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Page, Patrick

1929-2010 (Schottland)

Nachdem Pat Page mit 14 Jahren die Schule verlassen hatte, ging er zahlreichen unterschiedlichen Beschäftigungen nach. Mit 21 kam ihm ein Buch von Goldston in die Hände und er begann Anfang der Fünfzigerjahre seine Karriere als Zauberkünstler. Er trat überall auf, wo sich dafür Gelegenheit ergab: in Bars, Clubs, Restaurants, bei Firmen- und Familienfeiern.
1950 heiratete er seine Frau Margret, mit der er zwei Kinder hatte.
1963 wurde Patrick Page von Betty Davenport als Nachfolger ihres Vaters bei Davenports Magic Shop in London als Demonstrator und Verkäufer eingestellt. Diese Stelle bis 1975. Er eignete sich ein enzyklopädisches Wissen über alle Bereiche der Zauberkunst an und verstand es, jedem Kunststück seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Als Allround-Zauberkünstler, Erfinder, Seminarleiter, Autor und Berater für Fernseh- und Theaterproduktionen gab er sein Wissen bereitwillig weiter und war weltweit für viele Zauberkünstler ein Vorbild und eine Quelle der Inspiration.

1974-1984 verfasste Pat Page eine vielbeachtete kritische Kolumne "The Page Boy Speaks" in Pabular. Zu seinen Publikationen zählen "Bell's Magic Book" (1973), "Bell's Book of Tricks" (1974), "The Big Book of Magic" (1976), "Magic by Gosh" (1985, mit Albert Goshman), "The Pull Book" (1987), "How to Entertain Children with a Glove Puppet" (1990).
Zu Beginn der Achzigerjahre gab er Videos heraus, die später als DVD erschienen: "Pat Page's Thumb Tips", "Pat Page's Reveal-a-Card Discoveries and card in Wallet", "Pat Page's Three-Shell Game & Topit Techniques", "Rope magic & Magic with Paper", "Pat Page's Sponge Balls", "Pat Pagess 25 Super Tricks & Funny Business for Kid Shows".

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Paini, Dario

1867-1935 (A)

Als Sohn eines Magistraten in Trient geboren, trat Paini bereits mit acht Jahren im Bekanntenkreis mit Zauberkunststücken auf. Sein Studium der Malerei und Bildhauerei brach er ab, um sich dem Beruf des Zauberkünstlers zuzuwenden.
Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts der bekannteste und begabteste Kartenkünstler in Österreich und Deutschland, dem die Kartenkunst viele neue Kunstgriffe und Effekte verdankt. Er war ein Genie der Improvisation und betrat die Bühne nie mit einem fertigen Programm, sondern gestaltete es aus der Situation heraus.
1897 erhielt er von Herzog Friedrich von Anhalt den Titel eines Hofkünstlers und wurde auch zum königlich bayrischen Hofkünstler ernannt. 1904 wurde er deutscher Staatsbürger.
Wie Hofzinser hütete er seine Geheimnisse selbst vor seinen besten Freunden und verbrachte die letzten Jahre seines Lebens sehr zurückgezogen.

Palmer, Tom (Antonio C. Andruzzi)

1925-1991 (USA)
siehe Andruzzi, Tony
 
Pan Zero, (Rudolf K. Panzer)

1919-1981 (D)

Pan Zero kam erst mit über 40 Jahren zur Zauberei. Bald faszinierten ihn insbesondere Schwebeillusionen. 1966 führte er mit seiner Frau erstmals eine von ihm entwickelte Schwebe vor, 1967 errang er am FISM-Kongress in Baden Baden den dritten Preis in der Sparte Illusionen. Pan Zeros Schwebende Dame schwebte im Unterschied zu den üblichen Ausführungen nicht nur nach oben, sondern auch nach vorne auf das Publikum zu, wodurch die Illusion des Schwebens enorm verstärkt wurde.
Pan Zero trat mit seiner Nummer in Europa, Japan und Südafrika auf.
 
Parker, Jack

1971-2007 (GB)

Jack Parker war ein ausserordentlich kreativer Kartenkünstler. Seine Kunststücke wurden mit denjenigen von Larry Jennings, Alex Elmsley und Brother John Hamman verglichen.
Nachdem er 1989 an akuter Leukämie erkrankt war und diese nach einem Jahr vollständig überwunden hatte, verstarb mit erst 36 Jahren an Leberkrebs. Er hinterliess eine Frau und zwei Töchter.
Kunststücke von Jack Parker wurden in Genii, Magic und Antinomy veröffentlicht. Ausserdem publizierte er die Hefte und E-books "Set to Stun", "Set to Kill", "Ashes to Ashes" (mit Jason Alford), "Two-fer". Volume 1 of the "Explorations Project", "ProFusion". Volume 2 of the Explorations Project" (mit Thomas Blomberg), "Magician's Ltd Cookbook" (mit Andi Gladwin, 2007). 52 seiner besten Kunststücke wurden in "Jack Parker's 52 Memories" veröffentlicht (Andi Gladwin, 2007).
 
Pasha, Gogia (Dhandraj Gogia)

1910-1976 (Indien)

Gogia Pasha studierte an der Punjab Universität in Lahore Medizin und ging danach nach Schottland, wo er ebenfalls die Zulassung als Arzt erhielt.
Bevor er nach zwei Jahren wieder nach Indien zurückkehren wollte, besuchte er in Blackpool eine Vorstellung des Zauberkünstlers Owen Clarke, der unter dem Namen "Abdul Hamid, der indische Magier" auftrat. Gogia Pasha, der in Indien bis dahin nur Strassenzauberer gesehen hatte, sah zum ersten Mal eine Zaubervorstellung in einem Theater. Nachdem er die Vorstellung dreimal besucht hatte, suchte er Kontakt zu Owen Clarke, der ihm eine Stelle als Assistent in seiner Show anbot. Mit Clarke reiste Gogia Pasha durch ganz England und machte auch einen Abstecher nach New York. Als Clarke anschliessend an einem Herzleiden starb, versuchte Gogia Pasha, dem Wunsch des Verstorbenen gemäss die Show weiterzuführen, sah sich jedoch auf Dauer dazu nicht in der Lage und löste das Unternehmen auf.
Inzwischen von seinem Vater enterbt, weil er sich als Zauberer betätigte, kehrte Gogia Pasha nach Indien zurück und schloss sich der Truppe von Prof. Doorlay an, mit der er durch Indien, Malaysia, China, Japan, Australien, Ceylon, Neuseeland, Ägypten und Europa reiste.
Unter Anleitung Doorlays entwickelte Gogia Pasha eine eigene Nummer als Hindu-Magier, mit der er in den grossen Theatern ganz Europas auftrat. Danach kehrte er nach Indien zurück, wo er in Bombay seine Show mit grossem Erfolg während drei Monaten zeigte. Auch seine Familie sah sich die Vorstellung an und sein Vater setzte den erfolgreichen Sohn wieder als seinen Erben ein.
Gogia Pasha reiste erneut nach England, wo er bei den Krönungsfeierlichkeiten 1937 vor der königlichen Familie auftreten durfte. Eine erfolgreiche Tournee durch ganz England folgte. Gastspiele in Amerika und weitere Tourneen durch Europa schlossen sich an.
Nach dem zweiten Weltkrieg reiste er mit einer zweistündigen Show durch den Orient, besuchte Japan, die Philippinen, Bangkok, Ceylon, Australien, Neuseeland, die Fidschi-Inseln, Hawaii, Kanada und die USA.
1958 gewann der am FISM-Kongress den zweiten Preis in Mikromagie.
 
Passo (Pawel Alexejewitsch Sokolow)

1876-1947 (RUS)

Passo galt in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts als bemerkenswerter Meister unter den russischen Zauberkünstlern. E. Kio (Senior) schrieb in seinen Erinnerungen über ihn,
„Ich habe niemals einen ihm ebenbürtigen Manipulator getroffen … Passo trat im Frack auf, der jedoch nicht zu seinem einfachen Äusseren passte. Besonders beeindruckend war jedoch seine Kartenzauberei. Wenn Hofzinser mehr als 5000 Tricks gekannt haben sollte, so hatte Passo mehr Tricks in seinem Repertoire. Er war ein echtes Naturtalent, leider das einzige seiner Art. Er arbeitete gleichzeitig mit zwei Kartenspielen, die blitzartig in seinen Händen erschienen und verschwanden. Er zog Karten aus Nase, Ohren und Mund von Zuschauern, die Karten flogen in die Luft, verkleinerten und vergrösserten sich. Man weiss, dass sich die Karten die ganze Zeit in den Händen des Zauberkünstlers befinden, er jedoch manipulierte mit den Karten so schnell zwischen seinen Fingern, dass die Zuschauer die Spielkarten nicht mehr wahrnehmen konnten. Versuchen Sie das mit zwei, drei Karten und sie werden die Meisterschaft von Passo schätzen, der mit zwei Spielen manipulierte. Leider war Passo ungebildet, insbesondere sprach er sehr schlecht auf der Bühne, obwohl die Sprache für einen Zauberkünstler sehr wichtig ist.“

Aus: E. Kio. Zaubertricks und Zauberer. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg

Patrizio (Ernesto Patrizio die Castiglione Scagnetto)

1840(?)-1891(?) (I)

Patrizio war einer der grossen Zauberkünstler der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Er besuchte die Militärschule und nahm am zweiten Unabhängigkeitskrieg teil, geriet in Kriegsgefangenschaft und begann danach seine erfolgreiche Karriere als Zauberkünstler in Italien, der Schweiz, Belgien und Frankreich, wobei er in Konkurrenz mit Buatier de Kolta stand.
1875 ging er nach Südamerika. Nach seiner Rückkehr nach Italien machte er 1986 eine längere Tournee durch Spanien, danach durch Südamerika und die USA.
Als Sprechzauberer hatte er seine grössten Erfolge in den Italienisch- und spanischsprachigen Ländern. 
 
Pavel (Pavel Lubomir Pomezny)

1945-2011 (Tschechoslowakei)

P
avel begann sich bereits mit 9 Jahren mit der Zauberkunst zu beschäftigen. 1959 wurde er als jüngstes Mitglied in den Zauberclub Nova Scena Kouzel aufgenommen.
Ab 18 trat der Student des Ingenieurwesens an der Universität in Prag als Zauberkünstler auf.
Nachdem er 1969 in die Schweiz gezogen war, machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf.
1976 eröffnete er in Genf sein eigenes Zaubergeschäft Pavel's Top Magic (später schlicht Pavel Magic) und veranstaltete während vieler Jahre eintägige Zauberkongresse. 2007 schloss er das Geschäft; seine Bücher, DVDs und die für seine Kunststücke benötigten Materialien bot er weiterhin über den Versandhandel an.
Pavel erfand Hunderte von Effekten, insbesondere mit Seilen und Tüchern, die weltweit Eingang in das Repertoire unzähliger Zauberkünstler gefunden haben. 1982 wurde ihm von der FISM für das Kunststück "Super Walking Knot" der erste Preis für Erfindungen verliehen.
Bereits in den Sechzigerjahren wurden Kunststückbeschreibungen von Pavel in französischen und deutschen Zeitschriften veröffentlicht. Er trat auf unzähligen Kongresse in Europa und in den USA auf und seine zahlreichen Seminarhefte wurden in Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Holländisch, Japanisch und Tschechisch publiziert.
Zu seinen Publikationen gehören u. a. "Magical Creation or "How top invent a new trick" (1964, mit Mila Trinka), "Zwei Dutzend und Eine Neuheit" (1965, with Josef Manas); "La magie de Pavel" (1969; auch in Englisch und Japanisch erschienen), "Pavel's 15 Micro Tricks" (1971), "Magische Delikatessen" (1992), sowie DVDs wie "The Creative Magic of Pavel": "Mag(net)ic Tricks - Volume 1 and 2", "Mental Special", "At the Table"; "Pavel's Cabaret Magic": "Silks", "Ropes", "Pottpourri"; "Six New Rope Tricks"; "Enchanted Ropes"; "The Rainbow";"New Rope Routines".

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Pedro (Peter Bedognetti)

1957-2003 (CH)

Pedro entdeckte schon in jungen Jahren die Freude an der Zauberkunst. Seinen ersten Auftritt vor Publikum hatte er mit 14 Jahren. Mit einer Mischung aus trockenem Humor und spitzbübischem Charme, kombiniert mit Schlagfertigkeit und Witz zauberte er sich in die Herzen der Zuschauer. Er bewegte sich stilsicher auf sämtlichen gesellschaftlichen Parketts, auf der Kleinkunst- wie auf der Grossbühne, und begeistere Gross und Klein.
1984 gründete er in Zürich den Zauberladen und die Zauberschule „Pedro Magie“, die rasch zum beliebten Treffpunkt für nationale und internationale Künstler wurde. Der amerikanische Zauberkünstler Jim Cellini, bei dem auch Pedro gelernt hatte, ging im Laden ein und aus.
1989 übergab Pedro den Zauberladen in neue Hände und verbrachte längere Zeit in Asien, wo er sich dem Studium der Kunst der Strassenzauberei widmete.
Zurück in der Schweiz wandte er sich wieder der Bühne zu. Er gründete die Firma „Magic-Line“, die sich auf die Herstellung von Spezialanfertigungen von Zauberrequisiten spezialisierte und Zauberkünstlern mit Ideen und künstlerischem Können beratend zur Seite stand.
Pedro bewegte, prägte und veränderte die Schweizer Zauberszene. Er förderte und begleitete junge Talente auf ihrem Weg zum Berufszauberkünstler.
Pedro verstarb nach langer Krankheit mit 46 Jahren.

Pepper, Professor John Henry

1821-1900 (GB)

Professor Pepper war analytischer Chemiker, der 1852 Direktor des London Polytechnic Institute wurde, ein Institut, das sich bemühte, wissenschaftliche Erkenntnisse dem Publîkum zugänglich zu machen. Pepper glaubte, dass dies am besten  durch unterhaltsame Darbietungen zu erreichen sei und so liebte er es, komplexe Sachverhalte durch den Einsatz optischer Illusionen und Projektionen zu erklären.
So kam er auf seine Geistershow, mit er der in England, Kanada, Amerika und Australien das Publikum begeisterte. Das Publikum konnte dabei scheinbar mit den auf der Bühne erscheinenden Phantomen Kontakt aufnehmen. Der Grundeffekt bestand darin, dass Schauspieler vor und unterhalb der Bühne versteckt waren. Ihr Bild wurde von einem Spiegel auf eine grosse Glasscheibe reflektiert, die sich in einem Winkel von 45 Grad vor den Zuschauern befand. Geister schienen die Schauspieler auf der Bühne oder die Zuschauer zu bedrohen.
"Pepper's Ghost", die Illusion, die auch heute noch unter diesem Namen bekannt ist, wurde von ihm erstmals 1862 vorgeführt. Im Gegensatz zu vielen Medien gab Pepper nie vor, dass seine Geister etwas anderes als Illusionen waren.   

Philadelphia (Jacob Meyer)

1735-1795 (USA)

Entwickelte aus Vorträgen über Mathematik, Mechanik und Metaphysik eine magische Show. Reiste durch England, Irland, Deutschland, Portugal und Spanien.

Philippe (Jacques-André-Noé Talon)

1802-1878 (F)

Philppe war gelernter Konditor. Er lernte in Schottland Zaubern. Zunächst tart er in Schottland, Irland und England auf. Als er nach Frankreich zurückkehrte, hatte er eine grosse Show aufgebaut.
Er war der erste Abendländer, der eine Nummer in chinesischem Kostüm und Dekor zeigte. Später kombinierte er diese mit indischen Kunststücken in der Show "A Night in the Palace of Peking".
Um 1941 liess er sich in Paris ein Theater "Palais des Prestiges" für seine Show bauen. Im ersten Teil seines Programmes trat er als erster (vor Robert-Houdin) in Abendkleidung auf. Er entzündete mit einem Pistolenschuss über 100 Kerzen, präsentierte Automaten und zeigte im zweiten "chinesischen" Programmteil unter anderem das Ringspiel und die Produktion von Wasserschalen mit Goldfischen.

Philius (Theophil Weidmann)
1944-2008 (CH)

Nachdem der kleine Theophil einen Zauberkünstler gesehen hatte, der Milch in eine Papiertüte goss, sie daraus verschwinden und danach wiedererscheinen liess und der in einer Kasserolle über einem in einem Hut entfachten Feuer Bonbons erscheinen liess, wusste er, dass er Zauberkünstler werden wollte. Zum ersten Schultag wünschte er sich daher einen Zauberkasten. Dieser Wunsch wurde ihm von seinen Eltern erfüllt.
Seinen ersten Künstlernamen Tho Chi setzte er aus seinem Vornamens und dem griechischen Buchstaben X zusammen. Sein Publikum beschränkt sich auf einen engen Kreis von Verwandten und Freunden.
Mit sechzehn wurde er, assistiert von seiner neunjährigen Schwester Marguerite, für die Einweihung einer Turnhalle erstmals gegen Gage engagiert.
Als "Philius" erarbeitete sich Theophil ein Programm, bei dem ihm scheinbar immer alles misslang. Nach dem Absolvieren der Schauspielschule veranstaltete er in einem eigenen kleinen Theater Zauberabende. Seine Schwester, Marguerite Jeanne, nannte sich "Jane". Ihre erste grosse Bühnennummer war "La belle et le Hippie". So wurde der Name "Philius und Jane" einem größeren Publikum bekannt und tauchte in der Presse auf.
Während über dreissig Jahren traten die beiden als Bühnenpartner unter dem Namen "Philius & Jane" mit diversen Programmen auf. Mit ihren Illusionsshows wie "das Geheimnis der Mumie" – eine Nummer, die von Philius für das "Magiculinarium", einem kulinarischen Zauberabend im eigenen Zauberrestaurant, kreiert worden war - oder "The Lady in the Air" traten sie an zahlreichen Zauberkongressen und in Varietés in ganz Europa auf.
Schon immer war Philius auch von der Mentalmagie fasziniert. Sein Interesse dafür wurde durch den Zaubergerätehändler Joe Wildon geweckt, der in den 1950er- und 1960er-Jahren zahlreiche Mentaltricks verkaufte und seinem Magischen Magazin veröffentlichte. Philius betrachtete sich nie als Mentalist mit übersinnlichen Fähigkeiten, sondern führte seine Mentalkunststücke stets auf humoristische Weise vor. Seine Erfahrungen, seine Art der Präsentation und seine Kunststücke beschrieb er in seinem Buch "Über das Wesen der Mentalmagie" (1991), weitere Kunststücke in "Hellsehen … kinderleicht (1995) und in "Tarot-Geheimnisse und Pendel-Power" (mit R. Tröstler, 2001).

Phoa Yan Tiong

1926-2006 (Indonesien)

Phoa Yan Tiong, chinesischer Abstammung, in Batavia, Indonesien, geboren, lebte seit Beginn der Fünzigerjahre in Holland.
Er begann erst mit etwa 25 Jahren zu zaubern und trat sowohl mit farbenfrohen und eleganten Bühnenprogrammen als auch als Close-up-Künstler auf.
Die Close-up Magie entwickelte er zu seiner Spezialität und übte sie in Europa als einer der ersten professionell aus. 1958 gewann er am Weltkongress der FISM den ersten Preis in Mikromagie.
Die chinesische Kampfkunst, die er bereits mit 7 zu studieren begann, hatte einen grossen Einfluss auf seine Bewegungen und sein Timing. Als Zauberkünstler reiste er um die ganze Welt. Bekannt wurde er durch seine diabolisch clevere Version des zerschnittenen und wiederhergestellten Seidentuchs.
1977 publizierte er das Buch "Die Jahreszeiten".
Die letzten zehn Jahre seines Lebens musste er auf die Ausübung der geliebten Zauberkunst verzichten, da er nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt war.

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Piddington Sydney 1918-1991 (AUS)
Piddington Lesley  (AUS)


Mit 17 wurde Sydney Piddington jüngstes Mitglied der Independant Magic Performers Society in Sydney. Er spezialisierte sich auf Karten und Zigarettenmanipulationen.
1942-1945 in japanischer Kriegsgefangenschaft entwickelte er eine Telepathie-Nummer. Nach seiner Rückkehr nach Australien heiratete er Lesley Pope, die seine Partnerin wurde.
Ab 1947 traten sie 57 Mal im Radio auf. Filmaufnahmen von den Auftritten wurden in ganz Australien gezeigt. 1
949 schafften die Piddingtons den Sprung nach England, wo sie landesweit Schlagzeilen machten. Bis 1952 traten sie wiederholt im Radio und Fernsehen auf.
1952 kehrten sie nach Australien zurück, 1954 liessen sie sich scheiden.

Pinetti, Joseph

1750-1800 (I)

Pinetti war der bedeutendste Zauberkünstler der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er reiste durch Frankreich, Portugal, Deutschland, Russland. Ursprünglich Professor der Mathematik und Physik in Rom machte er sich die Zauberkunst zum Beruf. Mit seiner Frau als Medium führte er Gedankenübertragung vor und zeigte Automaten wie den "Grosssultan", der mit einem Hammer gegen eine Glocke schlug und Fragen der Zuschauer mit einem Kopfnicken beantwortete.
Als Decremps die Kunststücke Pinettis in seinem Buch "La magie blanche dévoilée" und den Folgewerken "Supplement à la magie blanche devoilée", "Codicile de Jérome Sharp", und "Les Petites Aventures de Jérome Sharp" die Funktionsweise der Kunststücke Pinettis enthüllt hatte, ging dieser nach England und später nach Russland, wo er verarmt verstarb.

Pisarenko, Yuri Pavlovich
1828-2007 (RUS)

Yuri Pisarenko war neben Igor Kio einer der bekanntesten Zauberkünstler Russlands. Er wurde mit 15 Waise und begann ab 1943 im Zirkus zu arbeiten, wo er als Schüler bei der Clown-Truppe Shar das Jonglieren und Akrobatik erlernte.
1949 verband er die Jonglage mit Illusionselementen und baute seine eigene Nummer auf. Bei einer Tournee in Taschkent sah er Kio Sr. und liess sich von diesem als Assistent verpflichten. 1957 lernte er während zwei Monaten beim jugoslawischen Manipulator Borra und trat danach als erster russischer Manipulator im staatlichen sowjetischen Zirkus auf.
1974 gewann er einen Grand Prix in Argentinien, 1986 wurde er in Schweden als "schnellster Manipulator Europas" ausgezeichnet.
Er arbeitete auf hohem technischem Niveau, fast ohne Requisiten, in unmittelbarem Kontakt mit dem Publikum. Am Ende der Darbietung erhielten die Zuschauer die ihnen unbemerkt entwendeten Brieftaschen, Uhren, Armbänder und andere Gegenstände zurück.
Zu grosser Fertigkeit brachte er es auch bei der Manipulation von Karten, Münzen und Ringen. Während 54 Jahren war er als Berufskünstler in über 60 Ländern aktiv. Die russischen Zuschauer bezeichnete er als dankbare, aber auch als schwierigste Zuschauer der Welt.
Pisarenko war Ehrenmitglied des MKF (Moskauer Zauberklub, russischer Vertreter in der FISM) und Verdienter Künstler Russlands.

Plate, Adrian

1844-1919 (NL)

Offizier der niederländischen Armee. Kam 1877 nach Amerika. Plate besass grosse Handfertigkeit und ein Experte der Mentalmagie. Er führte unter anderem auch das Riesengedächtnis vor. Mit Henry Hatton vefasste er "Magicians Tricks: how they are done" (1910), ein umfassendes Buch über die zeitgenössischen Kunststücke und Illusionen.

Platt, Johnny

1903-1990 (USA)

Johnny Platt arbeitete im Druckgewerbe und wurde Allround-Zauberkünstler, der Close-up auftrat, Illusionen und orientalische Bühnenprogramme stumm und mit Vortrag darbot. Er begann als Halbprofi 1919 als "La Platt" in Chicago und trat im gleichen Jahr der IBM bei. 1933 wurde er für die Weltausstellung in Chicago engagiert, wo er unter dem Namen "Hadji Baba" auftrat. In Vaudevilletheatern trat er unter dem Namen "Ki Ming" auf.
Während des zweiten Weltkrieges trat er in der USO (United Service Organisation) für amerikanische Truppen an zahlreichen Orten in der ganzen Welt auf. nach dem Krieg arbeitete er während 15 Jahren als Zauberkünstler in der Bar des Hotels LaSalle in Chicago.
Später zog er nach Hollywood und trat häufig im Magic Castle auf. 1970 wurde ihm von der Academy of Magical Arts der "Close-Up Magician" Award verliehen, 1979 der "Performing Fellowship" Award.
Er veröffentlichte das Buch "John Platt Internationally Famous Cups and Balls" (1975).

Pocsonyi (Sandor Szava)

1919-2010 (Slowakei)

Den Künstlernamen (Pocsonyi) gab sich Sandor Szava nach dem Namen seiner Geburtsstadt (Pressburg/Bratislava, ungarisch Pozsony). Mit Dreizehn riss er von Zu Hause aus und arbeitete drei Jahre lang als Assistent von Uferini, danach im Zirkus Kludsky zunächst als Zauberkünstler und danach als Geschäftsführer. Bis 1938 reiste er mit dem Zirkus durch ganz Europa und den vorderen Orient.
1938 ging das Schiff, mit dem der Zirkus auf einer Mittelmeerüberfahrt war, unter, Pocsonyi war einer der wenigen Überlebenden.
1939 heiratete er und trat bis 1941 als siebensprachiger Zauberkünstler vorwiegend in Varietés in Budapest, Prag und Sofia auf.
Nach einer Verletzung, die er sich 1944 bei einer Vorstellung zugezogen hatte, fing er nach Kriegsende wieder an, sich neue Requisiten zu bauen und zog zunächst mit einem Handwagen, dann mit Pferd und Wagen mit einer abendfüllenden Vorstellung durch Ungarn.

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Poinc, Eugene Jerome

1930-2002 (USA)

In Detroit geboren, wurde das Interesse für Zauberkunst in Eugene Poinc schon früh durch ein Zauberbuch sowie durch die Vorstellung eines Zauberkünstlers bei einem kirchlichen Anlass geweckt. In der Oberschule lernte er Milt Larsen kennen, der ihn mit seinem Vater William Larsen, dem Herausgeber von Genii bekannt machte. In der Folge fertigte er Illustrationen für die Zeitschrift an und schrieb einige Artikel.
Nach dem Schulabschluss ging er nach New York, wo er Kunst studierte und sich als Handleser und Kartenleger seinen Lebensunterhalt verdiente. Nach einem Jahr ging er nach Los Angeles, die Arbeit für Genii führte er noch viele Jahre weiter. William Larsen, sein magischer Mentor, hatte ihm bereits viel über Mentalmagie beigebracht, als er unerwartet starb. Eugene Poinc trat weiterhin als Wahrsager an privaten Anlässen auf und verfasste Skripts für Zeitschriften, fürs Fernsehen und für Kinofilme.
Er verfasste zwei Bücher über von ihm erdachte Kunststücke "Imagination: The Illusions of Eugene Poinc" (1981) und "Illusions For Princes And Paupers" (1983), und arbeitete ausser für Genii auch noch für M-U-M. Nachdem er sein Interesse für Bizarre Magie entdeckt hatte, begann er, dazu zahlreiche Beiträge im Internet zu veröffentlichen und publizierte das Buch "The Practitioner: Journeys Into Grey" (2000).

Poisson, Jean

1915-1985 (F)

Jean Poisson, Sohn eines Anwalts, begann als Kind anhand eines Zauberkastens zu zaubern.
Nach Auftritten bei privaten Anlässen und im Zirkus hatte er in den Vierzigerjahren seine grössten Erfolge.
Er trat auch unter dem Namen "John Fish" und als Mentalist Jean Sonis" auf. Er war Mitglied des Inner Magic Circle und besass eine der grössten Sammlungen von CLose-up Kunststücken.

Pollock, Channing West

1926-2006 (USA)

Channing Pollock war einer der einflussreichsten Zauberkünstler des 20. Jahrhunderts. Seine Technik mit Spielkarten war nahezu perfekt und durch seine Arbeit mit Tauben hat er die moderne Taubenzauberei begründet. Tausende haben ihm nachgeeifert, doch nur wenigen ist es gelungen, ein vergleichbares Niveau zu erreichen. Mit seiner makellosen Technik und seiner einnehmenden Bühnenpersönlichkeit hat er das Bild der modernen Zauberkunst inspiriert und prägt sie auch heute.noch
Channing Pollock wurde als jüngster von drei Söhnen eines leitenden Angestellten einer Zementfabrik in Kalifornien geboren. Den Namen Channing erhielt er nach dem damals sehr bekannten amerikanischen Theaterkritiker, Novellist und Dramatiker Channing Pollock.
In der Depressionszeit nach 1929 verschwand die Zementindustrie. Channings Vater fand eine neue Stelle bei der Shell Oil Company und die Familie war dauernd auf Reisen. 1935 liess sie sich in Sacramento nieder. 1944 meldete sich Channing mit 17 zur Armee und diente in der Navy.
Nach seiner Entlassung 1946 sah er eines Tages einen Mann, der Svengali-Spiele verkaufte. Zu einem Svengalispiel kaufte er auch Howard Thurstons "Card Tricks" und meisterte bald den Kartenfang sowie andere Karten-, Münzen- und Ballmanipulationen, die er aus Hugards "Modern Magic Manual" lernte. Er besuchte alle Vorstellungen von in der Nähe auftretenden Zauberkünstlern wie z. B. Virgil und Lee Gabel. Seine erste Frau stammte aus Wisconsin und kannte von da her die Larsens; sie bat daher ihre Mutter, den Larsens einen Brief ins Magic Castle zu schreiben und ein Treffen mit Channing zu organisieren. In einem Genii Magazin, das er anlässlich dieses Treffens erhielt, sah er eine Anzeige des Chavez Studio of Magic, worauf er mit seiner Familie nach Hollywood zog und bei Benito Chavez Unterricht nahm. Er plante, seine Zigaretten- und Kartenmanipulationen auszubauen und mit anderen Kunststücken, unter anderem der Produktion eines Kaninchens, zu ergänzen. Als er ein Kaninchen kaufen wollte, stach ihm satt dessen eine grosse Taube ins Auge. Die zu grosse Taube tausche er bereits am nächsten Tag gegen kleinere um und begann, an der Produktion von Tauben zu arbeiten. Er hatte von Cantu gehört, der Tauben aus einem farbigen mexikanischen Schal produzierte und versuchte nun, Möglichkeiten zu finden, um Tauben im Frack zu verstecken.
Nach und nach baute er Taubenproduktionen in seine Auftritte ein. 1952 machte er sich mit seiner Familie mit einem kleinen Wohnwagenanhänger auf die Reise Richtung Westküste. 1953 sah ihn der Agent des damals schon berühmten Jay Marshall und brachte ihn ins Fernsehen in die Ed Sullivan Show. Es folgten Auftritte in New York und den grössten Theatern in Boston, Atlanta, Chicago, Washington D. C. 1954 wurde ihm von der Academy of Magical Arts die Auszeichnung "Magician of the Year" verliehen. 1955 sandte ihn sein Agent nach England, wo er mit grösstem Erfolg im London Palladium und unter anderem auch vor Königin Elisabeth II und Prinz Philip auftrat. Nach Auftritten im englischen Fernsehen wurde er zu einem der gefragtesten Künstler. 1957 verlieh im der Magic Circle den Silbernen Zauberstab und als erstem ausländischen Künstler die Mitgliedschaft im Inner Circle, in Form der lebenslangen Ehrenmitgliedschaft. Neben allen grossen Theatern in England trat er auch in Rom, Paris, Monaco sowie an der französischen und italienischen Riviera auf.
1958 kam der Film "European Nights" in die Kinos, in der Channing Pollock seine Nummer zeigte. Auf einen Schlag wurde er auf der ganzen Welt mit seinen makellosen Taubenproduktionen und Kartenmanipulationen bekannt.
Verschiedene Künstler liessen sich von seinem Stil inspirieren, so z. B. Silvan, Shimada sowie Siegfried und Roy. Channing Pollock spielte als Schauspieler in einer Reihe weiterer Filme mit und eröffnete in Rom eine Modeboutique. Nachdem sich der Kinoboom in Rom gelegt hatte, kehrte er mit seiner zweiten Frau nach Amerika zurück und liess sich in Los Angeles nieder. Dort spielte er verschiedene Rollen in Fernsehserien. Gleichzeitig baute er seine Nummer zu einer Revue mit Illusionen aus, die er in Las Vegas zeigen wollte. Zu jener Zeit glaubte aber dort niemand an den Erfolg einer grösseren Show, und Pollock musste weiterhin mit seiner 7-Minütigen Manipulationsnummer auftreten.
Nachdem er seine dritte Frau kennen gelernt hatte, zog er sich 1969 mit 45 Jahren als Schauspieler und professioneller Zauberkünstler von der Bühne zurück. In Nordkalifornien baute er eine der ersten Farmen mit biologischem Landbau auf.

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Potassy, Paul
1923-2018 (A)

Paul Potassy wurde in Wien als Sohn eines ungarischen Vaters und einer österreichischen Mutter geboren. Mit 13 Jahren sah er in Graz zum ersten Mal einen Zauberkünstler, begann seine eigenen Requisiten zu basteln und trat zunächst in der Familie, dann vor Bekannten auf und finanzierte sich im Gymnasium die Schulferien mit Auftritten.
1940 sah ihn der Direktor des "Kabaretts der Komiker" in Berlin und engagierte ihn für das "5-Uhr-Tee-Programm". So ging Potassy am Morgen zur Schule und am Nachmittag trat er als Zauberkünstler auf.
Mit 18 wurde er zum Militärdienst eingezogen und geriet 1943 in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 nach Ungarn entlassen wurde.
Nach dem Krieg schaffte er es, sich in Budapest, wo sein Vater arbeitete, innerhalb von zwei Jahren einen Namen zu machen. Während neun Jahren arbeitete er jeweils zehn Monate des Jahres in einem Dauerengagement. Dabei studierte er immer wieder neue Nummern ein, um dem Stammpublikum Abwechslung zu bieten, so dass er schliesslich ein Dutzend 15-minütige Darbietungen beherrschte. Er führte vorwiegend manipulative Sprechzauberei vor und hatte unter anderem auch mehrere Programme, die ausschliesslich aus Kartenkunststücken bestanden.
Ende 1956 begann seine Karriere im Westen, beginnend mit einem Auftritt in einem Cabaret in Wien, ein erster Fernsehauftritt folgte. 1957 trat er während eines Monats in einem Cabaret in Genf auf. Dabei lernte er fliessend französisch zu sprechen.
1961 trat er in Stockholm auf, 1958 begann in Paris eine fünf Jahre dauernde Reihe von Auftritten in den grössten Nachclubs wie u. a. dem Moulin Rouge und dem Olympia. Diese Auftritte dienten ihm als Sprungbrett für seine internationale Karriere, die ihn schliesslich in die führenden Hotels der ganzen Welt führte.
Ab 1960 verwendete er in seinen Vorstellungen abwechselnd mehrere Sprachen. Seine Kombination von perfekter Tricktechnik und ausgefeilten Routinen im Zusammenspiel mit seiner beeindruckenden Persönlichkeit liessen ihn zu einer internationalen Ausnahmeerscheinung werden.
1960 zog er an die Costa Brava, wo er sich ein Haus baute.
1962 trat er an 363 Tagen auf, 1963 während fünf aufeinanderfolgenden Monaten täglich in vier verschiedenen Nachclubs. Während seiner Karriere trat er in der ganzen Welt in über 150 Fernsehshows auf.
1968 traf er seine dritte Frau Lita (Estelita Hernando Bueno), die ihm von da an assistierte. 1977 zogen sie nach Mallorca, wo Potassy während 25 Jahren einmonatige Engagements in einem Nachtclub hatte. Die Winterzeit verbrachten sie jeweils in Manila, wo sie sich 2004 niederliessen.
1991 zog sich Paul Potassy von der Bühne zurück.
Kunststücke aus Paul Potassys Repertoire wurden in den Büchern "Die Paul Potassy Show"/"The Magic of Paul Potassy" (s. unten) und auf 3 DVDs "The World Renowned Magic of Paul Potassy", L&L Publishing, Tahoma, CA, 2006, veröffentlicht.
Biogafie: Schenk U, Sondermeier M. Die Paul Potassy Show, Sic-Verlag, Coesfeld,1995 /The Magic of Paul Potassy H&R Magic Books, Humble, Texas, 2005

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Potter, Richard

1783-1835 (USA)

Mulatte, unehelicher Sohn von Sir Charles Herny Fankland, englischer Steureinnehmers in Boston. Erster Amerikaner, der im eigenen Land als Zauberkünstler erfolgreich war. Ab 1811 trat er während zwanzig Jahren in den USA und Kanada als Zauberkünstler, Bauchredner und Tierstimmenimitator auf. Seine grossen Einkünfte erlaubten es ihm, in New Hampshire ein grosses Stück Land zu kaufen, ein Herrenhaus darauf zu bauen und eine Farm zu betreiben. Immer mehr Siedler liessen sich in der Nachbarschaft nieder und 1871 verewigte die neu eröffnete Poststelle Potters Namen in ihrem Poststempel "Potter Place". Die Grabstätten von Potter und seiner Frau auf ihrem damaligen Boden sind bis heute erhalten

Powell, Frederick Eugene

1856-1938 (USA)

Ursprünglich Mathematiker wurde er 1876 professioneller Zauberkünstler. Reiste mit seiner Illusionsshow während mehr als 50 Jahren um die Welt.

Prévost, Jean
ca. 1520-1592 (F)

Verfasser eines der ersten Zauberbücher "La Première Partie des Subtiles et Plaisantes Inventions" (1584). Im gleichen Jahr erschien in England ein Buch von Reginald Scott (s. dort).


Punx (Ludwig Franz Wilhelm Hanemann)
1907-1996 (GB/D)

Punx war Magier, Bizarrist, Mentalist und Märchenerzähler. Er hatte die Gabe, gute Effekte mit guten Geschichten zu verknüpfen und erreichte damit eine ganz besondere, dramatische Präsentationsform.
In abendfüllenden Vorstellungen stellte er in entsprechenden Kostümen Eulenspiegel, Cagliostro, Münchhausen dar und schloss die Vorstellung als Punx.
Er war der erste Zauberkünstler, der im Mozarteum in Salzburg auftreten durfte.
In Amerika wurde er nach seinem Beitritt zur Psychic Entertainers Association (1978) bekannt, nachdem verschiedene seiner Kunststücke in englischer Sprache publiziert worden waren. 
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Pyle, Jack (John Paul Pyle)
1909-1987 (USA)

Jack Pyle wurde in Rockport in Indiana geboren. Ab Anfang der Vierzigerjahre trat er mit Kartenkunststücken auf.
In den Fünfzigerjahren trat er auf USO-Touneen mit vielen amerikanischen Stars rund um den Globus auf. In den Sechzigerjahren trat er wie Don Alan, Jimmy Grippo und Del Ray an Messe und Ausstellungen auf und nahm regelmässig an Marlos legendärem Round Table in Chicago teil.
Kurz vor seinem Tod verschenkte er seinen gesamten Besitz und vernichtete all seine Requisiten. Seine Asche wurde im Golf von Mexico verstreut.
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