Kurzbiographien alphabetisch bisher E-G

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Eck, Johnny (John Eckhart), 1911-1991 (USA)

In Baltimore, Maryland geboren war Johnny Ecks Körper von Geburt an nur bis zu den Rippen normal, so dass es aussah, als sei er auf Hüfthöhe halbiert worden. Er trat in Kuriositätenkabinetten und Zirkussen und 1932 als "half boy" im Film "Freaks" sowie in drei Tarzanfilmen auf. Er vollbrachte in seinem langen Leben mehr als mancher "normale" Mensch; so war er neben Artist, Turner, Schwimmer, Lokführer af einer Miniatureisenbahn, Autorennfahrer, Modellbauer, Puppentheaterspieler, Schauspieler und Zauberkünstler.

Mit seinem Zwillingsbruder Robert, der normal entwickelt war, zeigte er eine komische Zaubernummer, bei der Robert in einem Kabinett scheinbar in der Mitte zerschnitten wurde; beim Öffnen des Kabinetts sprangen die Füsse heraus und wurden vom Oberkörper (Johhny Eck) über die Bühne verfolgt. Die Nummer wurde unter anderem während sechs Monaten in Rajah Raboids  Bühnenshow "Mysteries of 1937"gezeigt.

Eine Biografie ist in Richard Lamparski's Whatever Became of ...? (1985), S. 50-51 zu finden. Vgl. auch hlttp://www.johnnyeckmuseum.com/about.htm   

           

   http://www.youtube.com/watch?v=FfxVg0yLOiY

         http://www.youtube.com/watch?v=GAd_Tvm5MbQ  

         http://www.youtube.com/watch?v=AN71bF5DTck           

 MM April 1959

Edeling, Haakon, 1906-1995 (DK)

Haakon Edeling interessierte sich schon im Alter von sieben Jahren für die Zauberkunst. Mit zehn Jahren erteilte ihm der dänische Berufszauberkünstler Professor Kjeldsen Unterricht, er hatte jedoch nicht die Absicht Berufszauberkünstler zu werden. Er liess ich zum Lithografen ausbilden und leitete später eine lithografische Firma. Als Amateur widmete er sich jedoch weiterhin der Zauberkunst und gewann auf Zauberkressen in Deutschland verschiedene Auszeichnungen.

Als während des zweiten Weltkrieges sein Betrieb stillgelegt wurde, machte der die Zauberkunst zu seinem Beruf und trat in allen grossen Varietés in Europa auf. Anfang der Fünfzigerjahre gab er mit grossem Erfolg abendfüllende Vorstellungen. Mit seinem Namen untrennbar verbunden war der Schmetterlingstrick, bei dem aus einigen Papierstückchen scheinbar lebende Schmetterlinge wurden, die zu den Klängen der Musik umeinander flatterten und sich schliesslich auf einem Blumenstrauss niederliessen, worauf Hunderte von Papierschmetterlingen aus dem Strauss hervor flogen.

An den FISM-Kongressen 1948 und 1950 gewann er den 1. Preis für die beste Präsentation, 1952 den ersten Preis in der Sparte Bühnenmagie.

Später leitete er wieder einen lithografischen Betrieb, trat jedoch weiterhin erfolgreich als Amateurzauberkünstler auf.

 

Haakon Edeling, founded the Danish Magic Circle in 1934 (?)

           

Magische Welt 4/2007

Edernac (Pierre Genin), 1919           (F)

Mit12 Jahren nahm Edernac Unterricht bei Caroly und wurde professioneller Manipulator und Close-up-Zauberer und machte einige Erfindungen. Später unterrichtete er selber rund 500 Schüler, unter anderem auch Fee Eleisa.

Seine Erste Nummer kreierte Edernac 1939. Bereits damals trat er in klassisch elegantem Kostüm zu Musik auf leerer Bühne auf. Eleganz und Einfachheit zeichneten von Anfang an seine Auftritte aus. Ohne Apparate bewirkte er seine Effekte durch reine Handfertigkeit. Gegenstände erschienen, verschwanden oder verwandelten sich mit erstaunlicher Leichtigkeit.

Edernac machte Toruneen durch ganz Europa und trat ab 1970 während 9 Jahren über ein Durztend Mal im Crazy Horse in Paris auf  AFAP Master Magician. AFAP Silver Medal 1970 & Bronze Medal 1971. Als technischer Berater für Theater und Film. Lehrer in der Nationalen Circusschule.  Präsident der AFAP  von 1973 bis 1976. AFAP Gold Medal 1983.

2003 spielte er im Theaterstück "Un magicien" eine Doppelrolle als 30- und als 83-jähriger und ging damit auf Tournee.

 

"Symphonie sur une seule corde"

 

Elliott, Dr. James William, 1874-1920 (USA)

Von Beruf war Elliott Arzt und Leiter einer grossen Klinik. Schon als Student befasste er sich mit der Kartenkunst.  Eines Tages gab er seinen Beruf auf und schloss sich Le Roy, Talma und Bosco an, mit denen er während 10 Jahren die ganze Welt bereiste. Danach nahm er seinen angestammten Beruf wieder auf und betrieb die Kartenkunst weiterhin als leidenschaftlicher Amateur,  übte besessen, konzentriert und unermüdlich stundenlang alle bekannten Kartentechniken und erfand viele Kartengriffe und -kunststücke. Als einer der besten Kartenkünstler des 19. Jahrhunderts war Elliott während mehr als zwanzig Jahren unangefochten der beste Kartenmanipulator. Als Person war Elliot zurückhaltend, bescheiden und hilfsbereit. Viele Grosse lernten bei ihm, so z.B. auch Thurston, bevor ein Darmleiden sein Leben frühzeitig beendete.

Elmsley, Alex , 1929-2006 (GB)                                          

In der Rekonvaleszenzphase nach einer Blinddarmoperation, als sich Elmsley zum Zeitvertreib für das Jonglieren interessierte, entdeckte er mit 16 auf der Suche nach Jonglierutensilien in einem Kaufhaus in London eine Zauberabteilung und sein Interesse wandte sich der Zauberkunst zu. Da er nur wenig Geld hatte, um sich Utensilien zu kaufen, beschäftigte er sich vor allem mit manipulativen Techniken. Nach der Schule diente er zwei Jahre in der britischen Armee. Während des Studiums der Mathematik und Physik war er als Sekretär eines magischen Studentenclubs tätig. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er im Patentamt in London, wo er sich während der Fünfzigerjahre intensiv mit der Zauberkunst beschäftigte. 1953 nahm er mit einer Bilardballmanipulationsnummer am Wettbewerb des British Ring teil. In den Sechzigerjahren entwickelte er eine Leidenschaft für Science Fiction und Computertechnologie und 1965 wurde er bei einer britischen Computerfirma angestellt, wo er für den Rest seines Berufslebens arbeitete. Bis Anfang der Siebzigerjahre zog er sich weitgehend aus der magischen Szene zurück. Nachdem er 1972 den Creative Fellowship Award der Academy of Magical Arts in Hollywood erhalten hatte, stellte er 1975 ein neues Seminar zusammen, das er in London, Monte Carlo und mit grösstem Erfolg in den USA zeigte. Nach seiner Rückkehr aus den USA zog er sich erneut von der magischen Szene zurück. Sporadisch erschienen noch Kunststückbeschreibungen von Ihm in Büchern und Zeitschriften.

Unter Zauberkünstlern weltweit bekannt geworden ist er durch den Elmsley Count und als  brillanter Erneuerer und Erfinder von hunderten von Kartenkunststücken.

Seine Kunststücke beschrieb er in Zauberzeitschriften wie "Abracadabra," "The Gen", "Pentagram", "Ibidem" und "The Cardiste", insbesondere zwischen 1949 und 1959. In dieser Zeit traf er sich regelmässig mit Val Andrews, Jack Avis, Bobby Bernard, Ken Brooke, Robert Harbin, Roy Walton und Cy Endfield. 1957 gab er ein Seminarheft heraus ("Low Cunning"), das 1959 in einer überarbeiteten Version erschien.

Sein Gesamtwerk ist in den beiden von Stephen Minch verfassten Bänden "The Collected Works of Alex Elmsley" (1991 und 1994 )  beschrieben. Hier finden sich über 200 Originalkunststücke sowie Essays über Präsentation, Psychologie und Ablenkung.

Auf vier Videobändern "The Magic of Alex Elmsley: The Tahoe Sessions" sind unter anderen sein legendäres Zeitungszerreissen und seine Becherspielroutine zu finden.

 

Emerson & Jane (John Emerson Skinner) 1915-1994 (GB)

Emerson wuchs als Sohn eines Journalisten in Manchester auf. Da seine Mutter in einem Theater arbeitete, kam er schon früh in Kontakt mit der Bühne. Bereits mit sechs hatte er Tanzunterricht und arbeitete später als Tanzlehrer. Jane (Margaret Joyce Bolton Carter), Tochter eines Chirurgen, begann nach Abschluss der Schule mit ihrer Tanzausbildung in Deutschland. Nach England zurückgekehrt lernte sie in einem Ballett Emerson kennen. Mit dem Ballett gingen sie auf Tournee  in England, Nord- und Südamerika. 1943 heirateten sie in England. In den folgenden Jahren verfolgten beide ihre eigene Karriere als Tänzer. 1953 begannen Sie mit dem Aufbau einer eigenen Tanznummer. 1958 begannen Sie, ultraviolettes Licht einzusetzen, 1960 führten Sie zum ersten Mal einen fliegenden Teppich vor. Sie kombinierten Tanz, Pantomime, Puppenspiel, Illusionen und den Einsatz von ultraviolettem Licht zu einer in der damaligen Zeit völlig neuartigen Nummer.

Der Auftritt begann mit einem orientalischen Kerzentanz; Jane zog einen indischen Korb auf die Bühne und begann auf einer Flöte zu spielen, worauf ein Vogel über die Bühne flatterte und sich auf die Flöte setzte, aus der er einen Wurm herauszog und damit davonflog. Ein weiterer Wurm kam aus der Flöte und bewegte sich in den Korb. Eine grosse Schlange kam aus dem Korb und jagte Jane über die Bühne, bis sie von Jane mit einem Besen verjagt wurde. Dann fegte Jane einen Teppich mit dem Besen, der sich darauf zusammenrollte und immer, wenn Jane das eine Ende aufrollte, rollte sich das andere zusammen. Als sie ihn mit dem Besen schlug, begann er zu schweben und liess ich nicht wieder aus der Luft herunterholen. Jane liess mit Hilfe der Flöte ein Seil wie eine Treppe in die Luft steigen, stieg das Seil hinauf auf den Teppich und flog im Schneidersitz auf dem Teppich sitzend über die Bühne. Mit dieser Nummer traten Emerson und Jane bis 1993 in Europa, Asien und dem mittleren Osten auf. Im November 1994 starb Emerson mit 79 an Herzversagen.

The Gen April 1957

Endfield, Cy (Cyril Raker Endfield), 1914-1995 (USA)

Cy Endfield machte sich bereits als Teenager einen Namen als Kartenkünstler. 1940 zog er als Filmregisseur nach Los Angeles. 1951 zog er nach England. Anfang der 60er Jahre gründete er seine eigene Produktionsfirma. Er produzierte über ein Dutzend Filme, u.a. "Zulu", "Mysteroious Island", "Sands of the Kalahari". Endfield  veröffentlichte Artikel in "Phoenix", " Gen" und "Pabular". 1955-1958 publizierten die Unique Magic Studios London die von Lewis Ganson verfasste Trilogie "Cy Endfield's Entertatinigng Card Magic, die 1974 als Sammelband herausgegeben wurde und zu den klassischen Werken der Kartenkunst gehört. 

Kurzbio DVD Ed Marlo

England, Don

Enrico, Professor, 1897-1930 (I)

Sohn des Zauber- und Verwandlungskünstlers Frizzo (Girolamo Gioachino Tatulli). Zwischen 1924 und 1930 feierte er grosse Erfolge mit einer spektakulären Illusionsschau, mit der er in Spanien, Kanda, Kalifornien, El Salvador, Costa Rica, Kuba, Venezuela, Argentinien und Frankreich auftrat. Zeitweise trat er zusammen mit seinem Vater auf. Anlässlich eines solchen Engagements in Rom kam es zu einem tragischen Unfall: durch eine Verwechslung wurde dem 33-jährigen Enrico, der sich einer Kokain-Entziehungskur unterzog, anstelle einer reduzierten Dosis Kokain irrtümlicherweise Heroin ausgehändigt, dessen Injektion zu seinem Tod führte.

Magie 1960/12

Eperny, Charly (Richard Robert Reinhold Karl Eichhorn), 1897-1974 (F)

Sohn eines deutschen Glasbläsers. Begann als Kind mit einem Zauberkasten  zu zaubern und unterhielt zunächst seine Mitschüler und Lehrer. Als Gymnasiast zauberte er in einer Schaubude in einem Vergnügungspark. 1914 trat er erstmals im Apollo Varieté in Berlin auf. Nach Auftritten in Lazaretten und an Kompanieabenden im Krieg trat er in Deutschland und Österreich mit manipulativer Magie auf. 1918 reiste er nach Italien. Dort baute er neben seiner Manipulationsnummer eine aufwendige Chinesische Darbietung als Chiang Fu sowie eine indische Nummer auf und trat während 9 Jahren ununterbrochen in Italien auf. 1925 heiratet er seine Assistentin. Zwischen 1925 und 1932 besuchte er mehrmals die Schweiz und Deutschland. Eperny, der 1948 die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt,  bemühte sich, die Wiener Schule von Döbler, Hofzinse, Compars Herrmann weiterzuführen. Er veröffentlichte mehrere Bücher, u.a. "Aus meinem Repertoire" (1939), "Magische Feinheiten" (1942), "Moderne Zaubereien" (1943), "Enzyclopädie der Mikromagie" (1956 und 1965/66), "Dr. Stanley Jaks Buch" (1961), "Das grosse Stuller-Bosco Buch" (1963), "Magie mit Riesenkarten" (1965).

Epstein, Adam, 1820-1869 (PL)
Erfolgreicher Polnischer Zauberkünstler, der Mitte des 19. Jahrhunderts duch ganz Europa reiste. Er war einer der ersten Künstler, die nicht als Teil einer Zirkus- oder Thatergruppe sondern mit einer eigenen Show umherreiste. Epstein starb bei der Vorführung des Kugelfanges durch Splitter des vom Schützen im Lauf vergessenen Ladestockes.

Fakir of Ava, The (Isaiah Harris Hughes) 1810-1891 (GB)

Der Fakir of Ava war einer der ersten Zauberkünstler, die in ihren Vorstellungen Geschenke in Form von billigem Schmuck an das Publikum verteilte. Der Zustrom von Zuschauern konnte so beträchtlich erhöht werden. Dieser Brauch wurde um die 1850er Jahre eingeführt und von verschiedenen grösseren und weniger berühmten Zauberkünstlern gepflegt.

 




Programm Thumm 1989

Falkenstein, Glenn Jacob, 1932- 2010 (USA)

Als Sohn eines Nachtclubbesitzers in Chicago lernte Glenn Falkenstein schon als Kind viele Zauberkünstler wie Paul Rosini oder Dorny Dornfeld kennen. Als er bei Abbott's arbeitete, lernte er viele der zeitgenössischen Grössen der Zauberkunst kennen. Einen besonderen Eindruck hinterliess bei ihm Harlan Tarbell. Während des Koreakrieges diente er in der Air Force. Er machte eine Ausbildung als Lehrer und Sprachtherapeut und zog nach Kalifornien. Dort wurde für das Magic Castle verpflichtet, wo er 1972 die Auszeichnung "Best Stage Performer" erhielt. Während dieser Zeit trat er häufig in Radioprogrammen auf. Danach folgten erste Auftritte im Fernsehen.

Ab 1978 trat er mit Francis Willard (der Tochter von Willard the Wizard, die er 1984 heiratete) als Willard and Falkenstein mit einer Gedankenlesenummer und dem Geisterkabintett auf, mit dem er weltweit grosse Erfolge feiern konnte.

1990 erhielten Willard und Falkenstein den Dragon Award der I.B.M., 1991 den Dunninger Award für ihre überragenden Leitungen auf dem Gebiet der Mentalmagie.

2006 erkrankte Glenn Falkenstein an Alzheimer und wurde solange es möglich war von seiner Frau betreut. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Pflegheim starb er 2010.

http://www.youtube.com/watch?v=BbPfK6K7LJE

 

Programm Thumm

Fantasio

Farelli, Victor (Victor Michael Farrelly) 1888-1955 (Irland)

Victor Farellis Familie wanderte wegen fehlender Arbeitsmöglichkeiten nach Belgien aus, wo Victors Vater eine Anstellung als Anwalt bei der belgischen Regierung fand. Als Victor sieben Jahre alt war, starb sein Vater und er kehrte mit seiner Mutter nach England zurück. Bevor er professioneller Zauberkünstler wurde, arbeitete er in der Maschinenfabrik seins Onkels. Er nahm Unterricht bei David Devant und in Frankreich bei Claudius Odin. Sein Vorbild war Nate Leipzig, über dessen Kunststücke er zwei Bücher herausgab und viele seiner Kunststücke in Zeitschriften beschrieb. Die meisten Auftritte hatte er in Belgien, Frankreich und Südamerika. Sein zweistündiges Programm, bei dem er von seiner Kusine Margaret auf dem Klavier begleitet wurde, war sehr populär. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Farelli  begeisterter Tischtennisspieler.

In späteren Jahren lebte Farelli im Norden Londons, wo er gerne seine Magierfreunde zum Tee und Diskussionen über die Zauberkunst empfing.

1955 verstarb er nach einem Herzanfall.

Farelli war zu seiner Zeit einer der bedeutendsten Autoren von Literatur über die Zauberkunst. Von 1933 bis 1953 trug er unter dem Titel "Paris Notes" eine Kolumne in "The Sphinx" bei, in "Hugard's Magic Monthly" von 1951 bis 155 die Kolumne "London Letter" mit Nachrichten aus der Zauberszene und neuen Kunststücken. Auch in Max Andrews "Magic", "The Wizard", "Pentagram", "Abracadabra", "The Magic Circular" und "The Magic Wand" erschienen Artikel von Farelli.  Er verfasste "The Mystic Seven" (1929), "Farelli's Master Speller" (1930), "Controlled Coincidence" (1931), Farelli's Triple Reverse, "Lend Me Your Pack" (1932), "Farelli's Card Magic Part One and Part Two" (1934), "Convincing Coin Magic" (1946), "Thanks to Leipzig" (1948), "John Ramsay's Routine with Cups and Balls" (1948), John Ramsay's Cylinder and Coins" (1948), "John Ramsay's Triple Restoration" (1949), "John Ramsay's Four Litte Beans" (1952), "Triple Card Miracle", "Nate Leipzig's Card Stab" (1952) und  übersetzte Odins "The Odin Rings" (1931) und "Les Cartes Biseautées" sowie Sardinas "Where Houdini was wrong" auf englisch (1950). 

Fasola, Gustave (Fergus Greenwood) 1875-1929 (GB)

Fasola trat in indischem Kostüm auf und bereiste die ganze Welt. 1911 bis 1913 machte er eine Tournee durch Australien und Neuseeland. Er führte, assistiert von seiner Frau, vor allem grosse Illusionen vor. Er erfand mehrere Illusionen.

 

Faure-Nicolay (F)

Theater Faure-Nicolay eröffnete im Oktober 1869 in Paris

(near Marseille, France: fl.1860s-70s) Pro stage magician. Performed for French emperor Napoleon III at Châlons in 1869. Played the Teatro Trindada in Lisbon in 1871. [Dif]

 

Prospekt Faust

http://www.taylormademagic.co.uk

 

Faust (Granville Taylor) - (GB)

 

 

Biografie: "The Evolution of Faust". The Autobiography of Granville Taylor. Graville Taylor Publications. n.pl., 2006

 

 

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Fawkes, Isaac, ca. 1675-1731 (GB)

Als Jahrmarktzauberer bedeutendster englischer Zauberkünstler seiner Zeit. Neben der Produktion einer Vielzahl von Eiern und einem Huhn aus einem leer gezeigten Beutel zeigte Fawkes  Kartenkunststücke und  führte auch mechanische Automaten vor, z.B. eine Spieluhr, die zahlreiche Musikinstrumente und Vogelstimmen imitierte.

Fay, Anna Eva (Ann Eliza Heathman), 1851-1931 (USA)

Anna Eva wurde als ältestes von fünf Kindern eines Schusters in Southington, Ohio geboren. Ihre Mutter starb 1862, ein Jahr nach der Geburt ihres fünften Kindes. Anna Eva wurde in eine Pflegefamilie gegeben, die sich mit Spiritismus beschäftigte. Anna Eva begann, sich als Medium zu betätigen und damit Geld zu verdienen. Anfang der Siebzigerjahre diente Anna Eva Fay als Testmedium für die Untersuchung physikalischer Phänomene, danach trat sie während der folgenden rund 35 Jahre in Vaudeville-Theatern mit ihren Vorführungen auf.

Ende der Sechzigerjahre tat sich H. Melville Fay (Henry Cummings Fay), Sohn eines Ladenbesitzers in Akron, Ohio, der seine Karriere als Medium 1859 begonnen hatte, mit Anna zusammen und brachte ihr alles bei, was er wusste. Sie wurde zum "Medium", er wurde ihr Manager. Anna Eva Fays Demonstrationen - eine Art Geisterkabinett bei Tageslicht und Séancen im Dunkeln - hatten enormen Erfolg, obwohl sie gelegentlich der Verwendung von Tricks überführt wurde. Mitte der Siebzigerjahre sorgte Sie mit Ihren Demonstrationen in England für Aufsehen. Sie stellte sich verschiedenen "wissenschaftlichen" Tests und überzeugte weite Kreise von der Echtheit der von ihr hervorgerufenen Phänomene.

Nach ihrer Rückkehr nach Amerika  wurde > Washington Irving Bishop als Manager von Anna Eva Fay eingestellt. Die Zusammenarbeit dauerte jedoch nur drei Monate und nachdem man sich im Streit getrennt hatte, verriet Bishop in der Presse und mit Demonstrationen auf der Bühne die von Anna Eva Fay verwendeten Tricks.

Henry und Anna liessen sich in Syracuse nieder, und während der Schwangerschaft von Anna veranstaltete Henry wieder selber Séancen als Medium. Nach der Geburt ihres Sohnes kehrten Sie nach Akron zurück. Ein Jahr später gingen Sie mit einem neuen Programm wieder auf Tournee, waren damit aber nicht besonders erfolgreich. 1887 gingen Sie zusammen mit  David Pingree, den Sie 1883 währen eines Auftrittes in Montreal für ihre Show engagiert hatten, auf Europatournee durch England, Deutschland, Schweden, Österreich, Dänemark, Norwegen und Russland. Henry starb 1889 an Krebs.

Anna und David Pingree heirateten im gleichen Jahr und liessen sich in Melrose Highlands, Massachusetts nieder, wo sie 1869 ein grosses viktorianisches Haus, "Heathman Manor", mit 15 Zimmern bauten, das für den Rest ihres Lebens ihr Heim blieb.

Anfang der Neuzigerjahre hatten sich die Demonstrationen des Geisterkabinetts langsam tot gelaufen und sie brauchten für ihre Auftritte etwas Neues. Sie fanden es in der Demonstration von > Baldwins Frau, die in angeblicher Trance Fragen beantwortete, die das Publikum notiert hatte (von Baldwin  "Somnomism" genannt). Anna Eva Fay verwendete das Beantworten von Fragen, das sie als "somnolency" bezeichnete, bis zum Schluss ihrer Karriere.

Als ihr Sohn John heranwuchs, integrierte ihn Anna immer mehr in ihre Auftritte und rechnete damit, dass er nach ihrem Rückzug einmal die Show übernehmen würde. 1898 heiratete John Eva Norman, der er die Nummer seiner Mutter beibrachte und mit ihr unter dem Namen "The Fays" als Konkurrenten von Anna auftrat. Das Hellsehen bzw. Beantworten von Fragen, das sie vor der Kulisse eines Ägyptischen Tempels darboten, nannten Sie "Thaumaturgy".

1908 starb John nach einem vermutlich versehentlichen Schuss in den Kopf.

Eva trat weiterhin als "Mrs. Eva Fay, The Reigning Psychic of the Twentieth Century" auf während Anna und David ihre eigenen Auftritte weiterführten. Ab Ende 1912 waren Sie in Europa auf Tournee. 1913 wurde Anna zur erster "Honorary Lady Associate" des London Magic Circle ernannt.

1924 fand die Karriere Annas ihr Ende, nachdem sie eine Treppe hinuntergestürzt und dabei ihren Knöchel gebrochen hatte. Sie zog sich mit 73 auf Heathman Manor zurück. 1927 verstarb sie infolge einer Herzmuskelentzündung.

Biografie: WILEY, B. H. The Indescribable Phenomenon. The Life and Mysteries of Anna Eva Fay. Hermetic Press, Inc., Seattle, Washington, 2005


youtube

Fechner, Christian, 1944-2008 (F)

Als Sohn eines aus Österreich nach Frankreich geflohenen Aristokraten träumte Christian Fechner davon, Zauberkünstler zu werden, nachdem er die Memoiren von Robert-Houdin gelesen hatte. Als er Jedoch 1960 nach Paris kam, wandte er sich der lukrativeren Schallplattenproduktion und dann der Filmproduktion zu. Bereits mit 30 Jahren war er der "König des Kinos". Er produzierte über 40 Filme, unter anderem mit Louis de Funès, Coluche, Claude Zidi, Lino Ventura, Jean-Paul Belmondo, Alain Delon, Pierre Richard, Isabelle Adjani.

Daneben baute er ein kleines Museum mit einer der grössten Sammlungen von Erinnerungsstücken von Robert-Houdin auf.

1979 gewann er am FISM-Kongress in Brüssel den ersten Preis in der Kategorien Illusionen und Erfindungen.

Christian Fechne publizierte "Soirées Fantastiques" (1988), "Bibliographie de la prestidigitation française" (1994), "La Magie de Robert-Houdin: Une vie d'artiste", Vol. 1 & 2 (2002), La Magie de Robert-Houdin: Une vie d'artiste, Vol. 3 (2005).

2008 starb Christian Fechner nach mehreren Jahren des Kampfes gegen den Krebs.

http://www.dailymotion.com/video/x67m3b_christian-fechnerun-formidable-magi_fun

   

 

Fetsch, Hen (Henry Nicholas Fetsch) 1912-1961 (USA)

Von einer Vorstellung von Carl Rosini inspiriert, lernte Hen Fetsch aus einem Zauberkasten seine ersten Zauberkunststücke. Er erfand "Silk Epic" (1951), "Mental Epic" (1952), "Wallet Wallop" (um 1960) und verfasste mehrere Bücher, u. a. "Minature Card Magic" (1943),  "Milk Pitcher Magic" (1946), "Magic with Canes" (1960), und veröffentlichte Kunststückbeschreibungen in Jinx, Phoenix und New Jinx.

 

Magie 1959/2

Fiedler, Lubor (Lubomir), 1933 (Tschechoslowakei)
(?-?)
Fiedler's creations include Gozinta Boxes, the Dental Dam trick, Red Hot Wire and many more. So far he has created five successful effects for Tenyo with more in the pipeline. His most recent Tenyo creation is Blue Crystal. Lubor Fiedler resides in Spittal, Austria.
His inventions also include: Parabox (1993), Invisible Zone (1995), Krazy Keys (1996), Impossible Pen (1997), Antigravity Rock (1998), Phantom Clock (1999), Blue Crystal (2000).

Fields, Charles Edwin, 1835-1912 (GB)

In London geboren erhielt Fields eine gute Erziehung an Privatschulen in England und Frankreich. Er trat vor dem englischen Königshof auf und unterrichtete Hunderte in der Zauberkunst. Da es zu dieser Zeit noch kaum Literatur über die Zauberkunst gab, erhielt er von wohlhabenden Amateuren grosse Geldsummen für den Verkauf von Trickgeheimnissen.

Fischer, Ottokar, 1873-1940  (A)

Begann mit 10 Jahren zu zaubern und besuchte alle  Vorstellungen von in Wien auftretenden Zauberkünstlern. Mit 18 gab er die erste öffentliche Vorstellung. Ab 1898 leitete er bis zu dessen Schliessung 1911 das Kratky-Baschik-Theater in Wien, ein Zaubertheater mit fast 1000 Sitzplätzen. Dort trat er während 12 Jahren mit einer zweieinhalbstündigen Vorstellung auf, in der er fast alle Sparten der Zauberkunst enthalten waren. Nach dem ersten Weltkrieg trat er nicht mehr öffentlich auf und widmete sein Leben der Geschichte der Zauberkunst., insbesondere dem Leben Österreichischer und europäischer Zauberkünstler. Er verfasste "Das Wunderbuch der Zauberkunst" (1929) und beschrieb in "J.N. Hofzinsers Kartenkünste" (1910) viele durch Überlieferung bekannt gewordene Kartenkunststücke von Hofzinser. 

The Magic Wand Dec 1947

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Fitzkee, Dariel (Dariel Fitzroy), 1898-1977 (USA)

Toningenieur, Halbprofessioneller Zauberkünstler. Stellte Ende der 30er-Jahre eine abendfüllende Show zusammen, die er aber mangels Erfolg bald wieder aufgab und sich schliesslich als aktiver Zauberkünstler zurückzog.

Fitzkee schrieb Beiträge für GENII und Sphinx und verfasste mehrere Bücher, u. a.  "Cut and Restored Rope Manipulation" (1929), "Linking Ring Manipulation" (1930), "Contact Mindreading (1935), The Strange Inventions of Dr. Ervin (1937), "Jumbo Card Manipulation", "Rope Eternal or the only Six Ways to Restore a Rope (1944), "Rings in Your Fingers" (1946). 

Ausserdem verfasste er die klassische Trilogie "Showmanship for Magicians" (1943), "The Trick Brain"(1944) und "Magic by Misdirection" (1945).

Fleming, Paul (Paul Fleming Gemmill), 1889-1976 (USA)

Wurde 1901 von Kellar inspiriert, 1906 wurde er professioneller Zauberkünstler.

Von 1909 bis 1910 war er Assistent von Laurant, von 1910 bis 1914 von Karl Germain. Ab 1915 bis 1960 reiste er mit seinem Bruder mit einer eigenen abendfüllenden Show durch Amerika. Danach trat er bis 1967 mit seiner Frau mit einer kleineren Show auf. 

Paul Fleming war nicht nur Zauberkünstler sondern während 40 Jahren auch Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Pennsylvania und verfasste sechs Lehrbücher über Ökonomie. 1942 gründete er zusammen mit seinem Bruder die Fleming Book Company, mit dem Ziel, neben neuen Büchern auch klassische Werke der Zauberkunst nachzudrucken. Bei Fleming erschienen Bücher wie Erdnases "The Expert at the Cad Table", Gaultiers "Magic without Apparatus", Dhotels "Magic with Small Apparatus", Kaplans "The Fine Art of Magic".


Zauberkunst 10/1970

Flip (Flip Hallealaan Van Vollenhove),  1941-    (NL)

  • 1969: 1e prijs Algemeen Goochelen op het Nationaal Goochelcongres te Eindhoven.
  • 1970: Versierder van een Alternatief Boekenbal te Zeist
  • 1974: Rood en Bloot. Produktie samen met Joris Schiks.
  • 1976 en ‘78: Suggestival te Rotterdam, bedenker en mede-organisator. Een multidisciplinair festival van alles wat met suggestie te maken kan hebben, zoals illusies, hypnose, reclame, mode, smokkelen en theater.
  • 1979: Speciaal hoofdstuk over Flip Hallema in het boek ‘The World Greatest Magic’, Bonanza Books, New York. Flip Hallema en Richard Ross zijn de twee enige Europeanen die in dat boek vermeld worden.
  • 1982: Zijn eerste Video met instructies voor Goochelaars, speciaal touwroutines.
  • 1999: Uitvindersprijs op het Nationaal Goochelcongres te Haarlem.
  • 2005: Met twee goochelsketches meegewerkt aan de TV-serie “Woensdag Wonderdag”.
  • 2005: 6 DVD’s van FL!P uitgebracht, ‘The Very Best of FL!P’, bij L&L publishing waarop ook alleen trucs/routines staan die door FL!P zelf zijn bedacht of waar hij basisroutines heeft uitgebouwd/verfijnd.
  • 2006: Première nieuw avondvullend programma in Duitsland in het Traumzeittheater te Backnang.
  • 2006: Onderscheiden met “The Performing Fellowship Award” in Hollywood van de Academy of Magical Arts. Deze ‘Oscar’ in de goochelwereld is slechts aan 3 andere Nederlandse Goochelaars uitgereikt, nl. Fred Kaps, Tommy Wonder en Richard Ross.
  • 2008: Derde Prijs Cartomagie op het Nationaal Goochelcongres te Stadskanaa

 

Florences, The Great (José Florences Gili) 1872-1944 (Spanien)

Florences, als "Zauberkünstler der Könige und König der Zauberkünstler" bekannt, wurde in Tamarite de Litera in Spanien geboren. Mit seiner Manipulationsnummer mit  brennenden Zigaretten wurde er weltberühmt. Mit seiner Frau Selika trat er in den besten Theatern und vor vielen gekrönten Häuptern in der ganzen Welt auf. 

1943 gründete er die Sociedad Española de Ilusionismo, die auch heute noch exisitiert. 1944 starb er bei einem Autounfall.

Auf der Plaza de España in Tamarite erinnert ein Monolith an Florneces, der ihn bei einer seiner Müzenmanipulationen zeigt. Das 1967 eingeweihte Denkmal ist das einzige in Spanien - und eines der wenigen weltweit -  das an einen Zauberkünstler erinnert.

Flosso, Al (Al Levinson), 1895-1976 (USA)

Al FLosso wuchs in der Lower East Side in Manhatten auf, Dunninger und die Marx Brothers gehörten zu seinen Freunden. 1905 sah er eine Vorstellung von Blackstone und kaufte seinen ersten Zaubertrick bei Martinka’s Magic Emporium. Ab 1910 reiste er mit Zirkussen umher. Dabei lernte er führende Zauberkünstler kennen wie Floyd Thayer in Kalifornien, "Doc" Talbot and Vaughn Klein in Spokane, Dr. A. M. Wilson in Kansas City, Werner "Dorny" Dornfeld und Ben Badley in St. Louis kennen. Wie sein Schwiegervater Louis Krieger trat Al Flosso auch als Strassenkünstler auf.

1915 stellte er eine Nummer zusammen, mit der er im Coney Island Dreamland auftrat und Tricks an die Zuschauer verkaufte. Ausserdem trat er bis zu 14 mal am Tag mit einem Puppentheater auf. Im Coney Island Dreamland wurde ihm der Übername "The Coney Island Fakir" verliehen.

Wie Malini, den er in jungen Jahren kennen lernte, war Flosso mit weniger als 1.60 m ein kleiner Mann mit einer einnehmenden Bühnenpersönlichkeit, ein Allround-Magier, der sich auf allen Bühnen wohl fühlte und oft mit bis zu 8 verschiedenen Shows pro Tag Millionen von Zuschauern in Zirkussen, auf Jahrmärkten, in Vergnügungsparks und am Fernsehen unterhielt. Zu seinen Fans gehörten Politiker, Industrielle und berühmte Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche. Er trat im weissen Haus für Rossevelt auf, für die Kennedys, William Randolph Hurst, Thomas Edison, Jack 'Legs' Diamond und Irving Berlin.

1939 kaufte er Martinkas Geschäft (damals Hornmann Magic Company), wo er sein Wissen und Können an Amateure und Professionals weitergab. Im gleichen Jahr trat er am S.A.M.-Kongress zusammen mit Dai Vernone, Cardini, Nate Leipzig, Kuma und Hardeen auf.

1941 bis 1945 trat er zusammen mit Ed Sullivan und Eddie Cantor in Long Island für Militärpersonal auf, 1952 trat er als erster Zauberkünstler in Ed Sullivans "Toast of the Toast" am Fernsehen auf. später in "Wonderama" und "It's Magic". 1973 erhielt er von der S.A.M. den Star of Magic Award.

Bis zu seinem Tod mit 81 als arbeitete er als Zauberkünstler und  Zaubergerätehändler.

Biografie: The Coney Island Fakir, Gary Brown, L&L

http://www.youtube.com/watch?v=CcAdOV1eDDI

     http://www.youtube.com/watch?v=HJx_Np1ichg 

 

Flosso, Jackie (Jack Levinson), 1926-2003 (USA)

Jackie, Sohn von Al Flosso und Lillian Krieger (Tochter von Louis Krieger).

Jackie Flosso trat als Mr. Billionaire mit einer komischen Nummer in Nachtclubs auf, mit Geldschein- und Talerfacng, bei der zum Schluss ein kleiner Safe verschwand, in den das produzierte Geld gelegt worden war. Daneben führte er auch Kartenkunststücke und Mentaleffekte, das Ringspiel oder das Becherspiel vor. Jack verfügte über ein breites Wissen über die Zauberkunst und das Show Business und beeinflusste Tausende von Amateurzauberkünstlern und Freunde der Zauberkunst.

1976 übernahm Jack nach dem Tod seines Vaters dessen Geschäft, das er bis 2000 weiterführte und dann an Ted Bogusta verkaufte (Martinka's ist das am längsten kontinuierlich geführte Zaubergeschäft, ursprünglich von den deutschstämmigen Gebrüdern Martinka gergründet, dann von Otto Hornmann, Charles Carter, Harry Houdini, Frank Ducrot, Al Flosso, Jackie Flosso, Ted Bogusta, und schliesslich on line als Martinka.com weitergeführt).

 

Fogel, Maurice, J., 1911-1981 (GB)

Maurice Fogel wuchs als eines von sieben Kindern eines polnischen Einwanderers in ärmlichen Verhältnissen in Londons East End auf. Ein Buch von Houdini weckte sein Interesse für die Zauberkunst. Mit 19 Jahren trat er Will Goldston's Magician's Club bei, wo er viele der zeitgenössischen Grössen der Zauberkunst kennen lernte. Ned Willimas (Robert Harbin) wurde sein bester Freund.

Ab 1929 arbeitete er als Assistent von Rameses, danach trat er 1935-1936 mit einem eigenen Programm als  "The Magic Impressionist" auf, in dem er Kunststücke in den Rollen verschiedener Zauberkünstler wie Cardini, Fred Brezin, Jasper Maskelyne, Oswald Williams, The Great Carmo, Donald Stuart und Horace Goldin Kunststücke vorführte.

Während des zweiten Weltkrieges trat er als Unterhalter in einer Theatergruppe des Militärs auf. Nach der Entlassung aus der Armee arbeitete er weiter als Zauberkünstler. Nach einem grossen Erfolg mit Mentalkunststücken, die er auf der Bühne vorgeführt hatte, trat er fortan als Mentalist auf.

Da nach dem Krieg  die Auftrittsbedingungen sehr schlecht waren, hoffte Maurice Fogel, die dringend notwendige Publizität zu erlangen, indem er die Militärs zu überzeugen versuchte, dass seine mentalen Fähigkeiten weit reichende Konsequenzen haben könnten. Nachdem entgegen seiner Hoffnung nichts darüber publiziert wurde, sprach er bei der Russischen Botschaft vor und versuchte die Russen zu überzeugen, dass seine Fähigkeiten des Gedankenlesens für militärische Zwecke eingesetzt werden könnten. Nachdem er eingeladen worden war, seine Fähigkeiten einem russischen Professor zu demonstrieren, berichtete er dem britischen Kriegsministerium über das bevorstehende Treffen. Er wurde aufgefordert, das Treffen einzuhalten und  über die Ergebnisse zu berichten. Nachdem der russische Professor sich beeindruckt gezeigt hatte, war das britische Militärministerium erfreut zu hören, dass die Russen weniger über Gedankenlesen wussten als die Briten. Zwei Wochen darauf erschien im "Daily Sketch" ein Artikel darüber. Dies war die erste von vielen Aktionen, mit denen Maurice Folge die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog.

Während 25 Jahren arbeitete er in Ferienanlagen für Familien vor jeweils bis zu 1000 Zuschauern.

Maurice Fogels spektakulärstes Kunststück war der Kugelfang, den er zunächst während seines Militärdienstes Anfang der Vierzigerjahre in klassischer Weise, später als russisches Roulette mit fünf Luftgewehren vorführte.

1981 starb er auf dem Weg zu einer Wohltätigkeitsvorstellung an einer Herzattacke.

http://www.youtube.com/watch?v=IRLw3DR3PaQ

Foley, Jean, 1903-1994 (USA)

Jean Foley lernte seine ersten Zaubertricks von seinem Vater. Vom Moment an, wo er mit etwa 13 eine Vorstellung von Thurston gesehen hatte, wollte er selber Zauberkünstler werden. Mit 18 zeigte er allgemeine Zauberkunst in Clubs und einigen Theatern. Zu dieser Zeit lernte er Silent Mora kennen, der ihn stark beeinflusste. Als ein Theatermanager ihm empfahl, sich auf die Kartenmanipulation zu konzentrieren, nahm er diesen Rat an und fand als "Prince of Cards" Zugang zu den grossen Vaudeville-Theatern. In den Zwanzigerjahren wurde er neben Cardini und Paul LePaul als der beste Kartenmanipulator seiner Zeit betrachtet. Ende der Zwanzigerjahre trat er mit seiner ständig weiter entwickelten Nummer unter dem Titel "Collegiate Card Capers" auf. 1935 kreierte er eine Nummer als "Toby Trix", einen scheuen Jungen mit schlecht sitzender Kleidung, der der weltgrösste Zauberer werden wollte. Seine pantomimischen Fähigkeiten wurden mit denen von Charlie Chaplin verglichen. Ende 1936 gab er die Nummer auf und trat von da an als "Jean Fole - The Pantomystic" auf. Als die Vaudeville-Thater geschlossen wurden, setzte Foley seine Kartiere erfolgreich in Nachtclubs, Hotels und Kreuzfahrtschiffen fort. 1946 eröffnete er in Pittsburg "Foley's Magic Shop" welcher der Treffpunkt für viele professionelle Zauberkünslter wie Blackstone, Dante, Jack Gwynne, Virgil, Calvert wurde. 1958 verkaufte er sein Geschäft und wurde Verkäufer in einem Bekleidungsgeschäft, wo er bis zum 70. Lebensjahr arbeitete. Obwohl er kurz nach der Eröffnung seines Zaubergeschäftes nicht mehr öffentlich auftrat, beschäftigte er sich weiterhin intensiv mit der Zauberkunst und gab sein Wissen und seine Erfahrungen an jüngere Kollegen weiter.

Folletto (Giuseppe Ferraris), 1853-1919 (I)

Als Sohn eines Apothekers, der selber von der Zauberkunst begeistert war und jede Gelegenheit nützte, mit ihm Zaubervorstellungen zu besuchen, sah er eine Vorstellung von Buatier de Kolta. Danach wollte er unbedingt Zauberkünstler werden. Mit zwanzig wurde er Assistent von Patrizio, den er auf seiner Tournee durch Spanien begleitete. Als dieser nach Südamerika ging, folgte er ihm nicht, sondern ging nach Paris, wo er seine eigene Karriere unter dem Namen Folletto startete. Er beschloss seine Karriere als Attraktion des Theaters Robert-Houdin von 1914-1917. 1919 starb er infolge einer Lungenentzündung.

Programm Thumm

Magie 1/2008

Forster, Jan, 1958-          ( D)

Jan Forster begann mit 8 Jahren zu zaubern, nachdem er eine Fernsehsehndung gesehen hatte, in der im Anschluss an Auftritte u. a. von Alberto Sitta, Norm Nielsen und den New Houdinys ein paar einfache Kunststücke erklärt wurden. zum neunten Geburtstag erhielt er sein erstes Kinderzauberbuch. Sein Bruder half ihm, die benötigten Requisiten zu basteln. Mit 12 Jahren hatte er an einem Schützenball seinen ersten Auftritt vor ein paar hundert Zuschauern. Mit 16 lernte er Joe Nex kennen und durch diesen Henk Vermeyden.

Ende 1982 machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf und eröffnete seine Karriere mit Auftritten in der Scala in Madrid. VOn da an

 

Frau Tänzerin, hat 10 Jahre in der Nummer mitgearbeitet, 2 Töchter.

Manipulationen aber auch klassiche Kunststücke wie dei Schnurstäbe oder die Falschenwanderung.

>Promo Fotos

FISM-Programm '67

I

2006 

Forton, Piet (Pieter de Beaufort), 1938-  (CH/GB)

Als Sohn eines Holländers und einer Schweizerin wurde Piet in England geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde geweckt, als er mit 9 Jahren an einem Unterhaltungsnachmittag für Kinder einen Zauberkünstler sah. Mit 16 beschäftigte er sich schon vermehrt mit dem Zaubern. Den richtigen Einstieg in  die Zauberkunst vermittelte ihm jedoch Ravelli, der ihn auch auf die englischsprachige Zauberliteratur aufmerksam machte. Mit 18 nahm er den Künstlernamen Piet Forton an. Bereits 1961, mit 23 Jahren, errang Piet an den Weltmeisterschaften der FISM  den 1. Platz in der Sparte Kartenmagie, zwei weitere 1. Plätze folgten 1964 und 1967.

Neben seinen Erfolgen als Kartenkünstler (sein "Pop-out move", den er am FISM- Wettbewerb zeigte, ist unter Kartenkünstlern weltweit bekannt) machte sich Piet Forton vor allem einen Namen in der Kinderzauberei. Er schuf eine ganze Reihe von Bühnenprogrammen für Kinder, wie  u. a. "Das Zauberschloss" oder  "Der Zauberladen" mit passenden Bühnenbildern, in denen er sich als Lehrer für Kunstgeschichte um Kinderzauberei mit erzieherischem Wert bemühte. Zu diesem Thema publizierte er das Heft "Zaubern für Kinder. Grundlagen, Gedanken, Tricks und Tipps zur Gestaltung von Zaubervorstellungen vor Kinderpublikum (2000).

Ausserdem trat Piet Forton in einem Gauklerkostüm als Zauberkünstler von Tisch zu Tisch

Als viersprachiger (deutsch, holländisch, französisch und englisch) und viel unterwegs Kontakte zu allen Grössen der Zauberszene,

Piet Froton verfasste Artikel für diverse Zeitschriften wie u. a. Linking Ring, The Gen, Abra, Epoptica, Magische Welt,

Pop-out move (FISM 1961)

 

Je GESCHICKTER desto ZAUBERER Piet Forton Spielen/Basteln, Mittel-/Oberstufe, SJW Heft

(London, England: 1 May 1938- ) Stage name since 1956 of [Ferdinand] Pieter [Benjamin] de Beaufort. Son of a Dutch father & Swiss mother. Raised in Holland 1939-1945. Moved to Switzerland in 1945. Inspired in 1955 by Ravelli & learned from books. Art history teacher. Semi-pro magician since 1955 for adults & children, specializing in card, close-up, & stage magic. Invented Pop Out Move (1960). FISM 1st prize in card magic 1961, 1964, & 1967. Articles in Linking Ring, Gen, Abra, Magische Welt, Epoptica, etc. [Wat;Wh2]

 

MM April 1959

Foster, Neil, 1921-1988 (USA)

Neil Foster sah mit neun Jahren eine Vorstellung von Harry Blackstone und wollte von da an Zauberkünstler werden. Er absolvierte die Chavez School of Magic in Kalifornien und wurde nach Abschluss seiner Ausbildung sogleich als Lehrer in der Schule verpflichtet. So bildete er während mehreren Jahren angehende Zauberkünstler in der Kunst der Manipulation aus. Danach trat er als erstklassiger Manipulator mit Karten, Zigaretten Golfbällen und seiner einzigartigen Vorführung der Zombie-Kugel in allen grossen Theatern und Clubs der USA auf.

Nachdem sich in Amerika die Auftrittsmöglichkeiten für Zauberkünstler fast nur noch auf Nachtclubs beschränkten, wandte sich Neil Foster dem Tätigkeitsfeld von Schulvorstellungen zu.

1961-1979 War Neil Foster Herausgeber von Abbott's "The New Tops".

Biografie: Brown, D. Neil Foster. Palm Desert, 1988

http://www.youtube.com/watch?v=IPHlwjYu0RQ

       http://www.youtube.com/watch?v=JqUFX9BFtHs

      http://www.youtube.com/watch?v=6xVyZ271qZM  

 

Fowler, Gus (Augustus Gerald Fowler), 1888-1960 (GB)

Fowler wurde bereits mit 18 Berufszauberkünstler. Als er 21 Jahren alt war, nahm ihn Maskelyne unter seine Fittiche. Nachdem er ein Jahr in der St.George's Hall in London aufgetreten war, begann er schon bald als "Gus Fowler, the Watch King" in Varietés aufzutreten. Gus Fowler manipulierte mit Uhren mit einer Leichtigkeit  wie andere Zauberkünstler mit Münzen. Seine Manipulationen mit Uhren waren sensationell und blieben unerreicht. Er war einem Cardini oder Frakson ebenbürtig. Ausser durch seine grossartigen manipulativen Fähigkeiten wurde das Publikum auch durch seine ansteckende Freude und Begeisterung in Fowlers Bann gezogen. Er trat unter den Namen "The Watch King", The Watch Maker", The Watchful Wizard", The Watchful Magician" auf. In seiner Nummer produzierte er Uhren, liess sie verschwinden und wandern und beschloss seinen Auftritt mit der Produktion von 30 läutenden Weckern aus einem Hut.

1911 trat er auch im Wintergarten in Berlin auf, 1912 im Ronacher in Wien, 1913 während sieben Wochen in den Folies Bergères in Paris.

1916 wurde er in die Armee eingezogen und trat für die englischen Truppen in Frankreich auf. 1919 kehrte er in die St. George's Hall zurück und trat in England und anderen europäischen Ländern auf. 1922 wurde er nach New York engagiert, wo er die Sensation des Jahres war. Auftritte in allen grossen Städten der USA mit zahlreichen Reengagements folgten. 1924 setzte er bei der Vaudeville Managers Protective Association durch, dass er als einziger eine komplette Nummer mit Uhren vorführen durfte und John Olms - der auch Kunststücke mit Uhren zeigte - in der Mitte seiner Nummer zumindest zwei Kunststücke mit anderen Gegenständen als Uhren zeigen musste.

Nach eindreiviertel Jahren in Amerika kehrte Fowler nach England zurück, um ein Jahr später nach Australien zu gehen. Auch dort wurde seine Nummer als in jeder Hinsicht perfekt beurteilt. Über England ging er 1927 erneut nach Amerika, wo er zum dritten Mal im Palace Theatre in New York auftrat. Danach folgte erneut eine Tournee durch alle grossen Varieté-Theater der USA und am Ende seiner Reise ein vierter Auftritt im Palace Theatre in New York. Nach gut einem Jahr kehrte er nach England zurück und ging kurze Zeit später zu dritten Mal nach Amerika, von wo er 1930 nach England zurückkehrte und seine Karriere als Zauberkünstler beendete. Er kaufte in seinem Geburtsort Birmingham ein Glückwunschkartengeschäft und heiratete dessen Eigentümerin. 1960 erstickte er mit 72 bei einem in seinem Geschäft ausgebrochenen Feuer.

Fox, Imro (Imro Fuchs), 1862-1910   (D)

Als Sohn eines  jüdischen Kaufmannes erlernte er mit 13 seine ersten Kunststücke aus einem Zauberkasten. 1874 wanderte er nach Amerika aus, wo er Koch wurde. 1880 vertrat er einen Zauberkünstler, wobei er solchen Erfolg hatte, dass er sich von da an der professionellen Zauberkunst zuwandte und erfolgreiche Tourneen durch England, Amerika und Deutschland unternahm. Bei einem seiner verblüffendsten Kunststücke tauschten eine weisse und eine schwarze Taube ihre Köpfe. Von 1898 bis 1900 reiste er mit Servais LeRoy and F.E. Powell, als "The great Triple Alliance" durch Amerika.

Fox, Karrell, 1928-1998 (USA)

Hatte  mit 11 seinen ersten öffentlichen Auftritt. Als Teenager machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf und arbeitete in verschiedenen Zaubergeschäften. Dabei entwickelte er seinen Stil der komischen Zauberei und wurde bald einmal weit herum bekannt. Mit 17 war sein Porträt bereits auf auf den Titelseiten von zwei magischen Zeitschriften erschienen und er hatte das erste von mehr als einem Dutzend Bücher für Zauberkünstler verfasst. In den Fünfzigerjahren engagierte er sich vor allem für Trade Shows für grosse Firmen. So produzierte er z.B. Anfang der 60er Jahre die mit einem Dreimillionen-Budget dotierte Show "The Magic World of Ford", die während vier Jahren im ganzen Land gezeigt wurde. Als Multitalent trat Fox als Komödiant, Conférencier, Bühnen- und Close-up-Zauberkünstler, Kinderzauberer (in den 70er Jahren mit einer wöchentlichen Fernsehshow während 5 Jahren als "Milky der Clown", in anderen Fernsehshows als "Wow the Wizard"), Mentalist und Hypnotiseur auf. 

http://www.youtube.com/watch?v=pLBP4tb0fkg

       http://www.youtube.com/watch?v=dxBqlW3o01Q

 

Fox, Paul (Paul Fuchs), 1898-1976 (USA)

Paul Fox arbeitete als Designer in einem Silberschmiedunternehmen und wurde dann professioneller Zauberkünstler. Er wr Mitglied der "Secret Six" und ab 1936 Mitglied des New Yorker "Inner Circle".

Er erfand unter anderem das Brainwave Deck, die Paul Fox Cups und das Miracle Gimmick.

Roy Benson By Starlight, Levent & Karr, T. und: Cardini, p. 354

Frakson, José (Seville, José Jimenez), 1891-1981 (E)

Frakson trat ab 1912 als professioneller Manipulator auf, zuerst unter dem Namen "D'Olivarès". Mit 40 kehrte er nach Spanien zurück, um sich als wohlhabender Mann zur Ruhe zu setzen. Unter dem Regime Francos musste er aus Spanien fliehen und trat erneut in England und Frankreich auf, wanderte dann nach Amerika aus, wo er 1945 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. 1972 kehrte er nach Spanien zurück. Frakson wurde mit seiner  Manipulationsnummer mit Zigaretten als "The Man with 100 Cigarettes" weltberühmt.

 

http://www.youtube.com/watch?v=2KkgqjxXlaU

Fredrik, Alexander 1878-? (USA)

Professioneller Illusionist. Ca. 1913 musste er den Künstlernamen "Frederik the Great" aufgeben.

(Chicago, Illinois: 23 Apr 1878- ) Pro illusionist by 1901 on Lyceum circuit. Aka "Fredrik the Great" until c1913 when forced to release that stage name (together with a large stock of playbills), which both Willard the Wizard and Dante later acquired & used until the paper ran out. [Pr]

Goldston's Who is Who in Magic

Freeman, Gordon (Gordon Swingler), 1889-   (GB)

Gordon Freeman trat bereits mit 10 Jahren vor Publikum auf. Er spezialisierte sich auf  komische Magie und trat wiederholt vor Mitgliedern des englischen Königshauses auf.

Fregoli, Leopoldo, 1867-1936 (I)

Ein in Rom geborener vielseitiger Künstler mit grosser Begabung für das Theater und die Zauberkunst. Nachdem er eine Vorstellung von Herrmann gesehen hatte, stellte er mit einem Freund eine Zaubernummer zusammen und trat mit diesem zusammen mit einer spiritistischen Nummer nach dem Vorbild der Gebrüder Davenport auf. Erst 1887 im Militärdienst in Afrika, als er den Auftrag hatte, Vorstellungen für die Truppen zu organisieren und mangels geeigneter Schauspieler dazu überredet wurde, verschiedene Rollen zu spielen, entwickelte er eine eigene Nummer, die später viele zu imitieren versuchten. 1890 kehrte er nach Rom zurück. In seinem Programm sprach er mit 50 verschiedenen Stimmen, bot Imitationen dar und spielte drei verschiedene Instrumente. 1893 unternahm er eine Tournee durch Italien, die jedoch nicht den erhofften Erfolg hatte. 1896 reiste er durch Spanien, Süd- und Nordamerika. Dort entwickelte er "El Dorado", eine Vorstellung mit "komisch-lyrisch-dramatisch-muskalischen Stücken mit ca. 60 Verwandlungen". Fregoli feierte phantastische Erfolge, die sich auch in Europa fortsetzten. So trat er in Portugal, Frankreich, Deutschland, England, Russland auf. 1897 kehrte er mit grossem Triumph nach Rom zurück und seine Vorstellungen wurden von allen, die Rang und Namen hatten, besucht. 1925 zog er sich von der Bühne zurück.

Biografie: NOHAIN J., CARADEC F. Fregoli 1867-1936. Sa vie et ses secrets
La Jeune Parque, Paris, 1968.

http://www.youtube.com/watch?v=ueOiFbf_oQk  

Frikell, Wiljalba (Friedrich Wilhelm Frickel) 1819-1903 (D)

Bereiste ab 1840 Deutschland, Ungarn, die Wallachei und Türkei, Ägypten, Griechenland, Italien, Spanien,  Indien, Russland, Dänemark, Schweden und England.  Er trat ab Beginn der Fünzigerjahre als erster "Manipulator" ohne Apparate, Kostüme und Bühnenausstattung mit Alltagsgegenständen auf leerer Bühne auf. 1862 zog er sich zurück, 1872 reiste er nach Amerika und trat dort mit beachtliche Erfolg auf. Über England kehrte er nach Deutschland zurück.

Frizzo (Enrico Longone) 1852-1894(?) (I)

In Milano geboren arbeitete er als Jurist im Staatsarchiv bevor er sich der Zauberkunst zuwandte. 1880 hatte er mit seiner Nummer in den Folies-Bergères in Paris grossen Erfolg, 1984 im Théatre des Menus Plaisirs. Er verfasste zwei Bücher "Frizzi Mestoffelici" und "Memoria Trascendentale". Er trat in Spanien, Frankreich, Belgien, Portugal, Algerien, Österreich und Griechenland auf. Sein Wunsch, vor seinem Rücktritt eine Tournee durch Südamerika zu machen, führte ihn in den Ruin. Als er 1885  in Rio de Janeiro eintraf, waren alle Theater infolge einer Revolution geschlossen. All seine Bemühungen, einen Auftrittsort zu finden scheiterten und in der Folge erlitt er einen Nervenzusammenbruch. 1890 scheint er in Sao Paulo aufgetreten zu sein, danach soll er in eine Psychiatrische Klinik in Buenos Aires eingewiesen worden und 1894 in Montevideo verstorben sein.

Frizzo (Girolamo Gioachino Tatulli), 1876-? (Sizilien)

Interessierte sich von klein auf an für die Schauspielerei und riss mit 15 Jahren von zu Hause aus, um seinem Vorbild Fregoli nachzueifern. Mit Zwanzig hatte er sich eine entsprechende Nummer aus Zauberei und Verwandlungskunst erarbeitet und trat - vorerst mit geringem Erfolg - als Frizzo auf. Zwei Jahre später trat er dann mit grossem Erfolg in Rom auf und unternahm von da an erfolgreiche Tourneen durch Europa, Russland, Amerika und Kanada

Nach  dem tragischen Tod seines Sohnes Professor Enrico (infolge einer irrtümlichen Injektion von Heroin bei einem Kokainentzug) zog sich Frizzo 1930 von der Bühne zurück.

Fu Manchu ( David Bamberg), 1904-1974 (GB)

Sechster und letzter Zauberkünstler der Bamberg-Dynastie. Sohn von Okito (Theo Bamberg). Lernte von seinem Vater, Ottokar Fischer, Houdini, Carl Rosini. und Thurston. Trat bereits mit fünf Jahren auf, hatte Gastauftritte bei Thurston und war Partner von Julius Zancig, assistierte in der Show seines Vaters.1928 baute er in Argentinien seine eigene Show auf und wurde in Südamerika der Inbegriff für Zauberkunst.

 

 

Furmanow, Anatolij Alexandrowitsch ?-?  (RUS)

Furmanow  zeigte eine Variante des indischen Seiltricks. Ein rotes Tuch verschwand aus seiner Hand und erschien auf dem Seil. Danach folgt eine ganze Trickserie mit dem Tuch. Alle Tricks – viele von ihm selbst entwickelt - basierten auf reiner Manipulation, nicht auf Apparatetechnik.

Furmanows Darbietung füllte einen eigenen Programmteil des Zirkusprogramms aus. Die einzelnen Trickfolgen waren logisch durch eine Handlung verbunden. Ausser dem Zauberkünstler mit seinen zwei Assistentinnen begleiteten ihn noch zwei Clowns durch das Programm.

Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg

 

Furst Arnold (Arnold Furstenberg) 1918-2002 (USA)

Begann sich bereits mit 10 Jahren für die Zauberkunst zu interessieren. War eines der ersten Mitglieder des Clubs junger Magier, der Mystic Thirteen, in Hollywood. Mit 21 wurde er professioneller Zauberkünstler und nahm den Namen Furst an. Während des zweiten Weltkrieges war er als Zauberkünstler und Hypnotiseur auf Tournee für die amerikanischen Truppen  im Südpazifik. Nach dem Krieg trat er   in Nachtclubs, Schulen und Theatern auf. In den Sechziger- bis Achzigerjahren tourte er während mehr als 15 Jahren mit einem Eintages-Kurs über Hypnosetechniken zur Patientenbehandlung durch amerikanische und japanische  Spitäler in Japan. Furst verfasste mehrere Bücher über Hypnose sowie zwei Bücher über grosse abendfüllende Zaubershows ("Famous Magicians of the World", 1957 und "Great Magic Shows", 1968), ausserdem ein Buch über Kinderzauberei ("Magic for Monsters", 1960) und ein Buch über Werbemethoden für Zauberkünstler ("Mightier than the Bullet", 1961).

Gabrielli, Cesare 1881-1943 (I)

Hypnotiseur und Zauberkünstler. Draufgängerisch, energisch und autoritär verwendete er eine Reitgerte, die er schnalzen liess wie ein Dompteur seine Peitsche, und unterstrich damit seine hypnotischen Befehle. Durch seine Persönlichkeit, die sich am Rande der guten Erziehung bewegte, erreichte er grosse Bekanntheit, und verblüffte sein Publikum während mehr als 30 Jahren und blieb über seinen Tod hinaus bekannt.

 

Gali-Gali, Luxor (Mahguob Mohamed Hanafi), 1902-  (Ägypten)

Als "Gali-Gali-Männer" wurden ägyptische Zauberkünstler bezeichnet, die auf Schiffen, die in die Häfen in Ägypten einliefen, gegen Trinkgelder ihre Kunststücke vorführten, darunter insbesondere das Becherspiel mit Kücken als Schlussladung

Hanafis Name "luxor Gali-GaliDa stammt daher, dass er seine ersten Erfolge als Zauberkünstler in Luxor hatte, wo er unter anderem vor John D. Rockefeller und Aga Khan auftrat. Nachdem er sich das nötige Können angeeignet hatte, ging er auf Weltreise und trat in unzähligen Hotels und Clubs auf. Dabei trat er unter anderem vor den Königen von Schweden und Dänemark sowie dem Duke of Windsor auf. Während seines fünfjährigen Aufenthaltes in Paris 1926-1931 heiratete er  Gabrielle Siroky, eine Pariser Tänzerin und Filmschauspielerin. Nach Auftritten in europäischen Varietés trat er 1934  erstmals in Amerika auf. In New York dauerte sein Engagement im Rainbow Room 30 aufeinander folgende Wochen. Während des zweiten Weltkrieges reiste er durch die amerikanischen Truppenlager und trat erneut in vielen grossen Varietés der USA auf. Diese Auftritte sowie Auftritte in Nachtclubs und Hotels führte er auch nach dem Krieg weiter. 1944 erhielt er die amerikanische Staatsangehörigkeit. 1951 trat er erstmals in der Ed Sullivan Show auf, bis 1963 folgten weitere sieben Auftritte. 1963 reist er nach Australien, wo er insgesamt 8 Mal im Fernsehen auftrat.

Gallici, Pietro, 1834-1897 (I)

Sohn eines Kaufmannes, verliess mit 17 das Elternhaus und ging nach Deutschland, wo er als Chauffeur arbeitete. Später heiratete er in Frankreich die Schwester des Illusionisten Loramus und übernahm und erneuerte dessen fahrende Zauberschau. Besonders bekannt wurde er durch seine Vorführung der unerschöpflichen Flasche. In seinem Programm hatte er auch viele grosse Illusionen wie das Geisterkabinett der Gebrüder Davenport, die verschwindende Dame nach Buatier de Kolta und die Selbstenhauptung. 1897 verstarb er in Frankreich.

Gallo, Lou, 1932-2004 (USA)

Als Amateur, der sich erst mit über zwanzig für die Zauberkunst zu interessieren begann, als ihn ein Kollege mit ein paar Kartenkunststücken hinters Licht führte, war Lou Gallo ein fester Bestandteil der magische Szene in Buffalo. Er inspirierte und beeinflusste viele Zauberkünstler mit seinem ansteckenden Enthusiasmus für Handfertigkeitskunststücke mit Münzen und Spielkarten. Als Vertrauter von Eddie Fechter war er regelmässig im berühmten Forks Hotel anzutreffen.

Lou Gallo wurde unter Zauberkünstlern bekannt durch seinen 1982 publizierten "Gallo Pitch" (eine Technik um - ähnlich wie mit der Technik von Han Ping Chien - aus beiden Händen nacheinander je eine Münze auf den Tisch zu werfen und wieder aufzunehmen, wobei sich danach beide Münzen in einer Hand befinden). Im Buch von Richard Kaufmann und Mark Phillips verfassten Buch "Lou Gallo - The Underground Man" wurden einige seiner besten Kunststücke veröffentlicht.

Ganson, Lewis 1913-1980 (GB)

Professioneller Close-up-Zauebrkünstler.Hat gegen sechzig Bücher und Schriften verfasst, darunter "Routined Manipulation" (drei Bände, 1951-54),  "Dai Vernon's Symphony of the Rings", "The Dai Vernon Book of Magic" (1957), "Cy Endfield's Entertaining Card Magic" (1959),"Dai Vernon's Tribute to Nate Leipzig", "Inner Secrets of Card Magic", "More Secrets of Card Magic", "Further Secrets of Card Magic", "Ultimate Card Secrets", "The Magic of Slydini", "Magic with Faucett Ross", "The Art of Close-up Magic" (1972)",The Ganson Book" (1982).

http://www.youtube.com/watch?v=dDCh2aF9gPk

 

Programme Thumm

FISM Programm '97

Garance, Jean (Jean-Marie Peretti), 1937-2010  (CH)

In Genf geboren begann Jean Garance bereits mit 10 Jahren zu Zaubern und machte die Zauberkunst schon früh zu seinem Beruf. Mit seiner Frau Line trat er mit einer Bühnennummer und mit Kinderzauberei auf. An Zauberkongressen übernahm er in Galas oft die Conférence.

1961 bis 2010 leitete er als zehnter Präsident den 1929 gegründeten Club des Magiciens de Lausanne. Für den FISM-Kongress 1991 in Lausanne wurde ihm das Amt des FISM-Präsidenten übertragen. Er war ausserdem Präsident der Section 207 Romandie der I.B.M und Mitbegründer des internationalen Wettbewerbes Les Anneaux Magiques, welches seit 1993 alle zwei Jahre im Théâtre de Beausobre in Morges abgehalten wird.

1967 übernahm er von Professeur Rex das 1929 gegründete Geschäft "Academie de Magie Suisse" und integrierte dieses in sein eigenes Geschäft "Le Truc'Store".

Unter Kollegen war Jean Garance, der an unzähligen Kongressen anzutreffen war, international bekannt durch seine liebenswürdige Art, sein grosses Wissen und seine Fotos von Zauberkünstlern.

Nach mehrmonatiger schwerer Krankheit verstarb Jean Garance 2010 in Genf.

 

Après une maladie impitoyable de plusieurs mois supportée avec un immense courage et une

grande discrétion, Jean Garance (Jean-Marie Peretti) nous a quittés à Genève le 14 septembre

2010 à l'âge de 73 ans.

Très populaire auprès des publics d'adultes et d'enfants, Jean était connu par la plupart des

magiciens sur le plan international par sa vaste connaissance et ses photographies des

événements magiques contemporains, son optimisme, son amitié et sa jovialité.

Né à Genève le 1er avril 1937, il découvre la magie à l'âge de 10 ans, se passionne pour cette

activité et deviendra rapidement professionnel, avec un numéro de scène en compagnie de

Line qui deviendra son épouse. En 1967, il reprend l'Académie Suisse de Magie du Professeur

Rex, fondée en 1929, qu'il intégrera à son magasin d'accessoires de magie "Le Truc'Store".

Depuis 1961, il était le président du Club des Magiciens de Genève et a été président de la

FISM, Fédération Internationale des Sociétés Magiques, pour le Congrès mondial de Lausanne

en 1991. Président de la section 207 Romandie d'IBM, International Brotherhood of Magicians,

pendant plusieurs années, il était également l'un des fondateurs du prix international de

l'illusion Les Anneaux Magiques qui a lieu tous les 2 ans au Théâtre de Beausobre à Morges.

Toutes nos pensées vont à son épouse Line, sa fille Corinne et tous ses nombreux proches qui

conserveront le souvenir d'une être souriant à la vie, ouvert et généreux.

 

Garcia, Frank, 1928-1993 (USA)

Sohn spanischer Einwanderer. Lernte bereits als Kind zaubern, nachdem er eine Vorstellung von Fu Manchu gesehen hatte. Als Teenager traf er viele bekannte Zauberkünstler im Zaubergeschäft von Max Holden  in Manhatten. Mit 21 wurde er dort Geschäftsführer. Bereits 1948 erschien er zum ersten Mal im Fernsehen. Sein  Duchbruch als professioneller Zauberkünstler erfolgte, als er begann, mit einer Falschspieldemonstration aufzutreten. Er reiste damit durch die ganzen USA und trat in vielen Fernsehshows auf. Er entwickeltes sich zum Experten für Falschspiel, arbeitete mit den Polizeibehörden zusammen und hielt Vorträge für die amerikanischen Truppen in  Deutschland, Frankreich und Schottland.  Zwischen 1961 und 1967 war er vorwiegend auf Schiffen engagiert, um Falschspieler zu entlarven. In den 70er-Jahren wandte er sich der cose-up-Zauberei  für Trade Shows zu. Garcia Verfasste 22 Bücher über Kartenspiele und Zauberkunststücke, unter anderem "Million Dollar Card Secrets", "Super Subtle Card Miracles", "The very Best of Cups and Balls", "Don't Bet on it: The Real Secrets of Three Card Monte", "Encyclopedia of Sponge Ball Magic". Er wurde international bekannt als "Mann mit den Millionen-Dollar-Händen".

 

Gardner, Martin, 1914-2010 (USA)

Martin Gardner wurde als ältestes von drei Geschwistern in Tulsa, Oklahoma als Sohn einer Kindergärtnerin und eines Geologen geboren, der sich erfolgreich als Ölsucher betätigte. Nach einem Philosophiestudium in Chicago und drei Jahren Militärdienst auf einem Zerstörer im zweiten Weltkrieg arbeitete Gardner als freier Wissenschaftsjournalist und verfasste seine erste Kurzgeschichte, die im Esquire Magazine veröffentlicht wurde. Ein Dutzend weiterer Geschichten folgte. Gardner, der sich auch für  Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Pseudowissenschaften, Mathematik, Kunst und Religion interessierte, entschloss sich, als Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zog nach New York.

952 heiratete er Charlotte Greenwald, mit der er zwei Söhne hatte. In New York betreute er bis 1956 eine Rätsel- und Bastelecke für das Kindermagazin Humpty Dumpty. Daneben verfasste er Artikel für weitere Zeitschriften. Von 1957 bis 1981 schrieb er für den Scientific American die Kolumne "Mathematical Games". Da sein Hobby die Zauberkunst war - insbesondere Kunststücke, die auf mathematischen Prinzipien beruhten - schrieb er in seiner Kolumne unter anderem auch über mathematische Prinzipien der Kartenkunst, so etwa Alex Elmsleys Arbeiten zum Faro Shuffle, Norman Gilbreaths Entdeckungen zum Riffle Shuffle und Martin Kruskals "Kruskal Count" und half mit, M. C. Eschers Werke in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Seine Artikel, die später als Sammlung in 15 Bänden und als CD-ROM herausgegeben wurden, inspirierten tausende von Lesern, sich mit mathematischen Problemen auseinanderzusetzen. Obwohl Gardner nie Mathematik studiert hatte, erwarb er sich unter Mathematikern hohes Ansehen. 

Insgesamt verfasste Gardner neben unzähligen Artikeln für Zeitschriften wie The Sphinx und The Jinx rund 70 Bücher, gab Kurzgeschichten, zwei Novellen und zwei Gesellschaftsspiele heraus.

Bereits 1935 veröffentlichte er "Match-ic", 1940 "After the Dessert" und 1942 "Cut the Cards".

1952 erschien "In the Name of Science", 1957 in zweiter Auflage als "Fads and Fallacies in the Name of Science", worin Gardner eine Übersicht über die Pseudowissenschaften des 20. Jahrhunderts gab und Menschen mit vermeintlich übersinnlichen Phänomene wie Uri Geller und angebliche Beweise für die Existenz von UFOs entlarvte. 1982 folgte "Science: Good, Bad and Bogus".

1956 veröffentlichte Gardner "Mathematics, Magic and Mystery", ein Buch, das auch auf Französisch und Deutsch übersetzt wurde.

1960 veröffentlichte er "The Annotated Alice", sein erfolgreichstes Buch, mit Anmerkungen zu Lewis Carrolls "Alice in Wonderland" und "Through the Looking Glass", in denen er die zahlreichen mathematischen Rätsel, Wortspiele und Literaturverweise erklärte. 1990 folgte "More Annotated Alice" und 1999 "The Annotated Alice: The Definitve Edition"

1976 gehörte Gardner zu den Mitbegründern des Commitee for the Scientific Investigation of Claims in the Supernormal, 2006 in Commitee for Sceptical Inquiry umbenannt. Während fast zwanzig Jahren schrieb Gardner in der Zeitschrift Skeptical Inquirer die Kolumne "Notes of a Fringe Watcher". 

1978 publizierte Gardner "Encyclopedia of Impromptu Magic", 1990 erschien "The man Who was Erdnase" von Bart Whaley unter Mitarbeit von Gardner und Jeff Busby, die ihre Recherchen über die Identität Erdnases beitrugen. 1998 wurde "Martin Gardner's Table Magic" veröffentlicht.

George, Grover C., 1887-1958  (USA)

George begann bereits als Kind zu zaubern, mit zehn gab er in seiner Schule die erste Vorstellung. Er arbeitete sich langsam nach oben und begann 1924 eine grosse Südamerika-Tournee mit 18 Mitarbeitenden, die beinahe fünf Jahre dauerte. Als er 1929 nach Nordamerika zurückkehrte, verhinderte Thurston durch Gerichtsprozesse, in die er George verwickelte, dass dieser in grossen Theatern auftreten konnte. So ging er wieder nach Südamerika, wo er weiterhin mit grösstem Erfolg auftrat. Schliesslich liess er sich in São Paulo nieder.

Germain, Karl (Charles Mattmueller), 1878-1960 (USA)

Begann  mit 8 Jahren zu zaubern,  mit 15 gab er seine erste Vorstellung gegen Bezahlung. Zwischen 14 und 16 erlernte er das Muskellesen, das er jedoch nur bei privaten Auftritten vorführte. Mit 18 führte er eine Gedankenlesenummer mit seiner Schwester als Medium vor, mit 22 präsentierte er ein Programm zusammen mit seiner Schwester, einem Assistenten und einem Schnellzeichner. 1906 reiste er nach London, wo er Devant kennen lernte. 1907 stellte er sich bei Maskelyne vor, der ihn für  die St. George's Hall engagierte. Ende 1907 kehrte er nach Amerika zurück. 1916 wurde bei Germain ein Hirntumor festgestellt, der seine Sehfähigkeit beeinträchtigte. Nach der Operation  dauerte es zwei Jahre, bis sich seine Sehfähigkeit soweit regeneriert hatte, dass  er wieder ein halbwegs normales Leben führen konnte. 1938 wurde er von einem Auto angefahren  und erblindete völlig.

Gibson, Walter Brown , 1897-1985 (USA)

Es ist unbekannt, wie viele Veröffentlichungen genau aus Gibsons Feder stammen. Zwischen 1905 und 1984 erschienen über 10’000 Publikationen von ihm, darunter über 350 Comic-Bücher („The Shadow“ und Blackstone Sr.), über 600 Comic Strips, über 2’000 Kreuzworträtsel, über 3'500 andere Rästel, Tausende von Artikeln und über 50 Bücher über die Zauberkunst. Gibson schrieb unter Dutzenden von Pseudonymen. Er schrieb über die unterschiedlichsten Gebiete wie Gedächtnis, Yoga, Hypnose, Kartenspiele, Falschspiele, Magische Quadrate, Traumdeutung, Numerologie, Astrologie, Okkultismus, Spionage.

19031 schuf er die Figur “The Shadow“, einen unheimlichen Mann mit mysteriösen Fähigkeiten, eine Art Vorgänger der modernen Superhelden wie Superman und Batman. 1932 schrieb er 24 Geschichten über “Shadow”, so dass das Magazin zweimal pro Monat erschien, 1934 erschien das Magazin monatlich, später alle zwei Monate, 1949 vierteljährlich. Bis dahin hatte Gibson unter dem Pseudonym „Maxwell Grant“ über 280 Geschichten geschrieben. Ab 1937 wurden unzählige Folgen des „Shadow“ am Radio ausgestrahlt, mit Orson Welles in den ersten 50 Sendungen als Stimme des „Shadow“. Als Welles aus der Serie ausstieg, hatte die Sendung die höchste Einschaltquote aller Tagessendungen. In den Vierzigerjahren war „The Shadow“ in Amerika zur Institution geworden. Er erschien in Comic-Büchern, Comic Strips in Zeitungen, und Büchern. Das Shadow-Magazin wurde in sieben Sprachen in einer monatliche Auflage von 750'000 Exemplaren gedruckt. „The Shadow“ wurde damit zum ersten „Multimedia-Phänomen“ und blieb es während achtzehn Jahren; 1954 wurde die letzte Sendung am Radio ausgestrahlt. Es wurden auch einige Filme über „Shadow“ gedreht, ins Fernsehen schaffte er es abgesehen von ein paar Pilotfilmen, die jedoch nie ausgestrahlt wurden, nicht.1963 wurden einige der ursprünglichen Sendungen erneut landesweit ausgestrahlt und Nachdrucke der Comic-Bücher herausgegeben. Weitere Nachrucke erfolgten auch in den Siebzigerjahren. Anfang der Achzigerjahre meldeten die Universal Studios ihr Interesse an einem Kinofilm über „Shadow“ an, es dauerte jedoch bis 1994, bis der Film realisiert wurde. Gleichzeitig wurden über 100 Shadow-Produkte auf den Markt geworfen, vom Spielzeug bis zum T-Shirt, und die alten Radioprogramme wurden auf Hunderten von Radiosendern in Amerika erneut ausgestrahlt.

Gibson, der sich schon als Kind für die Zauberkunst interessierte und mit  22 Jahren der Society of American Magicians beitrat, kannte viele der grossen zeitgenössischen Zauberkünstler persönlich, unter anderen Thurston, Houdini Blackstone, Dunninger, Kreskin für die er auch als Ghostwriter fungierte.

Zu den bekanntesten Zauberbüchern aus seinen späteren Jahren gehören u.a. „The Complete Illustrated Book of Card Magic“ (1969), „Secrets of Magic“ (1973), “New Magician's Manual” (1975),  „The Book of Magic“ (1978), “Walter Gibson's Big Book of Magic for all Ages with over 150 Easy-to-Perform Tricks Using Everyday Objects” (1980.), Mastering Magic : 100 Secrets of the Great Magicians” (1996)

1971 verlieh die Academy of Magical Arts Gibson den „Literary Fellowship“ und 1979 den „Masters Fellowship“. 


Magie 4/1979

Gil-Dann und Dany (D?)

 

Giobbi, Roberto, 1959-20..     (CH)

 

Giordmaine, John (Giovanni N.Giodmaina), 1898-1974 (Malta)

Wanderte mit 17 nach Kanada aus. Ursprünglich Elektroingenieur, begann er als Musiker aufzutreten und führte in den Pausen ein paar Tricks vor. Lernte  anhand des Tarbell Course zaubern und wurde mit 32 professioneller Zauberkünstler. Richtete in einem Warenhaus eine Zauberabteilung ein. Als Komödiantischer Zauberkünstler und perfekter Kinderunterhalter  bereiste er Nordamerika und Europa. Er war Mitglied in in zahlreichen Artisten- und Zauberkünstlervereinigungen, u.a. im Londoner Inner Magic Circle. Er trat 1933 als erster Zauberkünstler im kanadischen Fernsehen auf, viele weitere Fernsehauftritte folgten bis über seinen Rückzug als aktiver Zauberkünstler  (1960) hinaus.

Giovenzana, Luigi, 1885-1953 (I)

Eine In Mailand geboren begann Giovenanza bereits in früher Jugend, sich mit der Zauberkunst zu befassen und trat mit zwanzig Jahren unter dem Namen Gillis auf. Er besass grosse Fingerfertigkeit, war aber auch ein begabter Handwerker, der sich viele Geräte selber baute. Während rund zwanzig Jahren trat er erfolgreich als Bühnenkünstler auf und wurde zu einer bedeutenden Persönlichkeit in der Zauberszene Italiens der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er führte das Riesengedächtnis mit bis zu hundert Namen vor und produzierte Stoffbilder aus verschiedenen Stoffstücken (eine Kunst, die in Vergessenheit geraten ist). Nach seinem Rückzug von der Bühne widmete er sich dem Bau von Geräten für Künstler wie Cartis, Frakson, Okito, Watry und Wetryk. 1937 gründete er mit Karton zusammen die S.I.A.M (Seguaci Italiani Arte Magica).

Girardo, Cesare, 1860-?   (I)

Girardo arbeitete verschiedentlich mit anderen Künstlern zusammen, so mit Thomas Giglio und Watry ("The Royal Illusionists"). 1894 trat er in Neapel und Rom auf, wo er unter anderem ein spiritistisches Kabinett und das Verschwinden eines Pferdes und  eines Ochsen zeigte.


Goldston's Who is Who in Magic

Godfrey, Peter, 1899-1970  (GB)

Peter Godfrey trat bereits mit 11 Jahren in einem Zirkus in Irland auf. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er Theaterschauspieler, Theaterproduzent und schliesslich Filmregisseur, wobei er immer auch als Conférencier und Zauberkünstler auftrat.

Später zog er nach Hollywood, wo er zwischen 1939 und 1956 20 Filme produzierte. Er wurde in die SAM Hall of Fame aufgenommen.

Goldin, Horace (Hyman Goldstein), 1873-1939 (PL)

In Polen geboren, mit 16 nach Tennessee ausgewandert. begann mit 20 herumzutingeln und wirkte in verschiedenen unbedeutenden Shows mit. Da er nur gebrochen Englisch sprach, stellte er ein Programm zusammen, das er ohne Vortrag vorführte. Mit 26 schaffte er den Durchbruch geschafft und wurde ins Palace Theater in London verpflichtet, wo er mehrere Monate vor ausverkauftem Haus spielte. Goldin trat vor vielen gekrönten Häuptern auf. 1915 wurde er vom König von Siam eingeladen, und da kein Theater vorhanden war, das für Goldins Show gross genug gewesen wäre, wurde innert 7 Tagen ein spezielles Theater aufgebaut. Führte als erster eine reine Illusionsnummer mit zwanzig Illusionen vor, die er in atemberaubendem Tempo darbot. Entwickelte P. T. Selbits "zersägte Jungfrau" weiter und führte das Zersägen mit einer Kreissäge vor, wobei Kopf, Arme und Beine der Assistentin während des ganzen Vorganges sichtbar blieben.

http://www.youtube.com/watch?v=yAfzPo15Ep0

 

Goldston, Will, (Wolf Goldstone), 1878-1948 (GB)

Begann mit 12 zu zaubern, lernte aus Hoffmanns "Modern Magic". Mit 17 trat er als Carl Devo mit einem schwarzen Kabinett auf. Gab verschiedene Zeitschriften heraus und schrieb viele Bücher, unter anderem seine "Locked Book" Serie, und führte von 1914 bi1 1948 den Zauberladen Aladdin House in London.

Goodliffe, (Charles Goodliffe Neal) 1912-1980 (GB)

Der aus einer streng katholischen Familie stammende Goodliffe begann bereits mit 7 Jahren zu zaubern und arbeitete kurze Zeit als professioneller Zauberkünstler. Während einiger Zeit produzierte und verkaufte er Zaubergeräte bevor er Verkäufer von Kirchenausstattungen - Kruzifixen, Statuetten, Bibeln usw. - wurde.

Goodliffe war Gründer und Herausgeber (1946-1980) der einzigen wöchentlich erscheinenden Zauberzeitschrift Abracadabra. Ausserdem verfasste er das Buch "Simply Wizard" (1946).

Einige Jahre nachdem er die wöchentliche Zeitschrift ins Leben gerufen hatte, begann er an einer unheilbaren Lähmungskrankheit zu leiden, die in seinen Beinen begann und schliesslich auf den ganzen Körper übergriff. 1980 verstarb er an Krebs.

Goshman, Albert, 1920-1991(USA)

Einer der besten Close-up-Zauberkünstler aller Zeiten. Ein Schulbeispiel für perfektes Timing und Misdirection war seine weltberühmte Routine mit den unter zwei Salzstreuer wandernden Münzen.

http://www.youtube.com/watch?v=1u5uSKIH98Q

       http://www.youtube.com/watch?v=bJBiCuaI9sw 

 

Grabel, Lee, 1919-    (USA) 

Lee Grabel war ein Illusionist von Weltruf, der von vielen als der letzte grosse Meister in der Tradition von Herrmann, Kellar, Thurston, Tampa und Dante betrachtet wurde. 

Lee Grabel wurde in Portland Oregon geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde geweckt, als er als Junge eine Vorstellung des Zauberers Professor Turtle sah. Er sah in der Zauberkunst eine willkommene Möglichkeit, in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den Dreissigerjahren Geld zu verdienen. So gab er als Fünfzehnjähriger fünf Shows pro Woche für eine Gage von $ 5.00, was damals viel Geld bedeutete. Sein Vater verdiente pro Woche $ 18.00.
Nachdem er 1936 an einem Zauberkongress in Seattle ein Preis gewonnen hatte, wuchs sein Ruf als guter Zauberkünstler.
1940 zeigte er als Dozent der Universität von Kalifornien seinen Studenten die psychologischen Aspekte der Zauberkunst und seine Auftritte führten zu einer Tournee durch andere Hochschulen.
1942 wurde er nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges eingezogen. In der Armee unterhielt er die Truppen auf vielen verschiedenen Stützpunkten. 1944 heiratete er seine Frau Helen Foster, eine Bibliothekarin, die er bei einer Vorstellung in Südkalifornien kennengelernt hatte. 1944 wurde er in den Südpazifik geschickt, um Shows für die Truppen zu organisieren. Dort traf er Arnold Furst, der ebenfalls für die Truppen auftrat. Die beiden verband von da en eine langjährige Freundschaft.
Nach Ende des Krieges begann Lee Grabel, sein Programm zu einer echten Theatershow auszubauen. Nach dem Rücktritt von Blackstone Sr. in den Fünfzigerjahren wurde Grabel zum grössten amerikanischen Zauberkünstler. Mit einer grossen Show reiste er während 15 Jahren mit einer 20 Tonnen wiegenden Show mit grossem künstlerischem und finanziellem Erfolg durch ganz Amerika.  Unter anderem führte er das schwebende Klavier vor, wobei Klavier und Pianistin sich in die Luft erhoben und eine Drehung um 180 Grad vollführten. Vom Variety Magazin wurde er als herausragende Persönlichkeit des Theaters und als Meister der Illusionen bezeichnet.
1954 wurde Lee Grabel von Dante als dessen Nachfolger in der "Königlichen Dynastie der Zauberer" gewählt. 1958 wurde ihm zur Anerkennung als Amerikas grösster Zauberkünstler eine Goldmedaille verliehen.
1959 zogen sich Grabel und seine Frau aus dem Showgeschäft zurück. 1977 unternahm er eine zwanzigwöchige "Abschiedstournee".

1994 ernannte er Lance Burton als seinen legitimen Nachfolger.

Biografie: McGill, O. The Magic and Illusions of Lee Grabel, 1986 

 

LR Marc h 1979

Grant, U. F. (Ulysses Frederick Simpson Grant) 1901-1978 (USA)

Grant arbeitete ab 1925 als professioneller Zaubergerätehändler, zunächst in Pittsfield, Massachusetts (unter dem Firmennamen "Grant's Magic Shop"), dann in New York City (bis 1939). Danach für eine kurze Zeit um 1940 arbeitete er bei Abbott's in Colon, Michigan. 1942 eröffnete er erneut ein eigenes Geschäft in Columbus, Ohio. 1975 erhielt er den AMA Creative Fellowship. Sein Geschäft wurde von seinen nachfolgern unter der Firmenbezeichnung MAK Magic weitergeführt.

Grant war  Erfinder unzähliger Kunststücke - vom Kartntrick bis zur Grossillusion - die er zum Teil unter dem Pseudonym "Frank Zella" veröffentlichte, so unter anderen: A Message From the Deep (1928), Grant's Rope Trick (1930), Square Pig = Pig Turns Around (1931), Bullet-Proof Girl (um 1932), K.O. Card Trick (1932), Master Trick Deck (1932), Mystic Pearls of Persia (1932), The Farmer and the Witch (1935), Walking thru a Ribbon ( 1935), Invulnerable Lady = Dagger Chest Illusion (vanished head version, Anfang 1930er Jahre), Dick Tracy Himself (1936), Phant-O-Dial (1939), Alagen rope (with Winston Freer 1939), Movies to Life (1939), Grant's Diminishing Cards (1940), Automat Deck ( 1940), The Zella Thought Projector ( 1940), Slow Motion Bill Switch ( 1940), Million Dollar Bill Mystery (1940), Little Silk House (1940), Comedy Rope Trick (1940), Ropes of Bengal (1940), Television Telephone (1940), Amputation (mit R. Bordner in 1940), Grant's Cocktail Cup (1940), Super X Levitation (1942), Cow Trick (1944), Temple Screen (1944), Sacred Altar Light (1945), Zella Nite-Club Cylinders (1945), Little Gem Beer Keg (1945), Chink Cans (1947), Nite Club Table (1947), Kard-U-Reka (1947), Cards and Slate (by 1948), Devil's Newspaper (by 1948), Slate of Mind, Dial-X (1951, mit Reynolds), Bottle Cap-N-Pennies (1953), Bengal Net (1953), Flat Model Money Maker (1954), Chen-Lee Water Suspension (1954), Crystal Silk Cylinder (1954), Una-Mind (1957), Candle-Lite (1958), Transparent Rice Bowls (1959), Strat-o-Spheres (1962).
Verfasste viele Schriften, un ter anderen Twenty Five Tricks and Ideas (1931), Flap Slate Wrinkles (1931, mit H. Adrian Smith), Tricks with Cellophane (1932), Rising, Floating, Dancing Silk (1933), El Ropo (1933), Rope Trick (1933), El Ropo (1933), Grant's Patter Folio (1934), Illusion Secrets (1934), Grant's Thirteen Mysteries (1934), Flash Magic (1935), Magician, Ghost and Girl (1935), Tricks with a One-Way Deck (1935), The Blue Ribbon Combination (1935), 25 Rising Card Tricks (1935), The Barrel and Broom Illusion (1936), Chinese Magic and Illusions (1936), Jumbo Card Tricks (1937), Ninety Nine Tips and Gags (1937), Counterfeit Card Miracles #1 (1940), Nite Club Illusions (1940), Counterfeit Card Miracles #2 (1940), Paper Magic (1941), C.L.I.P.: Clever Little Ideas Presented by U.F. Grant (1947), Tricks for Kid Shows (1951), Grant's Three-Card Monte (1951), Rope, Chain and Box Escapes (1954), Gen Grant's Manual of Magic (1964), 25 Rising Card Tricks (1970), Bodies in Orbit.

Er veröffentlichte Trickbeschreibungen in Sphinx, Tarbell #5, New Phoenix, usw., viele seiner Tücherkunststücke wurden in Rice's Encyclopedia of Silk Magic veröffentlicht, Seilkunststücke in Stewart James' Encyclopedia of Rope Magic.

Gravatt, Glenn G., 1899-1984 (USA)

Glenn Gravatt interessierte sich schon als Kind für die Zauberei, mit 8 Jahren führte er bereits Kunststücke für seine Freunde und Verwandten vor. Nach seinem Schulabschluss in Kansas ging er nach Kalifornien, wo er als Zeitungsreporter arbeitete. Danach ging er für mehrere Jahre nach Europa, wo er die die Methoden der europäischen Zauberkünstler studierte und von vielen Filmaufnahmen machte. Nach Amerika zurückgekehrt, kaufte er einige Rennpferde und betrieb einen eigenen Rennstall. Daneben befasste er sich mit der Zauberkunst, Filmen und Schreiben als Hobbies. Seine Geschichte, die auf realen Polizeiakten des San Francisco Police Departments basierten, verkaufte er ans C.B.S.-Fernsehen.

Er verfasste "Encyclopedia of Self Working Card Tricks" (2 Bände, 1936 und 1937; später von Jean Hugard unter dem Titel "Encyclopedia of Card Tricks" neu aufgelegt) , "Jap Box Tricks" (1937), "Glenn Gravatt's Treasure Trove of Tricks" (1971), "Fifty Modern Card Tricks You Can Do" (1974), "Thayer Quality Magic Catalog Instruction Sheets" (4 Bände, 1978ff) "Collected Writings of Glenn Gravatt" (1974), "More Collected Wriitngs of Glenn Gravatt" (1984), "Goldmine of Magic" (1984) und veröffentlichte zahlreiche Artikel in verschiedenen Zeitschriften.

MAGIE 1979/12

Graziadei, Valentino, 1898-1965  (A)

Valentino Graziadei wurde in Südtirol am 18.Oktober 1898 als Sohn eines Gemüsegroßhändlers geboren, lernte Buchhändler und wurde durch Abdul HAMID und BALZAR , die er im Wiener Apollotheater sah, vom Zauberbazillus angesteckt. Er lerne viel von Dario PAINI und LARETTE (Cornelius Hauer), der um die Ecke von ihm wohnte. Graziadei war mit seinem Programm in allen großen europäischen Varieté zu Hause. Der 4 As-Trick, das Kartenstechen und "heiße Stühle" waren seine Lieblingsnummern. Er arbeitete auch als Croupier in Casinos und lernte eine Menge Tricks von Falschspielern. Auf den Plakaten wurde er als "King of Cards" und "Spielkarten-Welt-Wunder" dargestellt. Als großer Kartenkünstler seiner Zeit wurde er Vorbild für viele seiner Nachfolger. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er aus familiären Gründen depressiv und beendete seine Karriere. Graziadei starb am 30. Dezember 1965 in einem Altersheim in Wien.           

(Bild + Text: Magic Christian)

Grdina , John J., 1885-1975 (A)

Kam mit 5 Jahren nach Amerika. Entschloss sich, Zauberkünstler zu werden, nachdem er Kellar gesehen hatte. Wurde von Karl Germain in die Zauberkunst eingeführt. Mit 21 ging er mit seiner Frau und seinem Schwager als Assistenten auf Tournee. Reiste während acht Jahren mit einer zweistündigen Show herum, später mit einer 15-minütigen Varieté-Nummer. Nach rund 12 Jahren zog er sich als professioneller Zauberkünstler zurück und wurde Bankier. Nach seiner Pensionierung 1959 nahm er seine Lieblingsbeschäftigung, die Zauberei, wieder auf und gab bis zu seinem Tod Gratisvorstellungen für Waisen und Betagte.

Green, Cliff, 1896-1969 (CAN)

Begann mit 15 zu zaubern. Er zog nach New York und arbeitete während rund 25 Jahren als professioneller Kartenmanipulator. Zu beginn der 30er Jahre wurde er Geschäftsmann und Teilzeitprofi. 1940 wurde er Mitglied des New Yorker "Inner Circle". Er verfasste den Klassiker "Professional Card Magic" (1961)

MAGIE 1979/10

Griffith, Tony,     (GB)

 

Griff on Cards, Griff on Close-up, Invitation to Mystery

Goldston's Who is Who in Magic

Grimmond, George, 1901-1985 (GB)

In London geboren wurde George Grimmond bereits mit 13 Jahren professioneller Zauberkünstler und Entfesslungskünstler. Hobbymässig betätigte er sich als Produzent und Regisseur von Amateurfilmen.

Grimmond verfasste das Buch "Engineering as Applied to Magic".

Gwynne, Jack (Joseph) 1895- 1969 (USA)

Lernte während der Rekonvaleszenz von einer Rheumaattacke mit 12 Jahren anhand eines Zauberkastens und Hoffmanns Modern Magic zaubern. Sah mit 13 Kellars Show. Da der nächste Zaubergerätehändler etwa 300 Meilen von Jacks Wohnort entfernt war, begann er sich seine eigenen Tricks herzustellen. Mit 18 gab er für Bekannte und Nachbarn kleine Zaubervorstellungen, 1915 heiratete er Anne Apel, eine Schulkameradin, die ihn als Klavierspielerin begleitete. 1916 wurde Tochter Margaret Elizabeth, 1917 Sohn Virden Weaver geboren. Neben seiner Arbeit in einer Stahlfabrik trat Jack weiterhin am Abend mit seiner Frau zusammen auf, ab 1920 mit einer chinesischen Nummer. Daneben baute er eigene neue Illusionen und Geräte, unter anderem auch für Houdini und Thurston. 1927 gab Jack seine Arbeit in der Stahlfabrik auf und begann seine Karriere als professioneller Zauberkünstler. Anfang der 30er-Jahre wurden die Varieté-Künstler zum grössten Teil vom Tonfilm verdrängt. Jack war bald der einzige, der bis 1934 in Vaudeville noch Grossillusionen vorführte. Danach wurde er mit "Floorshows" der erfolgreichste Zauberkünstler  in "Nachtclubs" (grossen Tanzlokalen in Hotels). 1940 zogen die Gwynnes nach Hollywood. Neben seinen Auftritten spielte Jack in mehreren Filmen die Rolle eines Magiers. 1942 traten er und Anne in einer Art Revue mit anderen Artisten, Sängen und Komikern auf, die ab 1944 die amerikanischen Truppen im Ausland unterhielt. Mitte 1945 kehrten sie nach Amerika zurück. Jack baute eine eigene abendfüllende Show mit mehreren neuen Illusionen auf, mit der sie bis 1951 herumreisten. Neben seinen abendfüllenden Auftritten  trat Jack während vier Jahren in "Super Circus" regelmässig mit Illusionen im Fernsehen auf. Nach drei Saisons in einem Zirkus stellte Jack 1961 ein 45-minütiges Einmann-Programm zusammen, das er bis 1963 in Grundschulen präsentierte. 1963 spielte er in einem für die Weltausstellung 1964 produzierten Film als Schauspieler mit. 1964 wurde er wegen Magenkrebs operiert, zwei Wochen später trat er bereits wieder in Schulen auf. Zwei Tage vor seinem 73. Geburtstag fielen all seine Kostüme, Illusionen und Geräte einem Feuer in seinem Haus zum Opfer. Jack baute genügend Geräte zusammen, um wieder in Schulen auftreten zu können, was er auch nach einem zwei Wochen später erlittenen leichten Herzanfall weiterführte. Im Dezember 1970 starb Jack an einem Herzanfall.

http://www.youtube.com/watch?v=Sh6lIp3Fpzk

        http://www.youtube.com/watch?v=GUMLXJT2i7c