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Han, Ping Chien
um 1900-1920 (China)

Han Ping Chiens Vorfahren waren seit Generationen Zauberkünstler gewesen.
Han Ping Chien war Akrobat, Jongleur und Zauberkünstler. Er zeigte unter anderem auf der Bühne ein Papierzerreissen, das Erscheinen von Aquarien mit Fischen, Verbrennen der Mitte von zwei Bändern und deren Wiederherstellung, das Ringspiel, das wiederholte Verschwinden eines weissen Balles, der immer wieder aus seinem Mund erschien.
han Ping Chien war ausserdem ein exzellenter Close-up-Magier. Die Münzen durch den Tisch (mit dem jedem Zauberkünstler bekannten Han Ping Chien-Griff) und das Becherspiel führte er meisterhaft vor. Er hatte auch im Westen grossen Erfolg, so in den USA, England und Frankreich.

Schukewitsch, Ewgenij Iwanowitsch

1900–1949 (RUS) 

Während des II. Weltkriegs wurde bei der Frontbetreuung ein ausserordentlich talentierter Manipulator populär. Er betrat die Bühne mit leeren Händen. Alle Requisiten waren in seinen Taschen. Im Laufe der Darbietung erschienen riesige Blumensträusse, Tücher, Bälle, Zigaretten. Die Zuschauer waren verblüfft darüber und rätselten woher er all das nahm. 
Plötzlich rollten zwei Dutzend Münzen aus dem Ärmel und fielen klimpernd auf den Boden. Die Zuschauer dachten, dass die Vorstellung schief gehe. 
 
Schukewitsch zauberte jedoch aus der Luft noch mehr als fünf Dutzend Münzen, mit denen er hervorragend manipulierte. 
Danach verschwanden alle Requisiten blitzartig genauso geheimnisvoll, wie sie erschienen waren, und der Zauberkünstler verlies die Bühne wieder mit leeren Händen.
Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg

Dorotti, Kleo (Klawdija Grigojewna Karasik)

1900 - ? (RUS)

Kleo Dorotti war die ehemalige Assistentin des Zauberkünstlers Grek Kostano Kasfikis (1892-1934), der als Kriegsgefangener nach Russland kam 
1929 trat sie mit ihrer eigenen Show im Zirkus auf. Sie arbeitete, anders als Kasfikis, ohne spezielle präparierte Szenen und Kulissen und betrat forsch die Manege, scheinbar ohne besondere Hilfsmittel. Sie arbeitete dafür erfolgreich völlig neue technische Lösungen aus. 
Als gute Illusionistin der alten Schule besass Cleo Dorotti im Unterschied zu Kasfikis eine sehr gefällige Vorführweise. In einer ihrer Illusionen wurde eine grosse Vase in die Manege getragen und bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Anschliessend erschienen aus der Vase Assistentinnen, buchstäblich trocken. Ein Mädchen das in einem Fass eingesperrt wurde, erschien in einem anderen Fass, welches vom ersten Fass durch ein eisernes Gitter getrennt war.
Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg

Himber, Richard Herbert

1900-1966 (USA) 

Richard Himber wurde als eines von vier Kindern eines Metzgers in Newark, New Jersey geboren. Aufgezogen wurde er von seiner Grossmutter, da seine Mutter meist ausser Haus war und sich nicht um die Kinder kümmerte. Bereits mit fünf Jahren begann er, Geige zu spielen. Schon mit 7 Jahren spielte er seinem Geigenlehrer die ersten Streiche. Wegen Streichen wurde er von zwei Schulen verwiesen. Auch als Erwachsener liebte er es über alles, anderen Streiche zu spielen.
Als Jugendlicher trat er ohne Wissen seiner Eltern in Kabaretts als Geigenspieler und Sänger auf.  
Bekannt wurde er als erfolgreicher Bandleader, der als "The Suave Stylist of the Dance” einen grossen Einfluss auf die Musikszene der 30er hatte.
Bereits im Alter von 10 Jahren interessierte er sich auch für die Zauberei. Von Jack Merlin lernte er Karten- und Münzengriffe.  Er erfand unter anderem den Himber Milk Pitcher, den Himber Ring (nach einer Idee von Persi Diaconis) und die Himber Brieftasche.

Biografie: Zolotow, Maurice. It Takes All Kinds. New York, Random House, 1952 
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Rex, Professeur (Charles-Émile Sauty)

1900-1967 (CH)

Charles-Émile Sauty wurde als jüngstes von drei Kindern eines Schweizers und einer Französin in Genf geboren. In Seiner Kindheit verbrachte er alle seine Sommer- und Winterferien in der Haute-Savoie, der Heimat seiner Mutter. Mit 14 Jahren begann seine literarische Karriere als Autor von Gedichten, Novellen und eines Romans, der in einem französischen Verlag erschien.
1914 bis 1924 machte er eine juristische Ausbildung und wurde Gerichtsschreiber. Gleichzeitig galt sein Interesse dem Theater und Kino.
Fast währen seines ganzen Lebens arbeitete er als Journalist für zahlreiche schweizerische und französische Zeitungen als Literatur- und Theaterkritiker.
1920-1935 arbeitete er als Autor und Komiker. Als Filmhersteller und –verleiher, Regisseur und Produzent war er ein Pionier des Stummfilms und später des Tonfilms in der Schweiz. 1923 produzierte er drei eigene Kinofilme.
Ab 1828 begann er als Zauberkünstler aufzutreten. Mit seiner Frau als Partnerin "Rexia" wurde er über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Sein Sohn Marc, "Bengalis", und seine Tochter Josymone, "Josy-Rex", wirkten ebenfalls in seinen Vorstellungen mit. In Frankreich wurde ihm von der A.F.A.P die Auszeichnung Maître magicien verliehen. 
1940 gründete er in Genf den Cercle Robert Houdin, und wurde dessen Präsident. 1944 wurde er zum Ehrenpräsident ernannt. 1945 wurde aus dem Cercle Robert Houdin der Cercle Suisse des Prestidigitateurs. Dieser fusionierte 1960 mit dem Club des Magiciens de Genève.
Charles-Émile Sauty war nacheinander Inhaber und Geschäftsführer von drei Geschäften: ab 1945 La Gaîté (Scherzartikel, Festartikel usw.), ab 1967 Sauty & Cie (Festartikel), Académie Suisse de magie (Künstlerbedarf, Zauberrequisiten).
Ab 1958 wandte er seine Interessen verstärkt der Geschichte der Magie zu. Er hatte eine eigene Sammlung von tausenden von Büchern, Plakaten und alten Zauberapparaten.
Professeur Rex veröffentlichte die Bücher Tours de Cartes" (1943), "Hypnotiseurs et mystificateurs" (1944), "Comment devenir ventriloque" (1944), 100 nouveau tours de magie blanche (1946 ).
Biografie: Sauty, Josymone. Charles-Émile Sauty alias "Professeur Rex". Éditions Slatkine, Genève, 2001

Woda, Reinhold

1900-1970 (A)

Reinhold Woda wurde in Wien geboren. Mit 6 Jahren machte er anhand eines Zauberkastens Bekanntschaft mit der Zauberkunst und investierte von da an sein ganzes Taschengeld in den Kauf von Zaubertricks. 
Als Jugendlicher sah er eine Vorstellung von Paini, der ihn mit seinen Kartenkunststücken stark beeindruckte. Valentino Graziadei führte ihn dann in die Kartenkunst ein, und durch ihn lernte er auch Ottokar Fischer kennen, mit dem ihn fortan eine enge Freundschaft verband. Woda profitierte vom umfassenden Wissen Fischers und der Zugang zu Fischers Bibliothek ermöglichte ihm das Studium der deutschen, englischen und französischen Literatur über die Zauberkunst. 
Als Spezialist für manipulative Kartenkunst trat er nebenberuflich bis 1945 öffentlich auf, danach nur noch im privaten Kreis. 
Nach den Kriegsjahren widmete er seine Schaffenskraft dem Wiederaufbau geordneter familiärer und beruflicher Verhältnisse.
Reinhold Woda veröffentlichte "Kartenkunst für Kenner" (1940), "Kartenkunst für alle" (1941), "Amüsante Kartenkunst" (1945), "Kartenkunststücke für Kartenkünstler" (1947), "Kartenfächer - Fächerkarten" (1955).

Ross, Faucett

1900-1987 (USA) 

Faucett Ross wurde mit etwa 30 Jahren professioneller Zauberkünstler. Er arbeitete vorwiegend auf Messen und Karnevals. 
Faucett Ross war Mitglied der "Secret Six" sowie ab 1940 des New Yorker "Inner Circle". 
Seine Kunststücke wurden von Lewis Ganson in "Magic wth Faucett Ross" (1975) beschrieben.

Chapman, Frank(lin) Montgomery

1901-1954 (USA)

Frank Chapman wurde in Baltimore, Maryland geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde durch eine Zaubervorstellung geweckt, die er in seiner Jugend sah,und er begann schon früh, als Zauberkünstler aufzutreten. Mit 23 heiratete er Mary Hammond, mit der er zwei Töchter hatte. Obwohl sein Können von Zauberkollegen hoch gelobt wurde, machte er die Zauberkunst nie zu seinem Beruf, sondern verdiente seinen Lebensunterhalt als Verkäufer.
Ab 1932 gab er eine Serie von Heften für das Publikum heraus, die von verschiedenen Firmen zu Werbezwecken eingesetzt wurden ("Twenty Clever Magic Tricks", "Magic Tricks for every Member of the Family", "Twenty Clever Card Tricks", "No Palming", "Modern Magic Made Easy", "Popsicle Magic Coin Book").
1931 war Chapman einer der ersten Zauberkünstler die im Fernsehen auftraten.
1932 zog er nach Los Angeles, wo er bei Shell Oil arbeitete. 1936 stellte die Firma zu Werbezwecken eine Magische Show mit vier Teams zusammen, die durchs Land zogen. In einem der vier Teams trat Chapman mit einer fünfzehnminütigen Nummer auf.
1936 gab Chapman im Selbstverlag die Hefte "Six Bits" und "Another Six Bits", 1937 "Six Bits More" mit Close-up Kunststücken heraus, mit denen er sich einen guten Ruf für interessante Kunststücke erwarb. Für Genii schrieb er während 7 Jahren die Kolumne "Chap's Corner", in der er Neuigkeiten, seine Gedanken zur Zauberkunst und kurze Effekte beschrieb. Ausserdem veröffentlichte er Artikel in The Bat, Hugard's Magic Monthly, Tops und The Linking Ring.
1938-1940 gab er 24 Ausgaben von "Chap's Scrapbook" heraus, eine mit der Schreibmaschine geschriebene und von Hand illustrierte monatliche Zeitschrift, in der er viele ausgezeichnete Close-up Kunststücke beschrieb.
Ausserdem veröffentlichte er unter anderem "Ten Stunners with a Nail Writer" (1941, die erweiterte Fassung "Twenty Stunners with a Nail Writer" erschien 1944), "Quick Tricks"( 1941) und "Fountain of Silks" (1942).
1954 starb Chapman, von seiner Frau geschieden und an Leberzirrhose leidend, mit 53 Jahren infolge eines Herzanfalls.

Chavez, Ben

1901-1962 (Philippinen)

Ben Chavez, auf den Philippinen geboren, zog mit 19 nach Amerika und trat dort mit 21 als Zauberkünstler mit einer Manipulationsnummer auf. 1932 traf und heiratete er Marian Cleary, die seine Partnerin wurde. 1938 starb ihre fünfjährige Tochter während eines Auftrittes in Australien bei einem durch eine defekte Gasflasche ausgelösten Feuer in einem Wohnwagen. Nach Kalifornien zurückgekehrt begannen Ben und Marian eine Schule für Zauberkünstler aufzubauen. 1941 eröffneten sie das Chavez College of Magic in der Garage ihres Hauses in Los Angeles. Der angebotene Kurs erstreckte sich über 6 bis 8 Monate, jede Lektion umfasste Grifftechniken mit Spielkarrten, Billardbällen, Münzen Zigaretten, Fingerhüten. Zu den ersten Absolventen gehörten Don Alan und Walter Cummings sowie an der Zauberkunst interessierte Hollywood Stars wie Orson Welles oder Bud Abbott & Lou Castello. Das Interesse für den Lehrgang nahm laufend zu, 1946 wurde das Chavez College von den Erziehungsbehörden als Fachschule anerkannt und aus dem Krieg zurückgekehrten Soldaten wurde der Kurs vom Staat subventioniert. Unter ihnen waren Neil Foster und Channing Pollock. 1950 zog das Chavez College nach Hollywood an den Sunset Boulevard um, die Räumlichkeiten umfassten nun Bühnen und Unterrichtszimmer. 1952 absolvierte Norm Nielsen das College. 1953 unterrichtete Chavez auch bei der Merv Taylor Company, einem Zaubergerätehändler in Hollywood. 
Schon früh hatten Ben und Marian die Idee, ihren Unterricht auch in der Form eines Fernkurses anzubieten, doch es dauerte gute zehn Jahre, bis die Instruktionen geschrieben und mit über 1500 Fotos aus verschiedenen Sichtwinkeln versehen waren, welche die Grifftechniken in allen Details zeigten. Gegen eine Verschwiegenheitserklärung konnten sich Interessenten ab 1960 für den Fernkurs einschreiben. Er umfasste 17 Lektionen zu rund 30 Seiten mit zahlreichen Fotos. 
1962 starb Ben Chavez, Marian führte das College weiter. 
Dale Salwak, der mit 16 den Kurs absolviert hatte, besuchte 1967 Maria und begann ein paar Jahre später, als Lehrer im Chavez College mitzuwirken. 1978 fragte Marian Neil Foster und Dale Salwak, ob sie daran interessiert wären, die Schule zu übernehmen. Die beiden kauften Marian die Rechte für die Schule und das Unterrichtsmaterial ab, das Chavez College wurde an wechselnden Standorten unter der Bezeichnung Chavez Studio of Magic weitergeführt. Marian starb 1978.

D'Amico, Carmen

?-1973 (USA)

Carmen d'Amico war Falschspieler und Amateurkartenkünstler. Er erfand den D'Amico Spread und mit Ed Marlo zusammen Propelled Lapping. Er verfasste mit Ed Marlo "A Devilish Miracle" (1948) und "Classical Foursome" (1956).

Grant, U. F. (Ulysses Frederick Simpson Grant)

1901-1978 (USA)

U.F. Grant arbeitete ab 1925 als professioneller Zaubergerätehändler, zunächst in Pittsfield, Massachusetts (unter dem Firmennamen "Grant's Magic Shop"), dann in New York City (bis 1939).
Danach arbeitete er um 1940 für kurze Zeit bei Abbott's in Colon, Michigan.
1942 eröffnete er erneut ein eigenes Geschäft in Columbus, Ohio. 1
975 erhielt er den AMA Creative Fellowship. Sein Geschäft wurde von seinen Nachfolgern unter der Firmenbezeichnung MAK Magic weitergeführt.
Grant war Erfinder unzähliger Kunststücke - vom Kartentrick bis zur Grossillusion - die er zum Teil unter dem Pseudonym "Frank Zella" veröffentlichte, so unter anderen: A Message From the Deep (1928), Grant's Rope Trick (1930), Square Pig = Pig Turns Around (1931), Bullet-Proof Girl (um 1932), K.O. Card Trick (1932), Master Trick Deck (1932), Mystic Pearls of Persia (1932), The Farmer and the Witch (1935), Walking thru a Ribbon ( 1935), Invulnerable Lady = Dagger Chest Illusion (vanished head version, Anfang 1930er Jahre), Dick Tracy Himself (1936), Phant-O-Dial (1939), Alagen rope (mit Winston Freer 1939), Movies to Life (1939), Grant's Diminishing Cards (1940), Automat Deck ( 1940), The Zella Thought Projector ( 1940), Slow Motion Bill Switch ( 1940), Million Dollar Bill Mystery (1940), Little Silk House (1940), Comedy Rope Trick (1940), Ropes of Bengal (1940), Television Telephone (1940), Amputation (mit R. Bordner in 1940), Grant's Cocktail Cup (1940), Super X Levitation (1942), Cow Trick (1944), Temple Screen (1944), Sacred Altar Light (1945), Zella Nite-Club Cylinders (1945), Little Gem Beer Keg (1945), Chink Cans (1947), Nite Club Table (1947), Kard-U-Reka (1947), Cards and Slate (by 1948), Devil's Newspaper (by 1948), Slate of Mind, Dial-X (1951, mit Reynolds), Bottle Cap-N-Pennies (1953), Bengal Net (1953), Flat Model Money Maker (1954), Chen-Lee Water Suspension (1954), Crystal Silk Cylinder (1954), Una-Mind (1957), Candle-Lite (1958), Transparent Rice Bowls (1959), Strat-o-Spheres (1962).
Grant verfasste zahlreiche Schriften, unter anderen "Twenty Five Tricks and Ideas" (1931), "Flap Slate Wrinkles" (1931, mit H. Adrian Smith), "Tricks with Cellophane" (1932), "Rising, Floating, Dancing Silk" (1933)," El Ropo" (1933), "Rope Trick" (1933), "El Ropo (1933), Grant's Patter Folio (1934), Illusion Secrets (1934), Grant's Thirteen Mysteries (1934), Flash Magic (1935), Magician, Ghost and Girl" (1935), "Tricks with a One-Way Deck" (1935), "The Blue Ribbon Combination" (1935)," 25 Rising Card Tricks" (1935), "The Barrel and Broom Illusion" (1936), "Chinese Magic and Illusions" (1936), "Jumbo Card Tricks" (1937), "Ninety Nine Tips and Gags" (1937), "Counterfeit Card Miracles #1" (1940), "Nite Club Illusions" (1940)," Counterfeit Card Miracles #2" (1940), "Paper Magic" (1941)," C.L.I.P.: Clever Little Ideas Presented by U.F. Grant" (1947), "Tricks for Kid Shows" (1951), "Grant's Three-Card Mont"e (1951)," Rope, Chain and Box Escapes" (1954), "Grant's Manual of Magic" (1964)," 25 Rising Card Tricks" (1970), "Bodies in Orbit".
Er veröffentlichte Trickbeschreibungen in Sphinx, Tarbell #5, New Phoenix, usw., viele seiner Tücherkunststücke wurden in "Rice's Encyclopedia of Silk Magic" veröffentlicht, Seilkunststücke in Stewart James' "Encyclopedia of Rope Magic".

Olgo, Professor (Berthold Jassinger)

1901-1979 (H)

Professor Olgo war professioneller Gedächtniskünstler und Zahlengenie. Mit unglaublicher Schnelligkeit und Präzision beherrschte er den ewigen Kalender, das Memorieren von sechsstelligen Zahlen, das Erheben von zweistelligen Zahlen in die vierte Potenz und das Erstellen von magischen Quadraten.

Grimmond, George

1901-1985 (GB) 

In London geboren wurde George Grimmond bereits mit 13 Jahren professioneller Zauberkünstler und Entfesslungskünstler. Hobbymässig betätigte er sich als Produzent und Regisseur von Amateurfilmen. 
George Grimmond verfasste das Buch "Engineering as Applied to Magic".

Slydini (Quintino Marucci)

1901-1991 (I)

Slydini wanderte als Kind nach Argentinien aus, wo er bei einem Onkel aufwuchs. Fasziniert von der Zauberkunst versuchte er autodidaktisch Effekte nachzumachen, die er gesehen hatte. Dabei entwickelte er viele persönliche Lösungen und begann Techniken der Ablenkung zu entwickeln, für die er später berühmt wurde. 
1930 ging er in die USA, wo er zunächst unter dem Namen Tony Foolem in einem Torero-Kostüm als Bühnenmagier auftrat. Dabei führte er unter anderem das Ringspiel vor. Später gab ihm sein Manager den Namen Slydini.
Slydini begann in vielen Privatclubs und wichtigen Anlässen aufzutreten und sich auf die Close-up-Zauberei zu spezialisieren. Ein Jahr nachdem er nach New York gezogen und an einem Kongress in Atlantic City ein Seminar über Close-up-Zauberei gegeben hatte, eröffnete Slydini, der nun als Close-up-Experte bekannt war sein Studio of Magic.
In den folgenden Jahren ging er auf Seminartournee und die ersten Bücher über seine Close-up-Zauberei erschienen. Seine bis ins letzte Detail einstudierten Bewegungen und die dadurch erzielte Misdirection machten viele seiner Kunststücke zu weltberühmten Klassikern (z.B. die zerrissene und wiederhergestellte Zigarette, Paper Ballls over the Head, Münzen durch den Tisch, die verknoteten Tücher). Seine wichtigsten Kunststücke wurden in folgenden Büchern beschrieben: "The Magic of Slydini" (Lewis Ganson, 1960), "Slydini Encores" (Leon Nathanson, 1966), "The Best of Slydini and More" (Karl Fulves, 1976), "The Magical World of Slydini" (Karl Fulves, 1979).

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Haslingen, Gert Graf von

1901-1995 (D) 

Gert Graf von Haslingen begann sich bereits im Alter von 12 Jahren für die Zauberkunst, zu interessieren, insbesondere für Gedächtnis- und Rechenkunst. 
Als Exportkaufmann wurde er 1932 Mitglied im Magischen Zirkel von Deutschland. Nachdem er im Krieg all seine Besitztümer verloren hatte, machte er sein Hobby zum Beruf und trat ab Ende 1945 zusammen mit seiner Frau "Cora, die Frau, die alles weiss" und seiner Tochter "Corita, das Zahlenwunder" mit Gedankenübertragung und Gedächtniskunst während zwanzig Jahren in Deutschland, Holland und der Schweiz auf. 
Mitte der Sechzigerjahre zogen sie sich von der Bühne zurück. Ab 1967 veröffentlichte Gert Graf von Haslingen in der Magischen Welt eine 57-teilige, insgesamt mehr als 200 Seiten umfassende Serie "Q-E-D" , einen Lehrgang über Zahlenspielereien, Schnellrechnen, Rechen- und Gedächtnisexperimente.

Bocardo (Theo Bozenhard), 1846-1907 (Österreich-Ungarn)
 

1902-1958 (D)

Mit 8 Jahren wurde der in Stuttgart geborene Theo Bozenhard infolge einer Erkrankung an Diphterie von einem Privatlehrer unterrichtet, der ihm auch Zauberkunststücke zeigte. 
Nach Abschluss des Gymnasiums und des Studiums zum Maschinenbau-Ingenieur in Tübingen zog er nach einer kurzen Anstellung in Stuttgart nach Leipzig, wo er mit Frau und Tochter bis 1944 lebte. 
Im Zweiten Weltkrieg geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1964 zurückkehrte. Danach entschloss er sich, sein Glück auf der Bühne zu versuchen. 
Als Bocardo trat er mit einem Zauberprogramm an Schulen und an bunten Abenden der russischen Besatzer auf. 
Ende der Vierzigerjahre wurden seine Tourneen, auf den4en er bis zu 20 abendfüllende Engagements pro Monat hatte, von der Deutschen Konzert- und Gastspieldirektion geplant. Daneben trat er in Varietés in der DDR und der BRD auf. 
1955 war Bocardo Mitbegründer des Zentralausschusses Zauberkunst der DDR. 
Mit 56 Jahren erlag er auf der Bühne des Kur-Theaters Bad Elster einem Herzschlag.

Rosini, Paul (Paul Vucic)

1902-1948 (I) 

Nachdem Paul Vucic Carl Rosinis Assistent gewesen war, übernahm er dessen Künstlernamen. Er arbeitete vorwiegend in Nachtclubs und wurde als einr der zehn besten Kartenkünstler seiner Zeit betrachtet.

Biografie: ROMANO, CH. House of Cards. The Life & Magic of Paul Rosini. Charles J. Romano, South Elgin, IL, 1999

Keating, Fred (Frederic Serrano Keating)

1902-1961 (USA) 

Als Sohn einer Sängerin fand Fred Keating schon früh den Weg zur Bühne und trat bereits in jungen Jahren als Zauberkünstler auf, um 1915 erstmals als Professional in der Region von New York, wo er von anderen Zauberkünstlern als ihresgleichen akzeptiert wurde. Er lief von zu Hause weg, um sich Thurston anzuschliessen. Dieser informierte seine Eltern und gab ihm möglichst unangenehme Aushilfsarbeiten, um ihn dazu zu bewegen, wieder nach Hause zurückzugehen. Nach drei Monaten traf sich Thurston mit Keatings Eltern und sagte ihnen, dass wohl niemand Keating davon abhalten könnte, Zauberkünstler zu werden, wenn es sich dieser in den Kopf gesetzt habe. 
Zur gleichen Zeit, als er bei Thurston arbeitete, überredete Keating Nate Leipzig, ihm Unterricht in Kartenmagie zu erteilen. So wurde er Leipzigs einziger Schüler. 
Zu Beginn des ersten Weltkrieges war er noch zu jung, um eingezogen zu werden. Statt dessen trat er in bis zu 12 Vorstellungen pro Tag gratis auf. Sein Studium in Harvard gab er nach ein paar Wochen auf. Sein Vater, der einen Journalisten aus ihm machen wollte, verschaffte ihm eine Stelle bei der "New York World", wo Keating fast ein Jahr blieb, den Job jedoch kurz vor seinem zweiundzwanzigsten Geburtstag aufgab und sich nur noch der Zauberkunst widmete. Er spezialisierte sich auf Auftritte bei privaten Anlässen und wurde auf diesem Gebiet innert zwei Jahren zu einem der bestverdienenden Entertainer. Bald nahm er auch Engagements in Vaudeville-Theatern an und galt 1927 als "The Man with the Mysterious Hands" als bestverdienender Zauberkünstler New Yorks. 
1828 trat er als Conférencier in einer Broadway Show auf und führte den verschwindenden Vogelkäfig vor, was ihn beim New Yorker Theaterpublikum bekannt und berühmt machte. 1929 hatte er in einem auf zwei Wochen verlängerten Engagement im Palace Theater in New York einen triumphalen Erfolg. Bereits im Februar 1930 kehrte er für eine weitere Woche dorthin zurück.
Bei weiteren Auftritten in grossen Revuen wurde Keating als "The Aristocrat of Magic", als Entertainer, der sich der Instrumente der Zauberkunst bediente, gefeiert. Im September 1930 wurde er erneut im New Yorker Palace engagiert, diesmal als "Magischer Conférencier". Weiter Auftritte in grossen Theatern folgten, 1932 trat Keating zum fünften mal im Palace auf. 
1933 wurde Keating eine Rolle in einem Theaterstück angeboten, Angebote für Filmrollen folgten. So ging Keating 1934 nach Hollywood und arbeitete in verschiedenen Filmen mit Columbia Pictures zusammen. Zu dieser Zeit begann er auch, Auftritt als Comedian ohne Zauberei zu geben. 
Nach 1948 trat er erneut als Conférencier und Zauberkünstler in verschiedenen Shows auf, unter anderem hatte er auch mehrere Auftritte im Fernsehen. 
1956 begann Keating mit der Aufführung seines letzten Theaterprogrammes, mit der er jedoch trotz guten Kritiken keinen Publikumserfolg mehr erringen konnte. 1961 verstarb er in Folge eines Herzanfalls in New York.

O'Dell, Dell (Newton, Dell)

1902-1962 (USA)

Dell O'Dell,  professionelle Comedy-Sprechzauberkünstlerin in den 30er bis 50er-Jahren, erhielt den Übernamen "Queen of Magic". 
Sie Hatte zahlreiche Fernsehauftritte und wurde 1953 Fernsehproduzentin. 
Mit ihre Mann führte sie den Dell O'Dell Magic Shop in Hollywood.

Rink (Johan H. van Rinkhuyzen)

1902(?) -1985 (NL)

Rinks Interesse für die Zauberkunst wurde geweckt, als während seines Dienstes in der holländischen Marine der Quartiermeister ein paar Zaubertricks zeigte. 
1920 verliess Rink die Marine und arbeitete während 5 Jahren als Börsenmakler. Während dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Zauberkunst.
Danach trat er erneut in die Marine ein und diente als Schiffskapitän während rund zwanzig Jahren vor allem in Ostindien. Im zweiten Weltkrieg war er nach der Bombardierung seines Schiffs 300 Meilen vor Java im indischen Ozean einer der wenigen Überlebenden, die Sumatra erreichten, wo sie von den Japanern gefangen genommen wurden. Während seiner einjährigen Kriegsgefangenschaft in Singapur half er Sidney Piddington und Russel Braddon bei der Ausarbeitung ihrer Programme.
Nach dem Krieg kehrte Rink nach Holland zurück und verliess 1947 die Marine, 1955 wurde er professioneller Close-up-Zauberkünstler.
Sein Programm umfasste klassische Kunststücke wie das Becher- und das Ringspiel, mit deren Vorführung er an Kongressen verschiedene Preise gewann. 
Er veröffentliche zahlreiche Kunststückbeschreibungen in Zeitschriften, u. a. in The Gen. Kunststücke von ihm wurden beschrieben in: "Rink's Original Rope Mysteries" (Hugh Miller, 1972) und "Rink's Magic From Holland" (Hugh Miller, 1989).

Sharpe, Samuel Henry

1902-1992 (GB)

Samuel Henry Sharpe war der Sohn eines Juweliers und Uhrenmachers. mit acht Jahren wurde er durch eine Kindervorstellung von Besoni inspiriert und lernte seine ersten Kunststücke aus einem Zauberkasten. Von Beruf Geflügelfarmer und Imker machte sich Sharpe als Historiker und Theoretiker der Zauberkunst einen Namen.
1921 war er Mitbegründer der Hull and East Riding Magicians' Society und ab 1974 Ehren-Vizepräsident deren Nachfolgeorganisation, des Hull Magicians' Circle. 
1936 wurde er zum Mitglied des Inner Magic Circle ernannt, 1983 erhielt er den Literary Fellowship der AMA.
Sharpe übersetzte Hofzinser und Ponsin auf englisch und verfasste "Neo Magic" (1932), "Conjured Up" (1935), "Good Conjuring, Great Magic" (alle drei zusammen 1938 als Nachdruck unter dem Titel "Magic Artistry" erschienen), "The Magic Play" (1976), "Oriental Conjuring and Magic" (1981, mit Will Ayling), "Salutations to Robert-Houdin" (1983), "Words on Wonder" (1984), "Conjurers' Optical Secrets" (1985), "Conjurers' Psychological Secrets" (1988), "Devant's Delightful Delusions" (1990), "Conjurer's Hydraulic & Pneumatic Secrets" (1990), "Conjurer's Mechanical Secrets" (1991). Ausserdem verfasste Sharpe über 200 Artikel in Sphinx, Magic Circular, Linking RingMidget Magician, usw.

Buckingham, Geoffrey


1902-1996 (GB) 

Geoffrey Buckingham manipulierte mit Münzen, Bällen und Fingerhüten.
Am FISM-Kongress 1949 gewann er den 1. Preis in Manipulation, am FISM-Kongress 1951 den Grand-Prix. 

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Kaplan, George Gilbert

1902-2001 (USA) 

George Kaplan war Amateurzauberkünstler, der von einer Vorstellung von The Great Leon inspiriert wurde. 
Er verfasste den 1948 erschienenen Klassiker "The Fine Art of Magic". 
Seine Kunststücke wurden auch in verschiednen magischen Magazinen publiziert. 
1995 wurde ihm von der Society of American Magicians der Titel "Magician of The Year" verliehen. 

Daley, Jacob

1903-1954 (RUS)

Jacob Daley wuchs in New York auf. Ert war plastischer Chirurg und geschickter Amateur-Kartenkünstler.
1955 wurde er posthum als einer der Card Stars gewählt.

Jaks, Dr. Stanley (Herbert Siegbert Jaks)

1903-1960 (D) 

Stanley Jaks wurde in Deutschkrone (heute Walcz) in der Nähe von Danzig geboren. Mit 15 Jahren sah er eine Vorstellung von Okito, von dessen Show er zeitlebens fasziniert war.
Ab 1925 besuchte er in Berlin die Kunstgewerbeschule und schloss die Ausbildung als Grafiker ab. 1927 arbeitete er als Reklamezeichner bei Karstadt. 
Er wurde Mitglied in Conradi-Horsters Vereinigung „Maja“ und 1923 im Magischen Zirkel von Deutschland. Die Bekanntschaft mit Konsul Geo Mylius, der auch dem Magischen Zirkel angehörte, erweckt in ihm die Liebe zur Mikromagie.
1930 trat er zum ersten Mal öffentlich auf und zwar als „Jaks und Jaks“. Er und sein Partner Jolowitz hatten die gleiche Größe und trugen die gleichen Anzüge, sie wirken optisch wie Bild und Spiegelbild. Ließ der eine Jaks etwas verschwinden, erschien es beim anderen und umgekehrt. 
1935 emigrierte Jaks über Ungarn nach Vaduz (Liechtenstein). Durch diverse englischsprachige Bücher über Telepathie, Hellsehen und Antispiritismus wurde sein Interesse für Mentalmagie geweckt.
Nachdem er von Max Holden eine Ausgabe der Zeitschrift „Jinx“ erhalten hatte, fand er Kontakt zu Annemann, den er sehr bewunderte. Annemann veröffentlichte einige von Jaks Kunststücken in seinen Schriften. Da Annemann starb, bevor Jaks nach Amerika emigrierte, lernten sich die beiden nie persönlich kennen.
Am 29. Januar 1939 zauberte Jaks bei der Gründungsversammlung des Magischen Ringes der Schweiz. Jaks trat in renommierten Häusern auf und traf viele Grössen aus Wirtschaft, Politik und Kunst. Unter anderem zauberte er in St. Moritz vor Aga Khan. Jaks Markenzeichen war „Das Buch der Geheimnisse“, eine von Roy Roth gebaute Kassette in Buchform, welche die Utensilien von Jaks Mikroprogramm aufnehmen konnte. Die von Jaks entworfene Box wurde 1957 unter dem Titel “Book Of Magic“ von dem Londoner Händler Harry Stanley und später auch von Charly Eperny verkauft. 
1946 wanderte Jaks nach Amerika aus, wo er auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage zunächst kaum Engagements fand. Im Dixie Hotel, wo ein grosser Tisch jeden Mittag nur für Zauberer reserviert war, traf er Dai Vernon, John Scarne, Milbourne Christopher, Al Baker und Jean Hugard. An den Samstagnachmittagen traf er sich mit Zauberkünstlern in den Zaubergeschäften von Holden, Tannen und Abbott. 
Er publiziert zahlreiche Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften. 1948 trat er während einigen Monaten im Hotel Savoy Plaza in New York jeweils von 18 Uhr bis Mitternacht mit Tischzauberei auf. Sein Paradekunststück war eine Routine mit verbundenen Augen, bei der er mit den Fingerspitzen zu lesen schien.
Anfangs der 1950er-Jahre wurde Jaks Bürger der USA. Er lebte vor allem von der Vorführung von Séancen, Hellseh- und Handschriftenexperimenten in Clubs, bei Banketten und bei Privatveranstaltungen. Dabei zeigte er Kunststücke, die danach in einer themenbezogenen psychologischen Vorlesung besprochen wurden. 
1959 trat er aus allen magischen Vereinigungen aus, da er der Ansicht war, dass die Beziehung zu Zauberkünstlern seine mentalmagischen Darbietungen unglaubwürdig machten. 
Am 5. Januar 1960 starb er in seinem New Yorker Appartement an einem einem Herzinfarkt. Seine Asche wurde im Grab seiner Mutter auf dem jüdischen Friedhof in St.Gallen beigesetzt.

Text nach Angaben von Hans W. Bäumer - ergänzt von Andreas Fleckenstein und Rico Leitner

Kalanag (Helmut Schreiber)

1903-1963 (D)

Kalanag studierte Geisteswissenschaften und arbeitete als Filmproduzent. 
Ab 1947 zog er mit seiner magischen Revue mit 30 Mitwirkenden durch Europa, Südafrika, Latein- und Nordamerika. 
Bekannt wurde er u. a. durch seine Wunder-Bar, aus der er alle Arten von Getränken produzierte, sein unerschöpfliches Wasser aus Indien, und den Telefonbuchtrick mit seiner Partnerin Gloria.

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Biddle, Elmer (Elmer Korth Biddle)

1903-1981 

Elmer Biddle war Kartenkünstler und Zaubergerätehändler. In den 19430er-Jahren führte er das Geschäft Unique Novelty und in den 1940er-Jahren die Unique Magic Company in Los Angeles. 
Weltbekannt wurde er durch die Erfindung des "Biddle Move", der in Genii (1947 April, Vol. 11, No. 8, Seite 241) unter dem Titel "Transcendent" und 1948 in Hugard's Magic Monthly (Juni 1948,Vol. VI, No .1, Seite434) unter dem Titel "The Biddle Cad Vanish" veröffentlicht wurde.
Elmer Biddle war Mitglied der bis in die 1990er-Jahre aktiven International Guild of Prestidigitators (IGP), einer 1954 von Ben Chavez (Gründer des Chavez Studio of Magic) und seiner Frau in Los Angeles gegründeten Organisation.

Berg, Joe


1903 -1984 (RUS)

Joe Berg wurde in Pinsk in Russland geboren und wanderte 1914 mit seinen Eltern in die USA aus wo er von Johnny Platt zaubern lernte. 
Von Anfang der Zwanzigerjahre an arbeitete er während 25 Jahren mit seinen Partnern Sam Berland und Harry Faber im Princess Magic Shop in Chicago. Zu seinen Kunden und Freunden zählten Harry Houdini, Harry Blackstone, Howard Thurston, Carl Rosini, and viele andere grosse zeitgenössische Zauberkünstler. 
1932 war Joe Berg Gründungsmitglied des Wizard's Club in Chicago, einem der ältesten unabhängigen Clubs im mittleren Werten der USA. Dem Club gehörten über die Jahre unter anderen Okito, Carl Ballentine, Johnny Platt, Werner Dornfield, Jay Marshall, Bill Malone, Jack Gwynne, Tenkai, Harlan Tarbell, Frances Marshall, Jim Ryan an. 
1953 zog er nach Hollywood, wo er sein eigenes Zaubergeschäft eröffnete. Er erfand zahlreiche Kunststücke, unter anderem 1936 das Ultra-Mental Deck. Von ihm erfundene Kunststücke mit Seidentüchern sind in "Rice's Encyclopedia of Silk Magic" zu finden.
Kunststücke von Joe berg wurden publiziert in "Here's Magic" (1930, verfasst von Nelson Hahne), Berg's Private Card Problems (1933), "Here's New Magic" (1937), "The Berg Book" (1983, verfasst von David Avadon und Eric C. Lewis.)
1984 starb Joe Berg infolge eines Herzinfarktes.
Wadimov war Autor mehrerer Bücher, darunter "Die Kunst des Zauberns“ (1959) und "Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage" (1966).

Platt, Johnny

1903-1990 (USA)

Johnny Platt arbeitete im Druckgewerbe und wurde Allround-Zauberkünstler, der Close-up auftrat, Illusionen und orientalische Bühnenprogramme stumm und mit Vortrag darbot. Er begann als Halbprofi 1919 als "La Platt" in Chicago und trat im gleichen Jahr der IBM bei. 1933 wurde er für die Weltausstellung in Chicago engagiert, wo er unter dem Namen "Hadji Baba" auftrat. In Vaudevilletheatern trat er unter dem Namen "Ki Ming" auf.
Während des zweiten Weltkrieges trat er in der USO (United Service Organisation) für amerikanische Truppen an zahlreichen Orten in der ganzen Welt auf. nach dem Krieg arbeitete er während 15 Jahren als Zauberkünstler in der Bar des Hotels LaSalle in Chicago.
Später zog er nach Hollywood und trat häufig im Magic Castle auf. 1970 wurde ihm von der Academy of Magical Arts der "Close-Up Magician" Award verliehen, 1979 der "Performing Fellowship" Award.
Er veröffentlichte das Buch "John Platt Internationally Famous Cups and Balls" (1975).

Foley, Jean

1903-1994 (USA)

Jean Foley lernte seine ersten Zaubertricks von seinem Vater. Vom Moment an, wo er mit etwa 13 eine Vorstellung von Thurston gesehen hatte, wollte er selber Zauberkünstler werden. Mit 18 zeigte er allgemeine Zauberkunst in Clubs und einigen Theatern. Zu dieser Zeit lernte er Silent Mora kennen, der ihn stark beeinflusste. Als ein Theatermanager ihm empfahl, sich auf die Kartenmanipulation zu konzentrieren, nahm er diesen Rat an und fand als "Prince of Cards" Zugang zu den grossen Vaudeville-Theatern.
In den Zwanzigerjahren wurde er neben Cardini und Paul LePaul als der beste Kartenmanipulator seiner Zeit betrachtet. Ende der Zwanzigerjahre trat er mit seiner ständig weiter entwickelten Nummer unter dem Titel "Collegiate Card Capers" auf. 
1935 kreierte er eine Nummer als "Toby Trix", einen scheuen Jungen mit schlecht sitzender Kleidung, der der weltgrösste Zauberer werden wollte. Seine pantomimischen Fähigkeiten wurden mit denen von Charlie Chaplin verglichen. Ende 1936 gab er die Nummer auf und trat von da an als "Jean Fole - The Pantomystic" auf. 
Als die Vaudeville-Theater geschlossen wurden, setzte Foley seine Kartiere erfolgreich in Nachtclubs, Hotels und Kreuzfahrtschiffen fort. 
1946 eröffnete er in Pittsburg "Foley's Magic Shop" welcher der Treffpunkt für viele professionelle Zauberkünstler wie Blackstone, Dante, Jack Gwynne, Virgil, Calvert wurde. 
1958 verkaufte er sein Geschäft und wurde Verkäufer in einem Bekleidungsgeschäft, wo er bis zum 70. Lebensjahr arbeitete. Obwohl er kurz nach der Eröffnung seines Zaubergeschäftes nicht mehr öffentlich auftrat, beschäftigte er sich weiterhin intensiv mit der Zauberkunst und gab sein Wissen und seine Erfahrungen an jüngere Kollegen weiter.

Alma, Will (Oswald George William Bishop)

1904 (05?)-1993, (AUS)

Der in Australien geborene Will Alma war der Sohn von The Mysterious Alma. Er war vom Talent seines Vater als Zauberkünstler beeindruckt und beobachtete seine Vorstellungen oft von hinter der Bühne aus. Nachdem sein Vater ihn und seine Mutter 1913 verlassen hatte, heiratete Wills Mutter Thomas Smith. Will liess 1949 seinen Namen offiziell in Will Alma ändern.
Als 14-Jähriger lernte Will Alma als Aushilfe bei einem Drechsler die Holzbearbeitung, was ihm später bei der Herstellung von Zauberapparaten zugute kam. Anfang der 1920er-Jahre zog er nach Sydney, 1927 heiratete er seine Tanzpartnerin Florence Stemming. In den Dreissigerjahren trat er im First State Theatre in Melbourne, den Tivoli Theatres in Sydney, Adelaide und Melbourne, sowie im Theatre Royal in Hobart auf. Ausserdem gab er zahlreiche Vorstellungen in Cabarets und Hotels.
Ein Glanzlicht in seiner Karriere als Zauberkünstler war Anfang der Vierzigerjahre eine Tournee als Assistent von Les Levante durch Neuseeland.
Nach einer Fehlgeburt infolge Tuberkulose wurde Will Almas Frau in ein Kurheim eingewiesen. 1947 wurden die beiden geschieden. 1953 heiratete er seine zweite Frau, Eileen Margaret Hastings, mit der er bis zu ihrem Tod 1988 zusammenlebte.
Seine Kenntnisse über die Konstruktion von Geräten, die er in frühen Jahren bei verschiedenen beruflichen Tätigkeiten in mechanischen Werkstätten und bei einem Hersteller von Kameras erworben hatte, machte er sich für die Herstellung von Apparaten für Zauberkünstler zunutze. Zunächst stellte er Geräte für die Will Andrade Shops in Melbourne und Sydney her und eröffnete schliesslich sein eigenes Geschäft, die Will Alma Magical Company in Melbourne. Zunächst war es lediglich ein kleiner Versandhandel, dann wurde daraus ein Ladengeschäft, in dem er seine selbst hergestellten Geräte und Neuheiten aus dem Ausland verkaufte. 1947 verkaufte er das Geschäft.
1956 trat er in Korea für Armeeangehörige auf und reiste dann weiter nach Borneo, Tokio, Manila und Hong Kong. 1958 organisierte er den IBM-Kongress in Melbourne und trat in dessen Rahmen als Stargast auf. im gleichen Jahr wurde ihm in London der Status eines "Member of the Inner Circle with Gold Star" verliehen.
Will Alma war der Herausgeber von Will Andrade's Magical Review (1928-29), Will Alma's (Magical) Magazine (1934-38), Here's Tricks (1939-41) und The Magic Circle Mirror (1971-77) und verfasste Artikel für Shpinx. Ausserdem gab er "A Victorian Chronology 1854–1914 und "Magicians Recorded in the Victorian Press" heraus.
Nach einem Herzanfall musste sich Will Alma 1965 von der Bühne zurückziehen.
Aus einer in den Sechzigerjahren begonnenen Sammlung von Büchern und Zeitschriften wurde über die Jahre die W. G. Alma Conjuring Collection mit über 4000 Büchern, über 8'000 Zeitschriften, Postkarten, Briefwechseln mit berühmten Zauberkünstlern, Fotos, Notizbüchern, Aufzeichnungen von Radiosendungen, Zeitungsausschnitte, Programme, massstabgetreue Modelle von Illusionen, von der Alma Magical Company und anderen hergestellte Zauberapparate, usw. 1976 übergab Will Alma die Sammlung der State Library of Victoria, baute sie jedoch in den folgenden Jahren kontinuierlich weiter aus. Die Sammlung wird immer wieder für Ausstellungen beigezogen, so z. B. 1990 für eine Ausstellung in der Queens Hall unter dem Titel "Masters of Magic" und 1992 für eine Ausstellung zum Thema "Conjurers, Spirit-Mediums and Mind-Readers".

Warlock, Peter (Alec William Bell)

1904-1995 (GB)

Peter Warlock war halbprofessioneller Zauberkünstler. Er war Herausgeber von Pentagram 1946-1959, New Pentagram 1969-1989.
Er veröffentlichte über ein Dutzend Bücher , unter anderen "Patterns for Psychics" (ca. 1940), "Designs for Magic" (1941), "The Best Tricks With Slates" (1942), "A Haunting We Will Go or Edison’s Box", "Come a little closer--: Eight sessions of close-up magic with Tommy Vanderschmidt [and others]" (1953), "Peter Warlock's Book of Magic (1956), "Warlock's Way" (1978), "The Complete Book of Magic","A Glimpse Into The Future and Teleslate", "Walter Jeans, Illusioneer" (mit Eric Lewis, 1986), "P.T. Selbit A Magical Innovator" (mit Eric Lewis, 1989), Buatier de Kolta Genius of Illusion" (1993).

Wright, Thomas Page

1905-1930 (USA)

Thomas Page Wright war ein Amateurzauberkünstler und enger Freund von William W. Larsen, Sr.. Er interessierte sich bereits als Kind für die Zauberkunst. Als er von San Diego nach Los Angeles zog, wurde er Mitglied der Los Angeles Society of Magicians. 
In Zusammenarbeit mit William W. Larsen veröffentlichte er zahlreiche Artikel in The Sphinx und Genii. Die beiden erfanden zahlreiche Kartentricks, die unter dem Namen "L. W". veröffentlicht wurden, wie z. B. "The L. W. Mental Namen Spirit Mysteries". 
Kunststücke von Wright wurden veröffentlicht in "Page Wright's Notebook" (1933), Page Wright's Manuscript: Sixty Years of Lost Secrets (1991).
Wright kam im Alter von 26 Jahren bei einem Autounfall in San Diego um Leben.

Davenport, George, "Gilly" (George Ryan)

1905-1962 (GB)

George Davenport war der Sohn von Lewis und Julia Davenport und der Vater von Betty Davenport. Er übernahm das Geschäft seines Vaters und arbeitete als professioneller Zauberkünstler und Zaubergerätehändler.

Biografie:
ROY, F. The Davenport Story Volume One. Lewis Davenport Limited, London, 2009 
ROY, F. The Davenport Story Volume Two. The Lost Legends. Lewis Davenport Limited, London, 2010 
ROY, F. The Davenport Story Volume Three. The Life and Times of a Magical Family. Lewis Davenport Limited, London, 2011.

Cantarelli (Max Mundt)


1905-1975 (Brasilien)

Als Sohn eines deutschen Kaufmannes wurde Cantarelli in Curityba/Brasilien geboren. 1912 ging die Familie wieder nach Deutschland zurück und er wuchs in Berlin auf. Max Mundts Interesse für die Zauberkunst soll sich schon früh gebildet haben. Im Alter von 10 Jahren hatte er seinen ersten Auftritt im Waldpark im Berliner Grunewald, mit 17 war er bereits ein sehr guter Zauberkünstler. Der Junge Cantarelli hatte jedoch nicht viel Erfolg im von Zauberkünstlern übersäten Deutschland, und so inspirierte ihn sein Freund Horster, wieder zurück nach Brasilien auszuwandern, wo die Aussicht auf Erfolg grösser war. In den Deutschen Kolonien Brasiliens hatte er die erhofften Erfolge. Bei einer Veranstaltung lernte Max dort auch seine spätere Frau und Bühnenpartnerin „Iracema“ kennen und lieben. 
Iracema, eigentlich Donna Irasema, entstammte ebenfalls einer deutschen Familie deren Wurzeln in Dresden lagen. Er baute sich eine eigene grosse Schau auf und ging mit dieser in Brasilien erstmals auf Reisen, einige Zeit später auch in benachbarten Ländern. Da er sich für philosophische und okkulte Fragen interessierte, reiste er nach Indien, wo er in Bombay der philosophischen Gesellschaft "Bombay Yoghi" beitrat. 
Um 1926 lernte er den deutschen Zirkusdirektor Hans Stosch – Sarrasani kennen, als dieser sich mit seinem Unternehmen auf Südamerikareise befand. Schnell wurde daraus eine Freundschaft, die ihm Jahre später auch in Deutschland zum Erfolg verhalf.
1933 brachte er seine Revueschau nach Deutschland und ging unter anderem mehrmals für die NS-Veranstaltung „Kraft durch Freude“ auf grosse Deutschland-Tour. In den Kriegsjahren tourte er als Frontschau für die Soldaten. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges floh er bei Nacht und Nebel zurück nach Brasilien, wo er von nun an ein ruhiges Privatleben auf seiner eigenen Ranch führte. Er züchtete Enten und Gänse am Standrand von Rio.
Das Showgeschäft liess Cantarelli jedoch nicht los, und so baute er sich nach und nach wieder eine neue Show auf, mit der er wenig später erneut durch Europa tourte. Der erhoffte Erfolg wie in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg blieb jedoch aus, seine gesamten Requisiten wurden vom Zoll beschlagnahmt. Völlig verarmt kam er schliesslich um 1959 wieder in Berlin an, wo er mit falschen und auch ominösen Leuten und Geschäften in Kontakt kam. Der alte Showman Cantarelli hatte dennoch erneut den Mut, eine neue große Schau in Berlin auf die Beine zu stellen. Als er auf der Ostdeutschen Seite Berlins in die Fänge der DDR Justiz und Staatssicherheit geriet, zerschlugen sich jedoch seine Pläne. Wegen eines angeblichen „Devisenverbrechens“ wurde er zu 10 Jahren Zuchthaus in Berlin verurteilt und schliesslich ins berüchtigten Stasi–Zuchthaus „Gelbes Elend“ in Bautzen/Sachsen gesteckt. Schliesslich kaufte die BRD den einstigen Starillusionisten für 10‘000,- DM frei. 
Der verarmte und greise Alfredo Cantarelli versuchte nochmals eine neue Show zusammenzustellen, bekam jedoch niederschmetternde negative Presse und Publikumskritiken. Dies war das endgültige Ende des grossen Cantarelli, dessen Finger einst mit 100‘000 Dollar versichert waren. 
Im Jahre 1971 zog Cantarelli allein nach Köln, nachdem er in Berlin alle Zelte abgebrochen hatte, und in diesem Jahr meldete er sich auch letztmalig in der Öffentlichkeit. Die Bildzeitung vom 9.6.1971 brachte damals einen letzten Artikel, mit der Überschrift "Brasilianischer Professor sucht jetzt in Deutschland Frau fürs Leben", doch statt eine positive Berichterstattung machte sich der ehemalige bekannte Illusionist hier eher lächerlich. Der erhoffte Erfolg, endlich wieder eine Frau fürs Leben zu finden" blieb aus und schließlich verstarb Alfredo Cantarelli alias Maximilian Emil Mundt am 1. November 1975 im Alter von 70 Jahren als mitteloser und unbekannter Bürger in Köln.

Mit freundlicher Genehmigung, Auszug aus dem Forschungsergebnis von Jens-Uwe Günzel, Dokumentation Cantarelli, 1998-2009
Quelle: http://www.alfredo-cantarelli.jimdo.com /  www.zauberkunstarchiv.mx35.de Cantarelli Forschung Jens-Uwe Günzel, D- 09456 Annaberg-Buchholz

Davenport, George, "Gilly" (George Ryan)

1905-1962 (GB)

Sohn von Lewis und Julia Davenport. Vater von Betty Davenport. Übernahm das Geschäft seines Vaters. Professioneller Zauberkünstler und Zaubergerätehändler.
Biografie:
ROY, F. The Davenport Story Volume One. Lewis Davenport Limited, London, 2009 
ROY, F. The Davenport Story Volume Two. The Lost Legends. Lewis Davenport Limited, London, 2010 
ROY, F. The Davenport Story Volume Three. The Life and Times of a Magical Family. Lewis Davenport Limited, London, 2011.

Campbell, Alexander Loring


1905-1979 (USA)

Loring Campbell wurde von Ten Ichi und Vaudeville-Komikern inspiriert. Er begann seine Karriere 1920 als "Cambello the Clown Magician" in einer Varieté-Show und trat mit 18 mit einer Chinesischen Nummer auf, bevor er ab 1925 als "The Great Alexander" und später als Loring Campbell mit seiner charmanten und witzigen Art in Vaudeville Erfolg hatte. Er gab rund 15'000 Vorstellungen, bevor er sich 1955 aus dem Berufsleben zurückzog. 
1978 erhielt er den AMA Special Fellowship.
Loring Campbell verfasste "This Is Magic!" (1945) und "Magic That Is Magic" (1946) und publizierte Artikel in Tops und Genii.

Swann, Russel

1905-1980 (USA) 

Russel Swann, geboren in Washington, D.C., trat zunächst während 10 Jahren als halbprofessioneller Schauspieler auf und wurde 1932 professioneller Comedy-Zauberkünstler. 
Während Jahrzehnten trat er in Nachtclubs der besten Hotels in New York, Philadelphia, Indianapolis, Detroit, Baltimore, Miami, Galveston, Mexico City, Houston, Pittsburgh, Cleveland, Toronto und Montreal sowie wiederholt auch in London auf, wo er auch zwei Fernsehauftritte hatte.
In den Sechzigerjahren verschwand er langsam aus der Showszene und versuchte Ende Siebzigerjahre mit mässigem Erfolg ein Comeback.

Bux, Kuda (Khuda Bakhsh)


1905-1981 (Indien/Pakistan)

Kuda Bux wurde bekannt als "The Man with the X-Ray Eyes": Er liess sich die Augen mehrfach verbinden und zusätzlich drei Servietten um den Kopf binden; trotzdem war er in der Lage zu lesen, Fahrrad zu fahren, ein Auto zu lenken und auf einer Wandtafel alles nachzuzeichnen, was ein Zuschauer niederschrieb. 

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Hummer, Bob

1905-1981 (USA)

Bob Hummer wuchs als Sohn eines Heilsarmisten in Easton, Pennsylvania auf. Mit 12 Jahren las er sein erstes Zauberbuch, mit 14 sah er eine Vorstellung von Thurston. Mit 19 begann er im Land herum zu reisen und als Strassenkünstler Kartenspiele zu verkaufen. In dieser Zeit erfand er die ersten Kunststücke.
1930 kehrte er nach Hause zurück, wo er feststellen musste, das seine Mutter einen Monat zuvor verstorben war. Zwei Jahre später stellte er eine exzentrische Bühnennummer zusammen mit der er einigen Erfolg hatte.
Bob Hummer erfand unter anderem die Kunststücke "Whirling Card", "Mind Reader", "Predictable Parity", "Dead Parity Sketch". 
Biografische Angaben: Bob Hummer's Collected Secrets (1980) by Karl Fulves

Spadoni, Marion (Marinka Paula Carola Krause)

1905-1998 (D)

Als Tochter von Zirkusartisten - ihre Mutter war Kunst- und Dessurreiterin, ihr Vater Kraftjongleur, der nach einer Kriegsverletzung eine international renommierte Künstleragentur leitete - war Marion Spadoni Kunstreiterin, Tänzerin und Zauberkünstlerin. 
Im zweiten Weltkrieg trat sie im Rahmen der Frontbetreuung bei Veranstaltungen der deutsche Wehrmacht für die Truppen auf. 
1945 wurde sie Direktorin des "Palast der 3000", der am Ort des im Krieg zerstörten Markthallenzirkus Am Zirkus 1 am Spreeufer erbaut wurde. Dank der Vermittlung von Artisten durch ihren Vater wurde das Theater zu einem grossen Erfolg. 
Ende 1945 hatte es 180 Mitarbeiter und ein mit 36 Personen besetztes Orchester.
1947 wurde Marion Spadoni die Lizenz entzogen; offizielle Begründung waren ihre Auftritte während der Nazizeit, die jedoch schon immer bekannt gewesen waren. 
1949 wurde das umgebaute Theater als Friedrichstadtpalast eröffnet, der 1980 wegen irreparablen Bauschäden geschlossen und fünf Jahre später abgerissen wurde. 
Marion Spadoni ging nach Köln, wo sie ohne Erfolg versuchte, ein neues Varieté-Theater aufzubauen. Danach zog sie zu ihrer Schwester nach Rom, wo sie im Immobiliengeschäft tätig war. 
Mit fast 80 Jahren kehrte sie nach Berlin zurück.

Braue, Fred (Frederick George)

1906-1962 (USA) 

Fred Braue war Journalist und halbprofessioneller Zauberkünstler, insbesondere ein hervorragender Kartentechniker. 
Er verfasste mit Jean Hugard die beiden Klassiker “Expert Card Technique” (1940) und “The Royal Road to Card Magic” (1948), ausserdem „Miracle Methods“(1941-43), “The invisible Pass“ (1946), “Showstoppers with Cards” (1948). 
Nach Hugards Tod war Braue 1959-1962 Redaktor von Hugard’s Magic Monthly.
“Fred Braue on False Deals” wurde 1977 publiziert, “The Braue Notebooks”, Braues Notizen aus den Jahren 1935-1962, von 1985 bis 1997.

Crandall, Clarke "The Senator"

1906-1975 (USA)

Professioneller Comedy- und Close-up Zauberkünstler. 
1956 kaufte er Al Sharpe's Studio of Magic in Chicago, das er zwei Jahre weiterführte.
1970 zog er nach Hollywood. Im Magic Castle empfing er die Gäste und stellte die auftretenden Künstler vor. 1970 und 1974 wurde er von der AMA als bester Seminarleiter ausgezeichnet. 
Ab 1962 schrieb er in New Tops die Kolumne +It's a Mystery to me."
Crandall verfasste "Entertaining with Magic" (1952), "How to Stack Dice for Fun and No Profit" (1974), "Clarke the Senator Crandall Comments" (1974) "Now You can get The Best of Senator Crandall" (1998). 
Am Kongress "Abbott's get-Together" wird jährlich für besondere Leistungen in der Sparte Comedy der "Senator Crandall Award" vergeben.

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Nivelli (Herbert Levin)

1906-1977 (D)

Herbert Levin, in Berlin geboren, interessierte sich von Jugend an für die Zauberkunst. Seine Eltern, seine Frau und sein Sohn kamen im Konzentrationslager um. Er selber überlebte, weil ihm die Nazis, die ihn als "Nivelli" erkannten, der in vielen grossen Theatern Deutschlands aufgetreten war, immer wieder befahlen, Vorführungen für sie zu geben. Nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager baute er sich wieder eine Nummer auf und trat damit in Theatern auf. 
1947 wanderte Nivelli nach Amerika aus. 1948 heiratete er dort eine ehemalige deutsche Konzertpianistin und Sängerin. 
1954 hatte er sich in Amerika einen Namen als Zauberkünstler gemacht und trat unter anderem im New York Palace auf. In späteren Jahren trat er häufig auf Kreuzfahrtschiffen auf.

Windsor, Tommy (Thomas Isaac Lowry)

1906-1978 (USA) 

Tommy Windsor lernte von MacDonald Birch zaubern. 
Ab 1924 arbeitete er als halbprofessioneller Zauberkünstler, Schnellzeichner und Bauchredner. 1953-54 hatte er im Lokalfernsehen in Virginia eine tägliche halbstündige Fernsehshow. 
Tommy Windsor verfasste u. a. "Magician's Merchandising Manual" (1938), "Tommy Windsor's Die Box Book" (1947), "64 Ways to Make Magic Pay" (1952), "Suitcase Side Show" (1962), "Tommy Windsor's Clip Art" (1972). Mit George McAthy gab er von 1945 bis 1948 The Dope Sheet heraus, verfasste eine Kolumne in Magic is Fun und publizierte Tricks in Dope Sheet und New Phoenix.

Edeling, Haakon

1906-1995 (DK)

Haakon Edeling interessierte sich schon im Alter von sieben Jahren für die Zauberkunst. Mit zehn Jahren erteilte ihm der dänische Berufszauberkünstler Professor Kjeldsen Unterricht, er hatte jedoch nicht die Absicht Berufszauberkünstler zu werden. Er liess ich zum Lithografen ausbilden und leitete später eine lithografische Firma. Als Amateur widmete er sich jedoch weiterhin der Zauberkunst und gewann auf Zauberkressen in Deutschland verschiedene Auszeichnungen.
Als während des zweiten Weltkrieges sein Betrieb stillgelegt wurde, machte der die Zauberkunst zu seinem Beruf und trat in allen grossen Varietés in Europa auf. Anfang der Fünfzigerjahre gab er mit grossem Erfolg abendfüllende Vorstellungen. Mit seinem Namen untrennbar verbunden war der Schmetterlingstrick, bei dem aus einigen Papierstückchen scheinbar lebende Schmetterlinge wurden, die zu den Klängen der Musik umeinander flatterten und sich schliesslich auf einem Blumenstrauss niederliessen, worauf Hunderte von Papierschmetterlingen aus dem Strauss hervor flogen. 
An den FISM-Kongressen 1948 und 1950 gewann er den 1. Preis für die beste Präsentation, 1952 den ersten Preis in der Sparte Bühnenmagie.
Später leitete er wieder einen lithografischen Betrieb, trat jedoch weiterhin erfolgreich als Amateurzauberkünstler auf.

Annemann (Theodeore John Squires)

1907-1942 (USA)

In East Waverly, N. Y. geboren, von Stanley Annemann adoptiert, sah Theodore Annemann mit 10 den ersten Zaubertrick, die Seilvase. Mit 15 kaufte er einen Zauberkasten und wandte sich mit etwa 18 ganz der Zauberkunst zu. 1924 erschien in der Zeitschrift "Sphinx" das erste Inserat, in dem ein von ihm erfundenes Kunststück angeboten wurde.
1927 heiratete er Greta Abrams, die Ehe hielt 10 Jahre. Von 1928 an arbeitete Annemann mit Mental- und Kartenkunststücken in Clubs in und um New York. Während dieser Zeit publizierte er eine Reihe neuer Mentalkunststücke. 1931 publizierte er sein erste Buch "The Book without a Name", weitere Bücher folgten, so u. a. "101 Methods of Forcing" (1932), "202 Methods of Forcing" (1933), "S-h-h-h- - It's a Secret" (1934). Annemann's Complete One Man Mental and Psychic Routine (1935). Eine Sammlung seiner Effekte wurde unter dem Titel "Practical Mental Effects" publiziert (1944).
Ab Oktober 1938 gab er die Zeitschrift The Jinx heraus, ebenfalls 1938 wurde er als einer der 10 "Card Stars" gewählt, 1940 wurde er in den New Yorker "Inner Circle" aufgenommen.
Nach 1940 verfiel seine Gesundheit zunehmend, da er infolge ständigen Lampenfiebers und familiärer Sorgen dem Alkohol zu stark zusprach. Vor der Eröffnung eines grossen abendfüllenden Programms in New York nahm er sich das Leben.
Annemann wird als "Vater der Mentalmagie" bezeichnet. Er entwickelte die Mentalmagie zu einer Kunstform und kreierte unzählige geniale Kartenkunststücke mit mentalem Einschlag.
Biografie: Abrams, M. Anneman The Life and Times of a Legend. L and L Publishing, Tahoma, CA, 1992 
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Louperti, Harry (Harry Scharlach)

1907-1985 (D)

Harry Louperti wurde als Sohn eines Arbeiters in Halle geboren. Auf Wunsch seines Vaters erlernte Harry, der sich schon als Kind für Artistik interessierte, den Beruf eines Drehers. 
Nach der Lehre studierte der arbeitslose Harry ein Zauberprogramm ein und trat damit beim Vater seines Bruders auf, der mit einem eigenen Schaugeschäft auf Jahrmärkten und Volksfesten unterwegs war. 
1928 begann Harry Loupertis eigentliche Bühnenlaufbahn, 1934 entstand seine Zigarrenmanipulationsnummer "Spiel mit Brasil", die zu seinem Markenzeichen wurde. "Der Mann mit den 1'000 Zigarren" zeigte seine Nummer in der DDR, der BRD, der UdSSR und vielen anderen europäischen Ländern.

Kosky, Gerald

1907-1987 (USA) 

Als Sohn eines Schneidermeisters in Oil City, Pennsylvania, geboren lebte Gerald Kosky mit seinen Eltern in guten Verhältnissen in vielen verschiedenen Grosstädten der USA, England, Argentinien, und Kanada. 1921 zog die Familie nach Los Angeles, wo Gerald Koskys Vater 1922 starb. Von da an lebte Gerald Kosky mit seiner Mutter in Los Angeles.
Koskys Vater - selber Amateurzauberkünstler - kaufte Gerald bereits als Kind einige Zaubertricks und studierte sie mit ihm ein. Weitere Grundtechniken lernte er von Strassenkünstlern. 1918 sah er in San Francisco eine Vorstellung von Nate Leipzig, der ihm von da an als Vorbild diente. Er hatte das Glück, viele der Grossen seiner Zeit wie Charlie Miller, Tenkai, Louis Zingone, Dai Vernon, Slydini, Dr. Jacob Daley, kennen zu lernen und von ihnen lernen zu können.
Während über 45 Jahren erschienen zahlreiche Kunststückbeschreibungen von ihm im Tarbell Course, Hugard's "More Card Manipulations", "Annemanns Full Deck of Impromptu Card Tricks", Lewis Gansons "Routined Manipulation Finale" und in "The Magic of Gerald Kosky (1975), einige seiner Effekte wurden über Händler verkauft.
Gerald Kosky verdiente seinen Lebensunterhalt nie als professioneller Zauberkünstler sondern als Handelsvertreter für grosse Textilfirmen Als Teilzeitprofi hatte er jedoch zahlreiche Auftritte in Nachtclubs, Theatern, bei Privatanlässen, auf Kreuzfahrten, in Militärcamps und -spitälern usw.
Als Spezialist der Close-up-Zauberei hatte er zwei feste Programm "Mr. O'So, the Japanese Magician" und "Professor 'iggins". Daneben trat er mit komischer Zauberei, Mentalmagie, Falschspieldemonstrationen und Standardkunststücken auf.

Desfor, Irving

1907-1993 (USA)

Irving Desfor war professioneller Fotograf, der von 1929-1972 für Associated Press arbeitete. Ab 1931 trat er als Amateur- und Teilzeitzauberkünstler auf. Ab 1948 zeigte er Programm "Photo-Magic" in den USA, Europa und Singapur. 
Irving Desfor wurde weltweit bekannt durch seine Fotos von Zauberkünstlern, die während 50 Jahren in fast allen grossen Zauberzeitschriften erschienen. 1940 übergab er nahezu 40'000 Fotos dem American Museum of Magic. 
1983 erschien das Buch "Great Magicians in Great Moments" mit einer Auswahl seiner Fotos.

Rock, Will (Vincus Rakauskas)

1907-1996 (USA) 

Als Sohn von Eltern litauischer Abstammung wuchs Will Rock in Michigan auf und wurde 1920 von einer Vorstellung von Eugène Laurant inspiriert. 1930 stellte er mit Hilfe seines Bruders und seiner Schwester seine erste professionelle Show zusammen, 1931 wurde er Assistent von The Great Raymond. 
1937 heiratete er Ruth Wobig, änderte seinen Namen offiziell in Will Rock, und im Januar 1938 erhielt die amerikanisches Staatsbürgerschaft.
Im gleichen Jahr kaufte er von Jane Thurston ein paar von Thurstons Grossillusionen und kurz darauf Thurstons gesamte Illusionsshow, mit der er während vier Jahren durch die USA und Kanada reiste. Bei Beginn des zweiten Weltkrieges musste er die Show aufgeben, da seine männlichen Mithelfer eingezogen wurde. Wil Rock arbeitete bis 1943 bei Chrysler in Detroit, 1943 wurde auch er eingezogen und trat während fast zwei Jahren für die amerikanischen Truppen auf. 
1945 wurde er aus der Armee entlassen, und da zu jener Zeit Kino und Fernsehen das Publikum von grossen Shows fernhielten, konnte er nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen und verkaufte Mitte der Fünfzigerjahre sämtliche Illusionen an Charles Kirkham, nach dessen Tod Thurstons Illusionen an verschiedene Sammler verkauft wurden. Ab 1949 bis zu seiner Pensionierung arbeitete Will Rock als Vertreter einer Kleiderreinigungsfirma. 
1996 starb er an der Parkinsonschen Krankheit.

Punx (Ludwig Franz Wilhelm Hanemann)

1907-1996 (GB/D)

Punx war Magier, Bizarrist, Mentalist und Märchenerzähler. Er hatte die Gabe, gute Effekte mit guten Geschichten zu verknüpfen und erreichte damit eine ganz besondere, dramatische Präsentationsform. 
In abendfüllenden Vorstellungen stellte er in entsprechenden Kostümen Eulenspiegel, Cagliostro, Münchhausen dar und schloss die Vorstellung als Punx. 
Er war der erste Zauberkünstler, der im Mozarteum in Salzburg auftreten durfte. 
In Amerika wurde er nach seinem Beitritt zur Psychic Entertainers Association (1978) bekannt, nachdem verschiedene seiner Kunststücke in englischer Sprache publiziert worden waren. 
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Chanin, Jack

1907-1997 (RUS) 

In der Ukraine geboren, floh Jack Chanins Mutter in den 1920er Jahren mit ihm und seinen Brüdern nach Polen. Aals Jack 16 war, wanderten sie nach Amerika aus. Mit 17 begann er zu zaubern und beschäftigte sich vorwiegend mit manipulativer Magie. 
1930 bis 1981 betrieb er das Zaubergeschäft "Chanin's Studio of Magic" in Philadelphia. 
Jack Chanin war ein Meister der verschiedensten magischen Stilrichtungen. 
Von 1933 an verfasste er eine Reihe von Manuskripten, u. a. über das Ärmeln ("Enyclopedia of Sleeving", 1947), das Nussschalenspiel ("Hello, Sucker!", 1934), Zigarrenmanipulationen ("Cigar Manipulations", 1937), Seidentücher ("Silks at your Fingertips"). 
Unter dem Namen Cha-Nin trat er auch als chinesischer Zauberkünstler auf.

Andra, Rolf (Joseph Fuchs)

1907-1998 (D)

Rolf Andra wurde in Hegne bei Konstanz am Bodensee geboren. Mit zwölf Jahren kam er zum ersten Mal in Kontakt mit der Zauberkunst. Von seinem Grossvater lernte er seinen ersten Kartentrick. 
Weitere Kunststücke lernte er auf dem Jahrmarkt kennen. Rolf Andra trat als Kind nie vor Publikum auf, nur seiner Mutter führte er ab und zu einen Trick vor. Sein Vater hatte kein Verständnis für seine künstlerischen Bemühungen. Deshalb konnte Rolf sein Taschengeld auch nur heimlich für die Beschaffung von Büchern und Zaubergeräten bei Bartl ausgeben.
Im Varieté in Konstanz trat Rolf Andra zum ersten Mal als Zauberkünstler auf und kam von da an nicht mehr von der Zauberkunst los. Während des zweiten Weltkrieges schrieb er sein erstes Manuskript "Karten-Kombinationen", das er nach Kriegsende im Selbstverlag veröffentlichte. 
1955 brachte er die "Symphonie der Asse" heraus, ein Jahr später im Verlag Joe Wildon sein Buch "Kartenmagie". 
1957 reiste er mit dem Zirkus Olympia durch die Schweiz. 1960 machte er unter dem Namen "Rolf Andra, der lachende Magier - Magie ohne Aufwand" sein Hobby schliesslich zum Beruf und trat erfolgreich in Varietés und Kabaretts, Hotels usw. auf. 
Er zeigte drei verschiedene zweistündige Vorstellungen, die jedes Jahr wechselten. 
Jahrzehnte lang erschienen in der Magie Beschreibungen von Kartenkunststücken aus seiner Feder, und auch im Hokus-Pokus, der Magischen WeltHerz DameAladinInnovator und Zauberkunst wurden Artikel von ihm veröffentlicht.
Der MZvD und der MRS ernannten Rolf Andra zum Ehrenmitglied, 1988 wurde er vom MZvD als Schriftsteller des Jahres ausgezeichnet.

Rubanow (Semjon Borisowitsch,)

1908-1976 (RUS)

Rubanow war Artist und später Assistent bei E. Kio. Er stammte aus der sowjetischen Artistenfamilie der Rubanows und trat mit satirischen Illusionsminiaturen auf. Z. B. verlor ein Bürokrat wegen seiner Sorgen seinen Kopf, was ihn aber nicht hinderte weiterhin Papiere zu unterschreiben … 
Seine Darbietung wurde von Sohn Jurij Semjonowitsch (1931 - ) und Tochter Natalja Semjonowna (1947 -) weitergeführt.

Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg.

Van-Ten-Tau
Sergej  Sergej Valentinowitsch, 1908-1979 
Ljudmilla Andrejewna 1928-  ?


 (RUS)

Neben Standardzaubereien zeigten Van-Ten-Tau seltene und originelle Darbietungen. In einer ihrer „lyrischen Miniaturen“ verwandelten sich zwei Vögel auf einem Baum in einer Zeichnung auf einer spanischen Wand in lebende Vögel. In einer anderen Miniatur erschien eine weiße Blume. Durch Wind schwankte sie und begann ihre Blütenblätter zu verlieren, die Vögel verstummten. Zum Schluss folgte ein Schneesturm aus Konfetti.

Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg.

Clark, Keith (Pierre Feyss)

1908-1979 (F)

Keith Clark Studierte Musik und Drama, war aktiver Sportler (Schwimmen, Fechten, Eislauf, Ringen). Er kam auf die Idee, Zauberkünstler zu werden, als er in einem Theaterstück die Rolle eines Zauberkünstlers spielte. 
Zunächst als Zigarettenmanipulator berühmt geworden, erweiterte er seine Manipulationsnummer, bei der er ohne Tisch oder Ablage auf freier Bühne arbeitete, mit Tücher- und Blumenproduktionen, Seil- und Kartenkunststücken. 
Zunächst trat er in allen grossen europäischen Theatern und Varietés auf. Amerika, Australien und Indien folgten. 
1937 veröffentlichte er das klassische Werk der Zigarettenmanipulation "Encylopedia of Cigarette Tricks" sowie in den folgenden Jahren "Rope Royale" (1942) und Silks Supreme" (1943). 
Clark war ausserdem als Regisseur, Drehbuchautor und Berater an der Produktion vieler europäischer Filme beteiligt.

Lewis, Eric

1908-1993 (GB)

Eric Lewis war von Beruf Fotograf. In England geboren wanderte er 1931 nach Amerika aus. 
Dort betätigte er sich als Besitzer der MagiCraft Magic Manufacturing Co. als Zaubergeräte- und Illusionsbauer. Er baute Apparate für Milson-Worth und für die Albo Collection Company. 
Er entwickelte zahlreiche Kunststücke und verfasste 16 Bücher, in denen er grösstenteils eigene Kunststücke beschrieb: "Well I Never!", "Magical Mentality", "The Magic of 1936", "The Magic of 1937", "Magic for Moderns", "Studies in Mystery", More Studies in Mystery" (1941), "Further Magical Studies", "Modus Operandi parts one and two" (ca. 1944), "Magic to Entertain", "Open Sesame" (mit W. Tyler, 1947), "Opus Thirteen" (1951), "The Oriental Magic of the Bambergs", "A Choice of Miracles" (1980), "A Continuation of Miracles", "The Crowning Miracles" (1983), "Martin's Miracles" (1985). 
Viele Zauberkünstler hatten Kunststücke von Eric Lewis in ihrem Programm, ohne zu wissen, dass sie von ihm stammten. 
Eric Lewis erhielt zweimal die Auszeichnung "Stage Magicican of the Year" sowie den "Literary Fellowship" von der Academy of Magical Arts in Hollywood.

Kardyro, Tony (Anthony Thomas Barbato)

1908-1994 (I)

Die Eltern von Tony Kardyro wanderten nach den USA aus als er 3 war. Schon als Kind begann er, mit Karten zu manipulieren. 
Ab 1933 trat er unter dem Namen "Tony London" und "Tony Kardyro" als professioneller Karten- und Münzenmagier auf. 
Nachdem "The Man with the Educated Fingers" internationale Anerkennung als Kartenkünstler errungen hatte, wandte er sich auch anderen Bereichen der Zauberkunst zu, unter anderem der Taubenmagie.
Nach seiner Heirat wurde seine Frau Faye seine lebenslange Assistentin.
1940 trat er als "Señor Torino, the Continental Deceptionist" auf. 
Nach einem Schlaganfall war er 1984 gezwungen, seinen Beruf aufzugeben. 
Kardyro schrieb 15 Bücher, u. a. "Your Deck—Your Card (1948), "Dovetail Deceptions" (1955) "Kardyro's Kard Konjuring" (1955).

James, Stewart

1908-1996 (CAN)

Stewart james war ein höchst kreativer Erfinder, der über 1000 Zauberkunststücke erfand und viele davon in Zeitschriften publizierte.
Das Buch "Stewart James in Print: The First 50 Years" umfasst mit über 1'000 Seiten die grösste Seitenzahl eines je in Englisch publizierten Buches. "The James File, Vol 1 & 2" umfassen nochmals über 4'000 Seiten.

Rusduck (J. Russel Duck)

1909-1959 (USA)

Rusduck war unter anderem Polizeischef in Philisburg und Chester Hill in Pennsylvania. 1951 trat er zurück und arbeitete kurze Zeit als Verkäufer. Er war Freimaurer und Mitglied der Methodistenkirche. Mit 24 heiratete er Helen Burkholder. 
In seiner Freizeit studierte er die Möglichkeiten, die gelegte Spiele und mathematische Prinzipien in der Kartenkunst bieten. Von 1950 bis kurz vor seinem Tod publizierte er über 70 Kunststücke in The PhoenixLinking Ring und seinem eigenen Magazin The Cardiste, das von Februar 1957 bis August 1958 erschien, bevor ihn eine Krankheit zwang, die Publikation einzustellen.
Nach einem über dreimonatigen Aufenthalt im Spital starb Rusduck mit erst 49 Jahren an Krebs.

Crowther, Arnold

1909-1974 (GB)

Arnold Crowther interessierte sich von früher Kindheit an für die Zauberkunst. Er trat mit Manipulationen, Chapeaugraphie und als Bauchredner, als Marionetten- und Puppenspieler auf und gab mit seiner Frau abendfüllende Vorstellungen. 
An den internationalen Wettbewerben im Standardtanz schaffte er es 1931 mit seiner Frau bis in den Final und gab danach Tanzdemonstrationen in England und Frankreich. Die von ihm selbst gebauten Marionetten und Puppen wurden an vielen Kunstausstellung gezeigt. 

Durga

(1909-1974?) (D?)

Durga machte mit der um die Jahrhundertwende erfundenen Illusion "Onaip" (Piano rückwärts gelesen) Furore. Bei der Illusion spielte eine Dame in der Luft schwebend Klavier, während ein riesiger Reifen über sie gestreift wurde. Ohne das Spiel zu unterbrechen, drehte sie sich um 180 Grad und setzte ihr Klavierspiel fort, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt, auf dem Kopf stehend zu musizieren. 
Durga führte die Illusion unter anderem in Wien, im Berliner Wintergarten und vielen anderen Europäischen Theatern vor.

Harbin, Robert (Edward Richard Charles Williams)

1909-1978 (GB) 

Robert Harbin trat mit allgemeiner Magie und Illusionen auf. In den 50er-Jahren passte er verschiedene Illusionen den Vorführbedingungen im Kabarett (umringt vorführbar) an. Harbin war der erfinder der Zig-Zag-Illusion, die er 1965 erstmals vorführte. 
Später trat er vor allem auf Kreuzfahrten auf, wo er sieben verschiedene 30-minütige Programme zeigte. 
Er veröffentlichte rund 280 Beiträge in Zeitschriften und verfasste mehrere Bücher, das grösste davon war "The Magic of Robert Harbin."

Biografie: LEWIS, E. The Genius of Robert Harbin. Mike Caveney’s Magic Words, Pasadena, CA , 1997
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Odaba / Babà Ali (Ottorino Dalla Baratta)


1909-1983 (I)

Ottorino wurde in Padua geboren. Sein Vater starb 1922, als Ottorino erst 13 Jahre alt war, aber der Reichtum der Familie erlaubte es ihm dennoch, an der renommierten venezianischen Schule "Rava" zu studieren. Er erwarb ein Diplom in Buchhaltung, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Venedig und wurde Direktor der Olivetti-Niederlassung in Verona. 
Aber seine Leidenschaft widmete er seinen Hobbies, in erster Linie der Malerei und Bildhauerei. 1931, mit einundzwanzig, stellte er seine Arbeiten im Rahmen einer Kunstausstellung aus.
In den Vierzigerjahren erfand er ein spezielles Stenografie-System, das im Jahre 1945 vom Hoepli-Verlag veröffentlicht wurde, dem Verlag, der zur gleichen Zeit zwei grundlegende von Carlo Rossetti verfasste Zauberbücher veröffentlichte: “Magia delle carte” und “Il trucco c'è ma non si vede”. Durch diese Bücher wurde Ottorinos Leidenschaft für die Zauberkunst geweckt. Im Jahr 1956, als er den neugegründeten Club Magico Italiano beitrat, hatte er schon eine gewisse Erfahrung auf dem Gebiet der Zauberkunst. Als vielseitig begabter Künstler war er auch leidenschaftlicher Musiker und ein begabter Bauchredner. In der Zauberkunst konzentrierte er sich von Anfang an auf die Mentalmagie und studierte alle erhältliche fremdsprachige Literatur. Durch zahlreiche Veröffentlichungen in Magia Moderna wurde er bald zur Referenz für alle an der Mentalmagie Interessierten in Italien.
Odaba, wie sich Ottorino als Künstler nannte, publizierte in Italien verbesserte Versionen bekannter Kunststücke und neue Techniken, wobei es ihm ein besonderes Anliegen war, seinen Lesern die Bedeutung einer sorgfältigen Präsentation klar zu machen, weshalb seine Kunststücke und Ratschläge auch für heutige Leser noch wertvoll sind.
1968 brachte Otto Von Baratta eine neue Figur auf die Bühne: Babà Ali. Als Türke, unterstützt von seiner Frau Jole ("Dena" auf der Bühne), zeigt er als komischer Zauberer alte Kunststücke in neuer Form und neue Erfindungen. Mit der Weste, die neunmal die Farbe wechselt, gewann er den ersten Preis am Zauberkongress in Marseille und zahlreiche weitere Auszeichnungen an internationalen Kongressen.
Neben seiner Tätigkeit als Erfinder und Autor engagierte sich Odaba im Club Magico Italiano, der in dieser Zeit mit der Verbreitung der Zauberkunst dramatisch wuchs. An zahlreichen Zauberfestivals konnte das Publikum immer neue, von Odaba meisterhaft präsentierte Effekte bewundern, von denen einige von ihm selbst oder von Zaubergerätehändlern auf den Markt gebracht wurden.
Ottorino Von Baratta starb 1983 in seiner Geburtsstadt Padua.
Biografie: 
RAIMONDI, V. Spettacolo magico di Vicino. Edizioni La Porta Magica, Roma, 2000.
CREMONA, R., TOMATIS, M. La magia di Odaba, Florence Art Edizioni 2012. 

Voltaire (William Jean Arrendorff)  

  1909-1986 (GB)
 
Voltaire zog als Kind nach Kanada, wo er Assistent in einer Medicine Show wurde. Nach England zurückgekehrt trat er Mitte der 1940er-Jahre mit mit grossem Erfolg mit mehreren verschiedenen Nummern auf. Unter anderem präsentierte er einen Roboter, der verschiedene Hausarbeiten ausführte und sogar einen Zuschauer mit einem Rasiermesser rasierte. 
Er war der erste Zauberkünstler der eine ganze Nummer mit elektrischen Glühbirnen vorführte. Er produzierte Glühbirnen aus der Luft und liess sie aufleuchten, verwandelte eine rote Glühbirne in eine gelbe und liess eine Glühbirne schweben. Der Höhepunkt war das magische Entzünden einer Leuchtturmlampe, die das ganze Theater erhellte. Eine Anzahl brennender Glühbirnen, die durch Ausschnitte in der Vorderseite einer Box sichtbar waren, zeigten das Wort EXIT. Voltaire erklärte, dass EXIT Abgang bedeute, die Box wurde geöffnet, die Glühbirnen waren verschwunden und Voltaire ging von der Bühne. 
Als er sich von der Bühne zurückzog, wurde er Landwirt.
Voltaire halft Marvyn Roy bei der Entwicklung dessen "Mr. Electric"-Routine.

Pyle, Jack (John Paul Pyle)

1909-1987 (USA) 

Jack Pyle wurde in Rockport in Indiana geboren. Ab Anfang der Vierzigerjahre trat er mit Kartenkunststücken auf. 
In den Fünfzigerjahren trat er auf USO-Touneen mit vielen amerikanischen Stars rund um den Globus auf. In den Sechzigerjahren trat er wie Don Alan, Jimmy Grippo und Del Ray an Messe und Ausstellungen auf und nahm regelmässig an Marlos legendärem Round Table in Chicago teil. 
Kurz vor seinem Tod verschenkte er seinen gesamten Besitz und vernichtete all seine Requisiten. Seine Asche wurde im Golf von Mexico verstreut.
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Miller, Charlie (Charles Earl Miller)

1909-1989 (USA)

Charlie Miller war der Sohn eines deutschen Klavierbauers, seine Mutter stammte aus Schottland. Als er sieben Jahre alt war, zeigte ihm sein Bruder ein paar Zaubertricks. Zu Weihnachten erhielt er zwei Zauberkästen und von da an liess ihn die Zauberkunst nicht mehr los.
Den ersten Zauberkünstler, den er sah, war Roltare Eggelston.1922 sah er eine Vorstellung von The Great Maurice und besuchte zahlreiche weitere Vorstellungen von Zauberkünstlern in Varietés. 1923 abonnierte er The Sphinx. Vernon war sein Vorbild, praktische Kunststücke für sein Programm lernte er von Faucett Ross.
Mit 21 entschloss er sich, seinen Lebensunterhalt als Zauberkünstler zu verdienen. 
1933 zog er nach Kalifornien und wurde professioneller Zauberkünstler. Bis 1942 trat er in privaten Clubs, Nachtclubs und bei Banketten auf. 1942 wurde er in die Armee eingezogen und trat bis 1946 in vielen verschiedenen Ländern für die amerikanischen Truppen auf. Danach arbeitete er als Conférencier und Zauberkünstler in Kalifornischen Nachclubs, später vorwiegend bei Privatanlässen in Hollywood und Los Angeles. 
Von 1964 bis 1978 verfasste er die monatliche Kolumne "Magicana" in Genii und gab zahlreiche Seminare. 1936 war er eines von zwölf Mitgliedern der Academy of the Art of Magic. 1955 wurde er zu einem der zehn besten Kartenkünstler der USA erkoren.
Ausser in der Kolumne "Magicana" in Genii wurden Kunststücke von Charlie Miller  veröffentlicht in "Black Art Well Tricks" (mit Robert Parrish, 1969), "An Evening with Charlie Miller" (Robert Parrish,1961), "Charlie Miller Lecture Notes" (Magic Inc, 1967). 

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Allan (Albin Neumann)


1909-1990 (A)

Von Beruf ursprünglich Radiotechniker lernte Allan von Larette und Arcano zaubern und wurde 1925 professioneller Zauberkünstler, der vor allem für private Gesellschaften in Europa und im Orient arbeitete. 
Nach dem 2. Weltkrieg lebte er in Wien, wo er die Polizei über Falschspielmethoden beriet. 1990 verstarb er in Wien.
Allan verfasste "Die 4. Dimension" (o.J.); "Simsalabim" (1953); "Korrigiertes Glück" (1954), "Falsche Geister; echte Schwindler" (1969), "Mögliche Unmöglichkeiten" (1982). "Bibliographisches Lexicon der Magie" (1984, Mit Lang & Zerzawy).

Moe (Morris Seidenstein)

1909-2003 (USA)

Moe war in den 1920er und 1930er Jahren unter Zauberkünstlern bekannt für seine verblüffenden und einmaligen Kartenkunststücke. 
Als er 1928 als Laufbursche arbeitete, zeigte ihm ein Zauberkünstler ein paar Kartenkunststücke. Moe meinte, er könnte so etwas auch und verblüffte den Zauberkünstler mit Variationen dessen, was 1930 als "Moe’s look at a Card“ auf den Markt kam. 
Ermuntert durch den Zauberkünstler wurde Moe 1929 Mitglied von I.B.M und S.AM. Die Zauberkunst blieb ein Leben lang sein Hobby. 
Die bekanntesten Kunststücke von Moe - "Look At a Card" und "Move A Card" - beruhten auf seinen aussergewöhnlichen Gedächtnisfähigkeiten, welche das Finden gewählter Karten wie wahre Wunder erscheinen liess, worauf auch die Bezeichnung "Moe's Miracles" zurückzuführen ist, unter der seine Kunststücke bis heute bekannt geblieben sind.
 
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