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Gabrielli, Cesare 
1881-1943 (I)

Cesare Gabrieli war Hypnotiseur und Zauberkünstler. Draufgängerisch, energisch und autoritär verwendete er eine Reitgerte, die er schnalzen liess wie ein Dompteur seine Peitsche, und unterstrich damit seine hypnotischen Befehle. Durch seine Persönlichkeit, die sich am Rande der guten Erziehung bewegte, erreichte er grosse Bekanntheit, und verblüffte sein Publikum während mehr als 30 Jahren und blieb über seinen Tod hinaus bekannt.
Gali-Gali, Luxor (Mahguob Mohamed Hanafi)
1902- (Ägypten)

Als "Gali-Gali-Männer" wurden ägyptische Zauberkünstler bezeichnet, die auf Schiffen, die in die Häfen in Ägypten einliefen, gegen Trinkgelder ihre Kunststücke vorführten, darunter insbesondere das Becherspiel mit Küken als Schlussladung.
Hanafis Name "Luxor Gali-Gali" stammt daher, dass er seine ersten Erfolge als Zauberkünstler in Luxor hatte, wo er unter anderem vor John D. Rockefeller und Aga Khan auftrat.
Nachdem er sich das nötige Können angeeignet hatte, ging er auf Weltreise und trat in unzähligen Hotels und Clubs auf. Dabei trat er unter anderem vor den Königen von Schweden und Dänemark sowie dem Duke of Windsor auf.
Während seines fünfjährigen Aufenthaltes in Paris 1926-1931 heiratete er Gabrielle Siroky, eine Pariser Tänzerin und Filmschauspielerin. Nach Auftritten in europäischen Varietés trat er 1934 erstmals in Amerika auf. In New York dauerte sein Engagement im Rainbow Room 30 aufeinander folgende Wochen.
Während des zweiten Weltkrieges reiste er durch die amerikanischen Truppenlager und trat erneut in vielen grossen Varietés der USA auf. Diese Auftritte sowie Auftritte in Nachtclubs und Hotels führte er auch nach dem Krieg weiter.
1944 erhielt er die amerikanische Staatsangehörigkeit. 1951 trat er erstmals in der Ed Sullivan Show auf, bis 1963 folgten weitere sieben Auftritte.
1963 reist er nach Australien, wo er insgesamt 8 Mal im Fernsehen auftrat.

Gallici, Pietro

1834-1897 (I)

Pietzro Gallici, Sohn eines Kaufmannes, verliess mit 17 das Elternhaus und ging nach Deutschland, wo er als Chauffeur arbeitete. Später heiratete er in Frankreich die Schwester des Illusionisten Loramus und übernahm und erneuerte dessen fahrende Zauberschau.
Besonders bekannt wurde er durch seine Vorführung der unerschöpflichen Flasche. In seinem Programm hatte er auch viele grosse Illusionen wie das Geisterkabinett der Gebrüder Davenport, die verschwindende Dame nach Buatier de Kolta und die Selbstenthauptung.
1897 verstarb er in Frankreich.
 
Gallo, Lou

1932-2004 (USA)

Als Amateur, der sich erst mit über zwanzig für die Zauberkunst zu interessieren begann, als ihn ein Kollege mit ein paar Kartenkunststücken hinters Licht führte, war Lou Gallo ein fester Bestandteil der magische Szene in Buffalo. Er inspirierte und beeinflusste viele Zauberkünstler mit seinem ansteckenden Enthusiasmus für Handfertigkeitskunststücke mit Münzen und Spielkarten. Als Vertrauter von Eddie Fechter war er regelmässig im berühmten Forks Hotel anzutreffen.
Lou Gallo wurde unter Zauberkünstlern bekannt durch seinen 1982 publizierten "Gallo Pitch" (eine Technik um - ähnlich wie mit der Technik von Han Ping Chien - aus beiden Händen nacheinander je eine Münze auf den Tisch zu werfen und wieder aufzunehmen, wobei sich danach beide Münzen in einer Hand befinden).
Im von Richard Kaufmann und Mark Phillips verfassten Buch "Lou Gallo - The Underground Man" wurden einige seiner besten Kunststücke veröffentlicht.
 
Ganson, Lewis

1913-1980 (GB)

Lewis Ganson war professioneller Close-up-Zauberkünstler. Er verfasste gegen sechzig Bücher und Schriften, darunter "Routined Manipulation" (drei Bände, 1951-54), "Dai Vernon's Symphony of the Rings", "The Dai Vernon Book of Magic" (1957), "Cy Endfield's Entertaining Card Magic" (1959),"Dai Vernon's Tribute to Nate Leipzig", "Inner Secrets of Card Magic", "More Secrets of Card Magic", "Further Secrets of Card Magic", "Ultimate Card Secrets", "The Magic of Slydini", "Magic with Faucett Ross", "The Art of Close-up Magic" (1972)",The Ganson Book" (1982). 

Garance, Jean (Jean-Marie Peretti)

1937-2010 (CH)

In Genf geboren begann Jean Garance bereits mit 10 Jahren zu Zaubern und machte die Zauberkunst schon früh zu seinem Beruf. Mit seiner Frau Line trat er mit einer Bühnennummer und mit Kinderzauberei auf. An Zauberkongressen übernahm er in Galas oft die Conférence.
1961 bis 2010 leitete er als zehnter Präsident den 1929 gegründeten Club des Magiciens de Lausanne. Für den FISM-Kongress 1991 in Lausanne wurde ihm das Amt des FISM-Präsidenten übertragen. Er war ausserdem Präsident der Section 207 Romandie der I.B.M und Mitbegründer des internationalen Wettbewerbes Les Anneaux Magiques, welches seit 1993 alle zwei Jahre im Théâtre de Beausobre in Morges abgehalten wird.
1967 übernahm er von Professeur Rex das 1929 gegründete Geschäft "Academie de Magie Suisse" und integrierte dieses in sein eigenes Geschäft "Le Truc'Store".
Unter Kollegen war Jean Garance, der an unzähligen Kongressen anzutreffen war, international bekannt durch seine liebenswürdige Art, sein grosses Wissen und seine Fotos von Zauberkünstlern.
Nach mehrmonatiger schwerer Krankheit verstarb Jean Garance 2010 in Genf.

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Garcia, Frank

1928-1993 (USA)

Frank Garcia war derSohn spanischer Einwanderer. Er lernte bereits als Kind zaubern, nachdem er eine Vorstellung von Fu Manchu gesehen hatte. Als Teenager traf er viele bekannte Zauberkünstler im Zaubergeschäft von Max Holden in Manhatten.
Mit 21 wurde er dort Geschäftsführer. Bereits 1948 erschien er zum ersten Mal im Fernsehen. Sein Durchbruch als professioneller Zauberkünstler erfolgte, als er begann, mit einer Falschspieldemonstration aufzutreten. Er reiste damit durch die ganzen USA und trat in vielen Fernsehshows auf. Er entwickeltes sich zum Experten für Falschspiel, arbeitete mit den Polizeibehörden zusammen und hielt Vorträge für die amerikanischen Truppen in Deutschland, Frankreich und Schottland.
Zwischen 1961 und 1967 war er vorwiegend auf Schiffen engagiert, um Falschspieler zu entlarven.
In den 70er-Jahren wandte er sich der Close-up-Zauberei für Trade Shows zu.
Garcia Verfasste 22 Bücher über Kartenspiele und Zauberkunststücke, unter anderem "Million Dollar Card Secrets", "Super Subtle Card Miracles", "The very Best of Cups and Balls", "Don't Bet on it: The Real Secrets of Three Card Monte", "Encyclopedia of Sponge Ball Magic".
Er wurde international bekannt als "Mann mit den Millionen-Dollar-Händen".

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Gardner, Martin

1914-2010 (USA)

Martin Gardner wurde als ältestes von drei Geschwistern in Tulsa, Oklahoma als Sohn einer Kindergärtnerin und eines Geologen geboren, der sich erfolgreich als Ölsucher betätigte. Nach einem Philosophiestudium in Chicago und drei Jahren Militärdienst auf einem Zerstörer im zweiten Weltkrieg arbeitete Gardner als freier Wissenschaftsjournalist und verfasste seine erste Kurzgeschichte, die im Esquire Magazine veröffentlicht wurde. Ein Dutzend weiterer Geschichten folgte. Gardner, der sich auch für Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Pseudowissenschaften, Mathematik, Kunst und Religion interessierte, entschloss sich, als Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zog nach New York.
952 heiratete er Charlotte Greenwald, mit der er zwei Söhne hatte. In New York betreute er bis 1956 eine Rätsel- und Bastelecke für das Kindermagazin Humpty Dumpty. Daneben verfasste er Artikel für weitere Zeitschriften. Von 1957 bis 1981 schrieb er für den Scientific American die Kolumne "Mathematical Games". Da sein Hobby die Zauberkunst war - insbesondere Kunststücke, die auf mathematischen Prinzipien beruhten - schrieb er in seiner Kolumne unter anderem auch über mathematische Prinzipien der Kartenkunst, so etwa Alex Elmsleys Arbeiten zum Faro Shuffle, Norman Gilbreaths Entdeckungen zum Riffle Shuffle und Martin Kruskals "Kruskal Count" und half mit, M. C. Eschers Werke in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Seine Artikel, die später als Sammlung in 15 Bänden und als CD-ROM herausgegeben wurden, inspirierten tausende von Lesern, sich mit mathematischen Problemen auseinanderzusetzen. Obwohl Gardner nie Mathematik studiert hatte, erwarb er sich unter Mathematikern hohes Ansehen.
Insgesamt verfasste Gardner neben unzähligen Artikeln für Zeitschriften rund 70 Bücher, gab Kurzgeschichten, zwei Novellen und zwei Gesellschaftsspiele heraus.
1952 erschien "In the Name of Science", 1957 in zweiter Auflage als "Fads and Fallacies in the Name of Science", worin Gardner eine Übersicht über die Pseudowissenschaften des 20. Jahrhunderts gab und Menschen mit vermeintlich übersinnlichen Phänomene wie Uri Geller und angebliche Beweise für die Existenz von UFOs entlarvte. 1982 folgte "Science: Good, Bad and Bogus".
1956 veröffentlichte Gardner "Mathematics, Magic and Mystery", ein Buch, das auch auf Französisch und Deutsch übersetzt wurde.
1960 veröffentlichte er "The Annotated Alice", sein erfolgreichstes Buch, mit Anmerkungen zu Lewis Carrolls "Alice in Wonderland" und "Through the Looking Glass", in denen er die zahlreichen mathematischen Rätsel, Wortspiele und Literaturverweise erklärte. 1990 folgte "More Annotated Alice" und 1999 "The Annotated Alice: The Definitve Edition"
1976 gehörte Gardner zu den Mitbegründern des Commitee for the Scientific Investigation of Claims in the Supernormal, 2006 in Commitee for Sceptical Inquiry umbenannt. Während fast zwanzig Jahren schrieb Gardner in der Zeitschrift Skeptical Inquirer die Kolumne "Notes of a Fringe Watcher".
1978 publizierte Gardner "Encyclopedia of Impromptu Magic", 1990 erschien "The man Who was Erdnase" von Bart Whaley unter Mitarbeit von Gardner und Jeff Busby, die ihre Recherchen über die Identität Erdnases beitrugen. 1998 wurde "Martin Gardner's Table Magic" veröffentlicht.

Biografie: GARDNER, M. Undiluted Hocus-Pocus.The Autobiography of Martin Gardner. Princeton University Press, 2013

Gauthron, Maurice
1923– 2016 (F)

Maurice Gauthron wurde 1948 Mitglied der AFAP. Ab 1952 war er während 12 Jahren als Mitglied des Vorstandes in der Commission des fêtes. 1964 wurde er stellvertretender Sekretär, 1996 Vizepräsident.
1971 führte er Einführungskurse für Anfänger ein. Von da an machten viele Zauberkünstler ihre ersten Schritte unter seiner Anleitung.
Als Freund der Literatur war er unter dem Pseudonym Maurice Germain Duval auch Autor mehrerer Essays, u. a. von "D'un pied sur l'autre" (1964).
Als viermaliger Preisträger des Concours Magicus der AFAP war er einer der Gründer der Ortsgruppe in Paris.
Maurice Gauthron war auch Wissenschaftler. Er arbeitete als Ingenieur in der Forschung im Commissariat à l'Energie Atomique und als Dozent an der Ecole Centrale.
Von der AFAP wurde ihm die Robert-Houdin-Medaille in Bronze (1970), Silber (1971), und Gold (1975) verliehen.

George, Grover C.

1887-1958 (USA)

George begann bereits als Kind zu zaubern, mit zehn gab er in seiner Schule die erste Vorstellung. Er arbeitete sich langsam nach oben und begann 1924 eine grosse Südamerika-Tournee mit 18 Mitarbeitenden, die beinahe fünf Jahre dauerte. Als er 1929 nach Nordamerika zurückkehrte, verhinderte Thurston durch Gerichtsprozesse, in die er George verwickelte, dass dieser in grossen Theatern auftreten konnte. So ging er wieder nach Südamerika, wo er weiterhin mit grösstem Erfolg auftrat. Schliesslich liess er sich in São Paulo nieder.

Germain, Karl (Charles Mattmueller)

1878-1960 (USA)

Karl Germain begann mit 8 Jahren zu zaubern, mit 15 gab er seine erste Vorstellung gegen Bezahlung. Zwischen 14 und 16 erlernte er das Muskellesen, das er jedoch nur bei privaten Auftritten vorführte. 
Mit 18 führte er eine Gedankenlesenummer mit seiner Schwester als Medium vor, mit 22 präsentierte er ein Programm zusammen mit seiner Schwester, einem Assistenten und einem Schnellzeichner. 
1906 reiste er nach London, wo er Devant kennen lernte. 
1907 stellte er sich bei Maskelyne vor, der ihn für die St. George's Hall engagierte. Ende 1907 kehrte er nach Amerika zurück. 
1916 wurde bei Germain ein Hirntumor festgestellt, der seine Sehfähigkeit beeinträchtigte. Nach der Operation dauerte es zwei Jahre, bis sich seine Sehfähigkeit soweit regeneriert hatte, dass er wieder ein halbwegs normales Leben führen konnte. 
1938 wurde er von einem Auto angefahren und erblindete völlig.

Biografie: CRAMER, S. Germain the Wizard and his Legerdemain.Buffum Publishing Corporation, California., 1966
CRAMER, S. Germain the Wizard. The Miracle Factory, Seattle, 2002

Gibson, Walter Brown

1897-1985 (USA)

Es ist unbekannt, wie viele Veröffentlichungen genau aus Gibsons Feder stammen. Zwischen 1905 und 1984 erschienen über 10’000 Publikationen von ihm, darunter über 350 Comic-Bücher („The Shadow“ und Blackstone Sr.), über 600 Comic Strips, über 2’000 Kreuzworträtsel, über 3'500 andere Rätsel, Tausende von Artikeln und über 50 Bücher über die Zauberkunst. Gibson schrieb unter Dutzenden von Pseudonymen. Er schrieb über die unterschiedlichsten Gebiete wie Gedächtnis, Yoga, Hypnose, Kartenspiele, Falschspiele, Magische Quadrate, Traumdeutung, Numerologie, Astrologie, Okkultismus, Spionage.
19031 schuf er die Figur “The Shadow“, einen unheimlichen Mann mit mysteriösen Fähigkeiten, eine Art Vorgänger der modernen Superhelden wie Superman und Batman. 1932 schrieb er 24 Geschichten über “Shadow”, so dass das Magazin zweimal pro Monat erschien, 1934 erschien das Magazin monatlich, später alle zwei Monate, 1949 vierteljährlich. Bis dahin hatte Gibson unter dem Pseudonym „Maxwell Grant“ über 280 Geschichten geschrieben. Ab 1937 wurden unzählige Folgen des „Shadow“ am Radio ausgestrahlt, mit Orson Welles in den ersten 50 Sendungen als Stimme des „Shadow“. Als Welles aus der Serie ausstieg, hatte die Sendung die höchste Einschaltquote aller Tagessendungen. In den Vierzigerjahren war „The Shadow“ in Amerika zur Institution geworden. Er erschien in Comic-Büchern, Comic Strips in Zeitungen, und Büchern. Das Shadow-Magazin wurde in sieben Sprachen in einer monatliche Auflage von 750'000 Exemplaren gedruckt. „The Shadow“ wurde damit zum ersten „Multimedia-Phänomen“ und blieb es während achtzehn Jahren; 1954 wurde die letzte Sendung am Radio ausgestrahlt. Es wurden auch einige Filme über „Shadow“ gedreht, ins Fernsehen schaffte er es abgesehen von ein paar Pilotfilmen, die jedoch nie ausgestrahlt wurden, nicht. 1963 wurden einige der ursprünglichen Sendungen erneut landesweit ausgestrahlt und Nachdrucke der Comic-Bücher herausgegeben. Weitere Nachrucke erfolgten auch in den Siebzigerjahren. Anfang der Achzigerjahre meldeten die Universal Studios ihr Interesse an einem Kinofilm über „Shadow“ an, es dauerte jedoch bis 1994, bis der Film realisiert wurde. Gleichzeitig wurden über 100 Shadow-Produkte auf den Markt geworfen, vom Spielzeug bis zum T-Shirt, und die alten Radioprogramme wurden auf Hunderten von Radiosendern in Amerika erneut ausgestrahlt.
Gibson, der sich schon als Kind für die Zauberkunst interessierte und mit 22 Jahren der Society of American Magicians beitrat, kannte viele der grossen zeitgenössischen Zauberkünstler persönlich, unter anderen Thurston, Houdini Blackstone, Dunninger, Kreskin für die er auch als Ghostwriter fungierte.
Zu den bekanntesten Zauberbüchern aus seinen späteren Jahren gehören u.a. „The Complete Illustrated Book of Card Magic“ (1969), „Secrets of Magic“ (1973), “New Magician's Manual” (1975), „The Book of Magic“ (1978), “Walter Gibson's Big Book of Magic for all Ages with over 150 Easy-to-Perform Tricks Using Everyday Objects” (1980.), “Mastering Magic : 100 Secrets of the Great Magicians” (1996)
1971 verlieh die Academy of Magical Arts Gibson den „Literary Fellowship“ und 1979 den „Masters Fellowship“. 

Giles, Michael 
1960 -2017 (USA)

Michael Giles wuchs in der ländlichen Stadt Visalia in, Kalifornien auf. Er begann sich bereits als Kind für die Zauberkunst zu interessieren, als sein Vater einfache Zauberkunststücke vorführte. Eines Tages schlich er sich ins Zimmer seines Vaters und fand die Zauberkunststücke und die Anleitungen dazu. Mit 12 Jahren führte er selber Kunststücke vor. Er übte endlose Stunden, perfektionierte seine Technik und erfand neue Kunststücke.
Nach der Schule arbeitete er zunächst als Schlosser, heiratete seine erste Frau Lisa und arbeitete zwei Jahre in einem Zauberfachgeschäft in Fresno. Da er dabei zu wenig für sich und seine Frau verdiente, eröffnete er mit einem Kollegen eine Schlosserei. Daneben arbeitet er an einer Taubennummer, bei der ihm seine Frau assistierte. Mit dieser Nummer nahm er an Wettbewerben teil und gewann diverse Preise. 1988 gewann er mit der inzwischen stark verbesserten Nummer den Wettbewerb der PCAM und wurde daraufhin ins Magic Castle engagiert. 1989 gewann er den PCAM-Wettbewerb erneut. Der Gewinn beinhaltete ein Engagement als Vertreter der USA an einem internationalen Kongress in Japan. Damit begann die internationale Karriere. Für Michael Giles war von da an klar, dass er sein weiteres Leben als professioneller Illusionist auf der Bühne verbringen wollte. Da seine Frau lieber sesshaft bleiben wollte und seine Vorstellung einer magischen Karriere nicht teilte, trennten sie sich.
1990 tat sich Michael Giles mit der 10 Jahre jüngeren Stacey Jones (Tochter des amerikanischen Illusionisten Chuck Jones) zusammen. Zunächst traten sie unter dem Namen “The Magic of Michael and Stacy” auf. Nach und nach ergänzten sie die Taubennummer mit immer mehr Illusionen und präsentierten schliesslich unter dem Namen "The Majestix" eine Illusionsshow mit originellen Illusionen, die weltweit für Aufsehen sorgte. Unter anderem arbeiteten sie auch mit exotischen Raubtieren wie einem bengalischer Tiger.
Während 17 Jahren traten sie in über 16 Ländern auf 6 Kontinenten auf und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Sie traten im Fernsehen in Japan, Korea und Deutschland auf, in Disney’s "Magic and Beyond", in "World's Geatest Magic" und in der World's Geratest Magic live show. Ausserdem waren sie unter anderem auch in Las Vegas wiederholt im Ceasar's Palace engagiert, traten auf Kreuzfahrtschiffen Casinos und Themenparks auf. Danach trennten sie sich, um unterschiedliche persönliche Ziele weiterzuverfolgen.
Michael Giles zog sich von der Bühne zurück und arbeitete während vier Jahren backstage für Dirk Arthur und Rick Thomas. Nachdem er seine zweite Frau Melanie kennengelernt hatte, baute er eine neue Illusionsshow auf und trat als "Michael Giles" auf.
Mit seinen Innovationen und Illusionskonzepten beeinflusste Michale Giles zahlreiche Illusionisten. Er starb mit 56 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
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Giordmaine, John (Giovanni N. Giodmaina)

1898-1974 (Malta)

John Giordmaine wanderte mit 17 nach Kanada aus. Ursprünglich Elektroingenieur, begann er als Musiker aufzutreten und führte in den Pausen ein paar Tricks vor. Er lernte anhand des Tarbell Course zaubern und wurde mit 32 professioneller Zauberkünstler. Er richtete in einem Warenhaus eine Zauberabteilung ein.
Als Komödiantischer Zauberkünstler und perfekter Kinderunterhalter bereiste er Nordamerika und Europa.
Er war Mitglied in zahlreichen Artisten- und Zauberkünstlervereinigungen, u. a. im Londoner Inner Magic Circle.
1933 trat er als erster Zauberkünstler im kanadischen Fernsehen auf, viele weitere Fernsehauftritte folgten bis über seinen Rückzug als aktiver Zauberkünstler (1960) hinaus.

Giorgio, Tony (Joseph Antony Giorgio)

1923-2012 (USA)

Tony Giorgio wurde in Chicago geboren und verbrachte sein ganzes Leben dort. 1970 heiratete er seine Frau Eileen Merrill, mit der er bis zu seinem Lebensende zusammen blieb und die drei Söhne von Eileen aus einer früheren Ehe aufzog.
Den grössten Teil seines Lebens arbeitete Tony als Angestellter bei der United Insurance Company. 1998 trat er aus der Firma aus und unternahm mit seiner Frau verschiedene Reisen, unter anderem auch nach Vieste in Italien, den Geburtsort seines Vaters.
Tony war Schauspieler, Zauberkünstler und Falschspielexperte. Er trat ab 1966 in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen auf, unter anderem als Bruno Tattaglia in "The Godfather" und war als Berater für Kartenspielszenen in Filmen tätig, so z. B. in der Fernsehserie "Mission Impossible", in der er auch in mehreren Episoden als Schauspieler auftrat.
In Genii schrieb er während vielen Jahren die vielbeachtete Kolumne "The Giorgio Letters" und gab ab 1991 Seminare über Falschspielmethoden. Er veröffentlichte verschiedene DVDs, unter anderem "The Ultimate Work" über Methoden von Falschspielern zum heimlichen Austauschen von Karten. Ausserdem veröffentlichte er "Tossing Broads" (2009) über das "Kümmelblättchen".
Im Oktober 2011 verstarb Tony Giorgio infolge von Komplikationen nach einer Operation am offenen Herzen.

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Giovenzana, Luigi

1885-1953 (I)

In Mailand geboren begann Giovenanza bereits in früher Jugend, sich mit der Zauberkunst zu befassen und trat mit zwanzig Jahren unter dem Namen Gillis auf. Er besass grosse Fingerfertigkeit, war aber auch ein begabter Handwerker, der sich viele Geräte selber baute. 
Während rund zwanzig Jahren trat er erfolgreich als Bühnenkünstler auf und wurde zu einer bedeutenden Persönlichkeit in der Zauberszene Italiens der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er führte das Riesengedächtnis mit bis zu hundert Namen vor und produzierte Stoffbilder aus verschiedenen Stoffstücken (eine Kunst, die in Vergessenheit geraten ist). 
Nach seinem Rückzug von der Bühne widmete er sich dem Bau von Geräten für Künstler wie Cartis, Frakson, Okito, Watry und Wetryk.
1937 gründete er mit Karton zusammen die S.I.A.M (Seguaci Italiani Arte Magica)

Girardo, Cesare

1860-? (I)

Girardo arbeitete verschiedentlich mit anderen Künstlern zusammen, so mit Thomas Giglio und Watry ("The Royal Illusionists").
1894 trat er in Neapel und Rom auf, wo er unter anderem ein spiritistisches Kabinett und das Verschwinden eines Pferdes und eines Ochsen zeigte.

Godfrey, Peter

1899-1970 (GB)

Peter Godfrey trat bereits mit 11 Jahren in einem Zirkus in Irland auf. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er Theaterschauspieler, Theaterproduzent und schliesslich Filmregisseur, wobei er immer auch als Conférencier und Zauberkünstler auftrat.
Später zog er nach Hollywood, wo er zwischen 1939 und 1956 20 Filme produzierte. Er wurde in die SAM Hall of Fame aufgenommen.
 

Goldin, Horace (Hyman Goldstein)

1873-1939 (PL)

Horace Goldin wurde in Polen geboren und wanderte mit 16 nach Tennessee aus. Mit 20 begann er herumzutingeln und wirkte in verschiedenen unbedeutenden Shows mit. Da er nur gebrochen Englisch sprach, stellte er ein Programm zusammen, das er ohne Vortrag vorführte.
Mit 26 schaffte er den Durchbruch geschafft und wurde ins Palace Theater in London verpflichtet, wo er mehrere Monate vor ausverkauftem Haus spielte. Goldin trat vor vielen gekrönten Häuptern auf. 
1915 wurde er vom König von Siam eingeladen, und da kein Theater vorhanden war, das für Goldins Show gross genug gewesen wäre, wurde innert 7 Tagen ein spezielles Theater aufgebaut. 
Goldin führte als erster eine reine Illusionsnummer mit zwanzig Illusionen vor, die er in atemberaubendem Tempo darbot.  Er entwickelte P. T. Selbits "zersägte Jungfrau" weiter und führte das Zersägen mit einer Kreissäge vor, wobei Kopf, Arme und Beine der Assistentin während des ganzen Vorganges sichtbar blieben.

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Goldston, Will (Wolf Goldstone)

1878-1948 (GB)

Will Goldston begann mit 12 zu zaubern, lernte aus Hoffmanns "Modern Magic". Mit 17 trat er als Carl Devo mit einem schwarzen Kabinett auf.Er gab verschiedene Zeitschriften heraus und schrieb viele Bücher, unter anderem seine "Locked Book" Serie, und führte von 1914 bi1 1948 den Zauberladen Aladdin House in London.

Goodliffe (Charles Goodliffe Neal)

1912-1980 (GB)

Der aus einer streng katholischen Familie stammende Goodliffe begann bereits mit 7 Jahren zu zaubern und arbeitete kurze Zeit als professioneller Zauberkünstler. Während einiger Zeit produzierte und verkaufte er Zaubergeräte bevor er Verkäufer von Kirchenausstattungen - Kruzifixen, Statuetten, Bibeln usw. - wurde.
Goodliffe war Gründer und Herausgeber (1946-1980) der einzigen wöchentlich erscheinenden Zauberzeitschrift Abracadabra. Ausserdem verfasste er das Buch "Simply Wizard" (1946).
Einige Jahre nachdem er die wöchentliche Zeitschrift ins Leben gerufen hatte, begann er an einer unheilbaren Lähmungskrankheit zu leiden, die in seinen Beinen begann und schliesslich auf den ganzen Körper übergriff. 1980 verstarb er an Krebs.
 
Goshman, Albert

1920-1991(USA)

Albert Goshman war einer der besten Close-up-Zauberkünstler aller Zeiten. Ein Schulbeispiel für perfektes Timing und Misdirection war seine weltberühmte Routine mit den unter zwei Salzstreuer wandernden Münzen.
Seine Kunststücke wurden von ihm und Patrick Page beschrieben in "Magic by Gosh. The Life and Times of Albert Goshman" (1985).

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Grabel, Lee
1919-2015 (USA)

Lee Grabel war ein Illusionist von Weltruf, der von vielen als der letzte grosse Meister in der Tradition von Herrmann, Kellar, Thurston, Tampa und Dante betrachtet wurde.
Lee Grabel wurde in Portland in Oregon geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde geweckt, als er als Junge eine Vorstellung des Zauberers Professor Turtle sah. Er sah in der Zauberkunst eine willkommene Möglichkeit, in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren Geld zu verdienen. So gab er als Fünfzehnjähriger fünf Shows pro Woche für eine Gage von $ 5.00, was damals viel Geld bedeutete. Sein Vater verdiente pro Woche $ 18.00.
Nachdem er 1936 an einem Zauberkongress in Seattle einen Preis gewonnen hatte, wuchs sein Ruf als guter Zauberkünstler.
1940 demonstrierte er als Dozent der Universität von Kalifornien seinen Studenten die psychologischen Aspekte der Zauberkunst und seine Auftritte führten zu einer Tournee durch andere Hochschulen.
1942 wurde er nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges eingezogen. In der Armee unterhielt er die Truppen auf vielen verschiedenen Stützpunkten. 1944 heiratete er seine Frau Helen Foster, eine Bibliothekarin, die er bei einer Vorstellung in Südkalifornien kennengelernt hatte. 1944 wurde er in den Südpazifik geschickt, um Shows für die Truppen zu organisieren. Dort traf er Arnold Furst, der ebenfalls für die Truppen auftrat. Die beiden verband von da en eine langjährige Freundschaft.
Nach Ende des Krieges begann Lee Grabel, sein Programm zu einer echten Theatershow auszubauen. Nach dem Rücktritt von Blackstone Sr. in den 1950er-Jahren wurde Grabel zum grössten amerikanischen Zauberkünstler. Mit einer grossen Show reiste er während 15 Jahren mit einer 20 Tonnen wiegenden Show mit grossem künstlerischem und finanziellem Erfolg durch ganz Amerika.
Unter anderem führte er das schwebende Klavier vor, wobei Klavier und Pianistin sich in die Luft erhoben und eine Drehung um 180 Grad vollführten. Vom Variety Magazin wurde er als herausragende Persönlichkeit des Theaters und als Meister der Illusionen bezeichnet.
1954 wurde Lee Grabel von Dante als dessen Nachfolger in der "Königlichen Dynastie der Zauberer" gewählt. 1958 wurde ihm zur Anerkennung als Amerikas grösster Zauberkünstler eine Goldmedaille verliehen.
1959 zogen sich Grabel und seine Frau aus dem Showgeschäft zurück. 1977 unternahm er eine zwanzigwöchige "Abschiedstournee".
1994 ernannte er Lance Burton als seinen legitimen Nachfolger.
Biografie: McGill, O. The Magic and Illusions of Lee Grabel, 1986
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Grant, U. F. (Ulysses Frederick Simpson Grant)

1901-1978 (USA)

U.F. Grant arbeitete ab 1925 als professioneller Zaubergerätehändler, zunächst in Pittsfield, Massachusetts (unter dem Firmennamen "Grant's Magic Shop"), dann in New York City (bis 1939). 
Danach arbeitete er um 1940 für kurze Zeit bei Abbott's in Colon, Michigan. 
1942 eröffnete er erneut ein eigenes Geschäft in Columbus, Ohio. 1
975 erhielt er den AMA Creative Fellowship. Sein Geschäft wurde von seinen Nachfolgern unter der Firmenbezeichnung MAK Magic weitergeführt.
Grant war Erfinder unzähliger Kunststücke - vom Kartentrick bis zur Grossillusion - die er zum Teil unter dem Pseudonym "Frank Zella" veröffentlichte, so unter anderen: A Message From the Deep (1928), Grant's Rope Trick (1930), Square Pig = Pig Turns Around (1931), Bullet-Proof Girl (um 1932), K.O. Card Trick (1932), Master Trick Deck (1932), Mystic Pearls of Persia (1932), The Farmer and the Witch (1935), Walking thru a Ribbon ( 1935), Invulnerable Lady = Dagger Chest Illusion (vanished head version, Anfang 1930er Jahre), Dick Tracy Himself (1936), Phant-O-Dial (1939), Alagen rope (mit Winston Freer 1939), Movies to Life (1939), Grant's Diminishing Cards (1940), Automat Deck ( 1940), The Zella Thought Projector ( 1940), Slow Motion Bill Switch ( 1940), Million Dollar Bill Mystery (1940), Little Silk House (1940), Comedy Rope Trick (1940), Ropes of Bengal (1940), Television Telephone (1940), Amputation (mit R. Bordner in 1940), Grant's Cocktail Cup (1940), Super X Levitation (1942), Cow Trick (1944), Temple Screen (1944), Sacred Altar Light (1945), Zella Nite-Club Cylinders (1945), Little Gem Beer Keg (1945), Chink Cans (1947), Nite Club Table (1947), Kard-U-Reka (1947), Cards and Slate (by 1948), Devil's Newspaper (by 1948), Slate of Mind, Dial-X (1951, mit Reynolds), Bottle Cap-N-Pennies (1953), Bengal Net (1953), Flat Model Money Maker (1954), Chen-Lee Water Suspension (1954), Crystal Silk Cylinder (1954), Una-Mind (1957), Candle-Lite (1958), Transparent Rice Bowls (1959), Strat-o-Spheres (1962).
Grant verfasste zahlreiche Schriften, unter anderen "Twenty Five Tricks and Ideas" (1931), "Flap Slate Wrinkles" (1931, mit H. Adrian Smith), "Tricks with Cellophane" (1932), "Rising, Floating, Dancing Silk" (1933)," El Ropo" (1933), "Rope Trick" (1933), "El Ropo (1933), Grant's Patter Folio (1934), Illusion Secrets (1934), Grant's Thirteen Mysteries (1934), Flash Magic (1935), Magician, Ghost and Girl" (1935), "Tricks with a One-Way Deck" (1935), "The Blue Ribbon Combination" (1935)," 25 Rising Card Tricks" (1935), "The Barrel and Broom Illusion" (1936), "Chinese Magic and Illusions" (1936), "Jumbo Card Tricks" (1937), "Ninety Nine Tips and Gags" (1937), "Counterfeit Card Miracles #1" (1940), "Nite Club Illusions" (1940)," Counterfeit Card Miracles #2" (1940), "Paper Magic" (1941)," C.L.I.P.: Clever Little Ideas Presented by U.F. Grant" (1947), "Tricks for Kid Shows" (1951), "Grant's Three-Card Mont"e (1951)," Rope, Chain and Box Escapes" (1954), "Grant's Manual of Magic" (1964)," 25 Rising Card Tricks" (1970), "Bodies in Orbit".
Er veröffentlichte Trickbeschreibungen in Sphinx, Tarbell #5, New Phoenix, usw., viele seiner Tücherkunststücke wurden in "Rice's Encyclopedia of Silk Magic" veröffentlicht, Seilkunststücke in Stewart James' "Encyclopedia of Rope Magic".


Gravatt, Glenn G.

1899-1984 (USA)

Glenn Gravatt interessierte sich schon als Kind für die Zauberei, mit 8 Jahren führte er bereits Kunststücke für seine Freunde und Verwandten vor.
Nach seinem Schulabschluss in Kansas ging er nach Kalifornien, wo er als Zeitungsreporter arbeitete. Danach ging er für mehrere Jahre nach Europa, wo er die die Methoden der europäischen Zauberkünstler studierte und von vielen Filmaufnahmen machte.
Nach Amerika zurückgekehrt, kaufte er einige Rennpferde und betrieb einen eigenen Rennstall. Daneben befasste er sich mit der Zauberkunst, Filmen und Schreiben als Hobbies. Seine Geschichte, die auf realen Polizeiakten des San Francisco Police Departments basierten, verkaufte er ans C.B.S.-Fernsehen.
Er verfasste "Encyclopedia of Self Working Card Tricks" (2 Bände, 1936 und 1937; später von Jean Hugard unter dem Titel "Encyclopedia of Card Tricks" neu aufgelegt) , "Jap Box Tricks" (1937), "Glenn Gravatt's Treasure Trove of Tricks" (1971), "Fifty Modern Card Tricks You Can Do" (1974), "Thayer Quality Magic Catalog Instruction Sheets" (4 Bände, 1978ff) "Collected Writings of Glenn Gravatt" (1974), "More Collected Writings of Glenn Gravatt" (1984), "Goldmine of Magic" (1984) und veröffentlichte zahlreiche Artikel in verschiedenen Zeitschriften.

Graziadei, Valentino

1898-1965 (A)

Valentino Graziadei wurde in Südtirol am 18. Oktober 1898 als Sohn eines Gemüsegrosshändlers geboren, lernte Buchhändler und wurde durch Abdul HAMID und BALZAR , die er im Wiener Apollotheater sah, vom Zauberbazillus angesteckt. Er lerne viel von Dario PAINI und LARETTE (Cornelius Hauer), der um die Ecke von ihm wohnte.
Graziadei war mit seinem Programm in allen großen europäischen Varieté zu Hause. Der 4 As-Trick, das Kartenstechen und "heiße Stühle" waren seine Lieblingsnummern. Er arbeitete auch als Croupier in Casinos und lernte eine Menge Tricks von Falschspielern.
Auf den Plakaten wurde er als "King of Cards" und "Spielkarten-Welt-Wunder" dargestellt. Als großer Kartenkünstler seiner Zeit wurde er Vorbild für viele seiner Nachfolger.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde er aus familiären Gründen depressiv und beendete seine Karriere. Graziadei starb am 30. Dezember 1965 in einem Altersheim in Wien.

Bild + Text: Magic Christian, Wien
Biografie: MAGIC CHRISTIAN. Valentino Graziadei. The King of Cards. Escoial 1999 

Grdina , John J.

1885-1975 (A)

John Grdina kam mit 5 Jahren nach Amerika. Er entschloss sich, Zauberkünstler zu werden, nachdem er Kellar gesehen hatte. Er wurde von Karl Germain in die Zauberkunst eingeführt. 
Mit 21 ging er mit seiner Frau und seinem Schwager als Assistenten auf Tournee. Er reiste während acht Jahren mit einer zweistündigen Show herum, später mit einer 15-minütigen Varieté-Nummer. 
Nach rund 12 Jahren zog er sich als professioneller Zauberkünstler zurück und wurde Bankier. 
Nach seiner Pensionierung 1959 nahm er seine Lieblingsbeschäftigung, die Zauberei, wieder auf und gab bis zu seinem Tod Gratisvorstellungen für Waisen und Betagte.

Green, Cliff

1896-1969 (CAN)

Cliff Green begann mit 15 zu zaubern. Er zog nach New York und arbeitete während rund 25 Jahren als professioneller Kartenmanipulator. 
Zu Beginn der 30er Jahre wurde er Geschäftsmann und Teilzeitprofi. 
1940 wurde er Mitglied des New Yorker "Inner Circle". 
Er verfasste den Klassiker "Professional Card Magic" (1961).

Grimmond, George

1901-1985 (GB)

In London geboren wurde George Grimmond bereits mit 13 Jahren professioneller Zauberkünstler und Entfesslungskünstler. Hobbymässig betätigte er sich als Produzent und Regisseur von Amateurfilmen.
George Grimmond verfasste das Buch "Engineering as Applied to Magic".

Grippo Jimmy

1898-1992 (I)

Jimmy Grippo wurde als ältestes von neun Kindern eines Bauern in Italien geboren. Als er zwölf war, wanderte seine Familie nach New York aus. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde durch den Besuch einer Vorstellung von Blackstone geweckt, seine Fingerfertigkeit brachte er sich weitgehend selbst bei. Er befasste sich auch mit Hypnose und wurde unter anderem vom König von Siam für eine Augenoperation beigezogen, der ihm nach erfolgreicher Operation einen wertvollen mit Diamanten und andern Edelsteinen versehenen Ring schenkte.
Zu den berühmten Persönlichkeiten, vor denen Jimmy Grippu auftrat, gehörten unter anderen die Herzogin und der Herzog von Windsor, der Schah von Persien, die Präsidenten Eisenhower, Kennedy, Nixon, Ford und Carter, Winston Churchill, Antohny Eden, Fidel Castro.
1951 liess ich jimmy Grippo in Miami nieder, wo er einen Beach Club kaufte und leitete und die Gäste mit Zauberein und Hypnose unterhielt.
1965 zog er nach Las Vegas und trat mit Tischzauerei im Desert Inn auf. Als 1966 der Caesar’s Palace eröffnet wurde, wurde er mit einem festen Salär als “Magician in Residence” angestellt. Daraus ergaben sich viele lukrative Privatengagements für Leute der reichen Gesellschaft wie J. Paul Getty und Aristoteles Onassis. Die Arbeit im Caesar’s Palace führte er während fast 25 Jahren 7 Tage in der Woche weiter.
JimmyGrippo erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so unter anderen 1980 den Performing Fellowship der Academy of Magical Arts. 1990 wurde er in die International Hypnosis Hall of Fame aufgenommen.
1991 musste er in Folge eines Schlaganfalls die Arbeit aufgeben und verstarb ein paar Monate später kurz vor seinem 95 Geburtstag.

Gwynne, Jack (Joseph)

1895- 1969 (USA)

Lernte während der Rekonvaleszenz von einer Rheumaattacke mit 12 Jahren anhand eines Zauberkastens und Hoffmanns Modern Magic zaubern. Sah mit 13 Kellars Show. Da der nächste Zaubergerätehändler etwa 300 Meilen von Jacks Wohnort entfernt war, begann er sich seine eigenen Tricks herzustellen. Mit 18 gab er für Bekannte und Nachbarn kleine Zaubervorstellungen, 1915 heiratete er Anne Apel, eine Schulkameradin, die ihn als Klavierspielerin begleitete. 1916 wurde Tochter Margaret Elizabeth, 1917 Sohn Virden Weaver geboren. Neben seiner Arbeit in einer Stahlfabrik trat Jack weiterhin am Abend mit seiner Frau zusammen auf, ab 1920 mit einer chinesischen Nummer. Daneben baute er eigene neue Illusionen und Geräte, unter anderem auch für Houdini und Thurston. 1927 gab Jack seine Arbeit in der Stahlfabrik auf und begann seine Karriere als professioneller Zauberkünstler. Anfang der 30er-Jahre wurden die Varieté-Künstler zum grössten Teil vom Tonfilm verdrängt. Jack war bald der einzige, der bis 1934 in Vaudeville noch Grossillusionen vorführte. Danach wurde er mit "Floorshows" der erfolgreichste Zauberkünstler in "Nachtclubs" (grossen Tanzlokalen in Hotels). 1940 zogen die Gwynnes nach Hollywood. Neben seinen Auftritten spielte Jack in mehreren Filmen die Rolle eines Magiers. 1942 traten er und Anne in einer Art Revue mit anderen Artisten, Sängen und Komikern auf, die ab 1944 die amerikanischen Truppen im Ausland unterhielt. Mitte 1945 kehrten sie nach Amerika zurück. Jack baute eine eigene abendfüllende Show mit mehreren neuen Illusionen auf, mit der sie bis 1951 herumreisten. Neben seinen abendfüllenden Auftritten trat Jack während vier Jahren in "Super Circus" regelmässig mit Illusionen im Fernsehen auf. Nach drei Saisons in einem Zirkus stellte Jack 1961 ein 45-minütiges Einmann-Programm zusammen, das er bis 1963 in Grundschulen präsentierte. 1963 spielte er in einem für die Weltausstellung 1964 produzierten Film als Schauspieler mit. 1964 wurde er wegen Magenkrebs operiert, zwei Wochen später trat er bereits wieder in Schulen auf. Zwei Tage vor seinem 73. Geburtstag fielen all seine Kostüme, Illusionen und Geräte einem Feuer in seinem Haus zum Opfer. Jack baute genügend Geräte zusammen, um wieder in Schulen auftreten zu können, was er auch nach einem zwei Wochen später erlittenen leichten Herzanfall weiterführte. Im Dezember 1970 starb Jack an einem Herzanfall.

Biografie:CHARVET, D. Jack Gwynne. The Man, His Mind And his “Royal Family of magic”. Charvet Studios, Washington, Second Edition 1988 
 
 
 
 
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