My image My image My image My image My image My image

York, Scotty (Scott Bennett York, Jr. )

1937-2012 (USA)

Scotty York wurde in Broughton in Illinois geboren und schloss 1959 ein Studium als Ingenieur an der Universität Illinois ab. Es war Besitzer eines Geschäfts für den Verkauf und Unterhalt von Rennautos und arbeitete für die Ford Motor Company bevor er Ende der Sechzigerjahre nach Washington D.C. zog, wo er als Schadeninspektor beim U.S. Department of Transportation arbeitete.
Seine Passion für die Zauberkunst entdeckte er Ende der Sechzigerjahre. Dank seines grossen Talents erreichte er sehr schnell ein hohes Niveau. Einer der ersten Kunststücke, das er meisterte, war Ramseys „Cylinder and Coins".
Ende der Siebzigerjahre war er in der Close-up-Zauberszene bereits eine anerkannte Grösse. Er erfand diverse Routinen, die er in führenden Publikationenveröffentlichte und stellte Geräte und Hilfsmittel für international bekannte Zauberkünstler her.

In den Achtziger- und Neunzigerjahren gab er Seminare und trat an zahlreichen Kongressen in den USA , Europa und Japan auf.
Eine Reihe seiner Kreationen brachte er in den Handel, wie etwa „Candy Kiss Machine“, „The Scotty York Lamp Trick“, “Passport Switch Wallet“, „Nickel Saver“, „Scotty York’s Color Changing Knives“, „The Rose Trick“.
Als „The Silver Fox“ trat Scotty York in verschiedenen Bars in Washington als Barmagier auf. Mit seinen Kunststücken unterhielt er nicht nur die Gäste, sondern verblüffte und täuschte oft auch Zauberkünstler mit seinen Versionen von bekannten Kunststücken.
Neben der Zauberkunst war Scotty York Schiffsbesitzer und passionierter Segler, nach seinem Rückzug aus dem Berufsleben wurde er leidenschaftlicher Golfer.
Zu seine Publikationen zählen Scott York on the Cups and Balls (1971), The Scot York Lecture Book (1975), Coins (1975), Scot York's Greenville Lecture Notes (1977), Decennial Prelection (1980), For Your Eyes Only (1993) sowie drei DVDs: “The Silver Fox Vol. 1 - Professional Trick Bartender” , “The Silver Fox Vol. 2 – Hisownself” , “The Silver Fox Vol. 3 - Strikes Again.”
> Video 1   > Video 2   > Video 3  

Zancig, Julius (Julius Jörgensen) 1857-1929 (DK)
Zancig, Agnes  ?  -1916
  
Die Zancigs traten um die Jahrhundertwende vor allem in England auf. Agnes identifizierte mit verbundenen Augen dank ihrer "hellseherischen Fähigkeiten" Gegenstände, die Julius von den Zuschauern entgegennahm. Obwohl sie mit einem Sprachcode arbeiteten, gelang es ihnen, das Publikum zu überzeugen, dass ihre hellseherischen Fähigkeiten echt waren.

Zarrow, Herb
1925-2008 (USA)

In New Jersey geboren wurde Herb Zarrow einer der bekanntesten Amateurzauberkünstler seiner Zeit. Von Beruf war er Buchhalter. Er lernte mit 11 Jahren durch einen Zauberkasten und Zauberbücher aus der Bibliothek zaubern und spezialisierte sich auf Münzen- und Kartenkunststücke.
Weltweit bekannt wurde er als Erfinder des Zarrow Shuffle. Er entwickelte das Falschmischen in den Vierzigerjahren und nannte es ursprünglich "Full Deck False Shuffle". 1957 wurde der Zarrow Shuffle in Phoenix publiziert.
Mitte der Vierzigerjahre lernte er Dai Vernon kennen, der ihn stark beeinflusste. Die beiden wurden gute Freunde, und Vernon führte viele von Zarrows Kunststücken und Techniken in seinen Seminaren vor.
Mit vielen grossen Zauberkünstlern wie Charlie Miller, Slydini, Ricky Jay, Johnny Thompson, Fred Robinson, Alex Elmsley, Juan Tamariz, Cardini, Michael Skinner, Ed Balducci and Arturo Ascanio hatte Herb Zarrow regen Kontakt.
Herb Zarrow veröffentlichte Kunststücke in Epilogue, Pallbearers Review, Chronicles, Apocalypse, Rigamarole, MUM, Linking Ring und in "Modern Coin Magic " sowie in Büchern von Tarbell, Lorayne, Fulves, Kaufman und Vernon.
Herb Zarrow wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen. So wurde er unter anderem zum Mitglied des Inner Magic Circle ernannt, erhielt einen Louie Award, wurde zum Ehrenmitglied der Society of American Magicians auf Lebenszeit und zum Ehrenmitglied des Magic Castle auf Lebenszeit ernannt und erhielt einen Creative Fellowship der Academy of Magical Arts.

Zelpy (Giampaolo Zelli)
1936-2003 (I)

In Rom geboren begann sich Zelpy Anfang der Fünzigerjahre für die Zauberkunst zu interessieren.
1952 trat er der I.B.M. bei, 1953 dem Club Nazionale dei Maghi. Zu einer Zeit, zu der der Verein über kein eigenes Clublokal verfügte, stellte Zelpy sein Haus für die Treffen der Clubmitglieder zur Verfügung. Als langjähriger Vizepräsident des C.M.I. und territorialer Vizepräsident der I.B.M. repräsentierte er die italienische Zauberkunst in den Sechziger- und Siebzigerjahren an zahlreichen internationalen Kongressen. Als charismatische Persönlichkeit prägte er die magische Szene in Rom während Jahrzehnten. Zusammen mit Alberto Sitta hatte Zelpy eine tragende Rolle im C.M.I. Während Sitta als unermüdlicher Organisator wirkte, nahm sich Zelpy der Öffentlichkeitsarbeit und der technischen und künstlerischen Belange und der Programmgestaltung an.
Als promovierter Arzt und Chirurg war Zelpy Amateur im besten Sinn des Wortes; er suchte nicht den finanziellen Erfolg in der Zauberkunst, sondern lebte seine Kreativität und Phantasie aus, indem er zahlreiche originelle Routinen erfand und verschiedene Bühnenprogramme schuf wie "Sinfonia della Seta" ("Seidensinfonie", 1967), "La Statua" ("Die Statue", 1970), "Il Piccione" ("Die Taube", 1976), in denen er die dargestellten Figuren meisterhaft inszenierte.
In Zauberzeitschriften publizierte Zelpy weltweit zahlreiche Artikel über Präsentation, Inszenierung, Psychologie und Ablenkung, allgemeine Magie, Mikro- und Kartenmagie. Ausserdem publizierte er "Magia delle mani" (1967) und "Prestigiazione e dintorni."

Zicarte (Gustavo P. Juarez)
1921-2005 (Mexiko)

Zicarte (eine Zusammensetzung aus den Worten Zigaretten und Karten) zeigte bis in die Achzigerjahre eine erstklassige Manipulationsnummer mit Zigaretten, Tüchern und Tauben sowie als Abschluss die schwebende Dame.
Er trat vor allem in Mexiko und in den USA auf, dort unter anderem auch im Magic Castle, der SAM Hall of Fame und im Magic Museum. In Mexiko trat er für den Präsidenten und im Fernsehen auf.
> Video 

Zingone, Luis G.

? - ? (USA)

Ende der Zwanzigerjahre arbeitete Luis Zingone in einer Autowäscherei und erlernte in seiner Freizeit die in Erdnases "The Expert at the Card Table" beschriebenen Techniken.
Eines seiner Vorbilder war Nate Leipzig. Er kannte viele der zeitgenössischen Grössen wie Al Baker, Max Holden, Paul Rosini, Cardini, Jarrow, Hardeen, Annemann, Dunninger, Mullhollland.
Als einer der besten Kartenkünstler seiner Zeit trat er in den Dreissiger- und Vierzigerjahren in Varietés und Clubs auf, wurde jedoch vorwiegend für private Parties engagiert.
Er entwickelte verschiedene Kartentechniken, u. a. den Zingone Spread und den Thumb Nail Gauge, die in "Expert Card Technique" von Braue und Hugard 1940 veröffentlicht wurden.
1943 brachte er drei Schallplatten mit Kartentricks heraus, von der über eine Million gepresst wurden. Zusätzliche 500'000 Platten wurden von der C. W. Post Cereal Company beim Kauf einer Packung Cerealien als Prämie abgegeben.

Zirka Marquise d'O (Agnes Martini)
1877-1910 (Schlesien)

Zirka wuchs in einem Schwesternkonvent in Schlesien auf und heiratete mit 20 den 26 Jahre älteren peruanischen Zauberkünstler José-Antneor Gago y Zavala (L'Homme Masqué).
Ende 1905 löste Zirka mit ihren Zigarettenmanipulationen Horace Goldin im Casino de Paris ab. Nach einer erfolgreichen Tournee durch Europa liess ihre Gesundheit nach und sie verstarb 1910 mit erst 33 Jahren beinahe blind in einem Heim in Nizza.

Zmeck, Jochen
1929-2012 (D)

Jochen Zmeck wurde in Berlin-Hohenschönhausen als Sohn eines Arbeiters und späteren Drechslermeisters geboren. Nach einer Ausbildung zum Lehrer unterrichtete er 1946 bis 1958 als Fachlehrer für Chemie.
Schon als Kind zeigte Jochen Zmeck seinen Mitschülern Zaubertricks und wurde während seiner Zeit als Lehrer Mitbegründer und Vorsitzender der Berliner Gruppe des Magischen Zirkels. Sein erstes grosses Engagement erhielt er 1958 als Kinderzauberer im Friedrichstadt-Palast, viele weitere Engagements und zahlreiche Auftritte im Fernsehen folgten. Zusammen mit seiner Frau zeigte er auch abendfüllende Programme, neben Programmen für Erwachsene auch drei komplette einstündige, altersgemäss aufgebaute Programme mit pädagogischer Aussage für Kinder.
Als Mitglied verschiedener Kommissionen und Arbeitskreise der Unterhaltungskunst war ihm die Nachwuchsförderung ein grosses Anliegen. Durch seine Veröffentlichungen und zahlreiche Seminare in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Tschechoslowakei gab er sein Wissen und seine Erfahrungen weiter.
Zusammen mit dem Direktor des gerichtsmedizinischen Instituts der Berliner Charité, Professor Prokop, engagierte er sich stark im Kampf gegen den Okkultismus.
Für seine Tätigkeit erhielt er viele Auszeichnungen, u. a. den Kunstpreis des Bezirks Frankfurt an der Oder (1976) und den Kunstpreis der DDR (1981).
Zu den Publikationen von Jochen Zmeck zählen: "Das Jochen-Zmeck-Scriptum" (1960), "Mikromagie ganz gross" (1962), "Enzyklopädie der Rauh-Glatt-Kartentricks", Teil 1, 2 und 3 (1962, 1965, 1967), "Das zweite J.-Z.-Scriptum " (1964), "Wunderwelt Magie" (1965), "Die Wunder der Fakire" (1965), "Ich habe dran gedreht" (1968), "Gewusst wie" (1968), "Das grosse Buch der Magie" (1968), "Sieben mal drei" (Seminarheft 1972), "Ich habe wieder dran gedreht" (1973), "Das Zmeck Seminar" (1974), "Die Zaubertüte" (Bastelbogen, 1974), "6 x 3 + 1" (Seminarheft 1977), "Das Handbuch der Magie" (1978), "Blütenzauber" (1978), Zwölf Zmecksche Zaubereien" (Seminarheft 1979), "Bellachini und die Eierfrau" (1982), "Die Daumenspitze "(1982), "Seminar 1981", "Hokuspokus Brecklebreck, Kinderzaubereien" (Seminarheft 1982), "Abrakadabra - die kleine Zauberschule" (Anleitungshefte für Zauberkästen, 1982), "Hokuspokus - die grosse Zauberschule" (Anleitungshefte für Zauberkästen, 1982)."Hokuspokus" (Bastelbogen, 1983), "... und es bewegt sich doch. Das Pendel und seine Anwendung in der Zauberkunst" (1984), "Als ob's die Geister wären." (1987).
Daneben publizierte er Hunderte von Artikeln in Zauberkunst, Magie, Magisches Magazin, Magische Welt, Aladin, Hokus-Pokus.
Durch seine zahlreichen Publikationen, insbesondere durch das "Handbuch der Magie", das vielen angehenden deutschsprachigen Zauberkünstlern als Einführung in die die Zauberkunst diente, beeinflusste Jochen Zmeck die Entwicklung der Zauberkunst in Deutschland in den Siebziger und Achzigerjahren massgeblich.

Zufall, Bernard
1894-? (USA)

Bernard Zufall wurde als "Menschliche Enzyklopädie" und "Der Mann mit dem fotografischen Gedächtnis" bekannt. Seine Bibliothek mit Büchern zum Thema Gedächtnis umfasste mit über 5000 Titeln mehr als die Kongressbibliothek in Washington zu diesem Thema aufwies. Die Geheimnisse der von ihm verwendeten Mnemotechnik veröffentlichte er 1940 in einer Reihe von sechs Heften unter dem Titel "Zufall's Memory Trix": No. 1 "Magazine Memorizing", No 2 "Mental File Index",No. 3 "Calendar Memorizing", No. 4 "Memorizing a deck of Playing Cards", No. 5b "Memorizing Numbers" und No. 6 "Memorizing Facts and Figures".
 
 
 
 
 
Social Media Impressum    
Texte und Inhalte:
Magic Promotion Club
CMS und Gestaltung:
bildsprache.ch