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Ionia (Clementine de Vere)
1888-1973 (GB)

Ionia  wurde als vierte Tochter von 8 Kindern des Unterhaltungskünstlers und Zaubergeräteherstellers Charles de Vere und Julia (Julia Ferrett, Okita) in Brüssel geboren. Ihre Eltern stammten aus England und alle Familienmitglieder hatten die englische Staatsbürgerschaft. 1892 zog die Familie nach Paris, wo sie in der Nähe der Folies Bergère wohnte und so in Kontakt mit vielen berühmten Künstlern wie Harry Kellar, Servais Le Roy und den Herrmanns kamen. 1904 lernte Clementine in einem Zirkus den amerikanischen Dompteur Herman Wirtheim kennen, den sie im Alter von 15 noch im gleichen Jahr heiratete. Herman reiste mit dem Zirkus durch Belgisch Kongo, Frankreich, Italien und Ägypten. 1907 hatten sie ihr einziges Kind, 1917 wurden sie geschieden.
Um 1909 führte Ionias Vater ein Zaubergeschäft in Paris, das er nach dem Tod seines Sohnes Camille verkaufte und aufs Land zog, wo er eine grosse Illusionsshow für Ionia plante. Die Show umfasste schliesslich sechs Tonnen Material und 9 Mitarbeitende. 
1911 trat Ionia als "Goddess of Mystery" mit ihrer ägyptisch-orientalischen Nummer in Wien, Berlin, Kopenhagen, Paris und in England auf. Danach ist über weitere Auftritte nichts bekannt. 1914 scheint sie in Wien allein als "Ionia l' Enchatresse" mit einer pantomimischen Nummer aufgetreten zu sein. Um 1913 traf sie in Österreich den russischen Prinz Vladimir Eristavi Tchitcherine, den sie 1919 in Paris heiratete. 1928 wurde das Ehepaar geschieden. Sie behielt den Titel einer Prinzessin und lebte in Paris ein fürstliches Leben. 1955 zog sie nach Saint Jean Cap Ferrat westlich von Monaco. Ihren Lebensabend verbrachte sie in Saint Laurent du Var, begraben wurde sie in Paris neben ihrer Mutter und ihrem Vater.

Irina (Irina Arturovna Shtokolova)
1954 – 2007 (Russland)

Illusionistin, Verdiente Künstlerin der Russischen Föderation, Preisträgerin internationaler Wettbewerbe der Zauberkunst, Leiterin der Moskauer Theaterwerkstatt “Virazh“ (Die Kurve).
Absolventin der Geigenklasse einer Musikschule und danach der Moskauer Universität für Kultur im Studiengang „Leiterin eines Folklorekollektivs“. Sie arbeitete im Genre der szenischen Illusionskunst.
Sie war Wettbewerbsteilnehmerin des Weltkongresses der Zauberkunst FISM-2000 in Lissabon (Portugal). Ihre Nummer „Russisches Märchen bzw. Moskau“ wurde als eine der besten Darbietungen eines weiblichen Zauberkünstlers des 20. Jahrhundert gewürdigt. 2001 belegte sie den ersten Platz im Wettbewerb der Zauberkunst „Perle des Baltikums“ in Gdynia (Polen) in der Sparte „allgemeine Magie“.
Sie trat in mehreren TV- und Kinoproduktionen auf, z. B. im Kinofilm „Oh Herr, erhöre mein Gebet“ (1991) sowie in verschiedenen Radio- und TV-Programmen.
Sie verstarb auf tragische Art und Weise 2007 bei einem Autounfall. Sie wurde auf dem „Babushkinskoe" Friedhof in Moskau beigesetzt.

Übersetzung aus dem Russischen: Dr. Hans-Christian Solka
Quelle: http://magicpedia.ru/magicians/tabid/435/CategoryID/1/currentpage/22/Default.aspx (Zugriff 19.10.15)
 
Isola Emile 1860-1945 (Algerien)
Isola Vincent 1862-1947 (Algerien)


Emile und Vincent Isola waren zwei von sieben Söhnen eines jüdischen Schneiders.
Sie wurden als Kinder durch Vorstellungen von europäischen Zauberkünstlern wie Bosco, Cazeneuve und Nicolet inspiriert, die durch Nordafrika reisten.
1880 wanderten sie nach Paris aus, wo sie zunächst in verschiedenen Theatern Vorstellungen gaben, unter anderen auch in den Folies-Bergères.
1892 kauften Sie das Théatre des Capucines, das sie in Théatre Isola umbenannten und damit grosse Erfolge feierten.
Ab 1897 traten sie nicht mehr auf, sondern kauften und leiteten mehrere der grössten Theater von Paris, so auch das Olympia und die Folies Bergères, wo sie sensationelle Varieté-Programme inszenierten.
1936 waren sie wegen finanzieller Verluste gezwungen, selber erneut aufzutreten. Auf ihrer Tournee durch die grössten Theater Frankreichs zeigten sie das Geisterkabinett, einige Illusionen, Manipulationen, Telepathie und Schattenspiele. Während der Besatzung übernahmen sie erneut die Leitung des Pigalle.

Biografie: ANDRIEU, P. Souvenirs des Frères Isola. Cinquante Ans de Vie Parisienne. Flammarion, 26, rue Racine, Paris, 1943

Jacobs, Professor (Joseph Jacobs)
1813-1870 (GB)

Joseph Jacobs begann seine Karriere als Zauberkünstler bereits mit zwanzig Jahren. Zur gleichen Zeit wie Professor Anderson und Robert-Houdin bereiste er ganz England. 1854 bereiste er die USA und 1855 Australien. Er trat als Schauspieler, Zauberkünstler, Bauchredner, Sänger und Improvisationskünstler auf. Einen guten Teil seines Erfolges verdankte er seinem Bruder, der als Kobold in schlecht sitzender Kleidung als sein Assistent Sprightly agierte.
1858 trat Joseph Jacobs erstmals in Neuseeland auf, wo er von Anfang an grössten Erfolg hatte. Wie es zu jener Zeit üblich war, zeigte er verschiedene Programme. Unter anderem führte er Kunststücke aus Robert-Houdins Programm vor wie z. B. den Orangenbaum, „Liliputian Tavern“ - eine Version von Robert-Houdins „Kuchenbäcker des Palais Royal“, die unerschöpfliche Weinflasche, die Kristallglocke und das Verschwinden von Sprightly unter einem überdimensionierten Kerzenlöscher.
1865 kehrte er nach einer Reise durch Australien erneut nach Neuseeland zurück. Er nannte sich nun „Professor“ Jacobs und trat ohne seinen Bruder auf. An dessen Stelle war ein gut gekleideter Assistent getreten. Unter anderem zeigte er spiritistische Séancen nach dem Vorbild der Brüder Davenport.
Die Presse überhäufte ihn in täglichen Artikeln mit Lob und er brach mit seinen Vorstellungen alle Besucherrekorde.
1866 kehrte er nach England zurück, wo er 1870 mit 58 Jahren in London verstarb.

Biografie: REID, B. Conjurors, Cardsharps and Conmen. Bernard Reid, o. O., 2015
 
Jacoby-Harms (Hans Joachim Jacob Harms)

1854-1917 (D)

Jacoby-Harms spezialisierte sich auf die Darbietung spiritistischer Experimente (Entfesselungen) zu Unterhaltungszwecken. In späteren Jahren gab er nur noch Privatvorstellungen für wohlhabende Kaufleute in Hamburg. 

Jahn, Viggo

1917-2004 (DK)

Der in Kopenhagen geborene Manipulator Viggo Jahn trat unter der Bezeichnung "Der Mann mit den schwarzen Handschuhen" auf.
Obwohl er bereits in Theatern, Kabaretts und im Zirkus in Europa und Asien aufgetreten war, wurde er unter Zauberkünstlern erst bekannt, als er 1949 in Amsterdam den Grand Prix der FISM gewann.
In seiner Manipulationsnummer nahm er den Knauf seines Stockes ab und führte damit Manipulationen wie mit Fingerhüten durch. Da er dabei schwarze Handschuhe trug, waren die Manipulationen auch auf grössere Entfernung gut zu sehen.
1951 ging Viggo Jahn die USA, wo er in der Ed Sullivan Show und zwischen 1952 und 1960 in Nachtclubs und Hotels auftrat.
Als er sich 1992 von der Bühne zurückzog, erwarb der dänische Taschendieb Kenny Quinn die Rechte, seine Nummer vorzuführen.

Jaks, Dr. Stanley (Herbert Siegbert Jaks)

1903-1960 (D)

Stanley Jaks wurde in Deutschkrone (heute Walcz) in der Nähe von Danzig geboren. Mit 15 Jahren sah er eine Vorstellung von Okito, von dessen Show er zeitlebens fasziniert war.
Ab 1925 besuchte er in Berlin die Kunstgewerbeschule und schloss die Ausbildung als Grafiker ab. 1927 arbeitete er als Reklamezeichner bei Karstadt.
Er wurde Mitglied in Conradi-Horsters Vereinigung „Maja“ und 1923 im Magischen Zirkel von Deutschland. Die Bekanntschaft mit Konsul Geo Mylius, der auch dem Magischen Zirkel angehörte, erweckt in ihm die Liebe zur Mikromagie.
1930 trat er zum ersten Mal öffentlich auf und zwar als „Jaks und Jaks“. Er und sein Partner Jolowitz hatten die gleiche Größe und trugen die gleichen Anzüge, sie wirken optisch wie Bild und Spiegelbild. Ließ der eine Jaks etwas verschwinden, erschien es beim anderen und umgekehrt.
1935 emigrierte Jaks über Ungarn nach Vaduz (Liechtenstein). Durch diverse englischsprachige Bücher über Telepathie, Hellsehen und Antispiritismus wurde sein Interesse für Mentalmagie geweckt.
Nachdem er von Max Holden eine Ausgabe der Zeitschrift „Jinx“ erhalten hatte, fand er Kontakt zu Annemann, den er sehr bewunderte. Annemann veröffentlichte einige von Jaks Kunststücken in seinen Schriften. Da Annemann starb, bevor Jaks nach Amerika emigrierte, lernten sich die beiden nie persönlich kennen.
Am 29. Januar 1939 zauberte Jaks bei der Gründungsversammlung des Magischen Ringes der Schweiz. Jaks trat in renommierten Häusern auf und traf viele Grössen aus Wirtschaft, Politik und Kunst. Unter anderem zauberte er in St. Moritz vor Aga Khan. Jaks Markenzeichen war „Das Buch der Geheimnisse“, eine von Roy Roth gebaute Kassette in Buchform, welche die Utensilien von Jaks Mikroprogramm aufnehmen konnte. Die von Jaks entworfene Box wurde 1957 unter dem Titel “Book Of Magic“ von dem Londoner Händler Harry Stanley und später auch von Charly Eperny verkauft.
1946 wanderte Jaks nach Amerika aus, wo er auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage zunächst kaum Engagements fand. Im Dixie Hotel, wo ein grosser Tisch jeden Mittag nur für Zauberer reserviert war, traf er Dai Vernon, John Scarne, Milbourne Christopher, Al Baker und Jean Hugard. An den Samstagnachmittagen traf er sich mit Zauberkünstlern in den Zaubergeschäften von Holden, Tannen und Abbott.
Er publiziert zahlreiche Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften. 1948 trat er während einigen Monaten im Hotel Savoy Plaza in New York jeweils von 18 Uhr bis Mitternacht mit Tischzauberei auf. Sein Paradekunststück war eine Routine mit verbundenen Augen, bei der er mit den Fingerspitzen zu lesen schien.
Anfangs der 1950er-Jahre wurde Jaks Bürger der USA. Er lebte vor allem von der Vorführung von Séancen, Hellseh- und Handschriftenexperimenten in Clubs, bei Banketten und bei Privatveranstaltungen. Dabei zeigte er Kunststücke, die danach in einer themenbezogenen psychologischen Vorlesung besprochen wurden.
1959 trat er aus allen magischen Vereinigungen aus, da er der Ansicht war, dass die Beziehung zu Zauberkünstlern seine mentalmagischen Darbietungen unglaubwürdig machten.
Am 5. Januar 1960 starb er in seinem New Yorker Appartement an einem einem Herzinfarkt. Seine Asche wurde im Grab seiner Mutter auf dem jüdischen Friedhof in St.Gallen beigesetzt.

Text nach Angaben von Hans W. Bäumer - ergänzt von Andreas Fleckenstein und Rico Leitner

James, Stewart

1908-1996 (CAN)

Stewart james war ein höchst kreativer Erfinder, der über 1000 Zauberkunststücke erfand und viele davon in Zeitschriften publizierte.
Das Buch "Stewart James in Print: The First 50 Years" umfasst mit über 1'000 Seiten die grösste Seitenzahl eines je in Englisch publizierten Buches. "The James File, Vol 1 & 2" umfassen nochmals über 4'000 Seiten.

Jansen, the Great (Harry Alvin Jansen)

1883-1955 (DK)  > siehe unter Dante

Jarrett, Guy Ellsworth

1881-1972 (USA)

Guy Jarrett war einer der genialsten und einflussreichsten Erfinder von Illusionen. In seiner Jugend machte er Bekanntschaft mit der Zauberkunst, als er Harry Kellar sah. Guy arbeitete als Eisenbahntelegraphist. Trat um 1910 als Zauberkünstler auf und begann bald, seine eigenen Illusionen zu bauen, die er auf den menschlichen Körper massgeschneidert so klein wie möglich herstellte. Kurze Zeit arbeitete er als Assistent von T. Nelson Downs, für den er einige Illusionen gebaut hatte. Ab 1912 stellte er Illusionen für Thurston her, die er während einer Saison als dessen Assistent vorführen half. Die nächsten drei Jahre arbeitete er in New York in einem Zaubergeschäft. 1917 zog Guy mit seiner Frau, der Entfesselungskünstlerin Minerva, die er 1914 geheiratet hatte, nach Kalifornien. Um 1921 ging er nach New York zurück, wo sich seine Frau von ihm schieden liess. In den Zwanzigerjahren wurden am Broadway so viele Theater eröffnet und Shows gezeigt wie nie zuvor. Jarrett inszenierte mit Erfolg Illusionen in zahlreichen Theaterproduktionen. Um 1925 erfand er das erste "Thin Model" der zersägten Jungfrau, die von Selbit um 1920 erstmals vorgeführt wurde. Im gleichen Jahr arbeitete er als Bühnenmeister für Dunninger, für den er ebenfalls einige Illusionen baute, bevor dieser sich auf die Mentalmagie konzentrierte. In der Depression Ende der Zwanzigerjahre, dem Aufkommen des Radios und der Tonfilme begann der Niedergang des Vaudeville. Jarrett strebte noch Mitte der Dreissigerjahre eine eigene Show mit seinen Illusionen an, die aber nie zustande kam. 1936 veröffentlichte ein enttäuschter und pessimistischer Jarrett sein Buch "Jarrett Magic", das er selber auf einer handbetriebenen Druckerpresse herstellte und von Hand in Leinen band. Das Buch, in dem Jarrett freimütig seine Meinung über die Zauberkunst und viele berühmte Zauberkünstler äusserte und zahlreiche Illusionen mit zum Teil schwer verständlichen Zeichnungen beschrieb, fand in einer Zeit, zu der Illusionsshows nicht mehr Mode waren, wenig Anklang. Nur wenige Zauberkünstler wie z. B. Okito erkannten den Wert von Jarretts Ideen, der seiner Zeit weit voraus war. Bis Ende der Dreissigerjahre baute Jarrett noch einige Illusionen für verschiedene Shows. Danach wandte er sich in mehreren Schriften der Verbreitung seiner Ideen für eine gesunde Lebensgestaltung zu. 1949 eröffnete er in New York eine Gymnastikhalle für Kinder, zog dann nach Oakland zu seiner Schwester, wo er Spielplätze mit Turngeräten für Kinder baute. Einige Jahre später verschwand er spurlos und tauchte in den Fünfzigerjahren in Hollywood wieder auf. Er versuchte weiterhin, verschiedene Schulen und Universitäten von seinem Ertüchtigungsprogramm zu überzeugen. 1981 wurde Jarretts Buch von Magic Inc. neu aufgelegt und die Leser erkannten, dass es viele wertvolle Geheimnisse und einmalige Einsichten enthält. Moderne Illusionisten übernahmen viele seiner Ideen für Ihre Shows. 2001 erschien die ausführlich kommentierte Ausgabe "The Complete Jarrett" von Jim Steinmeyer.

Jarrow, Emil (Emil Jaroczynski)

1875-1959 (D)

Emil wurde im preussischen Posen geboren. Als er drei Jahre alt war, zog seine Familie nach Berlin. Mit 14 sah er dort Buffalo Bill Codys Wildwestshow und riss von zu Hause aus, um mit der Show nach Hamburg zu reisen. Die Eltern holten ihn zurück, aber er überzeugte sie dann, ihn nach Amerika reisen zu lassen, um zu seinem 14 Jahre älteren Bruder zu ziehen, der bereits mit 17 Jahren in die USA ausgewandert war. In Amerika wurde er auf einem Güterzug ausgeraubt und fast zu Tode geprügelt. Nach seiner Genesung wurde er von einem Bäcker aufgenommen, bei dem er Arbeit fand. Er lernte Englisch und begann Body Building zu betreiben, da er sich geschworen hatte, sich nie wieder zusammenschlagen zu lassen. 1893 reiste er dann weiter zu seinem Bruder nach Chicago und besuchte die Weltausstellung zur Feier des 400. Jahrestages der Entdeckung Amerikas. Dort sah er unter anderem Houdini und seinen Bruder mit der "Metamohposis"-Illusion. Neben dem Areal der Weltausstellung hatte Buffalo Bill Cody seine Show aufgebaut und Emil erhielt einen Job als einer von mehreren hundert Angestellten.
Als die Show im Oktober 1994 eingestellt wurde, stand Jarrow ohne Arbeit da und begann seine Fähigkeiten als starker Mann in Bars zu demonstrieren. Die ungewöhnlichen Kraftakte des Achtzehnjährigen fielen rasch auf und die Zeitungen berichteten über seine erstaunlichen Demonstrationen wie z. B. einen 120 kg schweren Mann mitsamt dem Stuhl auf dem er sass hochzuheben oder ein 55 kg schweres Bierfass lediglich mit den kleinen Fingern beider Hände hochzuheben. Jarrow wurde daraufhin für verschiedene Shows engagiert. Dabei traf er 1873 Malini und war beeindruckt von dessen magischen Fähigkeiten und der Art, wie er mit dem Publikum umging. Jarrow begann, selber einige Zauberkunststücke mit Alltagsgegenständen einzustudieren und entwickelte seine Version des Geldscheins in der Zitrone.
Mit 24 trat er zusammen mit einem Partner mit einer Akrobatik-Nummer auf. Dabei brach er sich 1901 das Bein, als er in den Bühnenboden einbrach. Der Bruch verheilte schlecht und Jarrow hinkte für den Rest seines Lebens. Damit war seine Karriere als Artist beendet. Er kehrte für ein Jahr nach Deutschland zurück, um sich zu erholen.
Beeinflusst von Houdini, Malini, Goldin und Imro Fox begann Jarrow eine eigene Zaubernummer einzustudieren. Während mehreren Jahren trat er mit einer Mischung aus Comedy und Zauberkunst in kleinen Theatern rund um New York auf. Ab 1906 trat er in Vaudevilletheatern in ganz Amerika auf. 1910 gelang ihm mit Auftritten im Colonial Theater und dem Victoria in New York endgültig der Durchbruch.
1910 wurde er auch nach London ans Alhambra verpflichtet, und trat 1911 im Palace Theater auf.
1912 trat er im Wintergarten in Berlin auf. Dort lernte er seine zukünftige Frau Erna kennen, die er zwei Monate später heiratete. 1913 wurde ihre Tochter Evelyne Johanna geboren. Währen zwei Jahren trat Jarrow in Europa auf, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges kehrte er nach Amerika zurück, Frau und Kind mussten in Deutschland bleiben. 1917 beantragte Jarrow die amerikanische Staatsbürgerschaft. Seine Frau uns seine Tochter konnten erst 1920 nach Amerika ausreisen.
Anlässlich einer Reise nach Deutschland starb Erna 1926 an Krebs. Jarrow liess seine Tochter bei deren Grossmutter zurück und machte eine Tournee durch England, gefolgt von einer sechsmonatigen Tournee durch Australien. Danach kehrte er nach Amerika zurück, seine Tochter folgte ihm in die USA.
Zu seinen besten Zeiten war Jarrow einer der bestbezahlten Zauberkünstler in Vaudeville. Mitte der Zwanzigerjahre begann sich Vaudeville jedoch zu verändern, der Tonfilm und das Radio kamen auf, nach dem Börsencrash 1929 nahm die Arbeitslosigkeit drastisch zu und Theaterbesucher blieben aus.
Mit Auftritten auf Kreuzfahrtschiffen fand Jarrow ein neues Betätigungsfeld. Zudem trat er vermehrt an magischen Kongressen auf. 1941 verfasste er für eine Seilfabrik das Büchlein "Rope Magic". 1942 wurde er im Nachtclub Diamond Horseshoe in Manhanttan angestellt, um die an der Bar wartenden Besucher zu unterhalten. Daraus ergaben sich viele private Engagements. Noch mit 66 Jahren trat er für die amerikanischen Truppen in Camps und Spitälern auf.
Kurz vor seinem 83. Geburtstag starb Jarrow in einem Altersheim für Künstler in Long Island.

Biografie: CHARVET, D. Jarrow "The Humorist Trickster". Charvet Studios, lake Oswego, Oregon, 2013

Jay, Ricky (Richard Jay Potash)
1948-2018 (USA)

Ricky Jay wurde in Brooklyn geboren, wuchs in New Jersey auf und lernte mit vier Jahren von seinem Grossvater Max Katz, damals Präsident der Society of American Magicians, zaubern. Mit 7 trat er erstmals im Fernsehen auf.
Nachdem er in den 1970er-Jahren viel von Dai Vernon und Charlie Miller gelernt hatte, trat er zunächst im Vorprogramm berühmter Comedians und Sänger auf. Schon bald hatte er seine eigene Show und wurde vor allem als Kartenkünstler berühmt. Er liebte es, mit möglichst wenig Requisiten im kleinen Rahmen aufzutreten. Er versuchte auch immer, vom Image der Zauberkunst als Unterhaltung für Kinder wegzukommen, unter anderem indem er zu seinen Vorstellungen nur Personen über 17 zuliess.
Ab 1992 trat er während mehreren Jahren in New York City und auf Tourneen mit seiner Show "Ricky Jay and his 52 Assistants" auf, für die ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen wurden. Drehbuchautor und Regisseur David Mamet führte dabei Regie. Er besetzte Ricky Jay auch mit diversen Rollen in Filmen wie "House of Games" (1987), "The Spanish Prisoner" (1997), and "The Heist" (2001). Jay spielte auch in zahlreichen andern Filmen und Fernsehserien als Schauspieler mit, wie u. a. als Terrorist Henry Gupta im James Bond Film "Tomorrow Never Dies" (1997), in der Western-Serie "Deadwood" (2004 ) und den Filmen "The Great Buck Howard" und "The Brothers Bloom" (beide 2008).
Anfang der 1990er-Jahre gründete er zusammen mit Michael Weber die Firma "Deceptive Practices," die technische Beratungen für Filme anbot, wie z. B. für "The Illusionist" oder" The Prestige" (beide 2006).
Ricky Jay fungierte als Kurator der "Mulholland Library of Conjuring and Allied Arts", bis sie 1991 von David Copperfield aufgekauft wurde. Er war Mitbegründer der "Conference on Magic History", wirkte an Dokumentationen über Zauberkunst mit und produzierte diverse Beiträge für Radioshows.
Er hielt lange Zeit den im Guinness-Buch der Rekorde aufgeführten Weltrekord im Kartenwerfen.
Er verfasste "Cards as Weapons" (1977) und "Learned Pigs and Fireproof Women" (1986), "Many Mysteries Unraveled, or, Conjuring Literature in America, 1786–1874" (1990, zusammen mit Brady Barnhill und Sally Levinson), "Jay's Journal of Anomalies: Conjurers, Cheats, Hustlers, Hoaxsters, Pranksters, Jokesters, Impostors, Pretenders, Sideshow Showmen, Armless Calligraphers, Mechanical Marvels, Popular Entertainments" (2001), "Dice: Deception, Fate & Rotten Luck." (2002), "Extraordinary Exhibitions: The Wonderful Remains of an Enormous Head, The Whimsiphusicon & Death to the Savage Unitarians." (2005), "Matthias Buchinger: The Greatest German Living." (2016).
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Jean-Marc (Jean Marc Bujard)

1925-2019 (F)

Jean Marc lernte als Teenager anhand von Rémi Ceilliers "Manuel Pratique" zaubern. Er arbeitete zunächst in einem Büro und wurde danach Fotograf. Da ihn der Beruf nicht erfüllte, trug er sich mit dem Gedanken, professioneller Zauerkünstler zu werden. Eines Tages ergab sich in Casablance dazu die Gelegenheit, als ihm ein dreimonatiges Engagement angeboten wurde. Daraufhin erhielt er ein Engagement im Kabarett "Chez Carrere" in Paris, wo ihn ein Agent entdeckte und ihn 1954 für ein sechsmonatiges Engagement nach Indien verpflichtete. Nach sechs Monaten kehrte Jean Marc nach Europa zurück, wo er von da an in allen grossen Häusern auftrat. 
Eines Tages erhielt er von seinem Freund und Vorbild Dr. Jaks zum Geburtstag eine Kartenente, die von da an als "Wilhelmina" der Höhepunkt seiner Sprechdarbietung war. 
Als mehrsprachiger Künstler trat Jean Marcer während vielen Jahren in Europa und der ganzen Welt auf und war in Frankreich oft im Fernsehen zu sehen. 
Jean Marc war auch Sammler von Spielkarten. Ausserdem war ervon 1984 bis 2007 Sekretär des Syndicat des Illusionistes et des Visuels du Spectacle.

Jeans, Walter Cerretta (Walter Janes)

1877-1903 (GB)

Walter Jeans war eines von vier Kindern eines Eisengiessers, seine Mutter führte eine Gaststätte in Birmingham. Mit 12 ging er von der Schule ab und begann halbtagsweise in der Messingfabrik zu arbeiten, wo sein Vater als Vorarbeiter tätig war, ab 1892 erhielt er eine Vollzeitstelle. Nach einem Besuch eines Onkels aus Amerika, einem Akrobaten, beschloss Walter Jeans, selber Akrobat zu werden. Nach einem Sturz musst er sieben Wochen im Spital verbringen, wo er sich mit der Zauberei beschäftigte. Nach seiner Entlassung aus dem Spital begann er neben seiner Arbeit in der Messingfabrik unter den Namen "Ceretta" und "Mysterious Jeans" als Strassenkünstler aufzutreten und erhielt ab und zu auch kurze Auftrittsmöglichkeiten in Varieté-Theatern. Er besuchte alle Vorstellungen von Zauberkünstlern, die in der näheren Umgebung auftraten und begann selber Illusionen zu entwickeln. Dabei entwickelte er eine besondere Vorliebe für die Verwendung von Spiegeln. Er versuchte sich auch mit einer Nummer mit einem schwarzen Kabinett, die jedoch infolge von Fehlern des Beleuchters zu einem Fiasko wurde.
1902 Trat Jeans unter dem Namen "The Mysterious Brass Moulder" während einer Woche in der Berufskleidung eines Eisengiessers mit Münzen- und Kartenmanipulationen in einem Theater auf. Nach einem kurzen Gastspiel in einer Gruppe von erfolglosen Comedians und Tänzern kehrte er nach Hause zurück.
Im gleichen Jahr lernte er den Besitzer eines "Wachsfiguren- und Neuheiten-Museums" kennen. Als dieser, ein Alkoholiker, seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte und das Museum schliessen musste, steckte Jeans all sein Geld in das Unternehmen und eröffnete das Museum an einem neuen Standort, der nach einem kurzen Erfolg erneut gewechselt werden musste, weil die Besucher ausblieben. Am neuen Standort wurde das Lokal schliesslich im Januar 1904 eröffnet. Neben den bisherigen Attraktionen wurden auch Handlesen und Horoskope angeboten. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr blieben die Einnahmen aus und Walter Jeans suchte neue Attraktionen. Er errichtete im Museum zusätzlich ein kleines Theater, einen "Palace of Mysteries", wo er jeden Samstagabend Zaubervorstellungen gab. Da Walter Jeans selber zwar über aussergewöhnliche Handfertigkeit verfügte, die derjenigen eines Nelson Downs in nichts nachstand, jedoch eine gnomenhafte, nicht gerade einnehmende Persönlichkeit hatte, von dem die Zuschauer keine Wunder zu sehen erwarteten, stellte er in den folgenden Jahren einen versierten Bühnenmagier an, der seine Illusionen und Kunststücke vorführte.
1907 musste das Museum umziehen und wurde unter der Bezeichnung "Panopticum" bis in die Dreissigerjahre weitergeführt. Jeans entwickelte in den nächsten Jahre weiterhin neue Kunsttücke und Illusionen. 1912 produzierte er die Show "Metaphysical Magic", die jedoch vor der Eröffnung einem Feuer zum Opfer fiel. In den nächsten sechs Monaten entwickelte Jeans eines der genialsten Illusionsprinzipien, den "Spiegeltunnel", der die Grundlage für die Illusion "Silver Hat" war. Diese wurde zunächst von Marvello vorgeführt. Aus einem grossen Metallzylinderhut wurden eine grosse Anzahl von Gegenständen produziert, unter anderem Blumen, Glühbirnen, Flaschen, Gläser, Porzellangeschirr, Tücher und eine grosse Zahl von Stoffbällen. Ausserdem wurden verschiedene Effekte erzielt, indem in den Hut gegebene Gegenstände verschwanden, sich veränderten, vom Publikum gewählte Dinge erschienen usw. Zum Schluss wurde ein langes Messsingband aus dem Hut produziert.
Die Illusion wurde von Jeans in England zum Patent angemeldet, das 1916 erteilt wurde.
P. T. Selbit sah bisher noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten in Walter Jeans "Spiegeltunnel"-Illusion und führte seine Version unter der Bezeichnung "The Million Dollar Mystery" vor, bei der unter anderem aus einem quer durch einen würfelförmigen Rahmen geschobenen leeren Kasten zunächst ein Mann und dann auch eine Frau erschienen. 1928 kaufte Thurston die Rechte der Illusion für Amerika und erhielt 1930 dafür das amerikanische Patent. Ein weitere Exemplar der Illusion wurde an Chefalo verkauft, später auch eines an Sir Julian Cahn.
1934 musste Walter Jeans sein Panopticum erneut verlegen. Neu stellte er auch Glückspielautomaten und verschiedene neue optische Illusionen auf. 1942 erlitt er einen Herzanfall und verstarb noch im gleichen Jahr nach dem Tod seiner Frau.
Walter Jeans entwickelte mit allen Variationen des Spiegeltunnels insgesamt um die 30 Illusionen, von denen viele in den grössten Theatern der Welt vorgeführt wurden. Das "Million Dollar Mystery" wurde unter anderem später von Doug Henning, Siegfried und Roy, Penn und Teller, Louis de Matos und David Copperfield eingesetzt.
Biografie: WarlockARLOCK, P. Walter Jeams. Illusioneer. Mike Caveney’s Magic Words, Pasadena, CA, 1986, second edition 2006
 
Jennings, Larry

1933-1997 (USA)

larry jennings war halbprofessioneller Zauberkünstler. Er studierte bei Dai Vernon. Er wurde weltweit bekannt als Erfinder von Kartentechniken und -kunststücken, die zu Klassikern wurden.
Seine Kunststücke wurden u. a. veröffentlicht in "Larry Jennings on Card and Coin handling" (1977) "The Classic Magic of Larry Jennings" (Maxwell, 1986), "The Cardwright" (Maxwell, 1988), "Jennings '67" (Kaufmann, 1997), "A Visit with Larry Jennings" (Patton & Vergilio,o. J.), in "Dai Vernon's Ultimate Secrets of Card Magic" (1969), in "Up in Smoke" (Goodwin, 2005) und diversen Zeitschriften. Ebenso erschienen diverse Videos und DVDs wie "Classic Magic-The Larry Jennings Video", "Larry Jennigns Paris Tapes" (1995), "Thoughts on Cards" (1995), "Larry Jennings Close-up"(2005), "Larry Jennings - A Private Lesson" (2006).

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Johnson, Roy
1932-2016 (GB)

Roy Johnson wurde in Leicester geboren. Seine ersten Zaubertricks erwarb er mit 16 Jahren in Paul Clives Zaubergeschäft. Ein paar Jahre später machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf. Nachdem er sich auf Close-up-, Salon- und Mentalmagie spezialisiert hatte, wurde er auf dem Gebiet der After-dinner Shows in Hotels, Geschäftsmeetings und Privatvorstellungen zu einem der gefragtesten Zauberkünstler in England.
Viele der Kunststücke und Routinen, die von Ken Brooke auf den Markt gebracht wurden, stammten von Roy Johnson. In zahlreichen Seminaren, die er in Europa, den USA und Australien gab, zeigte und erklärte er während Jahrzehnten seine laienwirksamen und in der Praxis vielfach erprobten Routinen.
Rudolf Braunmüller veröffentlichte die Deutschsprachigen Seminarhefte "Das-Roy-Johnson-Seminar 1976", "Das Roy Johnson Seminar '81'", "Das Roy Johnson Seminar 1993".
Zu Roy Johnsons Publikationen gehören „The Roy Johnson Experience” (1970), “The Roy Johnson Lecture Notes” (1970), “Second Time Around” (1971), “Third Dimension” (1977), “Final Call” (1979), “Everyman Cards” (1979), “Feature Three” (1980), “A World of Clocks” (1984), “Pure Gold” (1988), “Silver Special” (1989).
Rudolf Braunmüller übersetzte die Publikationen von Roy Johnson auf Deutsch und veröffentlichte sie unter dem Titel "Meine Gesammelten Werke".
Ausserdem publizierte Roy Johnson Kunststückbeschreibungen in zahlreichen Zeitschriften, so u. a. in Pentagram, Abra, Magic Wand, Genii, MUM, Epoptica, Talisman, Magick. Seine Kunststücke wurden ebenfalls unter dem Titel "The Voice of Experience" auf drei DVDs veröffentlicht. Mit deutscher Sprache unterlegte Videobänder erschienen bei Rudolf Braunmüller.
Zwei Jahre nach einem Schlaganfall, der ihn ans Bett fesselte, verstarb Roy Johnson mit 84 Jahren.

Johnstone, George John

1919-2004 (USA)

George Johnstone begann mit 9 Jahren anhand eines Zauberkastens zu zaubern. Ein paar Jahre später trat er an Amateur-Abenden in Theatern auf.
Mit 16 verliess er die Schule, arbeitete tagsüber in einem Restaurant und trat abends als Amateur in Theatern auf.
Mit 19 fand er eine Stelle als Aushilfe bei Blackstone. Nach drei Jahren versuchte er ohne Erfolg, als "Mysterious Houdaille" eine eigene Karriere zu starten. Er kehrte zu Blackstone zurück, wo er sich in eine Assistentin verliebte, die er 18 Monate später heiratete. Anderthalb Jahre später verliessen die beiden Blackstone und begannen mit einer eigenen Nummer in Nachclubs aufzutreten.
Ende der Vierzigerjahre entdeckte Johnstone, dass er ein Talent zu komischer Zauberei hatte und von da an blieb er dabei.
1950 trat er in der Ed Sullivan Show am Fernsehen auf. Danach trat er überall in den USA und verschiedentlich auch in Europa  an Messen, Banketten, privaten Feiern und Zauberkongressen auf.
Nach 1970 trat Johnstone ohne seine Frau bis im Alter von 75 Jahren mit seiner Nummer "A broad satire of magic" auf.

Jordan, Charles Thornton

1888-1944 (USA)

Charles Jordan war ein  Zauberkünstler, der nie öffentlich auftrat und nur durch seine Publikationen zu einem legendären Ruf kam.
Er begann ungefähr mit 10 Jahren zu zaubern. 1915 publizierte er sein erstes Kartenkunststück.
1919 erschien sein Buch "Thirty Card Mysteries". Darin enthalten war auch sein Falschzählen, das später als "Jordan Count" bekannt wurde. Im gleichen Jahr richtete er einen "Special Service for Magicians" ein, 1920 publizierte er fünf Hefte mit über 50 Kartenkunststücken.
Weitere Kunststücke folgten bis 1923. Danach beschäftigte er sich nicht mehr mit der Zauberei.
1935 nahm Annemann mit ihm Kontakt auf und versuchte, alle von Jordan publizierten Kunststücke in einer neuen Auflage herauszubringen. Die Serie wurde jedoch wegen mangelnden Erfolges nach sechs Ausgaben eingestellt.
1940 erkrankte Jordan und verstarb 1944.

Joseffy (Joseph Freud)

1873-1946 (A)

Joseffy wanderte mit 19 nach den USA aus. Um 1900 stellte er als Angestellter des Händlers Burlingame mit unwahrscheinlichem Geschick Apparate mit Uhrwerken und Federmechanismen her. 
Um 1903 begann er, selber aufzutreten. Er zeigte eine zweistündige Show mit Manipulationen, Violinsolos, Kunststücken mit mechanischen Apparaten wie die klopfende Hand, de Koltas sich vergrössernden Würfel und den blühenden Rosenstrauch. 
Seine berühmteste Kreation war "Balsamo, der lebende Totenschädel", den er als den echten Schädel von Cagliostro ausgab. Der Schädel beantwortete Fragen und las die Gedanken der Zuschauer, indem er mit den Zähnen klapperte.

Joseph, Eddie

1899-1974 (Indien)

Eddie Joseph wurde als Sohn europäischer Eltern in Indien geboren. Er begann mit 12 zu zaubern, wurde mit 18 Teilzeit- und 1945 Vollprofi.
Er führte eine Schule für Zauberkünstler in Bombay und war der erste Zauberkünstler, der in Indien am Radio auftrat (1933).
Seine Spezialität waren Auftritte ohne Utensilien ausser Alltagsgegenständen. Zudem führte er mit seiner Frau eine Mentalnummer vor.
Aus seiner Feder stammen mehr als zwei Dutzend Publikationen, vor allem über manipulative Zauberkunst für close-up und Salon, über das Becherspiel, Kartenkunststücke und Mentalmagie.

Judah, Stewart (Joshua Stewart)

1893-1966, (USA)

Stewart Judah trat ab 1920 als halbprofessioneller Kartenkünstler auf.  
1938 wurde er zu  einem der 10 besten lebenden Kartenkünstler gewählt.
 Er verfügte über ein enzyklopädisches Wissen über alle Aspekte er Zauberkunst. und veröffentlichte zahlreiche Kartenkunststücke in Zeitschriften (Jinx, Phoenix, New Phoenix, Talisman, Linking Ring).
 
 
 
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