Cantú
(Abraham Juan Cantú)
Cantu wurde in Monterrey in Mexiko als drittes von fünf Geschwistern geboren. Zunächst war er als Barbier tätig und wechselte erst im Alter von über 30 Jahren zur Zauberkunst. Nach seinem Umzug nach Los Angeles lernte er den Zauberkünstler Len O. Gunn kennen, der ihn einlud, der Los Angeles Society of Magicians beizutreten.
Ab den späten 1920er-Jahren trat er jahrzehntelang in Varietés, Theatern und Nachtclubs auf.
Im Alter von 42 Jahren wurde er US-amerikanischer Staatsbürger, obwohl er stets betonte, nur Mexikaner zu sein.
Cantú gilt als einer der ersten Zauberer, die Tauben aus dem Nichts erscheinen liess. Die Eleganz seiner Taubenmagie inspirierte Künstler wie Channing Pollock und Johnny Thompson.
Sein Markenzeichen war ein prächtiges, traditionell mexikanisches Cowboy-Kostüm (Charro). Seine Auftritte wurden standardmässig von dem klassischen spanischen Lied „La Paloma“ untermalt.
Als er bei einer Tournee durch sein Heimatland Mexiko in den 1930er-Jahren feststellte, dass der Nachname Cantú dort extrem weit verbreitet war, drehte er die Silben seines Namens um und nannte sich Professor Tucán. Nach der Mexiko-Tournee kehrte er für seine Auftritte in den USA und Europa wieder zum Künstlernamen Cantu zurück.
Neben Nordamerika feierte er grosse Erfolge in Varietés in England, Irland und Frankreich.
1931 spielte er im Film "Politiquerías" – der spanischsprachigen Version des Laurel & Hardy Kurzfilms "Chickens Come Home" – eine Rolle als Zauberkünstler.
Cantú wird auch die Erfindung des sogenannten Buckle Counts zugeschrieben.
Cantú verstarb im Alter von 52 Jahren auf dem Weg zu einem Auftritt bei einem schweren Autounfall.