohnte zunächst bei seiner älteren Schwester, wurde dann aber in ein Kinderheim abgeschoben. Er konnte keine Schule besuchen und brachte sich das Lesen und Schreiben in Deutsch später selber bei. 
Nach einem kurzen Aufenthalt bei Pflegeeltern zog er wieder zu seiner älteren Schwester und begann 1944 eine Lehre bei der Reichsbahn. 1945 flüchtet er vor den Russen und fand in Celle erneut eine Anstellung bei der Bahn. Als er sich nach einem Bombenangriff auf den Bahnhof durch die Engländer, bei dem ein Zug mit KZ-Häftlingen getroffen wurde, weigerte, bei den Aufräumarbeiten zu helfen, wurde er entlassen. In der Folge schlug er sich mit diversen Jobs durch. 
Als er eines Tages bei einem Varieté ein Foto von einem Künstler sah, der an den Zähnen hing und dabei mit Ringen jonglierte, begann er zu trainieren und gab nicht auf, bis er dies auch schaffte. Danach erlernte er zusammen mit einem Partner das Jonglieren und studierte mit diesem eine artistische Nummer ein, bei der er an den Zähnen, sein Partner jonglierend an seinen Füssen hing. Als eines Tages ein reisendes Varieté im Ort war, führten sie dem Direktor ihre Nummer vor und wurden auf der Stelle engagiert. Da sie schlecht und zuletzt gar nicht mehr bezahlt wurden, kündigten sie bald wieder, der Partner von Moretti zog sich zurück. 
Einige Zeit später fand Moretti eine Anstellung bei einem anderen Varieté im Ruhrgebiet und arbeitete dann mit einem Mann zusammen, der als Artist, Komiker, Clown und Zauberer auftrat. Als dieser eines Tages infolge eines Unfalles nicht auftreten konnte, übernahm Hans Moretti, der sich inzwischen die dazu erforderlichen Fertigkeiten angeeignet hatte, seine Rolle. Nach der Rückkehr des Verunfallten tat sich Hans mit einem Akkordeonspieler zusammen und machte sich selbständig. Von da an trat er unter dem Namen Moretti als Artist, Clown und Zauberer auf. 
1954 lernte Hans Moretti bei einer Vorstellung seine zukünftige Frau Helga kennen, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hatte. Im gleichen Jahr führte er zum ersten Mal eine spektakuläre Blindfahrt mir dem Auto aus, bei der er einen zuvor versteckten Gegenstand fand. Solche Blindfahrten wiederholte er in der Folge in verschiedenen Städten und erhielt dadurch nationale Aufmerksamkeit. Übertroffen wurde diese Nummer durch einen weiteren Weltrekord, die Befreiung aus Handschellen und Ketten an einem brennenden, unter einem Hubschrauber hängenden Seil in 20,15 Sekunden. Eiknen weiteren Weltrekorde (von insgesamt 18) erzielte er mit einem Apfelschuss mit verbundenen Augen, rückwärts über die Schulter. 
Nachdem sich Moretti einen Namen gemacht hatte, trat er in allen Ländern Europas in den grössten Varietés auf. Er entwickelte weitere spektakuläre Schiessnummern, bei denen er auf an Fäden aufgehängte beweglich Ziele oder auf um seine Partnerin angeordnete Pingpongbälle und ihre Ohrringe schoss; oder er liess zwei Zuschauer auf Telefonbücher schiessen, einen mit Pfeil und Bogen, den zweiten mit einem Gewehr und ein dritter Zuschauer schlug einen Nagel in ein Telefonbuch. Danach erriet Moretti mit Hilfe seiner Partnerin, die als Medium agierte, mit verbundenen Augen die getroffenen Namen. 
Moretti spielte auch in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen mit. Dank seines Bekanntheitsgrades blieb es nicht aus, dass er für Auftritte auf Kreuzfahrtschiffen angefragt wurde. Unter anderem führte er dort einen Balanceakt vor, bei dem er mit einem Fuss auf einer Leiter stand, die ihrerseits auf zwei Sektflaschen balancierte, die auf einem von zweimal vier Hals auf Hals stehenden Sektflaschen getragenen Brett stand; auf dem freien Fuss balancierte er einen Blumentopf, den er aus einer auf seiner Schulter platzierten Teekanne begoss, während er aus einer auf dem Kopf balancierten Kanne Wasser in ein Glas goss, das auf einer Streichholzschachtel balancierte, die ihrerseits auf einem in seinem Mund gehaltenen Messer balancierte! Von 1965 bis 1985 absolvierte Moretti 13 Weltreisen auf Kreuzfahrtschiffen. Zu seiner Glatze, die zu seinem Markenzeichen wurde, kam er, als er sich einmal unter Alkoholeinfluss seinen Kopf rasierte. Zuerst besorgte er sich eine Perücke, nachdem ihm jedoch versichert wurde, dass im die Glatze gut stehe, blieb er von da an dabei. 
Da es immer schwieriger wurde, mit Schusswaffen zu reisen, suchte Moretti nach einer Alternative und kam auf die Idee Armbrüste zu verwenden. Er entwickelte seine Nummer, bei der er mit einer Armbrust auf den Abzug der zweiten schosst, diese auf die dritte Armbrust usw. So schoss er auf Ballons und auf einen Apfel auf dem Kopf seiner Partnerin, zuletzt mit zwölf Armbrüsten. Diese Nummer wurde von seinen Söhnen übernommen. 
Im Zusammenhang mit der Verwendung von Armbrüsten erfand Moretti auch das "Tibetanische Kreuz". Dabei zielten drei Armbrüste auf die Brust und den Kopf des mit Handschellen, Fussfesseln und Ketten mehrfach an ein Kreuz gefesselten Moretti. Die Armbrüste wurden durch Sanduhren ausgelöst, d. h. um nicht von den Pfeilen getroffen zu werden, musste sich Moretti sich innerhalb von 90 Sekunden aus den Fesseln befreien. 
Auf einer Kreuzfahrt entstand auch die Nummer mit dem Pappkarton, in dem der gefesselte Moretti scheinbar von Schwertern durchbohrt wurde, welche Zuschauer durch den Pappkarton stiessen, sich entfesselte und schliesslich im Clownskostüm aus dem Karton stieg. 
Durch seine Auftritten auf Kreuzschiffen war Moretti unterdessen weltbekannt geworden. Er trat weiterhin in zahlreichen Fernsehshows und an Galas auf. 
Moretti erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1976 den ersten Preis in der Sparte Illusionen am FISM-Kongress in Wien, 1979 am FISM-Kongress in Brüssel mit seinem Russischen Roulette den ersten Preis in der Sparte Mentalmagie, den Golden Lion Award von Siegfried & Roy, den Grand Prix Magiques Monte Carlo, einen Masters Fellowship Award von der Academy of Magical Arts, den Mandrake D'Or und das Bundesverdienstkreuz. 
Moretti beendete seine Karriere als Zauberkünstler nachdem er an Alzheimer erkrankt war.

Biografie: MORETTI, H., MEHLER, HA. A. Moretti. Eine Magische Karriere. Möwe Verlag GmbH, Hünstetten, 1997
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Lavand, René (Hector René Lavandera)

1928-2015 (ARG)

René Lavand wurde in Buenos Aires geboren. 1935 trat Chang in Buenos Aires auf. Nach dem Besuch der Vorstellung waren die von ihm vorgeführten Effekte monatelang Gesprächsthema in René Lavands Familie und er lernte mit grösstem Eifer einen Kartentrick, den ihm ein Freund der Familie gezeigt hatte. 1937 zog die Familie nach Coronel Suárez. Nachdem er bei einem Autounfall mit 9 Jahren den rechten Arm verloren hatte, brachte er sich nach und nach selber Kartentechniken bei, die mit einer Hand ausgeführt werden können.
Als René Lavand 14 Jahre alt war, zog seine Familie nach Tandil. Dort lernte er einen Schulkameraden kennen, der ihm einige Zaubertricks zeigte und ihm sein erstes Buch über Kartenmagie auslieh.
Nach dem Tod seines Vaters, mit etwa zweiundzwanzig Jahren, begann René Lavand als Kassierer in einer Bank zu arbeiten. Aus zwei gescheiterten Ehen hatte er vier Kinder, bevor er seine dritte Frau heiratete.
1958 fand der erste von Fu Manchu organisierte internationale Zauberkongress in Argentinien statt. René Lavand zeigte am Wettbewerb eine Manipulationsnummer und gewann damit den ersten Preis. Wichtiger als der Preis war ihm jedoch, Fu Manchu kennenzulernen, mit dem ihn danach eine lebenslange Freundschaft verband.
Nach dem Kongress erhielt er ein Engagement in einem Theater und die Möglichkeit zu einem Fernsehauftritt. Danach begann seine Karriere als Zauberkünstler, die ihn um die ganze Welt führte.
In den USA tat er 1961 in den Shows von Ed Sullivan und Johnny Carson auf und gab Vorstellungen im Magic Castle in Hollywood. 1983 bereiste er erstmals Europa.
Wenn er nicht auf Reisen war, wohnte er in Tandil, wo er einen Bahnwagen in einen magischen Salon umgebaut hatte, in dem er Unterricht erteilte.
Zusammen mit Richard Kaufmann verfasste er das Buch “Mysteries of my Life“ (1998), das neben der Erklärung seiner Kunststücke auch seine Autobiografie enthält. Weitere Kunststücke wurden in “Slow Motion Magic“ (1988) veröffentlicht.
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Korth, Jens

1928-2016 (D) 

Jens Korth war der Sohn eines Amateurzauberkünstlers und Fotografen, der sich auf Künstlerfotografien spezialisiert hatte. Jens begann bereits mit 5 Jahren zaubern zu lernen. Als Hitler an die Macht kam, emigrierte Jens nach England und lebte während 14 Jahren in London, wo er begann, Zauberbücher und -zeitschriften zu sammeln und sich ein grosses Wissen über die Zauberkunst anzueignen. Dort lernte er auch John Ramsey kennen, der ein grosses Vorbild für ihn war. Harry Stanley und Ken Brooke waren seine Lehrmeister.
Als halbprofessioneller Zauberkünstler hatte er eine Seifenblasennummer als Clown, die er von seinem Grossvater übernommen hatte. 
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kehrte er nach Deutschland zurück. Er arbeitete unter anderem als Angestellter einer Filmproduktionsfirma und arbeitete ab 1949 bis zu seiner Pensionierung am Stadttheater Bielefeld als Chefrequisiteur und Leiter der Theaterwerkstätten. Mit seiner Tochter trat er unter dem Künstlernamen Don Faro auf und machte sich auch als Hersteller von Illusionen einen Namen.

Harry Riser

1928-2016 (USA)

Harry Riser begann mit 8 Jahren zu zaubern, nachdem er einen Zauberkasten erhalten hatte. In den 1940er-Jahren verkaufte ein ehemaliger Angestellter der P&L Magic Company seine Zaubertricksammlung an Harrys Vater. Das erlaubte Harry, eine anderthalbstündige Nummer zu entwickeln, die er zunächst bei privaten Anlässen, in Clubs und schliesslich in Theatern vorführte.
Während seines Studiums an der Universität von Indiana wuchs sein Interesse für die Close-up-Zauberei. In Abbotts Zaubergeschäft sah er Seminare von Okito und Stewart Judah, der ein sehr enger Freund von Harry wurde. 
Nachdem er ein Seminar von Dai Vernon gesehen hatte, begann er dessen Art der Zauberkunst zu studieren. 1955 traf er Charlie Miller, der sein Mentor und lebenslanger Freund wurde und mit ihm mitreiste, wenn er beruflich versetzt wurde. Charlie Miller machte ihn auch mit Dai Vernon bekannt und Harry und Dai wurden enge Freunde.
Nach dem Studium war er als Leiter einer Versicherungsgesellschaft in Chicago tätig. Dort traf er neben Dai Vernon Herb Zarrow, Cliff Green, Harry Lorayne , Bill Simon, Howie Schwarzman , Ken Krenzel, Sam Horwitz und Persi Diaconis.
Bereits in den 1960er-Jahren gab er Seminare für Zauberkünstler in der ganzen USA und in Kanada.
Harry Riser, der mit Mary Margret Shroyer verheiratet war und zwei Kinder hatte, war ein vielseitig begabter und interessierter Mensch. Neben seiner Tätigkeit als Zauberkünstler war er Kunstsammler sowie Produzent und Präsentator der Radiosendung "The Grand Big Band Radio Hour". 
Unter Zauberkünstlern, die Handfertigkeit lieben, war Harry Riser schon fast eine Legende. 2005 wurde er in die Hall of Fame der SAM aufgenommen.
Harr Riser verfasste zwei Bücher "The Feints and Temps of Harry Riser" (1996) und "Secrets of an Escamoteur" (2006).

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Olaf Spell (Hans-Jörg Friedli)

1928 -2016 (CH)

Olaf Spells Begeisterung für die Zauberkunst entwickelte sich schon im Vorschulalter. Als Knirps soll er beim monatlichen Besuch des Clara-Varietés in Basel regelmässig geweint haben, wenn kein Zauberer auftrat. In der Primarschule war er bereits eifrig magisch tätig. Der Zufall wollte es, dass er ins Rosental-Schulhaus kam, direkt neben dem Platz der jährlich stattfindenden Basler Herbstmesse. Nach der Schule oder an schulfreien Nachmittagen pflegte er stundenlang vor "Martinos Schaubude" zu stehen. Dort lernte er das Ringspiel kennen, erriet die Existenz des Schlüsselringes und liess sich von einem Schlosser einen Satz Ringe herstellen. 
Sein erstes Zauberbuch war ein Buch von Robert Robin, das er für 80 Rappen in Basels "Zauberlädeli" erwarb. Daraus lernte er unter anderem den Rauchpokal.
Seine Requisiten bastelte Hans-Jörg soweit als möglich immer selber. Im Alter von 11 Jahren hatte er seinen ersten Auftritt. Er hatte das Glück, weder Lampenfieber noch Hemmungen vor einem Auftritt zu kennen. Mit 16 Jahren folgte die erste grössere Vorstellung auf einem Schiff und mit 18 der erste bezahlte Auftritt. 
Das Jahr 1947 brachte eine Wende in sein Zauberleben. Der Basler Rene Kämpfer gründete den "Hofzinser-Zweig", eine unabhängige Vereinigung, die nicht dem Magischen Ring des Schweiz (MRS) angeschlossen war. Doch auch MRS-Mitglieder machten beim Hofzinser-Zweig mit, so zum Beispiel J. N. Teroga. Bald ging der Zweig, trotz seines klingenden Namens, den Weg aller solcher Nebenvereine und Hans-Jörg trat 1948 dem MRS bei. 
1949 besuchte er seinen ersten Kongress, den Weltkongress der FISM in Amsterdam. Aus dieser Zeit stammt auch sein Künstlername, dessen beide Teile ihm von Kollegen suggeriert wurden. "Spellbound" war ein bekannter Hitchcock Film und ein Kollege rief Olaf das Wort nach einer Zaubervorstellung zu. Wie vielen anderen war ihm das Verb "to spell" nur im Sinne von "buchstabieren" vertraut, und nicht die Bedeutung "Zauberspruch" des Substantivs "spell". Den Namen "Olaf" schlug ihm dann ein anderer Kollege vor.
Am nachhaltigsten beeinflusst wurde Olaf Spell von J. N. Teroga und Alphonse Spony. Von Teroga lernte er die ersten Fingerhutmanipulationen. Er baute sich eine kleine Nummer mit einem Tuch und Fingerhüten auf, die zu seinen erfolgreichsten Darbietungen gehörten. Als Teroga, der Olaf Spells zeichnerische Fähigkeiten als Bauzeichner kannte, ihm ein Buch über Cartoons gab, entschloss er sich, das Schnellzeichnen zu erlernen und sich eine Nummer zurechtzulegen, die er als Zweitnummere anbieten konnte. Neben seinen Auftritten als Allroundzauberer und Schnellzeichner betätigte sich Olaf Spel, der nach der Aussbildung als Bauzeichner das Technikum besuchte und Architekt wurde, im Laufe der Zeit vermehrt auch als Conférencier. 
1950 war Olaf Spell Gründungsmitglied des Zauberrings Basel. Er entwarf das seit 1960 vom MRS verwendete Logo und gestaltete während über 25 Jahren als Redaktor die Vereinszeitschrift Hokus Pokus des MRS. Dafür wurde ihm 1969 die Ehrenmitgliedschaft des MRS verliehen.

Kellerhof, Alfred 

1928-2017 (D)

Alfred Kellerhof wurde in Siegburg geboren. Mit 22 Jahren, sich für die Zauberkunst zu interessieren, als er als Verwaltungsbeamter bei der Bezirksregierung in Köln arbeitete. Dort zeigte ein Angestellter einen Trick, worauf sich Alfred Kellerhof beim «Zauberkönig» das Buch «Ich kann zaubern» von F. W. Conradi besorgte. «Der Kartenkünstler» von Rosanelli folgte, und Alfred Kellerhof wurde zum gefeierten Magier des Amtes. Die Faszination für die Zauberkunst liess ihn danach nicht mehr los. Ab 1952 trat er mit Sprechzauberei auf.
Anstatt die Beamtenlaufbahn weiterzuverfolgen, gründete er 1954 in Bonn sein Spezialgeschäft für Zauberkunst. Seine erste Angebotsliste umfasste acht Artikel. Das Sortiment wuchs kontinuierlich, bis es weit über 1000 Artikel umfasste. Seine Frau Burga trat als seine Assistentin auf der Bühne auf und unterstütze ihn tatkräftig im Geschäft. 
Sein Haupteinkommen bezog er aus seinem Fachgeschäft, daneben trat er als Sprechzauberkünstler und Conférencier auf, unter anderem auch auf Kreuzfahrtschiffen. Ende der 1990er-Jahre übergab er das Geschäft an seinen Sohn Jochen.
2003 veröffentlichte er das Buch «Typisch Alfred», in dem neben 28 Kunststücken aus seinem Repertoire auch Erinnerungen aus seinem Leben aus Zauberkünstler und Händler festgehalten sind

Hodges, James

1928-2019 (GB)

James Hodges wurde in England geboren, wuchs jedoch in Frankreich auf und lebte dort.
Er wurde in jungen Jahren im Atelier des Grafikers, Malers und Dekorateurs Paul Colin aufgenommen, wo er in die gestalterischen Aspekte der bildenden Künste eingeführt wurde. Ausserdem inszenierte er Vorstellungen von Bauchrednern und Zauberkünstlern in Varietés und Zirkussen. Er arbeitete als Illustrator für verschiedene Zeitschriften und Verlage. 
Er gab Seminare über das Bauchreden, Illusionen, schwarzes Theater und Bühneninszenierung und beriet zahlreiche Zauberkünstler wie u. a. Siegfried und Roy. r1976 rief er mit Jean Merlin das Magazin Mad Magic ins Leben.
Zwischen 1975 und 1983 trat James Hodges in zahlreichen Fernsehsendungen auf, u. a. in "Y'a un Truc Abradacadabra", "Passe-Passe" und "La Caverne d'Abracadabra" von Gérard Majax (A2).,"Récré A2" (A2), "C'est encore mieux l'Après-midi" (A2), "30 Millions d'Amis" (TF1), "MagicHall" (TF1) und "L'Art et la Magie" (FR3)
James Hodges war Ehrenpräsident des Cercle Français de l'illusion Jules Dhotel.
Zwischen 1995 und 2009 inszenierte er diverse magische Bühnenshows.
James Hodges publizierte zahlreiche Bücher und Hefte, u. a. "Le Chapeau de Tabarin" (1973), "Sexy magic" (1973, englischsprachige Ausgabe 2002), Les Ballons" (1972)‎, "Les Carnets de croquis du spectacle" (1978), "Notes sur la ventriloquie" (1980), "Magie, théâtre et lumière noirs" (1981), "Tout sur le faux-pouce pour la scène, le cabaret, le close-up" (1985), "Notes sur la ventriloquie ou de l'Art de finir sur un bûcher" (1985), "Magicagogo" (1985), "Prédiction" (1988), "Magie, théatre et lumière (1985), "15 Illlusions avec l'universal" ‎(1985), "Effets spéciaux" (1989), "Ventriloquie, marionnettes" (1990), "Les Grandes Illusions de James Hodges, Tomes 1-5" (1997-1999), "L’œil optique - mon encyclopédie magique" (2000 ), "The great stage illusions of James Hodges" (2000), "Création d' Illusions théâtrales" (2001), "La magie qui cartonne" (2002), "Un bon tuyau magique" (2003), "Ventriloquie – Marionnettes" (2004), "Exercices de style: Illusions Théatrales, Tome 4" (2006), "Nouvelle Universal - Tome 2" (2006), "Des trucs pour épater les nanas, Tome I" (2007), "Des trucs pour éblouir les nanas , Tome II" (2007), "Les trucages du corps" (2009), "Les entresorts - Tome 1" (2009), "Théâtre lumière noirs magiques" (2010), "Carnets de Notes de recherches et de créations, 2 vols" (2011), "Créations d'illusions théâtrales" (2012), "Corps à corps – optique" (2013), "Créations d'illusions théâtrales. N° 1" (2013)."La Magie Rit" (2013)."Corps à corps optique" (2013), "Créations d'illusions théâtrales". N° 2 (2016), "l'Alu & Moi" (2016).

Ascanio y Navaz, Arturo de


1929-1997 (E)

Neben seinem Beruf als Anwalt widmete Ascanio den grössten Teil seines Lebens dem Studium und der Vorführung von Kartenkunststücken. Verfasste viele bedeutende Texte über die Theorie der Zauberkunst, über die Bedeutung von Details, Natürlichkeit, Psychologie usw., und wurde der geistige Vater der "Madrider Schule". 
Seine wichtigsten Theorien und Kunststücke wurden von Jesús Etcheverri in "La Magia de Ascanio"/"The Magic of Ascanio" veröffentlicht. 
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Kersten, Peter Heinz (Peter Stockhammer)

1929-2004 (A) 

In Wien geboren verbrachte Kersten nach dem Besuch der Volksschule drei Jahre im Konvikt der "Wiener Sängerknaben", danach begann er seine Ausbildung zum Zahnarzt und besuchte das Konservatorium in Wien. Als Sänger von Wienerliedern nahm er einige Schallplatten auf. 1962 wurde er zum Präsidenten des Magischen Klubs Wien ernannt, den er während 27 Jahren leitete. 1975 wurde er Vorsitzender der Sektion Unterhaltungskunst und Artistik in der Gewerkschaft "Kunst, Medien und freie Berufe" und gleichzeitig Präsident des "Sozialwerks Österreichischer Artisten". 
Als bekannte Persönlichkeit in Wien erreichte er, dass Zauberkunst auch immer wieder im Fernsehen gezeigt wurde, 
u. a. in den Serien "Die Magier sind unter uns", "Ein Abend im blauen Salon" und "Ein Abend im magischen Cerlce". 
Kersten befasste sich mit Sprechzauberei im Salon und am Tisch, Conférence und Grossillusionen, mit denen er auch in England und den USA engagiert wurde. 
1982 wählte ihn die FIA (Federation International des Acteurs) zum Präsidenten, 1985 und 1988 wurde er erneut in dieses Amt gewählt. 1982 wurde mit der Gründung des "Magischen Ring Austria" seine Idee eines österreichischen Dachverbandes verwirklicht, dessen Präsident er bis 1988 war. 1989 war er Mitgründer des Magischen Cercle Wien, und wurde zu dessen Ehrenpräsident ernannt. 1996 wurde ihm das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" verliehen.

Siehe auch http://www.kersten.cc

Elmsley, Alex

1929-2006 (GB) 

Als sich Alex Elmsley mit 16 in der Rekonvaleszenzphase nach einer Blinddarmoperation zum Zeitvertreib mit Jonglieren befasste, entdeckte er auf der Suche nach Jonglierutensilien in einem Kaufhaus in London eine Zauberabteilung und sein Interesse wandte sich der Zauberkunst zu. Da er nur wenig Geld hatte, um sich Utensilien zu kaufen, beschäftigte er sich vor allem mit manipulativen Techniken. 
Nach der Schule diente er zwei Jahre in der britischen Armee. Während des Studiums der Mathematik und Physik war er als Sekretär eines magischen Studentenclubs tätig. 
Nach Abschluss des Studiums arbeitete er im Patentamt in London, wo er sich während der Fünfzigerjahre intensiv mit der Zauberkunst beschäftigte. 1953 nahm er mit einer Bilardballmanipulationsnummer am Wettbewerb des British Ring teil. 
In den Sechzigerjahren entwickelte er eine Leidenschaft für Science Fiction und Computertechnologie und 1965 wurde er bei einer britischen Computerfirma angestellt, wo er für den Rest seines Berufslebens arbeitete. Bis Anfang der Siebzigerjahre zog er sich weitgehend aus der magischen Szene zurück. 
Nachdem er 1972 den Creative Fellowship Award der Academy of Magical Arts in Hollywood erhalten hatte, stellte er 1975 ein neues Seminar zusammen, das er in London, Monte Carlo und mit grösstem Erfolg in den USA zeigte. Nach seiner Rückkehr aus den USA zog er sich erneut von der magischen Szene zurück. Sporadisch erschienen noch Kunststückbeschreibungen von Ihm in Büchern und Zeitschriften.
Unter Zauberkünstlern weltweit bekannt geworden ist er durch den Elmsley Count und als brillanter Erneuerer und Erfinder von hunderten von Kartenkunststücken.
Seine Kunststücke beschrieb er in Zauberzeitschriften wie Abracadabra, The Gen, Pentagram, Ibidem und The Cardiste, insbesondere zwischen 1949 und 1959. In dieser Zeit traf er sich regelmässig mit Val Andrews, Jack Avis, Bobby Bernard, Ken Brooke, Robert Harbin, Roy Walton und Cy Endfield. 1957 gab er ein Seminarheft heraus ("Low Cunning"), das 1959 in einer überarbeiteten Version erschien. 
Sein Gesamtwerk ist in den beiden von Stephen Minch verfassten Bänden "The Collected Works of Alex Elmsley" (1991 und 1994 ) beschrieben. Hier finden sich über 200 Originalkunststücke sowie Essays über Präsentation, Psychologie und Ablenkung.
Auf vier Videobändern "The Magic of Alex Elmsley: The Tahoe Sessions" sind unter anderen sein legendäres Zeitungszerreissen und seine Becherspielroutine zu finden.

Salvano (Thomas Chelminski)

1929-2006 (PL)

Während des Studiums der Kunst- und Theaterwissenschaften sah Salvano eine Vorstellung des Zauberkünstlers Nemo. Als es ihm gelang, eine Lösung für ein Kunststück zu finden, das er gesehen hatte, fasste er den Entschluss, selber Zauberkünstler zu werden.
Da es zu jener Zeit in Polen praktisch keine Literatur über die Zauberkunst gab, musste Salvano seine Kunststücke selber entwickeln. Schon nach wenigen Jahren wurde er so einer der besten Zauberkünstler Polens und reiste mit einer abendfüllenden Show durchs Land. Da er immer wieder in die gleichen Theater verpflichtet wurde, musste er jedes Jahr eine völlig neue Show entwickeln. Als im sechsten Jahr eines Tages sein Gepäck nicht am Auftrittsort ankam, improvisierte er eine Vorstellung mit Alltagsgegenständen. Der Erfolg zeigte ihm, dass er auch ohne grosse Illusionen und Bühnenausstattung beim Publikum ankam. 
Als er kurze Zeit später nach Jugoslawien engagiert wurde, entwickelte er während eines dreijährigen Engagements seine Manipulationsnummer mit Sektgläsern, mit der er dank seiner charismatischen Persönlichkeit international bekannt wurde.
Einen Namen machte er sich auch durch seine Seilroutine und die ausserordentlich geschickte Handhabung der Daumenspitze, mit der er selbst erfahrene Fachleute täuschte.

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Delord, Jacques, (Jacques Lajunias)

1929-2006 (F) 

Jacques Delord war DER Zauberkünstler in Frankreichs Cabarets. Seine Bücher "Sois le magicien" (1971), "Sois l’Enchanteur" (1972), "L’éternel Magicien" (1973), "Les ateliers du magicien" (1976), "Mes premiers tours de magie" (1978) inspirierten Hunderte angehender französischer Zauberkünstler. 
Delord trat im Fernsehen in acht Sendungen der Serie "Mains et merveilles" sowie in vier Sendungen der Serie "Fils et funambule" auf und rief Mitte der Siebzigerjahre auch die Sendung "Les ateliers du magicien" auf FR3 ins Leben, die in 36 Ausgaben gesendet wurde. 
Nach 1980 trat er während beinahe 15 Jahren mit seiner Show "Le Magicien Malgré Lui" auf.
Mit 78 verstarb er an Krebs.

Lenier, Jules (Jules Levy)

1929- 2007 (USA)

Jules Lenier wurde in der Bronx als das jüngere von zwei Geschwistern eines Damenschneiders geboren. Sein aus Russland stammender Grossvater war Musiker und Sänger, seine Mutter Pianistin, deren Brüder waren ebenfalls Musiker.
Mit 11 lernte Jules von seinem Vater drei Kartentricks und von da an begann er sich intensiv mit dem Studium der Zauberkunst zu befassen. Mit 17 ging er von der Schule ab und versuchte, Auftrittsmöglichkeiten als Zauberkünstler zu finden, was ihm zunächst nur spärlich gelang. Als er sich den Agenturen als zaubernder Conférencier anbot, bekam er mit 18 sein erstes Engagement in einem Strip-Club. Seine Zaubernummer ergänzte er nach und nach mit Tanz und Gesang. 
Bei Tannen's traf er zeitgenössische Grössen wie Vernon, Goshman, Lorayne, Garcia und Krenzel. 1949 heiratete er seine erste Frau, mit der er eine Tochter hatte. Er eröffnete ein Geschäft als Baby-Fotograf, für das er einen besser klingenden Namen als "Levy Studios" suchte. Schliesslich stellte er die Buchstaben des Namens seiner Frau (Irene) um und nannte sich fortan Lenier. 
Anfang der Fünfzigerjahre verdiente sich Lenier seinen Lebensunterhalt neben Auftritten als Zauberkünstler unter anderem mit Jobs bei Musikagenturen und als Verkäufer von Zauberartikeln. 
Nach seiner Scheidung von Irene heiratete er seine zweite Frau Betty, mit der er zwei Kinder hatte. In dieser Zeit trat er nicht mehr als Zauberkünstler auf, sondern arbeitete als Gagschreiber in New York, wo er schliesslich zu den zwei am besten bezahlten Vertretern dieses Berufes gehörte. 
1964 trennte er sich von seiner zweiten Frau und ging nach Hollywood, wo er weniger Arbeit als Gagschreiber, dafür erneut als Zauberkünstler fand. Ab 1966 begann er das Magic Castle regelmässig zu besuchen und dort aufzutreten. Er wurde ausserdem für mehrere Jahre Mitherausgeber der Zeitschrift Genii
1970 begann er mit Jerry Blount das einzige in den USA wöchentlich erscheinende Magazin für Zauberkünstler, The Talisman, herauszugeben. 1971 ging Lenier auf Seminartournee. Nach seiner Rückkehr wurde die Herausgabe der Zeitschrift eingestellt.
Lenier trat als Zauberkünstler, Mentalist, Conférencier und Hypnotiseur auf und war Berater für verschiedene Fernsehshows. 
1982-1984 trat er in Magic Island in Newport auf. Nach einem leichten Schlaganfall ging er nach San Fernando Valley, wo er Zeitschriftenartikel und sein Buch "The Mighty Midget Book of Mental Magic" verfasste.
1998 kehrte er ins Magic Castle zurück. Im gleichen Jahr unternahm er eine Seminartournee durch England. 
Nach Amerika zurückgekehrt begann er für Genii die Kolumne "Knights at the Magic Castle" und später "Lenier's Lair" zu schreiben. 
Lenier verfasste etwa ein Dutzend Bücher, unter anderen "Try it again", "Triple Penetration", "From Lenier's Lair: Book two. Mentalism & Mindreading" (1977), "Jules Lenier Looks at the Classics: Bank Night" (1979), "Mentalistic Folio II" (1994).

Bongo, Ali (William Oliver Wallace)

1929-2009 (GB)

Ali Bongo wurde als Sohn Englisch-Schottischer Eltern in Indien geboren, wo sein Vater als Offizier der britischen Armee stationiert war. Bereits mit sechs Jahren führte er einem Onkel seine ersten Tricks vor, die er in einer indischen Zeitung gelesen hatte. Als Teenager kehrte die Familie nach England zurück und Ali Bongo besuchte die Volksschule in Kent. Bereits mit 17 trat er als teilzeitprofessioneller Zauberkünstler an Kindergeburtstagen auf. 
Einige Zeit arbeitete er als Verkäufer im Unique Magic Studio, danach als Leiter der Zauberabteilung im Londoner Kaufhaus Hamley's. Nachdem er bei einer Theateraufführung einen orientlischen Koch namens Ali Bongo gespielt hatte, übernahm er diesen Namen für seine Bühnennummer. Sein Markenzeichen war ein farbenprächtiges Gewand, ein Turban und riesige, vorne übertrieben nach oben gekrümmte goldene Schuhe. Während der Vorstellung - einer Mischung aus Pantomime, Komik und Zauberkunststücken - rezitierte er mit asiatischem Akzent absurde Zauberformeln wie "Uju Buju suck another Juju" oder "Hocus Pocus Fishbones Choke Us". Als "Shriek of Arabia" begann so zu Beginn der Fünfzigerjahre seine Karriere in England, bekannt wurde er insbesondere auch durch Fernsehauftritte. Im Folgenden trat er in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Hong Kong, Japan, China, Australien, Russland auf der Bühne und in zahlreichen Fernsehshows auf. 
Ali Bongo wurden zahlreiche Preise verliehen; in England erhielt er den International Brotherhood of Magicians premier Award, den British Ring Shield, die Maseklyne Magicician of the Year Trophy, den Carlton Award for Comedy und den Murray Award for Services to Magic. In Amerika wurden ihm ein Creative Fellowship und ein Master's Fellowship der Academy of Magical Arts verliehen, in Frankreich die Jules D'Hotel-Medaille. 
Er hatte zahlreiche Ämter inne, so als Vizepräsident des Magic Cercle, Ehren-Vizepräsident der British Magical Society, Präsident der Britischen Ringes der IBM und der Concert Artistes Association.
Während neun Jahren arbeitete Ali Bongo mit David Nixon zusammen und kreierte als Nixons Assistent "Alistair" hunderte von Tricks und Illusionen für Fernsehserien von Thames Television.
Während 16 Jahren arbeitete er als Berater für Paul Daniels Fernsehserie für die BBC.
Er wurde auch als magischer Berater für zahlreiche Theaterinszenierungen, Opern und Kinofilme beigezogen.
Später teilte er seine Zeit auf zwischen Auftritten in Cabarets und Theatern, dem Schreiben von Büchern, dem Verfassen von Artikeln und Illustrationen für magische Zeitschriften und - dank seiner Mehrsprachigkeit - Auftritten als beliebter Conférencier an Zauberkongressen.
Ali Bongo verfasste "Be a Magician" (1979) und "Ali Bongo's Book of Magic" (1981).
Anfang Februar 2009 erlitt er während eines Seminars in Paris einen Kollaps. Nach einem Schlaganfall und einer Lungenentzündung verstarb er Anfang März in London.

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Page, Patrick
1929-2010 (Schottland)

Nachdem Pat Page mit 14 Jahren die Schule verlassen hatte, ging er zahlreichen unterschiedlichen Beschäftigungen nach. Mit 21 kam ihm ein Buch von Goldston in die Hände und er begann Anfang der Fünfzigerjahre seine Karriere als Zauberkünstler. Er trat überall auf, wo sich dafür Gelegenheit ergab: in Bars, Clubs, Restaurants, bei Firmen- und Familienfeiern. 
1950 heiratete er seine Frau Margret, mit der er zwei Kinder hatte.
1963 wurde Patrick Page von Betty Davenport als Nachfolger ihres Vaters bei Davenports Magic Shop in London als Demonstrator und Verkäufer eingestellt. Diese Stelle bis 1975. Er eignete sich ein enzyklopädisches Wissen über alle Bereiche der Zauberkunst an und verstand es, jedem Kunststück seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Als Allround-Zauberkünstler, Erfinder, Seminarleiter, Autor und Berater für Fernseh- und Theaterproduktionen gab er sein Wissen bereitwillig weiter und war weltweit für viele Zauberkünstler ein Vorbild und eine Quelle der Inspiration. 

1974-1984 verfasste Pat Page eine vielbeachtete kritische Kolumne "The Page Boy Speaks" in Pabular. Zu seinen Publikationen zählen "Bell's Magic Book" (1973), "Bell's Book of Tricks" (1974), "The Big Book of Magic" (1976), "Magic by Gosh" (1985, mit Albert Goshman), "The Pull Book" (1987), "How to Entertain Children with a Glove Puppet" (1990). 
Zu Beginn der Achzigerjahre gab er Videos heraus, die später als DVD erschienen: "Pat Page's Thumb Tips", "Pat Page's Reveal-a-Card Discoveries and card in Wallet", "Pat Page's Three-Shell Game & Topit Techniques", "Rope magic & Magic with Paper", "Pat Page's Sponge Balls", "Pat Pagess 25 Super Tricks & Funny Business for Kid Shows".

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Zmeck, Jochen

1929-2012 (D) 

Jochen Zmeck wurde in Berlin-Hohenschönhausen als Sohn eines Arbeiters und späteren Drechslermeisters geboren. Nach einer Ausbildung zum Lehrer unterrichtete er 1946 bis 1958 als Fachlehrer für Chemie. 
Schon als Kind zeigte Jochen Zmeck seinen Mitschülern Zaubertricks und wurde während seiner Zeit als Lehrer Mitbegründer und Vorsitzender der Berliner Gruppe des Magischen Zirkels. Sein erstes grosses Engagement erhielt er 1958 als Kinderzauberer im Friedrichstadt-Palast, viele weitere Engagements und zahlreiche Auftritte im Fernsehen folgten. Zusammen mit seiner Frau zeigte er auch abendfüllende Programme, neben Programmen für Erwachsene auch drei komplette einstündige, altersgemäss aufgebaute Programme mit pädagogischer Aussage für Kinder. 
Als Mitglied verschiedener Kommissionen und Arbeitskreise der Unterhaltungskunst war ihm die Nachwuchsförderung ein grosses Anliegen. Durch seine Veröffentlichungen und zahlreiche Seminare in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Tschechoslowakei gab er sein Wissen und seine Erfahrungen weiter. 
Zusammen mit dem Direktor des gerichtsmedizinischen Instituts der Berliner Charité, Professor Prokop, engagierte er sich stark im Kampf gegen den Okkultismus. 
Für seine Tätigkeit erhielt er viele Auszeichnungen, u. a. den Kunstpreis des Bezirks Frankfurt an der Oder (1976) und den Kunstpreis der DDR (1981). 
Zu den Publikationen von Jochen Zmeck zählen: "Das Jochen-Zmeck-Scriptum" (1960), "Mikromagie ganz gross" (1962), "Enzyklopädie der Rauh-Glatt-Kartentricks", Teil 1, 2 und 3 (1962, 1965, 1967), "Das zweite J.-Z.-Scriptum " (1964), "Wunderwelt Magie" (1965), "Die Wunder der Fakire" (1965), "Ich habe dran gedreht" (1968), "Gewusst wie" (1968), "Das grosse Buch der Magie" (1968), "Sieben mal drei" (Seminarheft 1972), "Ich habe wieder dran gedreht" (1973), "Das Zmeck Seminar" (1974), "Die Zaubertüte" (Bastelbogen, 1974), "6 x 3 + 1" (Seminarheft 1977), "Das Handbuch der Magie" (1978), "Blütenzauber" (1978), Zwölf Zmecksche Zaubereien" (Seminarheft 1979), "Bellachini und die Eierfrau" (1982), "Die Daumenspitze "(1982), "Seminar 1981", "Hokuspokus Brecklebreck, Kinderzaubereien" (Seminarheft 1982), "Abrakadabra - die kleine Zauberschule" (Anleitungshefte für Zauberkästen, 1982), "Hokuspokus - die grosse Zauberschule" (Anleitungshefte für Zauberkästen, 1982)."Hokuspokus" (Bastelbogen, 1983), "... und es bewegt sich doch. Das Pendel und seine Anwendung in der Zauberkunst" (1984), "Als ob's die Geister wären." (1987). 
Daneben publizierte er Hunderte von Artikeln in ZauberkunstMagieMagisches MagazinMagische WeltAladinHokus-Pokus. 
Durch seine zahlreichen Publikationen, insbesondere durch das "Handbuch der Magie", das vielen angehenden deutschsprachigen Zauberkünstlern als Einführung in die die Zauberkunst diente, beeinflusste Jochen Zmeck die Entwicklung der Zauberkunst in Deutschland in den Siebziger und Achzigerjahren massgeblich.

Roth, Roy

1929-2013 (GB)

Roy Roth wurde 1927 in Swansea, Wales, geboren. Er erlernte den Beruf des Buchbinders und war Zauberkünstler, Erfinder und Zaubergerätehändler. 
Er trat unter dem Namen Leeroy mit einer komischen Nummer in Europa und Amerika auf und wirkte in diversen Fernsehshows in England mit. 
1968 gründete er die Firma R.A.R. Magi, die sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Zauberrequisiten aus Leder spezialisierte (Trickbrieftaschen u. Ä.). 
Die letzten Jahre seines Lebens lebte Roy Roth in einem Heim für demente Patienten in der Nähe von Swansea.

Ostin, Bob

1929-2013 (GB) 

In Liverpool geboren begann sich Bob Ostin schon früh für die Zauberkunst zu interessieren, als sein Vater ihn zu jeder Vorstellung von Zauberkünstlern mitnahm, die in lokalen Theatern auftraten. Als Teilzeitprofi trat er während zwanzig Jahren in Clubs auf. Er arbeitete als Kindermagier und zeigte seine grosse Kreativität vor allem im Close-up-Bereich. Er erfand mehrere Close-up und Kindereffekte, die von Ken Brooke vermarktet wurden. 
Bob Ostin veröffentlichte zahlreiche Artikel in Zeitschriften wie Abracadabra, Linking Ring, Magigram und gab zahlreiche Seminare in England und anderen europäischen Ländern.
1968 veröffentlichte Bob Ostin sein viel beachtetes Buch "Fingertip Fantasies", 1983 erschien das von Karl Fulves verfasste "Bob Ostin's New Submarine Card" und 2005 das von Stephen Tucker verfasste "A Lifetime of Magical Inventions", in dem alle Veröffentlichungen von Bob Ostin aus 50 Jahren enthalten sind.
 
 
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