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Raboid, Rajah (Maurice P. Kitchen)

1897-1962 (USA)

Rajah Raboids Karriere begann um 1920. Zunächst trat er auf Jahrmärkten auf, nach und nach auch in Theatern, bis er schliesslich alle Besucherrekorde in grossen Theatern brach. 
Seine Spezialität war das beantworten von Fragen, die ihm aus dem Publikum gestellt wurden. In Theatern wurden die Fragen in schriftlicher Form vor der Vorstellung auf der Bühne deponiert, Raboid "las" die Fragen mit verbundenen Augen und beantwortete sie. 
Ab 1926 trat er auch im Radio auf, wo Fragen schriftlich eingesandt wurden, die er dann beantwortete.
Ab 1929 wurde er in die grossen Vaudevilletheater engagiert. 1931 trat er in New York in einer Show mit La Follette auf. Seine halbstündige Vorstellung, die zwischen zwei Zaubernummern von La Follette eingebettet war, bestand darin, dass eine Assistentin im Publikum schriftlich formulierte Fragen entgegennahm, die Raboid nach einem Blick in seine Kristallkugel sofort von der Bühne herab beantwortete. 
Raboid führte ebenfalls Blindfahrten im Auto und einen Blindflug mit einem Flugzeug sowie ein Messerwerfen mit verbunden Augen aus. Ausserdem präsentierte er unter Mitwirkung von Johnny Eck, der ohne untere Extremitäten geboren worden war, eine Version der Zersägeillusion, bei der Johnny nach dem Zerteilen auf die Bühne sprang und schrie, dass er seine Beine zurückhaben wolle, während die Beine (ein Kleinwüchsiger Mensch in den Hosenbeinen) auf der Bühne herumrannten.
Nach 1936 hatte er den Zenith seines Erfolges überschritten, trat jedoch auch weiterhin in renommierten Häusern auf.

Raimondi (Vinicio Raimondi)

1938-2013 (I)

Der in Rom geborene Raimondi begann sich mit 11 Jahren für die Zauberkunst zu interessieren. Sein Mentor war Aldo Arcieri. Raimondi erlernte die Manipulation mit Karten, Bällen, Münzen Tüchern, Kerzen und Zigaretten. Seinen ersten grossen Auftritt hatte er mit 15 Jahren unter dem Namen Magus Junior im Theater Pio X. 1956 trat er erstmals im Fernsehen auf, zahlreiche weitere Fernsehauftritte folgten.
Raimondi trat als Teilzeitprofi vorwiegend in Italien, an nationalen und internationalen Kongressen und auf Kreuzfahrtschiffen auf.
In späteren Jahren interessierte er sich vor allem für die Geschichte der Zauberkunst und erarbeitete dazu einen Vortrag mit rund 100 Dias, den er in diversen Zauberclubs hielt.
Raimondi publizierte Artikel in Magia Moderna, Le Magicien, Qui Magia. Er Verfasste "Magia delle Carte" (1943), "Nove Lezioni per Diventare un Mago" (1983), "Il Libro della Magia" (1986), "Magia della Sigarette" (1988), "Lezioni de Arte Magica" (mit Lamberto Desideri; 5 Bände, 1982-1991).

Biografische Angaben in : RAIMONDI. SPETTACOLO MAGICO. Edizioni La Porta Magica, Roma, 2000.
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Rameses, The Great (Albert Marchinski)

1876-1930 (GB)

Rameses stammte aus dem Londoner East End. Bevor er Zauberkünstler wurde, war er jüdischer Schauspieler. Als er sich entschloss, Music-Hall-Künstler zu werden, kaufte er von einem Zauberkünstler namens Harcourt dessen Requisiten auf. Er stellte sich ganz auf die ägyptische Masche ein und trat als ägyptischer Wundermann auf.
Er bereiste neben Europa auch Südafrika und trat 1910 mit leidlichem Erfolg in den Vereinigten Staaten auf. 1914 kehrte er nach England zurück, 1917 übernahm er die Leitung eines Theaters, die er nach einem Jahr des Misserfolgs jedoch wieder aufgab und erneut als Zauberkünstler auftrat.
In den letzen Jahren seines Lebens führte er nicht mehr spektakuläre Illusionen wie die scheinbare Kremation einer Frau vor, sondern trat mit kleineren Requisiten auf.

Ramsey, John

1877-1962 (Schottland)

John Ramsey war Amateur Close-up-Zauberkünstler. Seine Technik und entwaffnende Misdirection täuschte alle Zauberkünstler. Vernon, Cardini, Paul Rosini und Slydini waren alle gleichermassen von seiner Technik, Originalität und perfekten Ablenkung beeindruckt.

Ravelli (Ronald A. Wohl)

1936-2014 (CH)

Ravelli wurde in Basel geboren. Er begann bereits mit 14 Jahren zu zaubern, nachdem ihm ein Junge zwei Kartenkunststücke vorgeführt und auf sein Drängen hin erklärt hatte. Bereits mit 19 Jahren verfasste er Artikel für die Magische Welt und The Gen.
Nach dem Absolvieren des obligatorischen Militärdientses wanderte er in die USA aus. Als Doktor der Biochemie lehrte er zunächst Biochemie an der Universität in New Brunswick in New Jersey. Danach arbeitete er in New Jersey als Biochemiker in einer internationalen Biochemiefirma .
Neben seiner Vorliebe für die Gourmetküche und seinem Interesse für Kunst und Musik blieb eines seiner Hobbies die Zauberkunst. Ende der Fünfzigerjahre befasste er sich intensiv mit den mathematischen Grundlagen und Möglichkeiten des Faromischens und veröffentlichte in Ibidem eine Reihe von Artikeln dazu. Die Fortsetzung der damals verfassten Artikel erschien erst im Jahr 2002 in "Aziz & Beyond".
1967-74 veröffentlichte er Kunststückbeschreibungen in Magische Welt, Magie, Ibidem, The Gen und Pentagram.
2014 starb er nach mehrjährigem Kampf gegen Krebs.

Ray, Dany (Raymond Dagnaud)

1921-1989 (F)

Dany Ray wurde als Sohn eines Zahnarztes in Paris geboren. Da auf seinem Schulweg ein Zauberladen lag, gab er bereits als Kind all sein Taschengeld für Zaubertricks aus.
1934 trat er dem Syndicat International des Artistes Prestidigitateurs bei und gewann erste Preise für seine Präsentation und für Originalität. Noch während der Schulzeit nahm er Wohltätigkeitsauftritte an und arbeitete zeitweise als Assistent für einen professionellen Zauberkünstler.
1941, nach Abschluss der Schule, wurde er professioneller Zauberkünstler, doch sein Anfängerglück fand ein Ende, als er von den deutschen Besatzern in ein Kriegsgefangenenlager nach Deutschland gebracht wurde. 1945 kehrte er nach Paris zurück und heiratete 1946 eine Engländerin, die im Widerstand aktiv gewesen war und dafür mehrfach ausgezeichnet wurde.
Dany Ray nahm seine Arbeit als Zauberkünstler erneut auf, 1950 konnte er im Lido de Paris in drei verschiedenen Revuen auftreten. Danach machte er eine Tournee durch Europa, Afrika, den Mittleren und Fernen Osten.
1956 erhielt er beim World Congress of Circus die Goldmedaille für hervorragende künstlerische Leistungen, 1986 die Goldmedaille der AFAP.
Als ausgezeichneter Close-up-Künstler liebte er es, mit Dai Vernon, Fred Kaps, Ascanio und vielen anderen berühmten zeitgenössischen Zauberkünstlern über die Zauberkunst zu diskutieren.

Raymond, The Great (Maurice Raymond Saunders)

1879-1948 (USA)

Geboren in Akron, Ohio, lernte Raymond mit 9 Jahren von einem Onkel zaubern und trat bereits ab 1891 als professioneller Zauberkünstler unter den Bezeichnungen "The King of Mystery", The Miracle Man of Magic" und The Man Who Laughs at Locks" auf.
Schon mit wenig mehr als zwanzig Jahren reiste er mit einer eigenen Truppe durch Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien. Raymond lernte dabei sechs Sprachen fliessend zu sprechen.
Mehrere Welttourneen zwischen 1907 und 1934 machten ihn in Europa und Südamerika bekannter als in den USA. Seine Show war mit 30 Mitarbeitern zeitweise grösser als die von Thurston.
Seine zweite Frau Litzka (Perl Gonser), begabte Harfenspielerin und Sängerin, die in Brüssel Musik studiert hatte und Mitglied der Boston Symphony war, trat ab 1928 während zwanzig Jahren als seine Partnerin auf. 1940 liessen sie sich in Akron nieder und traten dort in zahlreichen lokalen Shows auf. 1944 zogen sie nach New York und benützen die Gelegenheit, auf dem Weg dorthin eine Tournee durch Amerika zu machen.
Bevor sie wie erhofft nach dem Krieg noch einmal durch Europa reisen konnten, verstarb Raymond 1948 mit 70 Jahren in Manhatten.

Biografie: RAUSCHER, W. V. The Great Raymond. David M. Baldwin, Short Hills, New Jersey, 1996

Read, Bob

1940-2005 (GB)

In Sheffield geboren lernte Bob Read bereits mit 7 Jahren zaubern. Bei Zauberkünstlern wurde er vor allem durch seine einzigartige Vorführung des Becherspiels und seine Produktion einer Weinflasche bekannt. Er führte mit unnachahmlicher Komik klassische Kunststücke wie Glas durch Tisch sowie Karten- und Münzenkunststücke vor und brachte mit seinem Improvisationstalent jedes Publikum zum Lachen. Er war imstande, jederzeit an jedem beliebigen Ort unter allen Bedingungen mit Alltagsgegenständen Zuschauer zu unterhalten. Ständig in Bewegung begeisterte der Meister der Ablenkung mit scheinbar zufällig zusammengewürfelten Gegenstände jede Art von Publikum.
Bob Read war auch an der Geschichte der Zauberkunst interessiert und hatte die grösste bekannte Sammlung von Abbildungen und Bildern des Becherspiels. Über 40 Jahre arbeitete er in der ganzen Welt als professioneller Zauberkünstler.
Während einer Tournee in Amerika verstarb er an einem Herzanfall.

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Recha, der Teufel im Frack (Reinhold Schäfer)

1892-1966 (D)

Recha wurde als Sohn eines Schneiders in Berlin geboren. Er interessierte sich schon früh für die Zauberkunst, aber seine Eltern bestanden darauf, dass er eine kaufmännische Lehre absolvierte. Mit einundzwanzig Jahren schloss er sich Taft an, der im Zirkus auftrat, und wurde dessen Assistent.
Während der Kriegsjahre 1914-18 trat er auf Frontbühnen auf. Nach dem Krieg baute er seine Nummer weiter aus und trat als "Reini Schäfer" auf.
1923 überliess ihm Taft seine Nummer und Schäfer führt sie unter dem Namen "Taft" bis 1930 weiter. Danach kaufte er die Zauberschau und arbeitete unter dem Namen "Recha, der Teufel im Frack" weiter.
1940 wurde er in Belgien interniert und verlor im Krieg alles. Er baute sich jedoch eine neue Nummer auf und trat weiterhin als Zirkuszauberer in der Manege und als Bühnen-Illusionist auf. Er führte allgemeine Magie und Grossillusionen in rasend schnellem Tempo vor.
Recha trat vor gekrönten Häuptern in Schweden, Russland, Dänemark, Marokko, Tunesien auf.

Reveen, Peter

1935-2013 (AUS)

Peter Reveen wurde in Adelaide in Australien geboren. Er begann sich bereits mit acht Jahren für die Zauberkunst zu interessieren und wurde mit zwanzig professioneller Zauberkünstler. 1961 wanderte er nach Kanada aus, wo er sich als Zauberkünstler und bald als Mentalist und Hypnotiseur einen Namen machte. Während seiner 50 Jahre dauernden Karriere gab er Tausende von Vorstellungen in Kanada, den USA, Australien, Neuseeland, England und Schottland. Insgesamt trat er weltweit vor rund 6 Millionen Zuschauern auf.
In denSechzigerjahren wurde er im Comic "Reveen & Sons Unlimited" verewigt.
1973 gab Reveen Vorlesungen über Hypnose an Universitäten und eröffnete eine eigene Praxis zur Hypnosetherapie. Er produzierte und verkaufte Hunderttausende von Schallplatten, Tonbändern und CDs zur Selbsthypnose("Study and Concentrate with Reveen", "Stop Smoking...Stop Overeating with Reveen", Relax with Reveen" ).
1976 trat er mit seiner Familie (er hatte vier Söhne) in verschiedenen Shows in Las Vegas als Illusionist auf und war mehrmals im Fernsehen in der Merv Griffin Show zu Gast. Im darauf folgenden Jahr ging er mit der Show auf Tournee und feierte damit unter anderem in Toronto und Montreal grosse Erfolge.
1989 absolvierte er als Illusionist eine Tournee durch Australien.
Nachdem er 1995 mit dem Monte Carlo Hotel in Las Vegas einen äusserst vorteilhaften Vertrag für Lance Burton ausgehandelt hatte, wandte er sich vermehrt der Agententätigkeit zu.
Nach einer Anzahl ausverkaufter Shows in Kanada ging er nach 2008 nicht mehr auf Tournee.
2009 wurd Reveen von der International Brotherhood of Magicians als Magier des Jahres geehrt.
2011 übernahm sein Sohn Tyrone seine Nachfolge
Mit "The Superconscious World’ (1987) wurde Reveen zum Bestsellerautor.
Reveen war Gründungsmitglied des Magic Castle. 1997 wurde er mit einer Performing Fellowship der Academy of Magical Arts ausgezeichnet.
2000 gewann er den jährlich an Zauberkünstler verliehenen Dragon Award (Preis für Künstler, die sich in "drama, romance, artistry, glamor, originality and necormancy" besonders auszeichnen).
2009 wurde im Kanadischen Fernsehen unter dem Titel "The Man They Call Reveen,’’ einen Biografie Reveens mit Höhepunkten aus seiner über fünfzigjährigen Karriere ausgestrahlt.

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Rex, Professeur (Charles-Émile Sauty)
1900-1967 (CH)

Charles-Émile Sauty wurde als jüngstes von drei Kindern eines Schweizers und einer Französin in Genf geboren. In Seiner Kindheit verbrachte er alle seine Sommer- und Winterferien in der Haute-Savoie, der Heimat seiner Mutter. Mit 14 Jahren begann seine literarische Karriere als Autor von Gedichten, Novellen und eines Romans, der in einem französischen Verlag erschien.
1914 bis 1924 machte er eine juristische Ausbildung und wurde Gerichtsschreiber. Gleichzeitig galt sein Interesse dem Theater und Kino.
Fast währen seines ganzen Lebens arbeitete er als Journalist für zahlreiche schweizerische und französische Zeitungen als Literatur- und Theaterkritiker.
1920-1935 arbeitete er als Autor und Komiker. Als Filmhersteller und –verleiher, Regisseur und Produzent war er ein Pionier des Stummfilms und später des Tonfilms in der Schweiz. 1923 produzierte er drei eigene Kinofilme.
Ab 1828 begann er als Zauberkünstler aufzutreten. Mit seiner Frau als Partnerin "Rexia" wurde er über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Sein Sohn Marc, "Bengalis", und seine Tochter Josymone, "Josy-Rex", wirkten ebenfalls in seinen Vorstellungen mit. In Frankreich wurde ihm von der A.F.A.P die Auszeichnung Maître magicien verliehen.
1940 gründete er in Genf den Cercle Robert Houdin, und wurde dessen Präsident. 1944 wurde er zum Ehrenpräsident ernannt. 1945 wurde aus dem Cercle Robert Houdin der Cercle Suisse des Prestidigitateurs. Dieser fusionierte 1960 mit dem Club des Magiciens de Genève.
Charles-Émile Sauty war nacheinander Inhaber und Geschäftsführer von drei Geschäften: ab 1945 La Gaîté (Scherzartikel, Festartikel usw.), ab 1967 Sauty & Cie (Festartikel), Académie Suisse de magie (Künstlerbedarf, Zauberrequisiten).
Ab 1958 wandte er seine Interessen verstärkt der Geschichte der Magie zu. Er hatte eine eigene Sammlung von tausenden von Büchern, Plakaten und alten Zauberapparaten.
Professeur Rex veröffentlichte die Bücher Tours de Cartes" (1943), "Hypnotiseurs et mystificateurs" (1944), "Comment devenir ventriloque" (1944), 100 nouveau tours de magie blanche (1946 ).
Biografie: Sauty, Josymone. Charles-Émile Sauty alias "Professeur Rex". Éditions Slatkine, Genève, 2001

Reynolds, Charles

1932-2010 (USA)

Charles Reynolds erhielt mit sechs einen Zauberkasten und sah Vorstellungen von Blackstone, Dante und weiteren grosse Zauberkünstlern. Als Jugendlicher arbeitete er für einen Zaubergerätehändler. Später lernte er Dai Vernon, Roy Benson and Charlie Miller kennen. Er studierte Fernseh- und Theaterwissenschaften an der Universität von Michigan. Danach wurde er Kameraassistent bei CBS und später Bildredaktor der Zeitschrift Popular Photography, für die er auch während mehreren Jahren eine monatliche Kolumne verfasste.
Nachdem er einen Artikel über Doug Henning im Time Magazine veröffentlicht hatte, wurde er von diesem als Berater für seine sechs Fernsehshows verpflichtet. Er war auch Mitproduzent der Englischen TC-Serien "The Best of Magic" und "Magic Heroes". Für Harry Blackstone Jr. baute er zahlreiche Illusionen. Ausserdem wirkte er als Berater für Theater-, Musical- und Operninszenierungen.
1978 wurde ihm die Creative Fellowship der Academy of Magical Arts verliehen.
Charles Reynolds war Herausgeber von "Blackstone's Secrets of Magic (1975), "100 Years of Magic Poster" (1975), "The Art of Magic" (Nachdruck der Ausgabe von 1921 mit einem Vorwort von Charles Reynolds, 1980), "Houdini: His Legend and His Magic "(zusammen mit Doug Henning, 1977), "The Blackstone Book of Magic & Illusion" (1995) und verfasste "Card Magic: The Blackstone Family Magic Shoppe" (1997).
Mit 78 verstarb er in Greenwich Village an Leberkrebs.

Rezvani, Medjid Kan
1895-1962 (Iran)

Medjid Kan Rezvani war ein Iranischer Zauberkünstler, der in Frankreich dank seines Paradekunststücks als der "König der Tomaten" bekannt war.

Er verfasste "Les Coussinets de la Princesse, ou le jeu des tomates par l'image" (1950; englische Übersetzung von Micahel Landis:"The Cushions of the Princess, or the Tomato Game, E-book, 2013)


Seine Kunststücke wurden von Maurice Sardina in den Büchern "La Magie du sorcier" (1946, englische Übersetzung von Dariel Fitzkee "The Magic of Rezvani",1949) und "Rezvanimagie" (1949) sowie von Medjid Kan Rezvani und Jean Metayer in "Les secrets du sorcier" (1954) beschrieben.



Rice, Harold R.

1912 -1987 (USA)

Harold Rice wurde in Salineville, Ohio geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde bereits als Kind geweckt, als er eine Vorstellung von S. S. Henry sah. Weitere Vorstellungen durfte er kostenlos besuchen, weil er Henrys Lieblingsziege fütterte, die dieser zweimal am Tag auf der Bühne verschwinden liess.
Schon während der Schulzeit ersann er eine Seidentuchnummer, für die er sich bald seine eigenen Seidentücher herzustellen begann. 1929 rief er die Silk King Studios ins Leben, nachdem ihn Zauberkollegen überredet hatten, für sie Seidentücher herzustellen.
Von 1932 bis 1940 erscheinen monatlich Beiträge von ihm im Linking Ring, danach begann er, seine Kunststücke mit Seidentüchern in kleinen Heften zu publizieren.
1937 heiratete er Thelma Ryle, die als seine Partnerin auftrat und später die Silk King Studios weiterführte. 1944 doktorierte der Kunststudent an der Columbia University und erteilte Kunstunterricht bis zu seiner Pensionierung 1978.
Rice publizierte "Rice's Naughty Silks" (ca. 1930), "Rice's More Naughty Silks" (1941), "Thru the Dye Tube" (1943, mit Wayne F. van Zandt), "Capers with Color" (1967).
Der erste Band des dreibändigen Klassikers "Rice's Encyclopedia of Silk Magic", der viel der von Rice erfundenen Kunststücke enthält, erschien 1948, der zweite Band 1953, der dritte Band 1962.


Richardson, Barrie 
1934-2015 (USA)

Barrie Richardsons Vater brachte ihm mit sechs Jahren den French Drop bei. Seine ersten Vorstellungen als Zauberkünstler gab er als Jugendlicher im Veteranenhospital in Chicago. Als junger Lehrer begann er neue Effekte zu erfinden und zu publizieren. Er war Mitglied des Inner Circle des Magic Circle London, der International Brotherhood of Magicians, der Psychic Entertainers Association, der Sark Secret Magic Society und der Buenos Aires Magic Society.
Während seiner erfolgreichen beruflichen Tätigkeit als Lehrer und Fakultätsleiter an verschiedenen Colleges und Universitäten widmete er einen guten Teil seiner Freizeit der Zauberkunst und der Mentalmagie.
In den 1970er-Jahren entwickelte er einen Mentalnummer „The Magic of Your Mind“, die er rund hundert Mal pro Jahr bei aller Art von Veranstaltungen vorführte. Da er vier Kinder hatte, konnte er den Zusatzverdienst gut brauchen.
In den 1980er-Jahren begann er, seine Kunststücke vermehrt mit Geschichten, Metaphern und Gedichten zu präsentieren, da er feststellte, dass die Zuschauer sich dadurch mehr persönlich angesprochen fühlten. In dieser Zeit begann auch sein Erfolg als Motivationstrainer und Leiter von Workshops zu den Themen Führung und Teamarbeit.
Nach seiner Pensionierung widmete er sich noch einmal verstärkt der Zauberkunst und der Mentalmagie.
Barrie Richardson veröffentlichte "Theater of the Mind" (1999), "Act Two" (2005), "Curtain Call" (2011).

Richiardi, The Great (Ricardo Izquierdo)

1885-1937 (Peru)

Richiardi zog mit seiner Illusionsshow durch Europa, Afrika, Asien, Südamerika und die USA. Er führte blutige Illusionen vor, köpfte und zersägte Personen und liess Zuschauer auf die Bühne kommen, um die Wunden zu begutachten, ehe er die Körper wieder herstellte.
Richiardi starb bei einem Autounfall.

Richiardi Jr. (Aldo Izquierdo)

1923-1985 (Peru)

Der Sohn von Richiardi the Great lernte als Kind bei seinem Vater. Ab 1943 ging er mit einer eigenen Illusions-Show "Rapsodia Magica" mit 40 mitwirkenden Personen auf Tournee durch Südamerika, Mexiko, die USA und Europa.
Später wurde die zweieinhalb Stunden dauernde Show gekürzt und mit geringerem Personalaufwand als "Cavalcade of Magic" in europäischen und amerikanischen Theatern aufgeführt. 

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Riding, Joe

1932-2005 (GB)

Joe Riding, geboren in Preston, arbeitete im Alter zwischen sechzehn und zwanzig als Boxer. Zur Zauberkunst kam er erst im Alter von über dreissig Jahren durch die Lektüre eines Buches über Gedächtnistraining von Harry Lorayne und des Buches "Scarne on Card Tricks".
Joe was nicht nur ein hervorragender Kartenkünstler, sondern machte sich auch mit seinen Seil- und Schwammballroutinen in Cabarets einen Namen.
Der von ihm erfundene "The Irish 3 Card Trick Using 4 Cards" (weltweit bekannt geworden als "The only 3-Card Trick in the World using 4 Cards) wurde von Ken Brooke häufiger verkauft als jedes andere Kunststück und zählt auch heute noch zu den besten je erfundenen Riesenkartenkunststücken.
In seinen Vorstellungen verwendete Joe zahlreiche perfekt getimte Gags und One-liner und schrieb auch Texte für viele bekannte Comedians.
Eine seiner Paradenummern bestand darin, dass er zehn Kartenspiele vorwies, deren Karten auf der Rückseite von 1 bis 520 nummeriert waren und auf deren Bildseite je ein Stichwort stand. Ein Spiel wurde ausgewählt und die Karten von einem Zuschauer gemischt. Danach wurden die Karten ins Publikum geworfen. Jeder Zuschauer, der eine Karte hatte, nannte zuerst die Nummer auf deren Rückseite und Joe nannte darauf die Karte, danach nannte der Zuschauer das Stichwort und Joe erzählte einen dazu passenden Witz, d. h. er hatte die Reihenfolge der Karten sowie auch 520 Witze memorisert. Wenn er die Karte nicht nennen konnte, zahlte er dem Zuschauer fünf Pfund, wenn er dagegen die Karte richtig nennen konnte und den zum Stichwort passenden Witz erzählen konnte, zahlte der Zuschauer 5 Pfund. Auf diese Weise erzielte er bei Spendengalas hohe Einnahmen.
Joe verfasste auch den siebenteiligen "Joe Riding's Complete Psychic Course" (Advanced Cold Reading, Learn The Tarot In Just 7 Days, Numerology, Hand Analysis, Deep Relaxation, Tricks Of The Trade, Learn Astrology in Just 7 Days).

Rigal, Jean
1926-2014 (F)

Jean Rigal war Gründungsmitglied und Ehrenpräsident des Club des Magiciens de Haute-Savoie. Sein Leben teilte er zwischen seinem Beruf als Florist mit Geschäften in Plateau d’Assy und in Grenoble, und seiner Leidenschaft für die Magie, die er längere Zeit auch professionell betrieb.
Er errang zahlreiche Preise an internationalen Kongressen, unter anderem 1964 an der FISM in Barcelona mit seiner Frau zusammen den dritten Preis für Erfindungen, 1965 am Kongress in Paris den zweiten Preis für Verbesserungen, 1966 in Paris den Prix Opéra Garnier, 1967 den ersten Preis für Erfindungen am FISM-Kongress in Baden-Baden, sowie 1983 die Bronzemedaille in Annecy. Ausserdem wurde er mit der Medaille eines Chevalier du Mérite Artistique et Social ausgezeichnet.
Jean Rigal hat zahlreiche Zauberkünstler in die Zauberkunst eingeführt, so unter anderen Dani Lary und Laurent Beretta.

Rink (Johan H. van Rinkhuyzen)

1902? -1985 (NL)

Rinks Interesse für die Zauberkunst wurde geweckt, als während seines Dienstes in der holländischen Marine der Quartiermeister ein paar Zaubertricks zeigte.
1920 verliess Rink die Marine und arbeitete während 5 Jahren als Börsenmakler. Während dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Zauberkunst.
Danach trat er erneut in die Marine ein und diente als Schiffskapitän während rund zwanzig Jahren vor allem in Ostindien. Im zweiten Weltkrieg war er nach der Bombardierung seines Schiffs 300 Meilen vor Java im indischen Ozean einer der wenigen Überlebenden, die Sumatra erreichten, wo sie von den Japanern gefangen genommen wurden. Während seiner einjährigen Kriegsgefangenschaft in Singapur half er Sidney Piddington und Russel Braddon bei der Ausarbeitung ihrer Programme.
Nach dem Krieg kehrte Rink nach Holland zurück und verliess 1947 die Marine, 1955 wurde er professioneller Close-up-Zauberkünstler.
Sein Programm umfasste klassische Kunststücke wie das Becher- und das Ringspiel, mit deren Vorführung er an Kongressen verschiedene Preise gewann.
Er veröffentliche zahlreiche Kunststückbeschreibungen in Zeitschriften, u. a. in The Gen. Kunststücke von ihm wurden beschrieben in: "Rink's Original Rope Mysteries" (Hugh Miller, 1972) und "Rink's Magic From Holland" (Hugh Miller, 1989).

Riser, Harry 
1928-2016 (USA)

Harry Riser begann mit 8 Jahren zu zaubern, nachdem er einen Zauberkasten erhalten hatte. In den 1940er-Jahren verkaufte ein ehemaliger Angestellter der P&L Magic Company seine Zaubertricksammlung an Harrys Vater. Das erlaubte Harry, eine anderthalbstündige Nummer zu entwickeln, die er zunächst bei privaten Anlässen, in Clubs und schliesslich in Theatern vorführte.
Während seines Studiums an der Universität von Indiana wuchs sein Interesse für die Close-up-Zauberei. In Abbotts Zaubergeschäft sah er Seminare von Okito und Stewart Judah, der ein sehr enger Freund von Harry wurde.
Nachdem er ein Seminar von Dai Vernon gesehen hatte, begann er dessen Art der Zauberkunst zu studieren. 1955 traf er Charlie Miller, der sein Mentor und lebenslanger Freund wurde und mit ihm mitreiste, wenn er beruflich versetzt wurde. Charlie Miller machte ihn auch mit Dai Vernon bekannt und Harry und Dai wurden enge Freunde.
Nach dem Studium war er als Leiter einer Versicherungsgesellschaft in Chicago tätig. Dort traf er neben Dai Vernon Herb Zarrow, Cliff Green, Harry Lorayne, Bill Simon, Howie Schwarzman , Ken Krenzel, Sam Horwitz und Persi Diaconis.
Bereits in den 1960er-Jahren gab er Seminare für Zauberkünstler in der ganzen USA und in Kanada.
Harry Riser, der mit Mary Margret Shroyer verheiratet war und zwei Kinder hatte, war ein vielseitig begabter und interessierter Mensch. Neben seiner Tätigkeit als Zauberkünstler war er Kunstsammler sowie Produzent und Präsentator der Radiosendung "The Grand Big Band Radio Hour".
Unter Zauberkünstlern, die Handfertigkeit lieben, war Harry Riser schon fast eine Legende. 2005 wurde er in die Hall of Fame der SAM aufgenommen.
Harr Riser verfasste zwei Bücher "The Feints and Temps of Harry Riser" (1996) und "Secrets of an Escamoteur" (2006).

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Robelly (Robert Rouet)

1894-1976 (F)

Robert Rouet trat zunächst unter den Namen Professeur Wilsonn, Abdouz-el-Ménir und Ten-Okio auf. 1908 wurde er professioneller Zauberkünstler und nannte sich ab 1913 Robelly.
Robelly war der Vater von > Rogello.
Er erhielt diverse Auszeichnungen der A.S.A.P. (Association Syndicale des Artistes Prestidigitateurs, ab 1945 Association Française des Artistes Prestidigitateurs A.F.A.P., ab 2008 Association Française des Artistes Prestidigitateurs F.F.A.P.) unter anderen eine Silbermedaille und die Robert-Houdin Goldmedaille.
Von 1947-66 gab er L'Escamoteur heraus. Er verfasste acht Bücher, darunter "Trucs et Grands Trucs" (1936), "Galerie Magique" (1938), "Trucs et Secrets" (1940), "Trucs et Évasions" (1926), the classic "Le Livre d'Or" (1949), "Trucs et Pépins" (1966).
Ausserdem veröffentlichte er Artikel in zahlreichen Zeitschriften, u. a. in l' Illusioniste, L'Escamoteur, Le Prestidigitateur, Passez Muscade, Journal de la Prestidigitation,

Robert-Houdin, Jean-Eugène

1805-1871 (F)

Jean-Eugène Robert-Houdin wurde als Sohn des Uhrmachers Prosper Robert in Blois geboren. Mit 5 Jahren wurde er schwer krank und musste zunächst ein Jahr das Bett hüten und danach längere Zeit in den Räumen des elterlichen Hauses verbringen. Ein Freund seines Vaters zeigte ihm zum Zeitvertreib ein paar Handfertigkeitskunststücke. Die meiste Zeit verbrachte er in der Werkstatt seines Vaters. Obwohl dieser sein Interesse und sein Talent für mechanische Dinge erkannte, schickte er ihn auf ein Internat, sobald es seine Gesundheit erlaubte. Dort erhielt er verschiedene Auszeichnungen für gute Leistungen. In der Schule erwachte ein Interesse für Literatur und Wissenschaft, das ihn sein ganzes Leben nicht mehr losliess.
Nach dem neunten Schuljahr verliess er die Schule und arbeitete sechs Monate als Angestellter in einem Notariatsbüro. Während dieser Zeit arbeitete er weiter heimlich in der Werkstatt seines Vaters. Als sich dieser aus dem Geschäft zurückgezogen und seine Uhrmacherwerkstätte an seinen Neffen Jean-Martin Robert verkauft hatte, überzeugte der Arbeitgeber von Robert-Houdin dessen Vater, ihn den Beruf eines Mechanikers und Uhrmachers erlernen zu lassen. Mit grossem Eifer stürzte sich Robert-Houdin ins Studium der Uhrmacherkunst. Als ihm dabei ein Zauberbuch in die Hände geriet, erkannte er seine wahre Leidenschaft. Während der zweieinhalbjährigen Lehre erlernte er das Jonglieren und befasste sich mit der Manipulation von Karten, Münzen, Bällen usw.
Nach seiner Lehre arbeitete er bei verschiedenen berühmten Uhrmachern. In dieser Zeit begann er auch, öffentlich als Zauberkünstler aufzutreten. 1830 heiratete er Cécile Eglantine Houdin, die Tochter aus Blois stammenden Pariser Uhrmachers, der sich wie Robert-Houdin für Automaten aller Art interessierte. Robert-Houdin liess sich in Paris nieder und studierte weiter den Automatenbau und die Zauberkunst.
1831 wurde sein Sohn Jean-Jacques Emile geboren (das erste von sieben Kindern, die er mit seiner ersten Frau hatte; fünf davon verstarben sehr jung).
1826 reparierte Robert-Houdin nach dem Tod dessen Erbauers (des Holländers Diederich Nicolaus Winkel) das Componium, einen Orchester-Automaten. Von da an wurde er Zeit seines Lebens immer wieder angefragt, die berühmtesten Automaten zu reparieren. Zwischen 1830 und 1837 erarbeitete er sich die Grundlagen für sein magisches Repertoire, entwickelte Uhren und Automaten (unter anderen eine schreibende und zeichnende Figur, einen singenden Vogel und einen Seiltänzer).
1843 starb seine Frau, ein Jahr darauf mit acht Jahren seine Tochter Marie Rosalie und sein Vater. Zwei Monate später heiratete er die achtundzwanzigjährige Marguerite Françoise Olympe Braconnier, mit dem er drei weitere Kinder hatte.
1845 fand er in Paris ein Lokal, in dem er nach entsprechenden Umbauten sein Theater eröffnete und seine "Soirées Fantastiques" veranstaltete, in denen er seine Automaten, mechanische und Handfertigkeitskunststücke, und mit seinem Sohn Emile zusammen eine Hellsehnummer zeigte. 1947 nahm er die "Suspension Ethéréenne" (Besenschwebe), die sensationellste Illusion dieser Zeit, ins Programm auf: sein scheinbar durch Äther betäubter Sohn schwebte nur mit seinem Ellbogen auf einen Stock gestützt frei in der Luft.
1848 und 1849 trat er im St. James's Theater in London und am Königshof auf und reiste danach durch England, Irland und Schottland. Wieder in Paris stellte er Hamilton an, der ihn während der Sommerzeit in seinem Theater vertrat, damit er die dringen nötigen Ruhepausen fand.
1852 verkaufte er sein Theater und einige seiner Automaten und mechanischen Apparate an Hamilton. Die Vorstellungen im Theater Robert-Houdin wurden bis 1861 von Hamilton allein weitergeführt, danach engagierte er Pierre Edouard Brunnet als Vertretung während der Zeit, die er auf Tournee ging. Wegen seines Alkoholproblems kam Brunnet als Nachfolger von Hamilton nicht in Frage.Stattdessen wurde der 39-jährige François Eugène Lahire, als Cleverman bekannt, 1864 Hamiltons Nachfolger. Das Theater wurde nach wie vor als "Théatre Robert-Houdin" geführt, die Vorstellungen, in die sich Cleverman und Brunnet teilten, wurden unter dem Titel "Soirées Fantastiques de Robert-Houdin" weitergeführt.
Robert-Houdin unterrichtete Cleverman und verkaufte ihm einige seiner Automaten. Ab 1866 traten zeitweise auch andere Künstler im Theater auf.
Ab 1873 löste Emile Robert-Houdin Cleverman ab und trat erfolgreich mit den Automaten seines Vaters sowie neuen Illusionen auf, die er mit Brunnet zusammen entwickelte. Nach Emiles Tod übernahm 1883 seine Witwe die Leitung des Theaters.
1888 verkaufte sie das Theater an Georges Méliès, der es während 32 Jahren weiterführte. 75 Jahre nach Eröffnung des Theaters wurde 1920 die letzte Vorstellung "Soirée Fantastiques de Robert-Houdin" gegeben.
Nach seinem Rückzug aus dem Theater gab Robert-Houdin in den folgenden Jahren einige Vorstellungen in England und Schottland und nach einer Abschiedstournee führten ihn seine Reisen durch Belgien und Deutschland, wo er grösste Erfolge feierte.
1856 wurde er von der Regierung nach Algerien geschickt, um den Arabern zu zeigen, dass die angebliche Wunder der Marabuts nichts als einfache Tricks waren. Während eines Monats trat er in Algiers auf und erhielt von den grössten Arabischen Führern die schriftliche Bestätigung seiner überlegenen und einmaligen Fähigkeiten. Danach musste Robert-Houdin jedoch zusätzlich bei den arabischen Stämmen eine Demonstration seines Könnens geben. Dabei führte er den Kugelfang vor, was die Anwesenden von seinen übernatürlichen Fähigkeiten überzeugte.
In Marseille gab er zwei Abschiedsvorstellungen und kehrte dann nach Paris zurück. In Saint-Gervais errichtete er in den nächsten Jahren in einer Priorei ein neues Heim, das der Forschung und dem Fortschritt gewidmet sein sollte. Dort baute er eine elektrische Eingangstür und ein elektrisches Eingangstor mit elektrisch ausgelösten Türklingeln im Haus, einen Briefkasten, der durch Klingelsignale im Haus anzeigte, dass Post eingeworfen wurde; die Fütterung seines Pferdes steuerte er vom Haus aus, zentral gesteuerte elektrische Uhren waren im ganze Haus verteilt; Türen und Fenster waren elektrisch gesichert, so dass nachts beim Öffnen eine Glocke erklang.
1858 publizierte er seine Memoiren "Confidences d'un prestidigitateur", 1861 "Les Tricheries des Grecs dévoilées. L'Art de gagner à tous les jeux".
1862 gab Robert-Houdin erneut dreissig Vorstellungen in seinem Theater, weitere folgten Anfang 1863.
Ab 1862 arbeitete er während sechs Jahren an einer als mehrbändiges Werk geplanten Darstellung der Geschichte der Zauberkunst, der Präsentation, der Manipulation, der Bühnenkunststücke usw. 1868 wurde der erste Teil davon unter dem Titel "Les secrets de la prestidigitation et de la magie" publiziert. Es handelte sich dabei um das erste Zauberbuch, das nicht nur Kunststücke beschrieb, sondern dem angehenden Zauberkünstler die psychologischen und technischen Grundlagen der Zauberkunst vermittelte und dadurch die Grundlage für die moderne Zauberkunst legte. Durch den Tod Robert-Houdins wurden den Lesern weitere Bände vorenthalten. Das von seinen Erben postum herausgegebene Werk "Magie et Physique amusante" gibt nur einen kleinen Teil dessen wieder, was Robert-Houdin geplant hatte.
Zwischen 1866 und 1869 erfand Robert-Houdin verschiedene ophtalmologische Instrumente zur Untersuchung der Augen die an der Akademie der Wissenschaften vorgestellt wurden, und veröffentlichte drei Broschüren dazu. Seine Erfindungen wurden in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.
1870 wurde Robert-Houdin vom Tod seines 33 Jahre alten Sohnes Eugène im Krieg gegen die Preussen schwer getroffen. 1870 besetzten die Preussen Blois und Sainit-Gérvais Dabei wurde auch der Besitz Robert-Houdins requiriert und grosser Schaden angerichtet. Am 20. März 1971 zogen die Preussen aus Blois ab. Robert-Houdin begann seinen Besitz wieder in stand zu stellen und an seinen Automaten zu arbeiten. Am 5. Juni verstarb er infolge einer Lungenentzündung.
Robert-Houdins Handfertigkeit und Geschicklichkeit als Mechaniker machten ihn zum grössten Magier seiner Zeit. Er machte die Taschenspielerkunst gesellschaftsfähig und entwickelte sie zu einer theatergemässen Form. Seine Vorstellungen wurden zum Vorbild für viele folgende Generationen. Er wird daher als "Vater der modernen Zauberkunst" bezeichnet.

Robertson, E.G., (Etienne-Gaspard Robert)

1763-1837 (B)

Robertson führte 1798 in einem alten Kapuzinerkloster in Paris seine "Phantasmagorien", Geisterscheinungen vor. Durch Ausschmückung der Kapelle mit schwarzem Stoff, auf welchem Totengerippe und Nachteulen zu sehen waren und mit Blitz- und Donnereffekten beeindruckte er sein Publikum.

Robertson, Professeur (Robert-Adrien Colson)

1887-1968 (F)

Mit 18 begann Robert-Adrien Colson als "Robert" seine Karriere als Kartenkünstler in Pariser Cafés.
1910 nahm er den Künstlernamen "Robertson" an und heiratete "Lucile", mit der er eine Gedankenlesenummer vorführte.
Von 1913 bis 1937 reiste er mit der Truppe von Bénévol umher, danach ging er mit seiner Frau allein auf Tournee.
Als sich Lucile 1964 von der Bühne zurückzog, machte Robertson Miss Lucy Sloves zu ihrer Nachfolgerin.
Robertsons Tochter Odette Colson wurde Zirkus-Zauberin.

Robin, Henry (Henri Joseph Donkèle)

1811-1874 (F)

Henry Robin wurde als ältestes von 5 Geschwistern in Hazebrouck in Nordfrankreich geboren. Sein Vater übte verschiedene berufliche Tätigkeiten aus (Schneider, Wirt und Ladenbesitzer).
Die ersten Belege über öffentliche Vorstellungen von Robin in Frankreich stammen aus dem Jahr 1844. Mitte 1844 bis Anfang 1945 reiste er durch Italien, 1947 trat er in Stuttgart und München auf. 1850-1852 trat er im "Salle Robin" auf, einem Theater mit rund 170 Plätzen, das er in einem historischen Gebäude errichtete, das Anfang des 19. Jahrhunderts ein Museum beherbergte und später als Warenhaus genutzt wurde.
Sein Programm hatte grosse Ähnlichkeit mit demjenigen von Robert-Houdin (Apparatekunststücke, Automaten, Hellsehen mit seiner Frau als Partnerin, das aufeinanderfolgende Verschwinden seiner Frau und eines Musikers von einem kleinen Tisch in der Mitte der Bühne, Projektion von Bildern mit einem "Agioskop" - einer Art magische Laterne - und ab 1865 dem Erklären spiritistischer Effekte).
1853 bis Anfang der Sechzigerjahre trat er in verschiedenen Ländern Europas auf.
Ende 1861 war Henri Robin er erste Zauberkünstler, der in der Egyptian Hall eine abendfüllende Vorstellung gab. Insgesamt gab er bis zum Oktober 1862 306 Vorstellungen.
Anschliessend kehrte er nach Frankreich zurück, wo er in Paris ein magisches Theater "Salle Robin" eröffnete. Das Theater mit Galerie, Balkonen und Logen war feudal ausgestattet und mit Automaten und Porträts von berühmten Wissenschaftlern dekoriert. Zu Jener Zeit wurde er in Frankreich durch seine Vorführungen, die Zauberkunststücke, Experimente zur Elektrizität, "Geisterscheinungen" und Projektionen mit dem Agioskop von Sehenswürdigkeiten aus aller Welt und astronomischen Bildern umfasste, zu einer Berühmtheit. 1869 zog sich Robin von der Bühne zurück und wurde Besitzer eines Appartementhotels. Fünf Jahre Später starb er mit 62.
Robin verfasste "Album des soirées de Mr. et Mme. Robin" (ca. 1850), "L'Almanac illustré 'Le Cagliostro'" (2 Hefte, 1864 und 1865).

Biografie: Dawes, E. A. Henri Robin: Expositor of Science & Magic, Abracadabra Press, Balboa Island, CA, 1990

Rock, Will (Vincus Rakauskas)

1907-1996 (USA)

Als Sohn von Eltern litauischer Abstammung wuchs Will Rock in Michigan auf und wurde 1920 von einer Vorstellung von Eugène Laurant inspiriert. 1930 stellte er mit Hilfe seines Bruders und seiner Schwester seine erste professionelle Show zusammen, 1931 wurde er Assistent von The Great Raymond.
1937 heiratete er Ruth Wobig, änderte seinen Namen offiziell in Will Rock, und im Januar 1938 erhielt die amerikanisches Staatsbürgerschaft.
Im gleichen Jahr kaufte er von Jane Thurston ein paar von Thurstons Grossillusionen und kurz darauf Thurstons gesamte Illusionsshow, mit der er während vier Jahren durch die USA und Kanada reiste. Bei Beginn des zweiten Weltkrieges musste er die Show aufgeben, da seine männlichen Mithelfer eingezogen wurde. Wil Rock arbeitete bis 1943 bei Chrysler in Detroit, 1943 wurde auch er eingezogen und trat während fast zwei Jahren für die amerikanischen Truppen auf.
1945 wurde er aus der Armee entlassen, und da zu jener Zeit Kino und Fernsehen das Publikum von grossen Shows fernhielten, konnte er nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen und verkaufte Mitte der Fünfzigerjahre sämtliche Illusionen an Charles Kirkham, nach dessen Tod Thurstons Illusionen an verschiedene Sammler verkauft wurden. Ab 1949 bis zu seiner Pensionierung arbeitete Will Rock als Vertreter einer Kleiderreinigungsfirma.
1996 starb er an der Parkinsonschen Krankheit.

Rodolfo (Gács, Rezsö)

1911-1987 (Österreich-Ungarn)

Rodolfo war der grösste ungarische Zauberkünstler des zwanzigsten Jahrhunderts. Von einem chinesischen Perlenhändler lernte der dreizehnjährige Rodolfo seine ersten Zaubertricks. Arpad Odry, Schauspieler und Präsident der ungarischen Magiervereinigung, nahm den fingerfertigen Jungen unter seine Fittiche und war für seine gründliche Ausbildung besorgt.
Rodolfo begann sein Karriere 1930 in Budapest im Zirkus. Während der Dreissigerjahr bereiste er als Zauberkünstler und Taschendieb Europa, Griechenland, die Türkei und Ägypten.
Nach dem zweiten Weltkrieg trat er im englischen Fernsehen auf, im Olympia in Paris, in der Schweiz, in West- und Ostdeutschland und der Sowjetunion.
An der Akademie für Zauberkünstler in Budapest war er als Dozent tätig. Die Zauberkunst war nicht nur sein Beruf, sondern bestimmte sein ganzes Leben. Selbst mit über 70 Jahren übte er noch 4 Stunden am Tag und lebte seinem Motto nach: "Ein Künstler, der mit sich zufrieden ist, ist kein Künstler mehr. Er ist tot".
Rodolfo war der Mentor von Kovari und Tosari und schrieb drei Lehrbücher über die Zauberkunst.

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Rogello (Roger Rouet)
1921-2013 (F)

Sohn des Zauberkünstlers Robelly (Robert Rouet),
Rogello trat unter verschiedenen Namen auf. Als Bauchredner etwa auch als Geo Breal & Casimir oder Jean Pierre Derval. Mit einer orientalischen Nummer mit seiner Partnerin Chantal als Les Mah Jong. Er war Rechenkünstler, Bauchredner, Zauberkünstler, führte Schattenspiele mit farbigen Schatten vor und war Sammler.
Seine Paradenummer war "Der Mann mit dem Riesengedächtnis". Für seine Gedächtnisnummer, die der Geschichte Frankreichs gewidmet war, erhielt er den Grand Prix in der Sparte "Verwandte Künste". Er war in der Lage, augenblicklich jedes beliebige Datum eines historischen Ereignisses in Frankreich zu nennen und den dazugehörigen Text aus dem Lexikon Petit Larousse zu rezitieren.
1941 wurde Rogello Mitglied der A.S.A.P (Association Syndicale des Artistes Prestidigitateurs, ab 1945 Association Française des Artistes Prestidigitateurs A.F.A.P., ab 2008 Association Française des Artistes Prestidigitateurs F.F.A.P).1944 wurde er Vizepräsident der A.S.A.P.
Rogello erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1946 er den ersten Preis im Wettbewerb "gala du palais de l’illusion” in den Folies-Bergères, 1947 den ersten Preis in der Kategorie "Verwandte Künste" am internationalen Zauberkongress in Paris, 1947 die Robert-Houdin-Medaille, 1948, den ersten Preis in der Kategorie "Verwandte Künste", 1959 einen Preis für seine Nummer als Les Mah Jong am internationalen Zauberkongress in Lausanne.

Rogers, Mike

1938-2001 (USA)

Mike Rogers begann bereits während seiner Schulzeit zu zaubern. Nach der High School ging er 1956 zur Marine, aus der er 1976 austrat. Von da an arbeitete er als professioneller Zauberkünstler und wurde einer der bekanntesten Trade-Show-Magier Amerikas.
1975 veröffentlichte er sein Buch "The Complete Mike Rogers". Mike Rogers stellte als erster dreidimensional geformte Schaumgummihäschen und kleine Baseballs für das Becherspiel und den Chop Cup her.

Rogers, Terri (Ivan Southgate)

1936-1999 (GB)

In Ipswich als Ivan Southgate geboren war die transsexuelle Frau eine sehr erfolgreiche Bauchrednerin und geniale Erfinderin von ungewöhnlichen Trickprinzipien und Kunststücken wie "Stargate", "Boromian Link" und "The Key". Sie verfasste "Secrets" (1986), "Wipe Off" (1986) und "More Secrets" (1988).
1999 verstarb Sie in London.

Rogers, Wayne Murray
1944-2017 (NZ)

Wayne Rogers wurde in Neuseeland in Wellington geboren. Im Alter von 10 Jahren erhielt er von einer Tante das Buch "Magic Made Easy" von Carl March. Von da an befasste er sich ununterbrochen mit der Zauberkunst. Mit 18 Jahren trat er dem lokalen Zauberklub bei. Als sehr belesener und talentierter Erfinder erdachte er etliche originelle Kunststücke und verbesserte manche Standardeffekte. Bekannt geworden sind insbesondere seine rieseigen, aus einer Tüte produzierten über zwei Meter langen Holzpfähle, Zauberstäbe und Trinkhalme, die erscheinende Gartenschaufel, der erscheinende Besen, sowie die aus einem Aktenkoffer produzierte 2.5 m lange Leiter.
Während seiner letzten 25 Jahre verwendete er für seine Vorstellungen nur noch selbstgebaute Requisiten.
Wayne Rogers war mit seiner Frau Elizabeth verheiratet, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte. Seine Tochter Felicity, eine Fotografin und Computer-Animationskünstlerin, trat als seine Assistentin, und einige Zeit auch allein erfolgreich als Zauberkünstlerin auf.
Wayne Rogers war von Beruf technischer Zeichner und Architekt. Er trat Close-up und auf der Bühne auf, wo er auch Illusionen vorführte, gab Kindervorstellungen und trat in unterschiedlichen Kostümen bei Familienfesten, in Einkaufszentren und für Firmen auf. 1970 zog er nach Auckland und trat unter dem Bühnennamen "The Amazing Chicane" auf. In späteren Jahren befasste er sich vermehrt mit Mentalkunststücken.
1993 wurde er professioneller Zauberkünstler. Er gab Seminare in Amerika, Kanada, England, Neuseeland und Australien. An Neuseeländischen und Australischen Kongressen gewann er zahlreiche Auszeichnungen.
Er war Mitglied der Wellington Society of Magicians und der New Zealand Society of Magicians, des Inner Circle der Brotherhood of Auckland Magicians, der International Brotherhood of Magicians, des Shore City Magicians Club der Society of American Magicians, des London Magic Circle. Er war auch Mitorganisator etlicher Zaubershows, trat in diversen TV-Shows auf und gab zahlreiche Radiointerviews.
1996 wurde ihm vom Variety Artists Club of New Zealand für seine kreativen und professionellen Beiträge zur Zauberkunst eine Auszeichnung verliehen. 2000 gewann er mit seinem Kunststück "Signed Card on Blue Stake." den vom Magic Circle London ausgeschriebenen Wettbewerb für einen originellen Effekt. 2004 erhielt er für sein Lebenswerk den "Grand Master of Magic Award" der Brotherhood of Auckland Magicians. Er war der dreizehnte Empfänger der ab 1969 vergebenen Auszeichnung.
Wayne Rogers verfasste regelmässig Artikel für die 1953-2013 erscheinende Neuseeländische Magicana, den Linking Ring und andere Zeitschriften. Er veröffentlichte " Commercial Chicanery" (1993) und "Nothing to Declare" (2000).
Zwei Jahre vor seinem Tod wurde bei ihm durch das Einatmen vom Asbest ausgelöster Lungenkrebs diagnostiziert, an dem er 2017 verstarb.
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Rohnstein, Dr. Reinhardt

1877-1955 (D)

Dr. Rohnstein studierte in Berlin Medizin und war 54 Jahre als Arzt tätig. Mit 15 Jahren fiel ihm Willmanns "Salon-Magie" in die Hände. Von da an war er der Zauberkunst, insbesondere der Kartenmagie, verfallen. Er legte wenig Wert darauf, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Sein bevorzugter Vorführrahmen waren Gesellschaften im Salon. Er wurde mit Hofzinser verglichen, er legte bei seinen Vorführungen grössten Wert auf den Vortrag.
Rohnstein erfand die "Neue Kartenkunst" - Karteneffekte mit Kartenspielen, deren Rückseiten mit Zahlen und Buchstaben versehen waren - die er 1912 in 12 Heften publizierte.
Damit im Zusammenhang stand die Idee der Präsentation von Karten in Weingläsern ("Rohnstein-Glas").
Ausserdem verfasste Rohnstein zahlreiche Artikel für die Magie und hinterliess der magischen Welt 8 vollständige Bände seiner Werke sowie einen neunten unvollendeten Band. Bereitwillig gab er sein Wissen und Können weiter, so dass viele der grössten Zauberkünstler seiner Zeit wie u. a. Chung Ling Soo, Goldin, Thorn, Okito, Clement de Lion, Downs, Marvelli und Kalanag seinen Rat suchten und sich bei ihm neue Anregungen holten.

Roland, the Great (Eduard Krause)
1872-1946 (CZ)

Eduard Krause wurde vom Schuhverkäufer zum Zauberkünstler The Great Roland. Er begann seine Karriere als Zauberkünstler und Verwandlungskünstle Anfang der 1900er-Jahre. In seiner Show zeigte er die Illusion "Mistery", eine Variante von Kellars "Butterfly"-Illusion. Einige Zeit arbeitete Mademoiselle Margo als Assistentin für ihn. In der Mitte der 1920er-Jahre arbeitete er mit Frederick Marion (Josef Kraus) zusammen. In dieser Zeit führte er mit grossem Erfolg das Geisterkabinett vor, das er als reine magische Illusion vorführte und weder aussersinnliche Fähigkeiten zu haben behauptete noch das Kunststück erklärte.
The Great Roland wurde oft mit Horace Goldin verglichen. Er zog sich nach dem ersten Weltkrieg von der Bühne zurück und arbeitete für den Rest seines Lebens in seiner Heimatstadt Prag als Zahnarzt.

Romanoff (Giovanni Battista Romano)

1891-1968 (I)

Der Sohn eines Lehrers begann bereits mit 10 Jahren zu zaubern. Mit 16 trat er erstmals bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung öffentlich auf. Als Funktionär bei der Post zauberte er zunächst nur in seiner Freizeit. Dank grossem Erfolg wandte er sich jedoch dann dem Beruf des Zauberkünstlers zu und wurde in Italien weit herum bekannt.
Er verfasste mehrere Bücher, darunter Ricordo Magia Tascabile dell'Illusionista Romanoff", L'Emulo di Bosco - Confidenze di un prestigaitore" (1933), "Nel Mondo dell'Invisibile"(1949).
Ende der Dreissigerjahre eröffnete er in Palermo sein Studio Magico, ein Versandgeschäft für Zauberartikel.

Ronay, Mac (Germain Sauvart)

1913-2004 (F)

Mac Ronay war der erste Zauberkünstler, der im Varieté das Publikum nicht mit perfekten Kunststücken unterhielt, sondern mit Tricks, die schief gingen. Mehr als fünfzig Jahre verblüffte er die Zuschauer in Varietés, im Film und in internationalen TV-Shows.
Er begann seine Karriere als Motorradakrobat. Während des zweiten Weltkrieges entwickelte er eine Zaubernummer unter dem Namen Al Carthy. Mit Maurice Chevalier trat er im Casino de Paris auf und begann mit komischen Nummern in allen grossen Lokalen in Paris aufzutreten.
Bereits 1956 war er im Crazy Horse Saloon engagiert, wo er 1989 seine Karriere auch beendete. Dazwischen trat er in den Sechzigerjahren im Stardust in Las Vegas, im Lido de Paris, mehrmals in den Shows von Ed Sullivan und Bob Hope in den USA sowie in zahlreichen Fernsehserien in Frankreich und Italien auf.

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Rooklyn, Maurice

1905-1992 (GB)

Maurice Rooklyns Familie wanderte 1910 nach Australien aus. Rooklyn begann mit 11 zu zaubern und trat bereits mit 15 Jahren mit Billardballmanipulationen und Illusionen als Profi auf. Mit 23 reiste er mit einer abendfüllenden Show herum. Er wurde zweimal beim Kugelfang verwundet.
Ab 1936 bereiste er mit seiner Manipulationsnummer "A Symphony in Spheres" England. Nach dem Krieg reiste er durch Japan und Singapur, Neuseeland und Australien.
1958 gewann er am FISM-Kongress den ersten Preis in Manipulation.

Rosini, Carl (Johan Rosen)

1885-1969 (PL)

Cal Rosini begann mit 14 als Assistent eines Zirkuszauberers in Russland und Deutschland. Ca. 1900 ging er nach England, später trat er als Manipulator und Illusionist in Europa, Nord- und Südamerika auf.
1932 spielte er während 11 Monaten in New York im Park Central Hotel.

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Rosini, Paul (Paul Vucic)

1902-1948 (I)

Nachdem Paul Vucic Carl Rosinis Assistent gewesen war, übernahm er dessen Künstlernamen. Er arbeitete vorwiegend in Nachtclubs und wurde als einr der zehn besten Kartenkünstler seiner Zeit betrachtet.

Biografie: ROMANO, CH. House of Cards. The Life & Magic of Paul Rosini. Charles J. Romano, South Elgin, IL, 1999

Roskoff (Antoine Joseph Hugues)

1854-1931 (F)

Roskoff trat als Darsteller von Experimenten der Gedankenübertragung auf. So identifizierte und entlarvte er etwa durch "telepathische Kräfte" den Bösewicht in einem von Zuschauern gespielten Mord-Spiel.

Ross, Faucett

1900-1987 (USA)

Faucett Ross wurde mit etwa 30 Jahren professioneller Zauberkünstler. Er arbeitete vorwiegend auf Messen und Karnevals.
Faucett Ross war Mitglied der "Secret Six" sowie ab 1940 des New Yorker "Inner Circle".
Seine Kunststücke wurden von Lewis Ganson in "Magic wth Faucett Ross" (1975) beschrieben.

Ross, Richard (Richard Rozenboom)

1946 - 2001 (PL/NL)

Richard Ross war der Ssohn einer polnischen Mutter und eines holländischen Vaters. Er kam als Baby nach Holland.
Mit 16 begann er zu zaubern. 1970 und 1973 gewann er mit einer Manipulationsnummer mit einer Uhrenproduktion und dem Ringspiel den Grand Prix der FISM.
Mit seiner Manipulationsnummer bereiste er die ganze Welt und trat in vielen Nachtclubs und TV-Shows auf. In Bennebroek, Holland, besass er zudem ein kleines Magisches Theater.

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Rossetti, Carlo

1876-1948 (I)

Der in Turin geborene Carlo Rossetti war ein Humanist, der viele Tätigkeiten ausübte. So war er unter anderem Admiral, Diplomat, Sprachwissenschaftler, Universitätsdozent, Autor, Amateurzauberkünstler und passionierter Sammler von Büchern über die Zauberkunst.
Als Autor verfasste er rund dreissig Bücher über Themen der Geographie, Politik, Sprache und Zauberkunst. Mit seinen Schriften über die Zauberkunst ("Il Truco c'è ... ma non vede", 1926; "Magia delle Carte", 1935; "Mago in due minuti") füllte er eine Lücke in der italienischen Literatur. In seinen Beschreibungen wies er auf die Wichtigkeit guten Benehmens, guter Kleidung, angemessener Sprache und Behandlung des Publikums hin und reicherte seine Ausführungen mit vielen bibliografischen und historischen Verweisen an.
Rossetti veröffentlichte auch Artikel in verschiedenen Zeitschriften, unter anderem in Sphinx und The Magic Wand.

Biografie in: RAIMONDI, V. Spettacolo Magico. La Porta Magica, Roma, 2000

Rössner, Max

1850-1906 (D)

Rössner war ein Budenzauberer von imponierender Erscheinung. Er war ein ausgezeichneter Sprechzauberkünstler mit einem umfangreichem Programm. Später mietete er auch grössere Säle für seine Vorstellungen

Roterberg, August

1867-1928 (D)

August Roterberg wurde in Hamburg geboren, zog aber bereits früh nach Amerika, wo er den Beruf eines Möbelschreiners erlernte. Von 1894 bis 1916 führte er sein eigenes Zaubergeschäft. 1908 verkaufte er sein Versandgeschäft an Ralph W. Read und 1916 seinen Laden an Arthur und Carl Felsman.
Roterberg erfand die sich vermehrenden Fingerhüte (acht Fingerhüte) und die sich vermehrenden Billardbälle (Excelsior Ball Trick, 1898).
Er verfasste "Latter Day Tricks" (1896), "The Modern Wizard" (1896), "New Era Card Tricks" (1897), "Card Tricks and How To Do Them" (1902).

Roth, Roy

1929-2013 (GB)

Roy Roth wurde 1927 in Swansea, Wales, geboren. Er erlernte den Beruf des Buchbinders und war Zauberkünstler, Erfinder und Zaubergerätehändler.
Er trat unter dem Namen Leeroy mit einer komischen Nummer in Europa und Amerika auf und wirkte in diversen Fernsehshows in England mit.
1968 gründete er die Firma R.A.R. Magi, die sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Zauberrequisiten aus Leder spezialisierte (Trickbrieftaschen u. Ä.).
Die letzten Jahre seines Lebens lebte Roy Roth in einem Heim für demente Patienten in der Nähe von Swansea.

Rouclere, Harry (Harry Terhune) and Mildred

1866-1942 (USA)

Rouclere arbeitete als Assistent eines Zauberkünstlers und begann bereits mit 8 Jahren als "The Boy Magician" aufzutreten.
1878 wurde er professioneller Zauberkünstler, trat dann jedoch mit einem Partner mit einer komischen Jongliernummer als "The Delmonico Waiters" auf.
1889 heiratete er Mildred Searing, und trat mit ihr unter anderem mit Personenverwandlungen à la Fregoli und einer Gedankenlesenummer in Vaudeville-Theatern auf.
Nach einer letzten Tournee 1899-1900 durch Amerika mit grossen künstlerischem und finanziellem Erfolg zogen sie sich weitgehend aus dem Showgeschäft zurück. Sie führten zwei eigene Hotels und einen Sommerpark in New Jersey. Harry lernte fliegen und besass seinen eigenen Flugplatz.

Rowe, Dr. Richard

1880-1952 (AUS)

Richard. Rowe war angehender Jockey, wurde dann aber mit 18 professioneller Zauberkünstler. Er spezialisierte sich auf Manipulationen mit Karten, Münzen, Bällen und Tüchern. Ausserdem führte er eine Falschspieldemonstration und ab 1910 auch eine Telepathie-Nummer vor.
1916-1921 unternahm er eine Weltreise.
Rowe veröffentlichte die Bücher "Burlesque Juggling", "50 Easy Pocket Tricks", "New Tricks and Stunts", "Thirty Pocket Tricks Anyone Can Do" (1929), "Tramp Make-Up", "Dr. Rowe's Mystery Book".

Roxy (Gianni Pasqua)

1946-2011 (I)

Roxy begann sich bereits mit 7 Jahren für die Zauberkunst zu interessieren. Nach einigen Jahren des Selbststudiums trat er dem Circolo Magico Nazionale bei. 1971 war er Mitbegründer des Circolo Amici della Magia di Torino und amtete während 25 Jahren als dessen Vizepräsident, sechs weitere Jahre als dessen Präsident.
In den Siebziger- und Achzigerjahren machte er sich international einen Namen als Kartenkünstler. Beiträge von ihm wurden in Il prestigiatore moderno, Magia Moderna, Il mago, Magic Info, Journal de la Prestidigitation, Pabular, Apocalypse und Linking Ring veröffentlicht.
1971 erhielt er am Kongress der AFAP den Prix Magicus, 1975 am Kongress in Saint Vincent, der vom Circolo Amici della Magia di Torino organisiert wurde, den Premio Bustelli. 1984 trat er im Magic Castle in Hollywood auf, wo er auch ein Seminar über Kartenkunststücke und Barzauberei gab.
Ab Mitte der Siebzigerjahre war er Herausgeber der Zeitschrift Praestigiator.
Roxy war als Organisator von 7 Kongressen in Saint Vincent, von 8 Ausgaben des Magiertreffens “Expomagia” in Turin und 6 Auflagen von “Misdirection” verantwortlich.
Neben seinen Aktivitäten als Kartenmagier widmete sich Roxy auch dem Sammeln antiker Bücher und Drucke über die Zauberkunst. Als Sammler nahm er an allen wichtigen internationalen Kongressen für Sammler teil und hielt Referate über die Geschichte der Zauberkunst, so unter anderem 2004 in Kansas City über “Searching for the Secrets of Magic”, in Queensland, Australien, über “Charlatanism in the Age of Reason”, 2005 in Paris über "Rare Tricks of Magic Performed in the Middle Ages", 2007 in Berlin am zweiten europäischen Kongress "Magic, History & Collections" über “Magic Literature in Italy during the XVIII Century", an der zehnten "Los Angeles Conference on Magic History" über Wunderrechner.

Rubanow (Semjon Borisowitsch,)

1908-1976 (RUS)

Rubanow war Artist und später Assistent bei E. Kio. Er stammte aus der sowjetischen Artistenfamilie der Rubanows und trat mit satirischen Illusionsminiaturen auf. Z. B. verlor ein Bürokrat wegen seiner Sorgen seinen Kopf, was ihn aber nicht hinderte weiterhin Papiere zu unterschreiben …
Seine Darbietung wurde von Sohn Jurij Semjonowitsch (1931 - ) und Tochter Natalja Semjonowna (1947 -) weitergeführt.

Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg

Rusduck (J. Russel Duck)

1909-1959 (USA)

Rusduck war unter anderem Polizeischef in Philisburg und Chester Hill in Pennsylvania. 1951 trat er zurück und arbeitete kurze Zeit als Verkäufer. Er war Freimaurer und Mitglied der Methodistenkirche. Mit 24 heiratete er Helen Burkholder.
In seiner Freizeit studierte er die Möglichkeiten, die gelegte Spiele und mathematische Prinzipien in der Kartenkunst bieten. Von 1950 bis kurz vor seinem Tod publizierte er über 70 Kunststücke in The Phoenix, Linking Ring und seinem eigenen Magazin The Cardiste, das von Februar 1957 bis August 1958 erschien, bevor ihn eine Krankheit zwang, die Publikation einzustellen.
Nach einem über dreimonatigen Aufenthalt im Spital starb Rusduck mit erst 49 Jahren an Krebs.
 
 
 
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