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 Bossi, Vanni

1952-2008 (I)

Vanni Bossi war ein sehr geschickter Close-up-Zauberkünstler, kreativer Denker, Historiker und Sammler. Anlässlich der F.F.F.F.-Kongresse in den USA gab er mehrere Seminare. 2006 erhielt er anlässlich des FISM-Kongresses einen Spezialpreis für seine historischen Recherchen zur Zauberkunst. Zum Zeitpunkt seines Todes war er Präsident des Club Arte Magica di Milano. 
Er veröffentlichte das Buch "Parapsicologia: un pò di verità e tante truffe" (1979). 
Vanni Bossi entdeckte als Erster, dass das System des gelegten Spiels, das heute mit dem Namen Si Stebbins verknüpft wird, bereits 1593 von Horatio Galasso in „Giochi di Carte“ veröffentlicht worden war (Gibecière. Journal of The Conjuring Arts Research Centre. Winter 2005, Sommer 2007).

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Colombini, Aldo

1951-2014 (I) 

Aldo Colombini wuchs auf einem Bauernhof in Italien auf und besuchte die Schule bis zur achten Klasse. Ab 14 arbeite er während 7 Jahren als Fabrikarbeiter bei Ferrari bei der Montage von Sport- und Rennwagen. Während dieser Zeit versuche er sich unter anderem als Maler und als Gitarrist in einer Band um aus diesem harten Job herauszukommen. 
Nachdem er ein Zauberbuch erhalten hatte, wusste er, was er künftig tun wollte. Seine ersten Kunststücke lernte er aus dem einzigen damals im öffentlichen Buchhandel erhältlichen Buch, Rossettis "Magia delle Carte".

Ein französischer Freund empfahl ihm dann, ein paar amerikanische Zauberbücher zu kaufen. Er beschaffte sich alle Bücher von Marlo, Vernon, Lorayne und Simon. Danach las er alles, was er finden konnte, über Kinderzauberei und Bücher von Grössen wie Koran und Buckingham.
1976 nahm er - damals noch unter dem Künstlernamen Fabian - am FISM-Wettbewerb teil und gewann mit einer neuartigen Becherspielroutine den zweiten Platz in Mikromagie. Darauf wurde er für Vorstellungen in Nachtclubs gebucht. Während dieser Zeit führte er unter anderem eine Taubennummer und eine stumme Bühnennummer vor und arbeitete eine Zeitlang auch als Stand-up Comedian. Mit 22 Jahren verdiente er damit genug Geld, um die Arbeit in der Fabrik aufgeben zu können. Anschliessend trat er während fast 20 Jahren in Italien als Kinderzauberer auf. Er war auch der Star einer Kindersendung im Fernsehen.
Auf der Suche nach mehr und besseren Auftrittsmöglichkeiten ging er 1991 auf eine Tournee durch Amerika, 1993 wanderte er nach Amerika aus, wo er seine erste Frau Andie kennenlernte.
Aldo Colombinis Stärke, für die er weltweit geschätzt wurde, war es, in Italienisch, Spanisch, Englisch oder Französisch mit einfachen Methoden auf sehr unterhaltsame Weise starke, publikumswirksame Effekte zu präsentieren
Er verfasste unzählige Hefte und einige Bücher über Kartenkunststücke und bgabe zahlreiche Publikationen über Comedy und One-Liners, Seile und Close-up-Kunststücke. Eine grosse Anzahl von Publikationen erschien auch in italienischer Sprache, mehrere in Spanisch. Viele Kunststücke veröffentlichte er auf DVDs.
Er veröffentlichte Artikel in zahlreicher magischen Fachzeitschriften in Italien, Kolumbien, Amerika, Spanien, England, Argentinien, Frankreich, Neuseeland, Australien, Holland, Schweden und der Schweiz. Daneben erfand er unzählige Tricks, die er über sein Ge-schäft "Mamma Mia Magic", das er mit seiner ersten Frau geründe hatte.
Während seiner langjährigen Karriere trat in über 60 Ländern - darunter ganz Europa, Kanada, die USA, Südamerika, Australien, Südafrika, Japan und China - als Zauberkünstler und Conférencier für Kinder und Erwachsene sowie für Firmen auf und gab zahlreiche Seminare für Zauberkünstler.
Er trat ebenfalls häufig im Ceasers Palace in Las Vegas und im Magic Castle in Hollywood auf. Dort wurde er zweimal zum "Parlor Magician of the Year" gewählt, ausserdem als bester Close-up-Zauberer des Jahres, bester Auftretender auf der Bühne, bester Barzauberer und beste Comedy Nummer des Jahres sowie zweimal als bester Seminarleiter des Jah-res nominiert. Er war damit der einzige, der jemals in allen Kategorien nominiert wurde.
In den Neunzigerjahren lernte er seine zweite Frau Rachel Wild kennen, eine erfolgreiche Bühnen- und Close-up-Zauberkünstlerin, die 1993 in England ein Zauberfachgeschäft eröffnet hatte. 1998 zog sie in die USA. Mit ihr gründete er das Geschäft "Wild-Colombini Magic".
Aldo Colombini verstarb nach einem Schlaganfall kurz vor seinem 63. Geburtstag.
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Anderson, Harry

1952-2018 (USA)

Harry Anderson wurde in Rhode Island geboren. Er hatte eine schwere Kindheit. Mit 12 trat er einem Zauberclub bei. Mit 16 zog er mit seinem Vater nach Kalifornien. Dort wurde er professioneller Zauberkünstler und arbeitete in den 1970er-Jahren als Strassenzauberer unter anderem in Austin und New Orelans. 
1977 heiratete er die Mentalistin und Okkultistin Leslie Pollack, mit der er eine Entfesselungsnummer zeigte. Anfang der 1980er-Jahre trat er im Magic Castle, in Casinos, Talk Shows und Comedy Clubs auf. 1981 erhielt er von der Acadmy of magical Srts die Auszeichung "Best Stage Magician". 
1982 agierte er als Schauspieler im Film "The Escape Artist", 1984 -1992 als Sit-Com-Darsteller in der Fernsehserie "Nightcourt", in der er gelegentlich auch Zaubertricks zeigte. Ausserdem wirkte er 1993-97 in "Dave's World" und in zahlreichen weiteren Fernsehserien. mit. Er trat auch 12 mal in der The Tonight Show von Johnny Carson auf, anschliessend in" Cheers" als "Harry the Hat". 
1988 wurde ihm von der Academy of Magical Arts die Auszeichnung "Magician of the Year" verliehen. 
In den 1990er-Jahren eröffnete er in New Orleans zusammen mit seiner zweiten Frau ein kleines Geschäft, Oswald's Speakeasy, in dem er Zaubertricks, Scherzartikel und Apokryphen verkaufte.
2005 eröffnete er einen Nachtclub, in dem er mit seiner One-Man Show "Wise Guy" auftrat. 
2006 verkaufte er sein Geschäft, trat aber weiterhin mit seiner One-Man Show auf.
In seinen letzten Jahren war Harry Anderson in diversen Comedysendungen im Fernsehen zu sehne, 2014 trat er m Film "A Matter of Faith" letztmals als Schauspieler auf.
Harry Anderson veröffentlichte "The Shadow and Other Card Mysteries" (1982), "Games You Can't Lose: A Guide for Suckers" (1989, mit Turk Pipin).
Biografie: CAVENEY, M. Harry Anderson: Wise Guy. Pasadena, Magical Publication, 1993.
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Wonder, Tommy (Joseph Bemelman)
1953-2006 (NL) 

Tommy Wonder begann sich schon mit zehn Jahren für die Zauberkunst zu interessieren. Nach der Schule genoss er an der Academie voor Podiumvorming in Den Haag eine dreijährige Ausbildung zum Schauspieler, Tänzer und Sänger. Danach ging er während zwei Jahren mit der Theatergruppe "De Haagesche Comedie" auf Tournee.
Nachdem er 1977 einen Holländischen Talentwettbewerb gewonnen hatte, ging es mit seiner Karriere steil aufwärts. 1979 gewann er am FISM-Kongress in Brüssel den zweiten Preis in Mikromagie. Mit seiner 1987 entwickelten Bühnennummer eines mittelalterlichen Gauklers gewann er 1988 am FISM-Kongress in Den Haag den zweiten Preis in Allgemeiner Magie. Mit dieser Nummer wurde er anschliessend international bekannt. 1998 erhielt er den "Performer Fellowship Award" der Academy of Magical Arts in Hollywood, 1999 wurde er im Rahmen der "World Magic Awards" der Universal Studios in Hollywood als "Best Sleight of Hand Performer" ausgezeichnet .
Sowohl als Close-up- wie auch als Bühnenkünstler äusserst erfolgreich mit Auftritten in Las Vegas, Monte Carlo und im amerikanischen FOX-TV war Tommy Wonder unter Zauberkollegen hoch geschätzt und wurde zur lebenden Legende. Dank seinen aussergewöhnlichen kreativen Fähigkeiten, seinen selbst entwickelten Routinen, seiner Philosophie und seinen tiefgreifenden Gedanken über die Zauberkunst wurde er einer der einflussreichsten Zauberkünstler seiner Zeit. 
Seine Gedanken und Theorien über die Zauberei als darstellende Kunst sowie seine Kunststücke wurden 1996 in "The Books of Wonder" veröffentlicht, die als zwei der besten je verfassten Zauberbücher galten.
2006 verstarb Tommy Wonder an Lungenkrebs.
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Spina, Joanie
1953-2014 (USA)

Joanie Spina war Tänzerin, Zauberkünstlerin und Choreografin. Im Alter von 32 Jahren wurde sie von Coperfield als Tänzerin engagiert und arbeitete während 11 Jahren für ihn. Sie brachte Drama, Leidenschaft und Choreographie in Copperfields Shows. Bei zehn seiner elf Feernsehshows war sie für die Choreographie verantwortlich. 
Danach trat Joanie Spina während mehreren Jahren mit einer eigenen Show auf, die sie unter anderem in Las Vegas, Lake Tahoe, Atlantic City und auf den Bahamas zeigte.
Ab 2000 trat sie nicht mehr selber auf, sondern konzentrierte sich auf Regieführung. Sie gabe eine DVD mit dem Titel "Get your Act Together" herauzs und arbeitete unter anderem für Kalin & Jinger, Princess Tenko, Tim Kole, Melinda Saxe, Jeff Hobson, Juliana Chen, The Spnecers, Dirk Arthur und Lawrende & Priscilla.
Sie schrieb eine Kolumne für die Zeitschrift MAGIC, in der sie an konkreten Beispielen darlegte, wie Zauberkünstler ihre Shows durch passende Inszenierung und Choreografie verbessern konnten. Ausserdem gab sie viele Seminare und veranstaltete Workshops.
Joanie Spina starb im Alter von 61 Jahren bevor eine erforderlich gewordene Lungentransplantation ausgeführt werden konnte.
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Irina (Irina Arturovna Shtokolova)

1954 – 2007 (Russland)

Illusionistin, Verdiente Künstlerin der Russischen Föderation, Preisträgerin internationaler Wettbewerbe der Zauberkunst, Leiterin der Moskauer Theaterwerkstatt “Virazh“ (Die Kurve).
Absolventin der Geigenklasse einer Musikschule und danach der Moskauer Universität für Kultur im Studiengang „Leiterin eines Folklorekollektivs“. Sie arbeitete im Genre der szenischen Illusionskunst. 
Sie war Wettbewerbsteilnehmerin des Weltkongresses der Zauberkunst FISM-2000 in Lissabon (Portugal). Ihre Nummer „Russisches Märchen bzw. Moskau“ wurde als eine der besten Darbietungen eines weiblichen Zauberkünstlers des 20. Jahrhundert gewürdigt. 2001 belegte sie den ersten Platz im Wettbewerb der Zauberkunst „Perle des Baltikums“ in Gdynia (Polen) in der Sparte „allgemeine Magie“.
Sie trat in mehreren TV- und Kinoproduktionen auf, z. B. im Kinofilm „Oh Herr, erhöre mein Gebet“ (1991) sowie in verschiedenen Radio- und TV-Programmen.
Sie verstarb auf tragische Art und Weise 2007 bei einem Autounfall. Sie wurde auf dem „Babushkinskoe" Friedhof in Moskau beigesetzt.

Übersetzung aus dem Russischen: Dr. Hans-Christian Solka
Quelle: http://magicpedia.ru/magicians/tabid/435/CategoryID/1/currentpage/22/Default.aspx (Zugriff 19.10.15)

Daryl (Daryl Easton, vormals Daryl Martinez)

1955-2017 (USA)

Daryl, in San Jose in Kalifornien geboren, begann mit 7 Jahren mit einem Svengalispiel zu zaubern. Zunächst zeigte er seine Kunststücke der Familie und Freunden, danach begann er in San Diego tagsüber auf der Strasse und abends in Nachtclubs aufzutreten. 
Mit 18 begann er an Ausstellungen für eine grosse Aluminiumfirma zu arbeiten. 
Er spezialisierte sich auf Karten-, Close-up- und Salonkunststücke. Für sein Marketing verwendete er die Bezeichnung "The Magician for Magicians" 
1982 gewann er am FISM-Kongress in Lausanne in der Sparte Kartenmagie mit seiner Versoin der ehrgeizigen Karte den ersten Preis. Ausserdem erhielt er 6 Auszeichnungen des Magic Castle, 1980 und 1981 als Close-up Zauberkünstler des Jahres, 1986 und 1987 als Salonzauberkünstler des Jahres, sowie 1988 und 1992 als Seminarleiter des Jahres. Neben zahlreichen weiteren Preisen an Wettbewerben wurde er von der Zeitschrift Magic als einer der einflussreichsten Zauberkünstler des 20. Jahrhunderts gewählt.
Zwischen 1982 und 2005 gab Daryl auch diverse Seminare und Vorstellungen in Japan. 
1999 and 2000 unternahm er mit seiner Frau Alison Easton, mit der er zwei Töchter hatte, eine Welttournee ("New Millennium World Tour Lecture") während der er in über 250 Städten in 25 Ländern auftrat.
Im Januar 2001 trat Daryl bei der Amtseinführung von Präsident George W. Bush auf.
In Las Vegas trat er während 7 Jahren als Hauptakt im Caesars Palace auf, bevor er 2003 nach Kalifornien zog. 
Daryl verfasste "Secrets Of A Puerto Rican Gambler" (1980) und "Something For Everyone"(1982) sowie diverse Videos, u. A. "Daryl's Card Revelations", "Encyclopedia of Card Sleights", "FoolerDoolers" und "Daryl's Ambitious Card Video".
Daryl nahm sich 2017 im Magic Castle das Leben.

Dacri, Steve

1956-2011 (USA)

Steve Dacri wuchs in Worcester, Massachusetts auf. Mit 6 Jahren erhielt er einen Zauberkasten, mit 8 trat er bei Familienfesten auf, dann bei den Pfadfindern, in der Schule und bei Geburtstagsparties. Mit 15 trat er bereits in Nachtclubs und bei Firmenfesten auf. 
Er lernte schon früh Slydini, Frank Garcia, Dai Vernon und Charlie Miller kennen, von denen er für seine über 30 Jährige Karriere als "The Fastest Hand in the World" viel lernte. Als einer der besten Handfertigkeitskünstler trat er in Hunderten von amerikanischen Fernsehshows auf, in den besten Hotels und Theatern sowie auf Kreuzschiffen und für Produktpräsentationen, im Magic Castle in Hollywood, und ab 1974 in Tausenden von Shows in Las Vegas. 
Er erfand und veröffentlichte gegen 200 Kunststücke. 1972 eröffnete er einen Versandhandel "Imperial Magic", im Jahr darauf zwei Geschäfte. Diese schloss er, als er 1977 nach Kalifornien zog. 
1985 veröffentlichte er Lernvideos für das Laienpublikum "Magic Secrets" und "Magic Party Show", von denenzusammenüber 150'000 Kopien verkauft wurden. An Schulen in Amerika gab er Seminare für Tausende von Schülern. Zahlreich waren auch seine Seminare für Zauberkünstler. Nachdem Steve Dacri während 7 Jahren Schauspielunterricht n Hollywood genommen hatte, trat er in einer Reihe von Filmen auf. Neben Seiner Tätigkeit als Zauberkünstler war Steve Dacri auch Autor, Regisseur, Berater für Fernsehshows und Fernsehwerbung sowie Theaterproduzent. Er produzierte äusserst erfolgreiche interaktive Theaterspektakel, die während mehreren Jahren für Millionen von Besuchern gespielt wurden: "Mario & Mary’s Italian Wedding Comedy" (1993), "Nathan & Nina’s Jewish Italian Wedding”(1995) und “All American High School Reunion” (1995), "Legends in Matrimony" (2006).
2011 starb er im Alter von nur 55 Jahren an einer Krebserkrankung.
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Pedro (Peter Bedognetti)


1957-2003 (CH)

Pedro entdeckte schon in jungen Jahren die Freude an der Zauberkunst. Seinen ersten Auftritt vor Publikum hatte er mit 14 Jahren. Mit einer Mischung aus trockenem Humor und spitzbübischem Charme, kombiniert mit Schlagfertigkeit und Witz zauberte er sich in die Herzen der Zuschauer. Er bewegte sich stilsicher auf sämtlichen gesellschaftlichen Parketts, auf der Kleinkunst- wie auf der Grossbühne, und begeistere Gross und Klein.
1984 gründete er in Zürich den Zauberladen und die Zauberschule „Pedro Magie“, die rasch zum beliebten Treffpunkt für nationale und internationale Künstler wurde. Der amerikanische Zauberkünstler Jim Cellini, bei dem auch Pedro gelernt hatte, ging im Laden ein und aus.
1989 übergab Pedro den Zauberladen in neue Hände und verbrachte längere Zeit in Asien, wo er sich dem Studium der Kunst der Strassenzauberei widmete.
Zurück in der Schweiz wandte er sich wieder der Bühne zu. Er gründete die Firma „Magic-Line“, die sich auf die Herstellung von Spezialanfertigungen von Zauberrequisiten spezialisierte und Zauberkünstlern mit Ideen und künstlerischem Können beratend zur Seite stand.
Pedro bewegte, prägte und veränderte die Schweizer Zauberszene. Er förderte und begleitete junge Talente auf ihrem Weg zum Berufszauberkünstler. 
Pedro verstarb nach langer Krankheit mit 46 Jahren.

Carroll, José "Pepe" (José Frank Arsenio Larraz) 

1957-2004 (E)

Ursprünglich Ingenieur von Beruf wandte sich Jose Carroll der Zauberkunst und der Fernsehunterhaltung zu, nachdem er in die "Magische Schule von Saragossa" eingeführt worden und später Mitglied der Escuela Magica de Madrid geworden war. Er lernte bei Ascanio und Juan Tamariz, von dem er den Vorführstil mit grosser Publikumsbeteiligung übernahm. 
Er gewann den Frakson Award (1972), den Sebastian Gasch Award (1984), war Spanischer Meister der Kartenkunst (1980), errang den zweiten Platz in der Sparte Kartenmagie am FISM-Kongress 1982 in Lausanne und den ersten Platz in Kartenmagie am FISM-Kongress in Den Haag 1998. 
Obwohl er in ganz Lateinamerika und den USA als Zauberkünstler auftrat, war er in Spanien beim Publikum vor allem als Moderator von Unterhaltungssendungen am Fernsehen bekannt.
Seine Kartenkunststücke beschrieb er in "52 Lovers" Vol. I und II (1988).

Latta, Geoffrey K.
1957-2008 (USA)

Geoff Latta, von Beruf Grafikdesigner, war ein brillanter Handfertigkeitskünstler, der sich seine Fähigkeiten in unermüdlicher Arbeit selbst aneignete. Seine innovativen Karten- und Münzenkunststücke zeigte er in vielen Seminare in Amerika und Japan. 
Seine Kunststücke wurden in Zeitschriften wie Apocalypse, Richard's Almanac, in Richard Kaufmanns „Coinmagic“ (1981) und auf mehreren DVDs (LVMI LIVE! 2003 COINvention Inaugural Collection, New York Coin Magic Seminar vol 1,2,3, and 4) publiziert.
2018 erschien die von Stephen Minch und Stephen Hobbs herausgegebene Sammlung von Lattas Münzentechniken und -kunstücken "The long Goodbye".
Geoff Latta starb mit erst 51 Jahren in Folge von Alkoholmissbrauch.

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Allias (Camille Moysan)

1957-2017 (F)

Allias wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und konnte sich schon als keines Kind für die Zauberkunst begeistern. Sein Interesse nahm noch zu, als sein Vater kleine Zauberkunststücke kaufte, die Allias seinen Schulkameraden vorführen konnte. Die Zauberkunst bot Allias, der keine Chance auf eine höhere Schulbildung hatte, die Möglichkeit aus der Armut auszubrechen. Als Autodidakt eignete er sich die Fähigkeiten eines Allroundmagiers an und trat während mehr als dreissig Jahren in Frankreich und allen europäischen Grossstädten sowie in Japan mit grossem Erfolg auf. Close-up, im Salon und auf der Bühne zeigte er allgemeine Magie, Manipulationen, Mentalmagie und Grossillusionen. Seine Würfelnummer (Dice Stacking) wurde sowohl in Frankreich als auch in Italien mit einem Grand Prix ausgezeichnet. Er hatte eine Tochter und zwei Söhne. Mit seiner Tochter studierte er eine Gedankenübertragungsnummer ein.
Ausserdem wurde er zu einem der führendem Entfesselungskünstler Frankreichs und gab in dieser Eigenschaft auch Seminare für Polizisten. 1991 wurde er als « Le roi de l’évasion » als Attraktion für den FISM Kongress in Lausanne verpflichtet.
Allias trat in zahlreichen Shows im Fernsehen auf, Anfang der Neunzigerjahre u. a. in der Reality Show "La nuit des héros" (France 2), Mitte der Neunzigerjahre in "Fort Boyard" (France 2; das Sendeformat wurde in 33 Ländernexportiert), in "Coucou c’est nous" (TF1), in "Ciel mon mardi "(TF1). Ausserdem wurde er regelmässig für Anlässe im Dineyland Resort Paris engagiert. 
Allias verfasste "Le grand cirque des dés à jouer" (1986), "Les clés de l’évasion" und das Kinderzauberbuch "Magicien en herbe". 
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Fontana, Sonny

1957-2019 (Venezuela)

Der aus Venezuela stammende Sonny Fontana war äusserst kreativ. Dies stellte er unter anderem mit einer Nummer mit einem schwebenden Telefon und mit verschiedenen Varianten des "Invisible Man" unter Beweis.
In der ganzen Welt bekannt wurde er mit seinem Handschattenspiel, das er von Mac Rubens erlernte, der es seinerseits von Fu Manchu (David Bamberg) erlernt hatte. Sonny Fontana zeigte bei seinem Handschattenspiel berühmte Persönlichkeiten und Tiere vor dem Hintergrund von Diaprojektionen. Mit dieser Darbietung gewann er 1997 am FISM-Kongress in Dresden den 3. Preis in Allgemeiner Magie.
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Lindsay, Steve (Steve Hamilton)

1958-2004 (Schottland)

Steve Hamilton begann 1974 zu zaubern. Er war ein aussergewöhnlich begabter Kartenkünstler. Sein Vorbild war Roy Walton. Er traf sich lange Zeit regelmässig mit Peter Duffy und Gordon Bruce und Dave Robertson.
1987 wurde er professioneller Zauberkünstler. Zunächst arbeitete er mit Douglas Cameron zusammen in einem Restaurant als Close-up-Künstler. Er änderte seinen Namen in Steve Lindsay und trat auch als Kinderzauberer und trat schliesslich im In- und Ausland für grosse Firmen auf. 
1990 rief Steve Hamilton das zweimonatlich erscheinende magische Magazin Profile ins Leben. Das Erscheinen wurde nach drei Jahrgängen eingestellt
Steve Hamilton gab unter anderem die Hefte "Shades of Close-up" und, "Cards in Print" heraus. In letzterem waren die Kunststücke zusammengefasst, die er zuvor in Pabular und Spellbinder veröffentlicht hatte. Einige seiner Kunststücke wurden auch in Büchern von John Mendoza, Walt Lees, Peter Duffie und Roger Crosthwaite veröffentlicht. Viele seiner Kunststücke wurden später von Douglas Cameron in "The Magic of Steve Hamilton" (2013) beschrieben.
Nach intensiver Strahlen- und Chemotherapie verstarb Steve Hamilton mit erst 46 Jahren an Krebs. Er hinterliess seine Frau und zwei Töchter.

Arkhan, Serge

1959-2009 (F) 

Serge Arkhan wurde als Mentalist insbesondere im französischen Fernsehen bekannt. In zahlreichen Sendungen verblüffte er das Publikum mit unerklärlichen Demonstrationen und trat auf grossen Bühnen und vor vielen Prominenten auf. Durch die Veröffentlichung der DVDs "Purmental" 1 und 2 sowie "Techni Métal Torsion" machte er viele seiner Kunststücke für andere Zauberkünstler zugänglich. 
2009 starb er bei einem Unfall mit einem Ultraleichtflugzeug.
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